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Leselupe.de > Ungereimtes
Bruder!
Eingestellt am 14. 11. 2002 11:54


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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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Bruder!

Der liebe Gott nahm einen Klumpen,
darauf hat er sich gedacht,
mal ein bisschen Luft reinpumpen,
und was hat er dann gemacht,
erst den Himmel und die Sterne,
dann den See mit dem Getier,
alle Berge in der Ferne,
erst zum Schluss kam er zu dir,
ja, da ließ er sich nicht lumpen,
gab Gedanken und GefĂŒhl
alles aus demselben Klumpen,
alles rein nach seinem Stil.

Refrain:
Du bist in allem,
alles ist in dir,
Geschlechter wallen,
weltverwandt mit dir
auf diesem Sterne
ewig durch die Zeit.
Du webst mit allen
an dem Sternenkleid.

Und er sprach, nun mach mal weiter,
schau, ich hab’s dir vorgemacht,
dort kann’s noch ein bisschen breiter,
hier hab ich’s nur angedacht.
Alles hab ich dir gegeben,
dass du mit mir schaffst und tust,
leb dein buntes Schöpferleben
bis du einmal wieder ruhst.
Mach es ganz nach deinem Willen,
denn du bist jetzt völlig frei,
deinen Tatendurst zu stillen,
und viel Spaß dann noch dabei.

Refrain:
Du bist in allem.......

Nur auf eines bitte achte,
wenn’s dir grade so gefĂ€llt,
auf den Bruder, den ich machte
neben dir auf dieser Welt.
Er ist anders als die andern,
das hab ich so ausgedacht,
damit alle Dinge wandern,
die ihr beide mitgebracht.
Jeder gibt von seinen Gaben,
wie’s ihm grade so gefĂ€llt,
damit alle alles haben,
was man braucht in dieser Welt.

Refrain:
Du bist in allem....








__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Parsifal
Guest
Registriert: Not Yet

Bruder

Liebe Vera-Lena,

als ich Dein Gedicht las, habe ich traurig den Kopf geschĂŒttelt; nicht, weil mir Dein Gedicht nicht gefallen hĂ€tte - es hat mir sogar sehr gut gefallen! - sondern, weil alle, die so etwas schreiben, tauben Ohren predigen. Da ist nichts von Rilkes „Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn, wirf mir die Ohren zu: ich kann dich hören.“ Es gibt zehn Gebote und Millionen von Gesetzen, die ihnen keine Geltung verschaffen können.

Man ist ja von Natur kein Engel,
Vielmehr ein Welt- und Menschenkind,
Und rings umher ist ein GedrÀngel,
Von solchen, die dasselbe sind.

In diesem Reich geborner Flegel,
Wer könnte sich des Lebens freun,
WĂŒrd’ es versĂ€umt, schon frĂŒh die Regel
Der RĂŒcksicht krĂ€ftig einzublĂ€un.

Es saust der Stock, es schwirrt die Rute,
Du darfst nicht zeigen, was du bist.
Wie schad, o Mensch, daß dir das Gute
Im Grunde so zuwider ist.

Resignierte GrĂŒĂŸe
Parsifal

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