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Leselupe.de > Humor und Satire
Brüsseler Spitzen
Eingestellt am 11. 05. 2018 23:03


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aligaga
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In Brüssel spielt, so wollen es die dort versammelte hohe Politik und ihre Kommissare, die ganz große Musik.

Jedes Instrument ist dort 27fach besetzt. Wenn man diese Zahl mit den Stimmen eines Sinfonieorchesters wie etwa der Berliner Philharmoniker ausmultiplizierte, die 28 verschiedene Instrumente auf die Bühne bringen, käme man auf eine Heerschar von gut und gern 754 Musikanten.

Selbst wenn alle 754 Brüsseler Streicher, Bläser, Zupfer und Schlagwerker wirklich Virtuosen wären – man kann sich kaum vorstellen, dass sie zu jeder Zeit so zu bändigen wären, dass ein Stück für das Publikum nachvollziehbar zu Gehör gebracht werden könnte. Es sei denn, sie spielten „unisono“, wie der Fachmann sagt: auf nur einem Ton. Dann bestünde tatsächlich die Chance, eine Melodie zu erkennen. Etwa „Wer soll das bezahlen …“ oder „O, du lieber Augustin …“.

Leider aber, so wissen wir inzwischen, sind im Europäischen Orchesterverband nicht nur Virtuosen am Werk. Ganz im Gegenteil: Bei manchen hat man den Eindruck, sie hätten noch nie eine Geige in der Hand oder ein Flügelhorn an den Lippen gehabt. Das hält sie aber nicht davon ab, besonders kräftig mitzuspielen.

Wir haben Musik bestellt und dafür bezahlt, aber man liefert uns Lärm. Ein Durcheinander, in dem weder Tonart noch Takt erkennbar sind und in dem es kein piano und kein mezzoforte gibt, sondern immer nur Krach. Fortissimo! Die zentnerschweren Partituren sind, so scheint es, nicht mit der feinen Feder, sondern mit dem Besenstiel geschrieben. Sie sind fast unleserlich. Es gibt keine erkennbare Harmonie, das Arrangement ist eine Katastrophe, die Intonation stimmt von vorn bis hinten nicht und, vor allem: Kein Instrument bekommt je so viel Raum, dass es sich selbst entfalten und so etwas wie eine eigene Melodie spielen könnte. Solisten haben in diesem gigantischen Behördenorchester längst ausgespielt.

Als die Europäische Union aus der Taufe gehoben wurde, hieß es, es sei oder werde dies ein „Europa der Regionen“. Diesen Eindruck haben wir nicht mehr. Statt regionale Besonderheiten zu achten und zu schützen, will man uns allesamt nach der schrillen Brüsseler Pfeife tanzen lassen – koste es, was es wolle!

Es will aber keiner einen weit her geholten Dirigismus. Wir können unsere Stücke immer noch bestens selbst spielen und vertrauen dabei auf einen Kapellmeister, der uns kennt und den auch ein „Zwiefacher“ nicht aus dem Rhythmus bringt. So einen bräuchten wir in Brüssel! Der denen da unten erklärt, dass es mehr als nur einen Notenschlüssel gibt und dass man keinen Prügel benutzt, zum Dirigieren, sondern ein feines Stäbchen.

754 Abgeordnete werden nie ein Orchester bilden, das zusammenspielen und etwas Neues hervorbringen könnte, das gute Unterhaltung böte. Es sind, wie schon gesagt, keine begnadeten Berufsmusiker, die auf der Bühne des Brüsseler Konzertsaales Platz genommen haben. Es sind samt und sonders abgefeimte Schurken, mit allen Wässerchen gewaschen und allen Sälbchen gesalbt, die sich hinter die Pulte ducken.

Schau genau hin. Es sind Blender! Sie führen gar keine Musikinstrumente mit sich, sondern ein offenes Messer in jeder Hosentasche und die elegante Walther PKK im Bund ihrer Hose oder ihres Kostümrockes.

Welches Stück wird wohl als nächstes gegeben?


Version vom 11. 05. 2018 23:03
Version vom 12. 05. 2018 07:35

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revilo
???
Registriert: Nov 2008

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Texte, die mit immergleichen Metaphern spielen, finde ich einfach zum Gähnen eintönig....

da fehlt es am Rhythmus, wo ich immer mit muss...und wenn der Dirigent immer nur den gleichen Takt vorgibt,groovt es einfach nicht... ich vermisse Pauken und Trompeten sowie erfrischende Dissonanzen....ich habe das Stück in der Pinkelpause fluchtartig verlassen.... ...bin lieber in eine Kneipe ohne Blockflötenmusik,dafür aber mit Gesang,Tanz und lecker Pilsbier gegangen......

Tschingderassabum von revilo
__________________
Manch mal weiß ich nicht
ob der Tag anbricht oder
ausbricht (revilo)

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aligaga
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quote:
ich habe das Stück in der Pinkelpause fluchtartig verlassen....
Wen, o @revilo, glaubst du, interessierte dein krummer Schniedel oder der anderer @ali-Hasser?

Die Ganoven in Brüssel haben Wichtigeres auf dem Schirm als eure Harnröhrchen. Sie müssen Dieselaggregate nach Teheran verschiffen, Spürpanzer nach Abu Dabi und Oel nach Rotterdam.

In welcher Kaschemme du dir derweil deine kleine Welt schön trinkst und danach dein Pipi abschlägst, spielt keine Rolle. Niemanden wird's interessieren.

Quietschvergnügt

aligaga

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