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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
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Eingestellt am 14. 01. 2018 11:47


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Bernd
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Ich werfe Buchstaben aufs Blatt.
Buchstaben aufs Blatt.

Da liegen sie nun.
Liegen sie nun.

Aber das täuscht.
Täuscht.

Es ist nur eine Metapher, die da liegt.
Die da liegt.
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Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Mondnein
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Du kennst, Bernd, gewiß den Vers von Jan Wagner

quote:
Der Stein von Rosetta ohne den Stein

grusz, hansz


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Bernd
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Nein, leider nicht. Ich kenne von ihm nichts, zumindest nichts, an das ich mich erinnere, falls ich mal in einem Forum was gelesen habe.
Aus welchem Buch ist es denn?

Ich denke, er wurde in der Leselupe schon mal erwähnt.

Gruß
Bernd

PS: Den Stein von Rosetta kenne ich aber. Von Bildern.

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Mondnein
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Jan Wagner hat, lieber Bernd,

zuletzt den Büchnerpreis bekommen, und früher (vor zwei Jahren etwa) den Preis der Leipziger Buchmesse, für seine Gedichte - das wäre alleine schon bemerkenswert, daß mal ein Dichter diese Preise abräumt, (kein Romanautor, wie sonst üblich).
Das wichtigste Gedichtebuch von ihm (dafür bekam er die Preise) sind die "Regentonnenvariationen", und darin habe ich schon das Gedicht gefunden, dessen Schlußvers ich hier zitiert habe.

Für Görlitz müßte noch der vorher von ihm erschienene Gedichtband von Interesse sein: "Die Eulenhasser in den Hallenhäusern", denn das titelgebende Gedicht darin bezieht sich auf Görlitz.

Ich fand dann das (von mir zitierte) Gedicht, das mir schon aus den Regentonnenvariationen bekannt war, vor kurzem in seiner Aufsätze- und Reden-Sammlung "Der verschlossene Raum" wieder.

Das Gedicht heißt "versuch über mücken":

quote:
als hätten sich alle buchstaben
auf einmal aus der zeitung gelöst
und stünden als schwarm in der luft;

stehen als schwarm in der luft,
bringen von all den schlechten nachrichten
keine, dürftige musen, dürre

pegasusse, summen sich selbst nur ins ohr;
geschaffen aus dem letzten faden
von rauch, wenn die kerze erlischt,

so leicht, daß sich kaum sagen läßt: sie sind,
erscheinen sie fast als schatten,
die man aus einer anderen welt

in die unsere wirft; sie tanzen,
dünner als mit bleistift gezeichnet
die glieder; winzige sphinxenleiber;

der stein von rosetta, ohne den stein.


Daran hat mich Dein Gedicht ein wenig erinnert, deshalb habe ichs erwähnt. Und ich wills Dir nicht vorenthalten, deshalb teile ich es hier mit, ohne es mit Deinem vergleichen zu wollen. Es ist mir schon klar, daß es in Deinem (mehr als bei Jan Wagner) um das Verhältnis von Metapher und Buchstaben geht, in zugeschärfter Paradoxie.

grusz, hansz



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Bernd
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Ja, das gefällt mir gut.
Die wirbelnden Buchstaben sind eine Metapher, die viele verwenden.
Die Dopplung als Echo ist auch ein alter Kunstgriff. Ich habe sie unter Anderem bei Gustaf Meyrink gelesen.
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