Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92234
Momentan online:
463 Gäste und 19 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Büro, Büro ...
Eingestellt am 12. 08. 2007 20:38


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Zeder
Administrator
Fast-Bestseller-Autor

Registriert: Nov 2001

Werke: 14
Kommentare: 3844
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Zeder eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Genug ist genug

Wenn man morgens früh das eigene Büro eigentlich noch nicht betreten, sondern nur die Tür zu demselben geöffnet hat und das Telefon bereits klingelt und man weiß, daß jetzt bestimmt eine Nachfrage nach einem Produkt kommt, das man aber erst im PC suchen muss, der aber noch ausgeschaltet ist, weil man ja noch gar nicht i n dem Büro ist, sondern nur in der geöffneten Tür steht, und man daran denkt, dass es in den
kommenden Stunden genauso weitergeht und man noch nicht einmal dazu kommen wird, die täglich anfallende Post zu lesen, geschweige denn die Vermerke vom Chef, die wie immer mit "dringend" oder "Bitte Rücksprache" oder "bis morgen erledigen" gekennzeichnet sind, und sich dann noch klar macht, dass selbstverständlich Kunden zur persönlichen Beratung vorbeikommen und man währenddessen telefonisch immer wieder herausgerissen wird, weil irgendwelche anderen PCs nicht funktionieren, die aber unbedingt funktionieren müssten, und man das bitte sofort in Ordnung bringen sollte ...
... und man sich bewusst wird, dass man zu Arbeitsbeginn in der geöffneten Tür seines eigenen Büros bei klingelndem Telefon steht, dann könnte man dieselbe wieder schließen und sagen:
"Der Tag war anstrengend wie immer!"

(03.02.2001)

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zeder
Administrator
Fast-Bestseller-Autor

Registriert: Nov 2001

Werke: 14
Kommentare: 3844
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Zeder eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Warum nicht gleich?

Warum nicht gleich?

Ich muss zum Chef.
Sofort, hat er gesagt.
Die Vorzimmersekretärin sagt:
"Er telefoniert noch!"
Ich stehe also im Vorzimmer und warte.
Und sinniere.

Sofort ist ein relativer Begriff.

"Ich komme sofort" heißt:
Ich komme, so schnell ich kann.

"Kommst du?"
"Ja, sofort!" heißt:
Ich komme, höchstwahrscheinlich in der nächsten Viertelstunde.

Und wenn ich zu meinem Hund sage: "Du hörst sofort damit auf, dein Körbchen weiter anzunagen!"
heißt das:
Hör damit auf oder hör nicht damit auf.
Denn mein Hund hört meistens nicht.
Nicht sofort. Nicht auf sofort.
Eher auf: "Ich gebe dir auch einen Knochen, wenn du aufhörst".

Ich höre auf sofort.
Ich komme sofort.
Darum stehe ich auch hier und warte.

"Er telefoniert immer noch", sagt die Vorzimmersekretärin mitleidsvoll.
"Gut, dann gehe ich wieder in mein Zimmer. Sie können mich ja anrufen, wenn er nicht mehr telefoniert", sage ich.
In dem Moment geht die Cheftür auf.
"Ist Frau Z schon da? Ach, da sind Sie ja schon. Kommen Sie rein, ich wollte nur ... ".

Schon ist auch ein relativer Begriff.

(14.02.2001)

Bearbeiten/Löschen    


Zeder
Administrator
Fast-Bestseller-Autor

Registriert: Nov 2001

Werke: 14
Kommentare: 3844
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Zeder eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Merk-Würdig

Merk-Würdig

Seit einiger Zeit bin ich - auf Anordnung des Chefs - zusammen mit einer
Kollegin in einem Projekt tätig.

Ein Projekt ist etwas, das nicht unbedingt, aber doch irgendwie, also peripher etwas mit der eigenen Arbeit zu tun hat. Irgendwo. Und umgesetzt irgendwann dazu führen soll, dass die anfallende Arbeit eventuell weniger wird.

Die Kollegin hatte einige Vorschläge formuliert, die wir dann gemeinsam ausarbeiteten.
Zunächst waren es neun Seiten.

Dann wurde das Ganze mit einigen größeren Tabellen angereichert, denn man muss seine Vorschläge ja auch belegen, und das macht man am besten mit Zahlen, die man aus den einen Statistiken herausnimmt und in die anderen Statistiken einfügt.

Es kamen Ablaufpläne dazu.
Ein Ablaufplan ist der Versuch, etwas umzusetzen, was es noch gar nicht gibt. Der aber ganz präzise dargestellt werden muss. Weil man nur dann erkennen kann, ob die Planung dessen, was es noch gar nicht gibt, zu einem Ergebnis führt. Das es auch noch gar nicht gibt.
Nun waren es dreiundzwanzig Seiten.

Schlussendlich musste noch ein Intro entworfen werden, warum man diese dreiundzwanzig Seiten geschrieben hat. Schließlich liest nicht jeder dreiundzwanzig Seiten eines Projektes ohne zu wissen warum.

Und last but not least fehlte noch die Ergebnisausführung am Ende der Projektarbeit. Das ist - siehe oben - eine Erläuterung des Ergebnisses, das es noch gar nicht gibt, en detail. Mit Zukunftsperspektive und Auswirkung auf sonstige in der zeitlichen Ferne liegenden Dinge, die es verständlicherweise auch noch nicht geben kann.

Diese hellseherische Ausführung zusammen mit dem Intro brachte unser Projekt auf neunundzwanzig Seiten.

Projektarbeitszeit: 2x 30 Stunden (zwei Projektmitarbeiter).

Ablehnung durch den Chef: Dreißig Sekunden:
"Leider fehlen uns in 2001 wider Erwarten die finanziellen Mittel; wir reden eventuell nächstes Jahr noch einmal darüber."

Wozu sind Projekte eigentlich gut?

(21.02.2001)

Bearbeiten/Löschen    


Zeder
Administrator
Fast-Bestseller-Autor

Registriert: Nov 2001

Werke: 14
Kommentare: 3844
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Zeder eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Chef und gute Laune...

Chef und gute Laune ...

Gestern war ich kurz vor der Mittagspause beim Chef wegen einer kleinen Angelegenheit, die er schnell hätte klären können, so dass alle Beteiligten pünktlich das Büro hätten verlassen können.

Aber - der Konjunktiv deutet es an: Die seltenste Gefühlslage, der sich unser Chef aussetzt, war ausgerechnet gestern über ihn gekommen: Er hatte gute Laune! Sogar ausgesprochen gute Laune.
Nun sollte man denken, dass gute Laune nur positiv zu bewerten sei.
Ist sie ja auch. Gerade beim Chef.
Aber nicht kurz vor der Mittagspause!

So musste ich mir anhören, wie ausgesprochen positiv die Entwicklung der Firma sei (10 Minuten), wie sehr er auf seine Mitarbeiter stolz sei, die einige Hürden mit Bravour meistern konnten (8 Minuten), wie erfreut er darüber sei, dass ich in meiner Abteilung etliche Neuerungen eingeführt habe und sie auch von unseren Kunden angenommen wurden (2 Minuten - unfair, da hätte er gerne länger referieren können ... ) und dass er noch einige Umbaumassnahmen plane (detaillierte Angaben mit Planungsskizzen: 10 Minuten).

Summe: 30 Minuten.

Wir haben genau 30 Minuten Mittagspause.
Ich h a t t e genau 30 Minuten ... gute Laune vom Chef.
So ging ich denn hungrig wieder in mein Büro.
Gute Laune macht leider nicht satt.

Fazit: Das nächste Mal, wenn ich kurz vor der Mittagspause zum Chef gehen will, frage ich zuerst die Vorzimmersekretärin, ob er gute Laune hat. Dann esse ich lieber vorher noch einen Apfel ...

Ach ja: Die kleine Angelegenheit, deretwegen ich eigentlich hingegangen war, durfte ich selbst klären ("Sie machen das schon!").

(28.05.2001)

Bearbeiten/Löschen    


Zeder
Administrator
Fast-Bestseller-Autor

Registriert: Nov 2001

Werke: 14
Kommentare: 3844
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Zeder eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Wie jetzt?

Wie jetzt?

Der Supervisor rief an:
"Die neuen Vertragsformulare sind endlich da! Es ist alles mit dem Chef besprochen und von ihm abgesegnet. Ab heute können Sie Ihre Verträge in das neue Formular eingeben, ich habe das Update eben eingespielt!"

Na prima, da konnte ich ja die 13 aufgelaufenen Vorgänge endlich von meinem Schreibtisch auf den Schreibtisch meiner
Sachbearbeiterin verlagern. Es dauerte nur 15 Minuten, dann war sie - nein, nicht etwa fertig mit 13 Verträgen, sondern fertig mit ihren Nerven.
"Schauen Sie sich das an! Wenn ich es so drucke, läuft die Unterschrift unten raus, und wenn ich es anders drucke, stimmen die Angaben nicht mehr, weil ein Drittel der Vertragsinhalte nicht übernommen wird. Was soll ich denn jetzt machen?"

Tja, keine Ahnung, Verträge sind eine brenzlige Sache. Und jede brenzlige Sache ist Chefsache. Also brachte ich die Ausdrucke unserem Chef.
"Nun, Frau Z", sagte der Chef, "das zeigen Sie am besten dem Supervisor, wir haben das doch alles besprochen und es war alles korrekt!"
"Ja, Herr Direktor, vom Supervisor wurde ich auch heute morgen informiert, dass das Formular so von Ihnen freigegeben worden sei."
"Dann geben Sie mir bitte diesen Vorgang, ich werde selbst mit ihm reden."

Kaum in meinem Büro angekommen, rief mich der Supervisor an.
"Wollen Sie mich etwa in die Pfanne hauen? Haben Sie noch nie etwas von Kollegialität gehört? Das Formular ist so vom Chef abgesegnet worden und ich habe daran auch nichts mehr geändert! Wieso funktioniert es bei Ihnen nicht? Hätten Sie mich nicht vorher informieren können, dass Sie damit zum Chef gehen?"
Knall. Das war sein Telefonhörer.

Was haben wir falsch gemacht?
Vielleicht hätten wir stillschweigend den Unterschriftenbereich ignorieren sollen; unsere Kunden hätten ja auch mitten im Text unterschreiben können oder auf der Rückseite ... Und dass diverse Artikel gänzlich fehlen - wenn das Formular abgesegnet und für richtig befunden wurde, konnte das doch kein Hinderungsgrund sein!

Meine Sachbearbeiterin und ich haben Folgendes beschlossen:
Der Chef hat immer Recht!
Der Supervisor und der Chef haben immer Recht!
Der Supervisor hat immer Recht!

Wir haben kein Recht.
Wir haben kein
Wir haben
Wir
Wie
Wie jetzt?

(03.06.2001)

Bearbeiten/Löschen    


Zeder
Administrator
Fast-Bestseller-Autor

Registriert: Nov 2001

Werke: 14
Kommentare: 3844
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Zeder eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Donnerndes Helau!

Donnerndes Helau!

Gestern erhielt ich - wie alle anderen Mitarbeiter auch - eine Mail:
"Morgen findet unsere alljährliche Faschingsfeier statt. Sie beginnt um 11.00 Uhr und endet um 11.30 Uhr. Es gibt Kaffee und Kreppel. Der Kaffee ist umsonst, die Kreppel kosten 1.50 DM. Kostümierung ist erwünscht".

Heute ist Faschingsfreitag.
Ich gehe um 11.00 Uhr zur Faschingsfeier.
Kostümiert.
(Na ja, ein bisschen angemalt und eine Pappnase im Gesicht, um den Vorschriften zu genügen).
Die Kreppel stehen in den Tüten herum, wie sie gekauft wurden.
Der Kaffee ist schon fertig.
Ein paar Kollegen stehen auch herum und begutachten die Kostümierung der anderen.
Im Hintergrund macht jemand ein Radio an.
"Sooooooooo ein Taaaaag, so wunderschöööööön wie heute ..."
STIMMUNG!
Endlich greift einer zu den Kreppeln.
BEWEGUNG!
Von draußen ruft es:
"Und jetzt ein dreifach donnerndes ..."
"HELAU!" antworte ich.
ERSCHRECKEN!
Ich habe als einzige geantwortet.
Ich mampfe still einen Kreppel in mich hinein.
STRESSABBAU!
Die ersten Kollegen gehen wieder.
GUTE IDEE!
Ich gehe auch.

In meinem Büro klingelt das Telefon. Ich nehme den Hörer ab.
"HELAU!!! Hier ist Herr XY aus Bielefeld. Wollte nur mal hören, was in Ihrer Firma heute los ist. Ich weiß ja, dass in Ihrer Region an Fasching die Post abgeht!"
"Ja", antworte ich wahrheitsgemäß, "ich komme gerade eben von unserer betriebsinternen Faschingsfeier."

(23.02.2001)

Bearbeiten/Löschen    


11 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Tagebuch - Diary Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!