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Leselupe.de > Humor und Satire
Bundeskanzler in Eigenlob erstickt - Polizei ermittelt
Eingestellt am 06. 10. 2007 07:55


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Marius Speermann
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Der regungslose K├Ârper des Bundeskanzlers Alfred Gusenbauer (SP├ľ) wurde heute kurz nach Abschluss seiner Rede zur Einjahresbilanz im Budgetsaal des Parlaments gefunden. Die Polizei geht von keinem Fremdverschulden aus, will aber noch den Obduktionsbericht abwarten. Erste Verdachtsmomente waren auf Vizekanzler Wilhelm Molterer (├ľVP) gefallen, der vor einigen Tagen angek├╝ndigt hatte, das "Vize" aus seinem Titel streichen zu wollen und den Anspruch auf Kanzlerschaft erhoben hatte.
In einer Stellungnahme des anwesenden Amtsarztes, der den Tod des Bundeskanzlers feststellte, wurde dann aber Ersticken durch ├ťberschuss an Eigenlob diagnostiziert. Unmengen an Eigenlob sollen die Atemwege Gusenbauers verstopft und zum raschen Tod gef├╝hrt haben.

Die Mengen an Eigenlob kamen offensichtlich von der vorhergehenden Einjahresbilanzrede, in der Gusenbauer die Arbeit der Koalitionsregierung und die Beitr├Ąge der SP├ľ hervor gestrichen hatte. Gusenbauer hatte unter anderem die soziale Fairness, die gesunkene Arbeitslosigkeit und den Stopp des Bildungsabbaus gelobt. Besonders hervor gestrichen hatte der Bundeskanzler den Unterschied zu den Erfolgen der vorhergehenden Regierung, die laut Gusenbauer "unter jeder Sau gewesen sein soll".

Obwohl die anwesenden ├ľVP-Minister ├╝ber die Menge an Eigenlob bereits unruhig geworden waren, lie├č sich der Bundeskanzler nicht stoppen. "Normalerweise springen wir ein und sagen was schlechtes zur Arbeit der SP├ľ", erkl├Ąrte Molterer ersch├╝ttert, "diesmal aber lie├č sich Gusenbauer einfach nicht aufhalten."

Unter Wolfgang Sch├╝ssel sei auch viel Eigenlob produziert worden, Sch├╝ssel aber habe durch seine Wortkargheit vermieden, selbst daran zu ersticken, f├╝gte Molterer hinzu. "Der fr├╝here Finanzminister Karl-Heinz Grasser ist von klein auf an ├╝berm├Ą├čiges Eigenlob gewohnt gewesen. Dem viel gescholtenen Gusenbauer war es aber neu, er war daran nicht gewohnt gewesen, und ging daran zu Grunde."

Der Wiener Pathologe Prof. Dr. Roland Sedivy gab Eigenloberstickung als relativ neues Ph├Ąnomen f├╝r Todesursachen an. "Seit dem verst├Ąrkten Auftreten der 'Ich-AG-Syndrome' und der 'Ellbogengesellschaft', tritt vermehrt Eigenloberstickung als Todesgrund unter ├ľsterreichern aller Altersklassen auf. Selbst ├Ąltere Personen wie der Bundeskanzler sind davor nicht gefeit." In fr├╝heren Zeiten waren vor allem Schauspieler, S├Ąnger und Mitglieder der k├Âniglichen Familien gef├Ąhrdet gewesen, diese seien aber durch jahrelange negative Berichterstattung vor Eigenloberstickung gefeit geworden.

Alfred Gusenbauer hinterl├Ąsst seine Lebensgef├Ąhrtin und seine Tochter. Wilhelm Molterer hat interimsm├Ą├čig den Regierungsvorsitz ├╝bernommen und bereits angek├╝ndigt, dass dies die "beste Regierung in der Geschichte ├ľsterreichs werden wird." Die SP├ľ-Regierungsmitglieder haben auf negative Kommentare zu Molterers Eigenlob verzichtet.
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