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Leselupe.de > Kindergeschichten
Burgfräulein Nadine und Junker Edward - eine Rittergeschichte
Eingestellt am 21. 09. 2005 18:34


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coxew
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Burgfräulein Nadine und Junker Edward

Inhalt

Für Leser ab sieben Jahren

Diese Rittergeschichte in zwölf Kapiteln handelt von der Liebe des schönen, aber eingebildeten Burgfräuleins Nadine und dem ebenso schönen, aber unsterblich verliebten Junker Edward, der sich aufmacht das Burgfräulein zu befreien.

Über ehrliche Meinungen oder lektoratsmäßige Hinweise freue ich mich, denn diese Geschichte ist die Vorarbeit zu einem Buchprojekt.



1. Kapitel: Reise durch den Egerwald

Über holprige Wege rollt die edle Karosse durch den Egerwald.
Manchmal ragen zu beiden Seiten des Weges steile Felsen auf.
Hier sprudelt munter eine Quelle. Dort knarren behäbig uralte knorrige Bäume. Sonnenstrahlen blitzen durch das grüne Blätterdach. Und wie lieblich die Vögel singen.
Krach, donner, rausch, stürm – bricht ein Unwetter los.
„Brrrhh“, macht Melchior, der Kutscher und lenkt die Pferde unter den nächsten Felsvorsprung hier finden sie Schutz vor dem strömenden Regen. In der Kutsche kuschelt sich Gräfin Edelgunde an Graf Ludowig. Verliebt sein ist schön.
Als das Unwetter abgezogen ist, steigen beide aus.
„Was für ein hübscher Aussichtsturm“ schwärmt Ludowig. Begeistert schaut er an dem gelbbraunen Felsen hoch.
„Ludowig, wäre das nicht der ideale Platz für unsere neue Burg“, sagt Edelgunde. Der Graf und die Gräfin wollen nämlich schon lange umziehen. In das Gemäuer der alten Burg hat sich der Schwamm eingenistet. Und es ist wohnt sich nun eher unbehaglich dort, besonders aber im Herbst und im Winter.
„Warte hier, Theobald“, sagt Edelgunde zum Kutscher.
Kurzentschlossen klettert sie, gefolgt von Ludowig am Felsen hoch. Oben werden sie mit einem prächtigen Ausblick belohnt.
„Man schaut ja über den ganzen Egerwald und noch weiter.“ Ludowig reibt sich vergnügt die Hände. Doch Edelgunde schnuppert, mal hierhin, mal dorthin.
„Ich rieche ... hmm, Schwefel. Ludowig, was, wenn in der Nähe ein Drache haust?“
„Ich rieche nichts“, meint Ludowig unerschrocken, „und Drachen gibt es auch nicht mehr.“
„Klar, du mit deinem ewigen Heuschnupfen, natürlich riechst du nichts. Aber ich hab’s dir gesagt.“
Damit sind alle Bedenken ausgeräumt. Der Graf und die Gräfin freuen sich über ihr neues Zuhause, die zukünftige Burg Felsenstein.


2. Kapitel: Einzug auf Burg Felsenstein

Noch auf der Rückfahrt schmieden Ludowig und Edelgunde Pläne. Hell und geräumig soll die neue Burg sein, denn der Graf und die Gräfin wünschen sich ein Kind.
„Also, ich muss unbedingt ein zweites Ankleidezimmer haben, wenn das Baby dann da ist und ein größeres Badezimmer, ein Spielzimmer mit Pool und Hüpfburg natürlich ...“
Ludowig zählt an seinen Fingern ab, was er braucht: Ein Schachsalon, eine größere Bibliothek, ja und der Burgsaal muss selbstverständlich prächtiger ausgestattet sein als sein Vorgänger.

Kunstfertige Architekten entwerfen für den Felsenstein eine Burg, wie man sie sich wohl nur im Träume vorstellen kann. , mit Zinnen und Türmchen und so. Die Firma Waggerstein & Co
baut binnen dreier Monate die Musterburg, eine mit Zinnen und Türmchen. Und ein Erkerzimmer mit Fenster ist auch dran. Darunter wird dereinst ein Minnesänger Minne singen für das Kind, sollte es ein Mädchen werden.

Der Einzug in Burg Felsenstein wird gebührend gefeiert. Von nah und fern reisen die Gäste an, die Freunde, Verwandte und Bekannte. Es wird reichlich gegessen und getrunken, gesungen und getanzt und gelacht.
Theobald, der Kutscher sagt zu Melchior, dem Herold:
„Um ein Fass roten Burgunder, wetten, dass es im Egerwald keine Drachen gibt?“
„Die Wette gilt“, sagt Melchior.

Gegen Mitternacht ziehen sich Edelgunde und Ludowig inn ihr Schlafgemach zurück. Sie küssen sich und küssen und küssen und ... ziehen die Vorhänge zu. Verliebt sein ist soooo schön.

Und nach neun Monaten, kein Wunder, bringt Edelgunde ein Töchterlein zur Welt, ein fröhliches Kind mit blonden Locken und strahlenden blauen Augen.


3. Kapitel: Unter dem Felsenstein

Südlich an den Felsenstein grenzt ein Sumpf. Kein lebendes Wesen verirrt sich je hierher. Vor der russgeschwärzten Felswand liegen etliche bleiche Knochen verstreut. Totenstille weit und breit. Nur die kahlen Bäume ächzen. Ein Höhleneingang führt ins Innere des Felsens.

„Huuh, puuh“, schnaubt es auf einmal. Ein grässlicher Drache stampft aus dem Höhle. Schwefeldampf und Feuerlohe. Das Untier haust erst seit einigen Monaten hier. Vordem lebte es tief in der Erde. Aber weil es unartig war und der Drachenmutter nicht folgte, hat sie den Drachensohn kurzerhand ausquartiert. „Verschwinde! Magst du bei den Menschlingen oben auf der Erde hausen.“ Und so zog der schreckliche Drache hinauf auf die Erde und tief runter in den Felsenstein.

Jetzt streckt er sich behaglich in der Sonne. Dicke graue Panzerschuppen bedecken seinen gewaltigen Echsenleib. Aus den Nasenlöchern groß wie Kaffeepötte quillt heißer Gifthauch. Die grüngelben Schlitzaugen sehen alles was sich im Umkreis von hundert Metern bewegt. Auch das kleine Vögelchen, dass sich unglücklicherweise in den Sumpf verunglückt hat und nun auf einem kahlen Ast eine Verschnaufpause einlegt. Und die Drachenzähne sind genauso spitz und scharf wie Haifischzähne. Mit seinen furchtbaren Pranken zerreißt das Untier mühelos Mensch und Tier, derweil sein Schwanz mit Leichtigkeit mittlere Felsbrocken zerdrischt.

Der Drache blinzelt. „Wenn mich nicht alles täuscht, haben sich Menschlinge auf dem Felsenstein ausgebreitet. Hmm, lecker und Nachwuchs kommt auch bald. Sollen sie das Balg erst ein bischen aufpäppeln, bevor ich es verschlinge. Die lächerlichen Blechritterchen sollen mich nicht daran hindern, sollten sie das vorhaben.“ Liebevoll tätschelt der Drache seinen gelblichen Bauch und schnaubt eine Nasevoll Schwefeldampf in die Runde. Sofort fällt das Vöglein tot vom Ast.


4. Kapitel: Ein Unglück geschieht

Edelgunde und Ludowig fassen sich kaum vor Freude über ihr Töchterlein. Und Nadine? Freut sich mindestens genauso sehr. Es ist sooo schön auf der Welt zu sein. Alles muss Nadine erkunden. Überall krabbelt sie hin, hinauf zum höchsten Turm und von da hinab ins tiefste Burgverließ und die erste dicke Hofdame hinterher. „Das halt ich nicht durch“, schnauft sie erschöpft und fällt um wie ein Brett. Sofort springt die zweite Hofdame ein.

So wächst Nadine zu einem klugen und hübschen Mädchen heran. Und wie alle hübschen Mädchen träumt sie von einem schönen Prinzen mit einem Computer und auf einem weißen Pferd. „Der kommt eines Tages und rettet mich aus den Klauen des schrecklichen Drachen“, spricht Nadine im Burgsaal.
„Aber Kind, wie kommst du denn auf so was“, fragt der Graf erschrocken. Und Edelgunde meint, „ich hab’s dir gesagt.“

„Die Wette gewinne ich“, flüstert Melchior dem Theobald zu. „schaff du nur schon den Burgunder herbei.“ Theobald schaut Melchior missmutig und schräg von der Seite an, „noch ist gar nichts bewiesen.“

Nadine darf fortan nicht mehr die Burg verlassen und spielt nur noch auf dem Burghof. Aufmerksam wacht die erste dicke Hofdame. Aber als diese am Mittwoch Vormittag aufs Klo muss, entwischt Nadine. „Endlich.“

Nun spaziert sie um den Felsenstein. Und natürlich träumt sie wieder von dem schönen Prinzen mit dem Computer und dem weißen Pferd. Da steigt bestialischer Gestank auf. Die Erde dröhnt und bebt. Und dann ... Huuuaaahhh ... bricht er hervor aus dem Gebüsch: der SCHRECKLICHE DRACHE! Gefährlich sterzen die spitzen Panzerschuppen von dem grässlichen Echsenleib und aus rotglühenden Nüstern schießt gelblicher Rauch. Schwefeldampf und Feuerlohe.
„Hab ich dich“, grollt das greuliche Untier. Seine schmutzigen Klauen packen das saubere Burgbfräulein. „Igitt, ist der schmutzig“, stöhnt Nadine. Der Drache zieht mit seinem Opfer zurück in den Sumpf hinter den Felsenstein. Schnell lässt Nadine ihr pinkfarbenes Seidentuch mit den eingestickten Initialen fallen. Achtlos trampelt der schreckliche Drache darüber hinweg, zum Glück.


5. Kapitel: In der Drachenhöhle

„Jetzt nur nicht in Ohnmacht fallen“, mahnt sich Nadine im Drachengriff auf dem Weg zur Drachenhöhle. Kein Mädchen wird heute noch ohnmächtig, wenn ein schrecklicher Drache es entführt. Aber schreien geht. „Hiiiilfffeee!“ Aber niemand hört es. Inzwischen hat der Drache seine Höhle unter dem Felsenstein erreicht. Er wirft Nadine in eine Ecke. Dann schüttet er Curry und Paprika in eine riesige Mulde im Höhlenboden. Darin will er später Nadine wälzen, bevor er sie wie ein Brathähnchen röstet und verschlingt.
Nadine rappelt sich auf und trabt von einer Höhlenecke in die andere. Der Drache wälzt einen riesigen Felsbrocken vor den Höhleneingang.
„Hilfe, Hilfe“, schreit Nadine und murmelt, „hoffentlich findet jemand mein pinkfarbenes Seidentuch.“
„Was brabbelst du da“, grunzt der hässliche Drache.
„Ach, nichts weiter. Ich sag nur ein Gedicht auf damit es nicht so langweilig ist.“
„Schwefeldampf und Feuerlohe“, brüllt der schreckliche Drache zornig, „du sollst dich fürchten. Schließlich werde ich dich verschlingen.“
„Ah, ja?“ Nadine schaut spöttisch zum Drachen hinüber. „Dazu musst du mich erst mal kriegen.“
Und dann beginnt ein lustiges Fangespiel. Denn das Burgfräulein springt leichtfüßig an den Höhlenwänden entlang. Und der träge Drache hat Mühe ihr zu folgen. Schwefeldampf und Feuerlohe. Das poltert und rumpelt. Man spürt es bis hinauf in die Burg.


6. Kapitel: Die Verkündigung

„Nadiiin, Nadihien, wo bist du“, ruft die dicke Hofdame gereizt. Da sieht sie das offene Burghoftor. Die Wachen beschäftigen sich gerade intensiv mit Nintendo III. „Heiliger Kaffeewärmer. Sie ist ausgerückt.“ Schnaufend eilt die dicke Hofdame in den Burgsaal und beichtet händeringend Nadines Verschwinden.

„Schau mich nicht so vorwurfsvoll an, Edelgunde. Ich weiß genau, was du jetzt sagen willst.“ Höchst verärgert wischt sich Ludowig mit dem Ärmel die Tränen vom Gesicht. Und zeiht geräuschvoll die Nase hoch.
„Heul nicht. Tu was“, schimpft Edelgunde und schaut aus dem Fenster, „dort unten, irgendwo zwischen den Bäumen hält ein schrecklicher Drache unser Kind gefangen.“
„Herold, zu mir“, befielt der Graf herrisch.

Als Melchior mit seiner Botschaft den Burghof verlässt, läuft ihm der Kutscher über den Weg. „Das Fass Burgunder ist so gut wie mein“, ruft er Theobald fröhlich zu. Und Theobald brummelt mit verdrießlichem Gesicht, „bewiesen ist noch gar nichts.“

Bis an die Grenzen der Grafschaft reist Melchior. Überall verkündet er, „... tu ich kund und zu wissen: Graf Ludowig von Felsenstein gibt demjenigen die Hand seiner einzigen und wunderhübschen Tochter Nadine, der sie aus den Klauen des schrecklichen Drachen befreit.
Einer der vielen Zuhörer ist der schöne Junker Edward.
„Das kommt mir gerade recht. Will ich doch die Drachentöterprüfung bestehen.“ Sofort rüstet Edward zum Kampf und tritt noch am selben Tag die gefährliche Reise an.


7. Kapitel: Die Mut- und Kraftprobe von Junker Edward

Viele Stunden reitet Junker Edward bis er endlich am Ziel anlangt. Nirgends ist auch nur eine Drachenschuppe zu sehen. Und gleich gar nicht Nadine von Felsenstein. Edward schaut unter jeden Strauch, hinter jeden Baum. Dann entdeckt der den Trampelpfad, den der schreckliche Drache auf seinem Rückzug getrampelt hat. Und wenige Schritte weiter hebt der Junker ein pinkfarbenes Seidentuch auf. „N.v.F.“ ist darauf eingestickt. Nadine von Felsenstein, was sonst könnte das heißen. Das Tuch ist sehr schön. Sofort entbrennt der Junker in heißer Liebe zu dem entführten Burgfräulein. Und wird ein bischen verwirrt. „Verlieben will ich doch erst nach dem Befreien.“ – „Nadiiiin, Nadihien“, ruft er laut. Keine Antwort. „Ich werde das Burgfräulein befreien und koste es mein Leben“, schwört der Junker laut. Er folgt nun seiner Nase. Schwefelgestank liegt in der Luft. Immer trostloser wird die Gegend. Junker Edward erreicht die Drachenhöhle.
„Nadiiin, Nadihiiin, lebst du noch?“ Der Junker macht sich große Sorgen. Vielleicht hat das Scheusal das arme Mädchen schon getötet? Aber da hört Junker Edward leise eine Stimme.
„Jaha, rette mich schnell. Hier ist es verdammt schmutzig.“ Das Junkerherz schlägt plötzlich doppelt so schnell.
„Komm raus, du schrecklicher Drache und kämpfe mit mir“, ruft Junker Edward todesmutig und greift beherzt nach seinem blitzenden Schwert.
„Ha, wer wagt es mich, den schrecklichsten Drachen, zum Kampf zu fordern“, poltert der Drache, das der Felsenstein wackelt. Junker Edward geht es durch Mark und Bein. Aber er ist fest entschlossen.
„Ich wag es, Ich Junker Edward. Und nun komm endlich raus und stirb.“ Mit beiden Händen umklammert Edward den Griff seines blitzenden und scharfen Schwertes. Der Felsbrocken wird zur Seite geschoben und der schreckliche Drache türmt sich vor Junker Edward auf. Er reicht nicht mal bis zum Drachenbauchnabel.
„Du Winzling? Du willst mich besiegen?“ der Drache lacht, dass der Boden erbebt. „Erdling, Menschenwurm, ich ...“ Er hebt drohend seine furchtbaren Klauen und stürzt sich auf den kleinen mutigen Junker. Doch Edward ist schneller. Flink rennt er unter den Drachenklauen hindurch und rammt mit aller Kraft sein spitzes, scharfes, blitzendes Ritterschwert in den gelben Drachenbauch bis ans Heft. „Da hast du!“
„Aua, au“, brüllt der Drache. Er schwankt, verleiert seine Schlitzaugen und fällt um wie eine gestürzte Eiche. Feierabend. Edward springt gerade noch rechtzeitig zur Seite.
„Nadine, der schreckliche Drache ist tot. Du bist gerettet“, ruft Edward und wischt sich den Schweiß von der Stirn.
Nadine von Felsenstein, die den gefährlichen Kampf vom Höhleninnnern aus beobachtet hat, rennt erleichtert ins Freie.


8. Kapitel: Die große Enttäuschung

Selbstverständlich weiss Nadine nichts von den Versprechungen ihres Vaters. Zwar hat sie Junker Edward aus den Klauen des schrecklichen Drachen befreit, aber ...
„Sag, hast du auch einen Computer und ein weißes Pferd“, fragt sie misstrauisch.
„Nein, mein Pferd ist pechschwarz. Aber einen Computer habe ich“, antwortet Edward sehr verliebt und schaut Nadine tief in die himmelblauen Augen.
„Na gut, du darfst mich zwar nach hause bringen. Aber verlieben tu ich mich nicht“, meint Nadine und kämpft tapfer gegen dieses Gefühl in ihrer Brust an. Was ist das nur? Junker Edward aber kann nicht aufhören verliebt zu sein. Früher, in der Ritterzeit war das auch so. Also geleitet er das Burgfräulein artig zur Burg Felsenstein zurück. Immer wieder muss er sie anschauen, denn das Fräulein ist seeeehr schön.

Am Burgtor verabschiedet sich Nadine von Junker Edward.
„Vielen Dank, dass du mich aus den Klauen des schrecklichen Drachen befreit hast. Nun magst du gehen.“
Junker Edward verneigt sich. Da fällt ihm zum Glück das pinkfarbene Seidentuch ein. „Wartet, euer Tuch“, sagt er und reicht es ihr.
„Oh, ihr seid so lieb zu mir. Ich erlaube euch hin und wieder unter meinem Kammerfenster ein Minnelied zu singen“, haucht Nadine. Auf einmal ist da schon wieder dieses Gefühl in ihrer Brust. Und es ist nicht unangenehm. Aber da ist eben noch die Sache mit dem weißen Pferd. KRACHCHCH fällt die Tür vor Edwards Nase ins Schloss. Edward ist sauer. FRAUEN! Schließlich hat Graf Ludowig von Felsenstein dem Drachenbezwinger die Hand seiner Tochter versprochen. Doch was soll der Junker machen? Er verabscheut es, Prinzessinnen zur Liebe zu zwingen. So kehrt er nach hause zurück. „Einmal, nur ein einziges Mal will ich unter dem Burgfräulein-Fenster ein Minnelied singen“, schwört er.


9. Kapitel: Die große Wut

„Du hast was“, fragt Edelgunde ungläubig. Ludowigs Kinnlade klappt lautlos herunter.
„Ich hab ihn weggeschickt. Er hat zwar einen Computer, aber kein weißes Pferd“, entgegnet Nadine unbekümmert. Ludowig steht auf und läuft zum Fenster, von dort zum Kamin und wieder zurück.
„Wie steh ich denn jetzt da? Die Leute werden mich einen Betrüger heißen! Und abgesehen davon, du musst heiraten, ob du willst oder nicht.“
„Nur einen Prinz mit einem PC und einem weißen Pferd“, sagt Nadine hartnäckig. Und stampft mit den Fuß auf.
„Mach was du willst. Wir jedenfalls fahren jetzt in Urlaub. Und du bleibst hier und überlegst wie wichtig heute ein weißes Pferd noch ist, ich meine ein Prinz mit einem weißen Pferd.
Und so geschieht es. Am nächsten Morgen bringt Melchior den Graf und die Gräfin zum Flughafen.

Ärgerlich rollt Theobald ein schweres Weinfass über das holprige Burghofpflaster. „Melchior, dein Gewinn.“ Der Herold unterbricht sein Schwätzchen mit der Burgwache und nimmt den süßen Burgunder in Empfang. „Kriegst auch einen Becher ab, Theo“, meint er und klopft dem Kutscher freundschaftlich auf die Schulter.


10. Kapitel: Das Wiedersehen

Die Wochen vergehen. Nadine langweilt sich entsetzlich auf Burg Felsenstein. Manchmal geht sie im Egerwald spazieren. Jetzt, nachdem der schreckliche Drachen besiegt ist. Und manchmal denkt Nadine an den edlen Junker. Wo mag er jetzt sein? Hat er sich gar in ein anderes Mädchen verliebt? Aber das mit dem weißen Pferd ist eben so eine Sache. Ein Ritter muss ein weißes Pferd haben. Oder soll er auf einem Fahrrad daher kommen? Es beginnt zu regnen und Nadine kehrt auf die Burg zurück. Sie öffnet ein Kammerfenster. Bäume, nichts als Bäume sieht sie und dicke graue Regenwolken. Eine Windböe wirbelt einen kleinen Vogel durch die Luft.
„Ich bin ja so unglücklich“, jammert Nadine. Da ertönt von unten herauf eine liebliche Stimme.
„Schönste Prinzessin auf der Welt du bist mir mehr wert als Gut und Geld.“
Ein freudiger Schreck durchfährt Nadine. „Hurra, ein Minnesänger.“ Nadine eilt aus ihrer Kammer, die Wendeltreppe hinab, durch den ganzen langen Burgsaal, das Foyer raus auf den Burghof. Und da steht er, triefnass und verliebt, Junker Edward. Sein Herz fliegt ihr entgegen. Verliebt sein ist schööön.
„Oh, Nadine“, ruft Edward und rennt.
„Oh, Edward“, ruft Nadine und rennt. Am Brunnen fallen sie sich in die Arme. Gerade da sieht Nadine das schwarze Pferd von Junker Edward an der Burgmauer. „Nein, nicht verlieben“, sagt sie und kämpft gegen das süsse Gefühl in ihrer Brust an. Aber es ist zu stark. Es geschieht einfach. Denn verliebt sein, dagegen hilft gar nichts.
In diesem Moment öffnet sich das Tor. Und Melchior lenkt die gräfliche Kutsche in den Burghof. Ludowig und Edelgunde kommen aus dem Süden zurück.


11. Kapitel: Nadines Hand

Ludowig packt Edelgundes Hand. „Siehst du auch, was ich sehe? Da knutscht ein Fremder mit unserer Tochter.“
Edelgunde kurbelt das Fenster runter. „Nadine!!!“
Doch Nadine sieht und hört nichts und Junker Edgar genauso wenig. Die beiden küssen und küssen, denn verliebt sein ist sooo schön.
Ludowig und Edelgunde steigen aus. „Dass dich der Schlag treffe, du Dahergelaufener“, wettert Ludowig und eilt an den Brunnen, wo die beiden Verliebten immer noch eng umschlungen stehen. Edgar erschrickt. „Der Schlag?“ „Ja“, meint Nadine und lächelt, „der Ritterschlag.“
„Mach dich noch lustig über deinen alten Vater“, dröhnt Ludowig. „Tu ich gar nicht.“ Nadine ist gekränkt. „Wisst ihr denn nicht, wer das ist?“
„Nein“, sagen Ludowig und Edelgunde gleichzeitig.
„Das ist Junker Edward, mein Retter. Er hat mich aus den Klauen des schrecklichen Drachen befreit.“
„NEIN!“
„JA! Und das mit dem weißen Pferd hab ich mir auch überlegt.“
„Mein Töchterchen, das ist ja wunderbar.“ Überglücklich schließt Ludowig Nadine in seine Arme. Und dann ... „Lass dich anschau’n“, sagt er zu Junker Edward. Und Edward meint, „Herr Graf, ich hätt’ da eine Bitte. Also, ich meine, sie haben die Hand ihrer Tochter versprochen. Aber, äh, ich habe mein Leben riskiert und Nadines Leben gerettet. Vielleicht könnt ich, wenn’s recht ist, also, ich hätt’ sie gern ganz.“
Edelgunde kichert, Ludwig blinzelt und Nadine errötet glücklich.
„Diener, spann die Pferde aus und sag dem Oberkoch, er soll ein großes Fest vorbereiten“, ruft Ludowig plötzlich.


12. Kapitel: Der Ritterschlag und ein langer Kuss

Der ganze Burghof ist zugestellt mit Festtafeln, die sich unter Unmengen von Braten, Kuchen, Torten, Obst, Saft- und Weinflaschen krümmen, Tellern und Bechern, Löffeln und Gabeln. Die Gaukler kommen kaum zwischen den Gästen hindurch. Ludowig erhebt sich und schlägt mit dem Silberlöffel gegen seinen Weinbecher. Die Leute verstummen.
„Liebe Gäste, liebe Freunde und Verwandte. Schon wieder feiern wir ein, nein zwei freudige Ereignisse. Der schreckliche Drache, der das Leben nicht nur meiner Tochter Nadine bedroht hatte, sondern auch das aller anderen Jungfrauen im Land, ist tot. Besiegt von der starken Hand dieses Junkers hier. „Steh auf, Junker Edward und knie nieder, damit ich dich zum Ritter schlage!“ Doch Edwards Platz ist leer.

„Ich krieg die Tür nicht zu. Das ist alles für mich?“ Nadine schaut und schaut. Der einstige Sumpf ist verwandelt in einen blühenden Naturschutzpark, denkmalgeschützt. Die Drachenhöhle ist Museum geworden. An einem Verkaufstand werden allerlei nützliche und unnützliche Dinge aus Drachenhaut feilgeboten: Damenhandtaschen, Regenschirme, Fliegerkappen, Gürtel, Schuhwaren, Spielwaren und Glücksbringer. Der Verkaufschlager: kleine Flacons voll Drachenblut. Wer davon trinkt und daran glaubt, wird unverwundbar.
Edward glüht vor Stolz. „Ja, soll ich den mit leeren Händen kommen?“
„Oh, mein Edward!“ Schon wieder umarmen sich Nadine und Edward. Schon wieder küssen sie. Ja, verliebtsein ist eben schön.

„Nadihin, Eeeedwaaard!“ Melchior und die erste dicke Hofdame rennen um den Felsenstein.
„Komm, wir laufen ihnen lieber entgegen, sonst ist unsere Überraschung keine mehr“, schlägt Edward vor und nimmt Nadines Hand.

„Knie nieder, Junker Edward, auf dass ich dich schlage zum Ritter für heut und alle Zeit.“ Vorsichtig kniet Edward vor dem Graf und der Gräfin. Und Ludowig berührt feierlich mit dem Junker-Schwert Edwards linke Schulter und die rechte auch.
„Ab nun gehörst zum Kreis der auserwählten Ritter, denn du hast die Drachentöterprüfung mit Auszeichnung bestanden. Erhebe dich nun und nimm die Hand meiner Tocher Nadine, wie ich es versprochen habe.
„Geh schon.“ Edelgunde schubst Nadine vorwärts.
„Küsst euch“, sagt Ludowig. Und wieder küssen sich Edward und Nadine. Sie küssen und küssen und gegen Mitternacht ziehen sie sich in Nadines Kammer zurück und ziehen die Vorhänge zu. Ja, verliebt sein ist sooo schön.

Melchior und Theobald und wer noch alles mag, leeren im Burgsaal das große Fass süssen Burgunderweins.

Und nach neun Monaten, kein Wunder, sagt Nadine, „Oh, Edward, wir bekommen ein Kind.“ Und dann geht alles von vorn los. Nur das mit dem schrecklichen Drachen passiert nicht mehr. Und so kann Melchior auch nicht mehr mit Theobald um ein Fass Burgunderwein wetten.







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Burgfräulein Nadine und Junker Edward - eine Rittergeschichte
Veröffentlicht von coxew am 21. 09. 2005 18:34
Inhalt

Für Leser ab sieben Jahren

Diese Rittergeschichte in zwölf Kapiteln handelt von der Liebe des schönen, aber eingebildeten Burgfräuleins Nadine und dem ebenso schönen, aber unsterblich verliebten Junker Edward, der sich aufmacht(Komma) das Burgfräulein zu befreien.

Über ehrliche Meinungen oder lektoratsmäßige Hinweise freue ich mich, denn diese Geschichte ist die Vorarbeit zu einem Buchprojekt.



1. Kapitel: Reise durch den Egerwald

Über holprige Wege rollt die edle Karosse durch den Egerwald.
Manchmal ragen zu beiden Seiten des Weges steile Felsen auf.
Hier sprudelt munter eine Quelle. Dort knarren behäbig uralte knorrige Bäume. Sonnenstrahlen blitzen durch das grüne Blätterdach. Und wie lieblich die Vögel singen.
Krach, donner, rausch, stürm – bricht ein Unwetter los.
„Brrrhh“, macht Melchior, der Kutscher und lenkt die Pferde unter den nächsten Felsvorsprung(Punkt) hier finden sie Schutz vor dem strömenden Regen. In der Kutsche kuschelt sich Gräfin Edelgunde an Graf Ludowig. Verliebt sein ist schön.
Als das Unwetter abgezogen ist, steigen beide aus.
„Was für ein hübscher Aussichtsturm“(Komma) schwärmt Ludowig. Begeistert schaut er an dem gelbbraunen Felsen hoch.
„Ludowig, wäre das nicht der ideale Platz für unsere neue Burg(Fragezeichen)“, sagt (fragt) Edelgunde. Der Graf und die Gräfin wollen nämlich schon lange umziehen. In das (dem) Gemäuer der alten Burg hat sich der Schwamm eingenistet. Und es ist (überflüssig) wohnt sich nun eher unbehaglich dort, besonders aber im Herbst und im Winter.
„Warte hier, Theobald“, sagt Edelgunde zum Kutscher.
Kurz(getrennt)entschlossen klettert sie, gefolgt von Ludowig(Komma) am Felsen hoch. Oben werden sie mit einem prächtigen Ausblick belohnt.
„Man schaut ja über den ganzen Egerwald und noch weiter.“ Ludowig reibt sich vergnügt die Hände. Doch Edelgunde schnuppert, mal hierhin, mal dorthin.
„Ich rieche ... hmm, Schwefel. Ludowig, was, wenn in der Nähe ein Drache haust?“
„Ich rieche nichts“, meint Ludowig unerschrocken, „und Drachen gibt es auch nicht mehr.“
„Klar, du mit deinem ewigen Heuschnupfen, natürlich riechst du nichts. Aber ich hab’s dir gesagt.“
Damit sind alle Bedenken ausgeräumt. Der Graf und die Gräfin freuen sich über ihr neues Zuhause, die zukünftige Burg Felsenstein.


2. Kapitel: Einzug auf Burg Felsenstein

Noch auf der Rückfahrt schmieden Ludowig und Edelgunde Pläne. Hell und geräumig soll die neue Burg sein, denn der Graf und die Gräfin wünschen sich ein Kind.
„Also, ich muss unbedingt ein zweites Ankleidezimmer haben, wenn das Baby dann da ist und ein größeres Badezimmer, ein Spielzimmer mit Pool und Hüpfburg natürlich ...“
Ludowig zählt an seinen Fingern ab, was er braucht: Ein (einen) Schachsalon, eine größere Bibliothek, ja und der Burgsaal muss selbstverständlich prächtiger ausgestattet sein als sein Vorgänger.

Kunstfertige Architekten entwerfen für den Felsenstein eine Burg, wie man sie sich wohl nur im Träume (in Träumen oder im Träume) vorstellen kann. , mit Zinnen und Türmchen und so. Die Firma Waggerstein & Co (kein Absatz)
baut binnen dreier Monate die Musterburg, eine mit Zinnen und Türmchen. Und ein Erkerzimmer mit Fenster ist auch dran. Darunter wird dereinst ein Minnesänger Minne singen für das Kind, sollte es ein Mädchen werden.

Der Einzug in Burg Felsenstein wird gebührend gefeiert. Von nah und fern reisen die Gäste an, die Freunde, Verwandte und Bekannte. Es wird reichlich gegessen und getrunken, gesungen und getanzt und gelacht.
Theobald, der Kutscher(Komma) sagt zu Melchior, dem Herold:
„Um ein Fass roten Burgunder, wetten, dass es im Egerwald keine Drachen gibt?“
„Die Wette gilt“, sagt Melchior.

Gegen Mitternacht ziehen sich Edelgunde und Ludowig inn (in) ihr Schlafgemach zurück. Sie küssen sich und küssen und küssen und ... ziehen die Vorhänge zu. Verliebt sein ist soooo schön.

Und nach neun Monaten, kein Wunder, bringt Edelgunde ein Töchterlein zur Welt, ein fröhliches Kind mit blonden Locken und strahlenden blauen Augen.


3. Kapitel: Unter dem Felsenstein

Südlich an den Felsenstein grenzt ein Sumpf. Kein lebendes Wesen verirrt sich je hierher. Vor der russgeschwärzten (von Russ geschwärzten) Felswand liegen etliche bleiche Knochen verstreut. Totenstille weit und breit. Nur die kahlen Bäume ächzen. Ein Höhleneingang führt ins Innere des Felsens.

„Huuh, puuh“, schnaubt es auf einmal. Ein grässlicher Drache stampft aus dem (der) Höhle. Schwefeldampf und Feuerlohe. Das Untier haust erst seit einigen Monaten hier. Vordem lebte es tief in der Erde. Aber weil es unartig war und der Drachenmutter nicht folgte, hat sie den Drachensohn kurzerhand ausquartiert. „Verschwinde! Magst du bei den Menschlingen oben auf der Erde hausen.“ Und so zog der schreckliche Drache hinauf auf die Erde und tief runter in den Felsenstein.

Jetzt streckt er sich behaglich in der Sonne. Dicke graue Panzerschuppen bedecken seinen gewaltigen Echsenleib. Aus den Nasenlöchern groß wie Kaffeepötte quillt heißer Gifthauch. Die grüngelben Schlitzaugen sehen alles(Komma) was sich im Umkreis von hundert Metern bewegt. Auch das kleine Vögelchen, dass (das) sich unglücklicherweise in den Sumpf verunglückt (verirrt) hat und nun auf einem kahlen Ast eine Verschnaufpause einlegt. Und die Drachenzähne sind genauso spitz und scharf wie Haifischzähne. Mit seinen furchtbaren Pranken zerreißt das Untier mühelos Mensch und Tier, derweil sein Schwanz mit Leichtigkeit mittlere Felsbrocken zerdrischt.

Der Drache blinzelt. „Wenn mich nicht alles täuscht, haben sich Menschlinge auf dem Felsenstein ausgebreitet. Hmm, lecker und Nachwuchs kommt auch bald. Sollen sie das Balg erst ein bischen (bisschen) aufpäppeln, bevor ich es verschlinge. Die lächerlichen Blechritterchen sollen mich nicht daran hindern, sollten sie das vorhaben.“ Liebevoll tätschelt der Drache seinen gelblichen Bauch und schnaubt eine Nasevoll Schwefeldampf in die Runde. Sofort fällt das Vöglein tot vom Ast.


4. Kapitel: Ein Unglück geschieht

Edelgunde und Ludowig fassen sich kaum vor Freude über ihr Töchterlein. Und Nadine? Freut sich mindestens genauso sehr. Es ist sooo schön(Komma) auf der Welt zu sein. Alles muss Nadine erkunden. Überall krabbelt sie hin, hinauf zum höchsten Turm und von da hinab ins tiefste Burgverließ (Burgverlies) und die erste dicke Hofdame hinterher. „Das halt ich nicht durch“, schnauft sie erschöpft und fällt um wie ein Brett. Sofort springt die zweite Hofdame ein.

So wächst Nadine zu einem klugen und hübschen Mädchen heran. Und wie alle hübschen Mädchen träumt sie von einem schönen Prinzen mit einem Computer und auf einem weißen Pferd. „Der kommt eines Tages und rettet mich aus den Klauen des schrecklichen Drachen“, spricht Nadine im Burgsaal.
„Aber Kind, wie kommst du denn auf so was“, fragt der Graf erschrocken. Und Edelgunde meint,(Doppelpunkt) „ ich (Ich) hab’s dir gesagt.“

„Die Wette gewinne ich“, flüstert Melchior dem Theobald zu. „schaff du nur schon den Burgunder herbei.“ Theobald schaut Melchior missmutig und schräg von der Seite an,(Punkt) „ noch (Noch) ist gar nichts bewiesen.“

Nadine darf fortan nicht mehr die Burg verlassen und spielt nur noch auf dem Burghof. Aufmerksam wacht die erste dicke Hofdame. Aber als diese am Mittwoch Vormittag aufs Klo muss, entwischt Nadine. „Endlich.“

Nun spaziert sie um den Felsenstein. Und natürlich träumt sie wieder von dem schönen Prinzen mit dem Computer und dem weißen Pferd. Da steigt bestialischer Gestank auf. Die Erde dröhnt und bebt. Und dann ... Huuuaaahhh ... bricht er hervor aus dem Gebüsch: der SCHRECKLICHE DRACHE! Gefährlich sterzen (das Wort kenne ich nicht) die spitzen Panzerschuppen von dem grässlichen Echsenleib und aus rot(getrennt)glühenden Nüstern schießt gelblicher Rauch. Schwefeldampf und Feuerlohe.
„Hab ich dich“, grollt das greuliche (gräuliche) Untier. Seine schmutzigen Klauen packen das saubere Burgbfräulein (Burgfräulein). „Igitt, ist der schmutzig“, stöhnt Nadine. Der Drache zieht mit seinem Opfer zurück in den Sumpf hinter den Felsenstein. Schnell lässt Nadine ihr pinkfarbenes Seidentuch mit den eingestickten Initialen fallen. Achtlos trampelt der schreckliche Drache darüber hinweg, zum Glück.


5. Kapitel: In der Drachenhöhle

„Jetzt nur nicht in Ohnmacht fallen“, mahnt sich Nadine im Drachengriff auf dem Weg zur Drachenhöhle. Kein Mädchen wird heute noch ohnmächtig, wenn ein schrecklicher Drache es entführt. Aber schreien geht. „Hiiiilfffeee!“ Aber niemand hört es. Inzwischen hat der Drache seine Höhle unter dem Felsenstein erreicht. Er wirft Nadine in eine Ecke. Dann schüttet er Curry und Paprika in eine riesige Mulde im Höhlenboden. Darin will er später Nadine wälzen, bevor er sie wie ein Brathähnchen röstet und verschlingt.
Nadine rappelt sich auf und trabt von einer Höhlenecke in die andere. Der Drache wälzt einen riesigen Felsbrocken vor den Höhleneingang.
„Hilfe, Hilfe(Ausrufezeichen)“, schreit Nadine und murmelt,(Doppelpunkt) „ hoffentlich (Hoffentlich) findet jemand mein pinkfarbenes Seidentuch.“
„Was brabbelst du da“, grunzt der hässliche Drache.
„Ach, nichts weiter. Ich sag nur ein Gedicht auf(Komma) damit es nicht so langweilig ist.“
„Schwefeldampf und Feuerlohe“, brüllt der schreckliche Drache zornig, „du sollst dich fürchten. Schließlich werde ich dich verschlingen.“
„Ah, ja?“ Nadine schaut spöttisch zum Drachen hinüber. „Dazu musst du mich erst mal kriegen.“
Und dann beginnt ein lustiges Fangespiel. Denn das Burgfräulein springt leichtfüßig an den Höhlenwänden entlang. Und der träge Drache hat Mühe(Komma) ihr zu folgen. Schwefeldampf und Feuerlohe. Das poltert und rumpelt. Man spürt es bis hinauf in die Burg.


6. Kapitel: Die Verkündigung

„Nadiiin, Nadihien, wo bist du“, ruft die dicke Hofdame gereizt. Da sieht sie das offene Burghoftor. Die Wachen beschäftigen sich gerade intensiv mit Nintendo III. „Heiliger Kaffeewärmer. Sie ist ausgerückt.“ Schnaufend eilt die dicke Hofdame in den Burgsaal und beichtet händeringend Nadines Verschwinden.

„Schau mich nicht so vorwurfsvoll an, Edelgunde. Ich weiß genau, was du jetzt sagen willst.“ Höchst verärgert wischt sich Ludowig mit dem Ärmel die Tränen vom Gesicht. Und zeiht (zieht) geräuschvoll die Nase hoch.
„Heul nicht. Tu was“, schimpft Edelgunde und schaut aus dem Fenster,(Punkt) „ dort (Dort) unten, irgendwo zwischen den Bäumen(Komma) hält ein schrecklicher Drache unser Kind gefangen.“
„Herold, zu mir“, befielt der Graf herrisch.

Als Melchior mit seiner Botschaft den Burghof verlässt, läuft ihm der Kutscher über den Weg. „Das Fass Burgunder ist so gut wie mein“, ruft er Theobald fröhlich zu. Und Theobald brummelt mit verdrießlichem Gesicht,(Doppelpunkt) „ bewiesen (Bewiesen) ist noch gar nichts.“

Bis an die Grenzen der Grafschaft reist Melchior. Überall verkündet er,(Doppelpunkt) „... tu ich kund und zu wissen: Graf Ludowig von Felsenstein gibt demjenigen die Hand seiner einzigen und wunderhübschen Tochter Nadine, der sie aus den Klauen des schrecklichen Drachen befreit.(Anführungszeichen)
Einer der vielen Zuhörer ist der schöne Junker Edward.
„Das kommt mir gerade recht. Will ich doch die Drachentöterprüfung bestehen.“ Sofort rüstet Edward zum Kampf und tritt noch am selben Tag die gefährliche Reise an.


7. Kapitel: Die Mut- und Kraftprobe von Junker Edward

Viele Stunden reitet Junker Edward(Komma) bis er endlich am Ziel anlangt. Nirgends ist auch nur eine Drachenschuppe zu sehen. Und gleich gar nicht Nadine von Felsenstein. Edward schaut unter jeden Strauch, hinter jeden Baum. Dann entdeckt der (er) den Trampelpfad, den der schreckliche Drache auf seinem Rückzug getrampelt hat. Und wenige Schritte weiter hebt der Junker ein pinkfarbenes Seidentuch auf. „N.v.F.“ ist darauf eingestickt. Nadine von Felsenstein, was sonst könnte das heißen. Das Tuch ist sehr schön. Sofort entbrennt der Junker in heißer Liebe zu dem entführten Burgfräulein. Und wird ein bischen verwirrt. „Verlieben will ich doch erst nach dem Befreien.“ – „Nadiiiin, Nadihien“, ruft er laut. Keine Antwort. „Ich werde das Burgfräulein befreien und koste es mein Leben“, schwört der Junker laut. Er folgt nun seiner Nase. Schwefelgestank liegt in der Luft. Immer trostloser wird die Gegend. Junker Edward erreicht die Drachenhöhle.
„Nadiiin, Nadihiiin, lebst du noch?“ Der Junker macht sich große Sorgen. Vielleicht hat das Scheusal das arme Mädchen schon getötet? Aber da hört Junker Edward leise eine Stimme.
„Jaha, rette mich schnell. Hier ist es verdammt schmutzig.“ Das Junkerherz schlägt plötzlich doppelt so schnell.
„Komm raus, du schrecklicher Drache und kämpfe mit mir“, ruft Junker Edward todesmutig und greift beherzt nach seinem blitzenden Schwert.
„Ha, wer wagt es mich, den schrecklichsten Drachen, zum Kampf zu fordern“, poltert der Drache, das (dass) der Felsenstein wackelt. Junker Edward geht es durch Mark und Bein. Aber er ist fest entschlossen.
„Ich wag es, Ich (ich Komma) Junker Edward. Und nun komm endlich raus und stirb.“ Mit beiden Händen umklammert Edward den Griff seines blitzenden und scharfen Schwertes. Der Felsbrocken wird zur Seite geschoben und der schreckliche Drache türmt sich vor Junker Edward auf. Er reicht nicht mal bis zum Drachenbauchnabel.
„Du Winzling? Du willst mich besiegen?“ der (Der) Drache lacht, dass der Boden erbebt. „Erdling, Menschenwurm, ich ...“ Er hebt drohend seine furchtbaren Klauen und stürzt sich auf den kleinen mutigen Junker. Doch Edward ist schneller. Flink rennt er unter den Drachenklauen hindurch und rammt mit aller Kraft sein spitzes, scharfes, blitzendes Ritterschwert in den gelben Drachenbauch bis ans Heft. „Da hast du!“
„Aua, au“, brüllt der Drache. Er schwankt, verleiert seine Schlitzaugen und fällt um wie eine gestürzte Eiche. Feierabend. Edward springt gerade noch rechtzeitig zur Seite.
„Nadine, der schreckliche Drache ist tot. Du bist gerettet“, ruft Edward und wischt sich den Schweiß von der Stirn.
Nadine von Felsenstein, die den gefährlichen Kampf vom Höhleninnnern aus beobachtet hat, rennt erleichtert ins Freie.


8. Kapitel: Die große Enttäuschung

Selbstverständlich weiss (weiß) Nadine nichts von den Versprechungen ihres Vaters. Zwar hat sie Junker Edward aus den Klauen des schrecklichen Drachen befreit, aber ...
„Sag, hast du auch einen Computer und ein weißes Pferd(Fragezeichen)“, fragt sie misstrauisch.
„Nein, mein Pferd ist pechschwarz. Aber einen Computer habe ich“, antwortet Edward sehr verliebt und schaut Nadine tief in die himmelblauen Augen.
„Na gut, du darfst mich zwar nach hause (Hause) bringen. Aber verlieben tu ich mich nicht“, meint Nadine und kämpft tapfer gegen dieses Gefühl in ihrer Brust an. Was ist das nur? Junker Edward aber kann nicht aufhören(Komma) verliebt zu sein. Früher, in der Ritterzeit war das auch so. Also geleitet er das Burgfräulein artig zur Burg Felsenstein zurück. Immer wieder muss er sie anschauen, denn das Fräulein ist seeeehr schön.

Am Burgtor verabschiedet sich Nadine von Junker Edward.
„Vielen Dank, dass du mich aus den Klauen des schrecklichen Drachen befreit hast. Nun magst du gehen.“
Junker Edward verneigt sich. Da fällt ihm zum Glück das pinkfarbene Seidentuch ein. „Wartet, euer Tuch“, sagt er und reicht es ihr.
„Oh, ihr seid so lieb zu mir. Ich erlaube euch(Komma) hin und wieder unter meinem Kammerfenster ein Minnelied zu singen“, haucht Nadine. Auf einmal ist da schon wieder dieses Gefühl in ihrer Brust. Und es ist nicht unangenehm. Aber da ist eben noch die Sache mit dem weißen Pferd. KRACHCHCH fällt die Tür vor Edwards Nase ins Schloss. Edward ist sauer. FRAUEN! Schließlich hat Graf Ludowig von Felsenstein dem Drachenbezwinger die Hand seiner Tochter versprochen. Doch was soll der Junker machen? Er verabscheut es, Prinzessinnen zur Liebe zu zwingen. So kehrt er nach hause zurück. „Einmal, nur ein einziges Mal will ich unter dem Burgfräulein-Fenster ein Minnelied singen“, schwört er.


9. Kapitel: Die große Wut

„Du hast was“, fragt Edelgunde ungläubig. Ludowigs Kinnlade klappt lautlos herunter.
„Ich hab ihn weggeschickt. Er hat zwar einen Computer, aber kein weißes Pferd“, entgegnet Nadine unbekümmert. Ludowig steht auf und läuft zum Fenster, von dort zum Kamin und wieder zurück.
„Wie steh ich denn jetzt da? Die Leute werden mich einen Betrüger heißen! Und abgesehen davon, du musst heiraten, ob du willst oder nicht.“
„Nur einen Prinz mit einem PC und einem weißen Pferd“, sagt Nadine hartnäckig. Und stampft mit den Fuß auf.
„Mach was du willst. Wir jedenfalls fahren jetzt in Urlaub. Und du bleibst hier und überlegst(Komma) wie wichtig heute ein weißes Pferd noch ist, ich meine ein Prinz mit einem weißen Pferd.(Anführungszeichen)
Und so geschieht es. Am nächsten Morgen bringt Melchior den Graf und die Gräfin zum Flughafen.

Ärgerlich rollt Theobald ein schweres Weinfass über das holprige Burghofpflaster. „Melchior, dein Gewinn.“ Der Herold unterbricht sein Schwätzchen mit der Burgwache und nimmt den süßen Burgunder in Empfang. „Kriegst auch einen Becher ab, Theo“, meint er und klopft dem Kutscher freundschaftlich auf die Schulter.


10. Kapitel: Das Wiedersehen

Die Wochen vergehen. Nadine langweilt sich entsetzlich auf Burg Felsenstein. Manchmal geht sie im Egerwald spazieren. Jetzt, nachdem der schreckliche Drachen besiegt ist. Und manchmal denkt Nadine an den edlen Junker. Wo mag er jetzt sein? Hat er sich gar in ein anderes Mädchen verliebt? Aber das mit dem weißen Pferd ist eben so eine Sache. Ein Ritter muss ein weißes Pferd haben. Oder soll er auf einem Fahrrad daher kommen? Es beginnt zu regnen und Nadine kehrt auf die Burg zurück. Sie öffnet ein Kammerfenster. Bäume, nichts als Bäume sieht sie und dicke graue Regenwolken. Eine Windböe wirbelt einen kleinen Vogel durch die Luft.
„Ich bin ja so unglücklich“, jammert Nadine. Da ertönt von unten herauf eine liebliche Stimme.
„Schönste Prinzessin auf der Welt(Komma) du bist mir mehr wert als Gut und Geld.“
Ein freudiger Schreck durchfährt Nadine. „Hurra, ein Minnesänger.“ Nadine eilt aus ihrer Kammer, die Wendeltreppe hinab, durch den ganzen langen Burgsaal, das Foyer raus (aus dem Foyer hinaus) auf den Burghof. Und da steht er, triefnass und verliebt, Junker Edward. Sein Herz fliegt ihr entgegen. Verliebt sein ist schööön.
„Oh, Nadine“, ruft Edward und rennt.
„Oh, Edward“, ruft Nadine und rennt. Am Brunnen fallen sie sich in die Arme. Gerade da sieht Nadine das schwarze Pferd von Junker Edward an der Burgmauer. „Nein, nicht verlieben“, sagt sie und kämpft gegen das süsse (süße) Gefühl in ihrer Brust an. Aber es ist zu stark. Es geschieht einfach. Denn verliebt sein, dagegen hilft gar nichts.
In diesem Moment öffnet sich das Tor. Und Melchior lenkt die gräfliche Kutsche in den Burghof. Ludowig und Edelgunde kommen aus dem Süden zurück.


11. Kapitel: Nadines Hand

Ludowig packt Edelgundes Hand. „Siehst du auch, was ich sehe? Da knutscht ein Fremder mit unserer Tochter.“
Edelgunde kurbelt das Fenster runter. „Nadine!!!“
Doch Nadine sieht und hört nichts und Junker Edgar genauso wenig. Die beiden küssen und küssen, denn verliebt sein ist sooo schön.
Ludowig und Edelgunde steigen aus. „Dass dich der Schlag treffe, du Dahergelaufener“, wettert Ludowig und eilt an den Brunnen, wo die beiden Verliebten immer noch eng umschlungen stehen. Edgar erschrickt. „Der Schlag?“ „Ja“, meint Nadine und lächelt, „der Ritterschlag.“
„Mach dich noch lustig über deinen alten Vater“, dröhnt Ludowig. „Tu ich gar nicht.“ Nadine ist gekränkt. „Wisst ihr denn nicht, wer das ist?“
„Nein“, sagen Ludowig und Edelgunde gleichzeitig.
„Das ist Junker Edward, mein Retter. Er hat mich aus den Klauen des schrecklichen Drachen befreit.“
„NEIN!“
„JA! Und das mit dem weißen Pferd hab ich mir auch überlegt.“
„Mein Töchterchen, das ist ja wunderbar.“ Überglücklich schließt Ludowig Nadine in seine Arme. Und dann ... „Lass dich anschau’n“, sagt er zu Junker Edward. Und Edward meint, „Herr Graf, ich hätt’ da eine Bitte. Also, ich meine, sie (Sie) haben die Hand ihrer Tochter versprochen. Aber, äh, ich habe mein Leben riskiert und Nadines Leben gerettet. Vielleicht könnt ich, wenn’s recht ist, also, ich hätt’ sie gern ganz.“
Edelgunde kichert, Ludwig blinzelt und Nadine errötet glücklich.
„Diener, spann die Pferde aus und sag dem Oberkoch, er soll ein großes Fest vorbereiten“, ruft Ludowig plötzlich.


12. Kapitel: Der Ritterschlag und ein langer Kuss

Der ganze Burghof ist zugestellt mit Festtafeln, die sich unter Unmengen von Braten, Kuchen, Torten, Obst, Saft- und Weinflaschen krümmen, Tellern und Bechern, Löffeln und Gabeln. Die Gaukler kommen kaum zwischen den Gästen hindurch. Ludowig erhebt sich und schlägt mit dem Silberlöffel gegen seinen Weinbecher. Die Leute verstummen.
„Liebe Gäste, liebe Freunde und Verwandte. Schon wieder feiern wir ein, nein zwei freudige Ereignisse. Der schreckliche Drache, der das Leben nicht nur meiner Tochter Nadine bedroht hatte, sondern auch das aller anderen Jungfrauen im Land, ist tot. Besiegt von der starken Hand dieses Junkers hier. „Steh auf, Junker Edward und knie nieder, damit ich dich zum Ritter schlage!“ Doch Edwards Platz ist leer.

„Ich krieg die Tür nicht zu. Das ist alles für mich?“ Nadine schaut und schaut. Der einstige Sumpf ist verwandelt in einen blühenden Naturschutzpark, denkmalgeschützt. Die Drachenhöhle ist Museum geworden. An einem Verkaufstand werden allerlei nützliche und unnützliche Dinge aus Drachenhaut feilgeboten: Damenhandtaschen, Regenschirme, Fliegerkappen, Gürtel, Schuhwaren, Spielwaren und Glücksbringer. Der Verkaufschlager: kleine Flacons voll Drachenblut. Wer davon trinkt und daran glaubt, wird unverwundbar.
Edward glüht vor Stolz. „Ja, soll ich den (denn) mit leeren Händen kommen?“
„Oh, mein Edward!“ Schon wieder umarmen sich Nadine und Edward. Schon wieder küssen sie. Ja, verliebtsein ist eben schön.

„Nadihin, Eeeedwaaard!“ Melchior und die erste dicke Hofdame rennen um den Felsenstein.
„Komm, wir laufen ihnen lieber entgegen, sonst ist unsere Überraschung keine mehr“, schlägt Edward vor und nimmt Nadines Hand.

„Knie nieder, Junker Edward, auf dass ich dich schlage zum Ritter für heut und alle Zeit.“ Vorsichtig kniet Edward vor dem Graf und der Gräfin. Und Ludowig berührt feierlich mit dem Junker-Schwert Edwards linke Schulter und die rechte auch.
„Ab nun gehörst zum Kreis der auserwählten Ritter, denn du hast die Drachentöterprüfung mit Auszeichnung bestanden. Erhebe dich nun und nimm die Hand meiner Tocher (Tochter) Nadine, wie ich es versprochen habe.
„Geh schon.“ Edelgunde schubst Nadine vorwärts.
„Küsst euch“, sagt Ludowig. Und wieder küssen sich Edward und Nadine. Sie küssen und küssen und gegen Mitternacht ziehen sie sich in Nadines Kammer zurück und ziehen die Vorhänge zu. Ja, verliebt sein ist sooo schön.

Melchior und Theobald und wer noch alles mag, leeren im Burgsaal das große Fass süssen Burgunderweins.

Und nach neun Monaten, kein Wunder, sagt Nadine, „Oh, Edward, wir bekommen ein Kind.“ Und dann geht alles von vorn los. Nur das mit dem schrecklichen Drachen passiert nicht mehr. Und so kann Melchior auch nicht mehr mit Theobald um ein Fass Burgunderwein wetten.

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coxew
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Ich hatte es nicht richtig abgespeichert, daher die verspätung.
Für siebenjährige ganz schön harter tobak, meine ich.
lg

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Old Icke

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coxew
???
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burgfräulein ...

hallo flammarion,

danke fürs korrigieren. ansonsten, ich find's nicht zu schwierig für schulanfänger. okay, vielleicht, wenn sie es selbst lesen. aber vom inhalt her, die kinder setzen sich doch schon im kindergarten mit ihren mädchen-, bzw. jungenrollen useinander, ne?
den text nehm ich mir ja sowieso noch einmal vor. weiss, dass da vor allem sprachlich noch einiges im argen liegt.

wünsch dir ne schöne weihnachtswoche
karin

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flammarion
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genau.

die sprache ist stellenweise zu hart.
lg
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Old Icke

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coxew
???
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burgfräulein ...

genau, das meine ich. aber vom geschehen kann ich die geschichte doch im wesentlichen so lassen, oder?

liebe grüße

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flammarion
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yep!

klar doch.
lg
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Old Icke

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