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Leselupe.de > Ungereimtes
Bye-bye Junimond
Eingestellt am 16. 10. 2010 10:42


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Otto Lenk
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2001

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Du wohnst nun ein paar Straßen weiter.
Sich lösen nennst du es.
Doch täglich klingelt das Telefon.
Gestern sagtest du, dass es regnet.
Ich sah aus dem Fenster - antwortete:
Ja, es regnet...
Früher war jedes Wort ein Gedicht,
jedes Schweigen eine Welt.
Heute verrät uns die Stille.
Ich schließe die Augen.
Sehe dich am Fenster stehen.
Du beobachtest den Junimond hinter den Wolken.
Sie sind vorbei ~ vorbei,
Die kleinen Erdbeben.
Vielleicht besuchst du mich einmal, flüsterst du.
Ja vielleicht.
Wir könnten essen gehen.
Wie damals.
Weißt du…
Ich blicke auf die Straße, versuche mich zu erinnern.
Der Schatten der Laterne gleicht einem Galgen.
Ein Mann steht dort – einsam rauchend.
Wie erhängt.
Mein Gesicht spiegelt sich im Fensterglas.
Es weint rinnende Regentropfen.

Bye-bye Junimond

__________________
Der Kopf denkt weiter als man denkt.

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Zum Dahinschmelzen schön, Otto!
Der einsam rauchende Kerl, die rinnenden Tropfen und das verlorene Beben ...

Besser kann man den Abrieb des Alltags wohl nicht schildern. - Die Sache mit dem Julimond hätte ich am Ende ganz weggelassen, aber wahrscheinlich kommst du mir jetzt wieder mit bereits gedruckten Büchern ...

Herzliche Grüße
Heidrun

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gitano
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Otto!
Der Text hat mich sehr berührt!...und nur deshakb sind mir ein paar phonetische Ideen gekommen, die hoffentlich in Deinem Sinne die Aussage unterstützen...

Du wohnst nun ein paar Straßen weiter.
Sich lösen nennst du dass.
Doch täglich klingelt das Telefon.
Gestern
sagtest du, dass es regnet.
Ich sah aus dem Fenster - antwortete:
Ja, es regnet...
Früher war jedes Wort ein Gedicht,
jedes Schweigen eine Welt.

Heute verrät uns die Stille.

Ich schließe die Augen.
Seh dich am Fenster stehen.
Du schaust nach dem Junimond
hinter den Wolken.
Sie sind vorbei ~ vorbei,
Die kleinen Erdbeben.
Vielleicht besuchst du mich mal,
flüsterst du.
Ja vielleicht.
Wir könnten essen gehen.
Wie damals.
Weißt du…

Ich blicke auf die Straße,
versuche mich zu erinnern.
Der Schatten der Laterne gleicht
einem Galgen.
Ein Mann steht dort – einsam rauchend.
Wie erhängt.
Mein Gesicht spiegelt sich im Fensterglas.
Es weint.

Bye-bye Junimond

wunderbar!
Liebe Grüße
gitano

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