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Leselupe.de > Kurzgeschichten
CANIS PRIMUS Wolfsgeschichte
Eingestellt am 05. 04. 2002 13:11


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eve collie
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Die etwas andere Weihnachtsgeschichte oder Wie der Wolf auf den Mensch kam

Es begab sich aber zu der Zeit, dass unter den W├Âlfen ein gro├če Z├Ąhlung stattfinden sollte. Es war notwendig geworden, weil auch die st├Ąrksten W├Âlfinnen oft nur ein Junges bekamen und dieses manchmal noch nicht einmal ├╝berlebte. Schuld daran waren die vielen au├čergew├Âhnlich harten Winter, die alle schw├Ąchten und viele sterben lie├čen. Aber auch die Menschen t├Âteten die W├Âlfe, wo sie nur konnten. So stimmte eines Tages der Gro├če Wolf ein lautes Geheul an, das weiter und immer weiter getragen wurde, bis schlie├člich alle W├Âlfe auf dem Weg zum Gro├čen Sammelplatz waren, den aber nicht jeder erreichte, da er unterwegs in die Ewigen Wolfsgr├╝nde abberufen wurde.

So machten sich auch auf Aktra, ein wundersch├Âner gro├čer, kr├Ąftiger Wolfsr├╝de, und seine Gef├Ąhrtin Kishka, die tragend war. Sie hatten l├Ąngst kein Rudel mehr, einer nach dem anderen war f├╝r immer fortgegangen. F├╝r Kishka war der Weg besonders beschwerlich, da diesmal ihre Tr├Ąchtigkeit ganz anders verlief. Dabei wusste sie, dass sie nur e i n e n Welpen bekommen w├╝rde. Ihr war oft Atanja, die alte, weise W├Âlfin, die schon vor vielen Wintern gestorben war, im Traum erschienen. Zuerst hatte Kishka nicht auf ihre Tr├Ąume geachtet, doch die Botschaften von Atanja wurden immer intensiver, so dass sich Kishka anfangs sehr f├╝rchtete. Auch erz├Ąhlte ihr Atanja im Traum unglaubliche Dinge ├╝ber Freundschaften zwischen Menschen und W├Âlfen - eine absurde und schreckliche Vorstellung! Schlie├člich, eines Tages, schrie Kishka so im Schlaf auf, dass Aktra knurrend aufsprang und sie wild verteidigen wollte. Als er aber sah, dass Kishka nur auf Grund eines Traumes so geschrieen hatte, wollte er endlich wissen, was mit ihr los war.

"Ach, Aktra, ich traue es mir gar nicht, zu sagen, du h├Ąltst mich bestimmt f├╝r verr├╝ckt!" Doch da Aktra weiter dr├Ąngte, berichtete sie ihm schlie├člich alles, auch vom letzten schrecklichen Traum, in dem Atanja zu ihr gesprochen hatte: "Dein Junges, das du zur Welt bringen wirst, ist kein gew├Âhnliches Wolfsjunges. Ja, er ist sehr stark, dein Sohn, aber das muss er auch, denn er hat eine wichtige Aufgabe zu erf├╝llen. Er wird der erste Wolfsfreund des Menschen sein, und aus ihm werden viele Nachkommen entstehen, die enge Freunde der Menschen sind und mit ihnen spielen, jagen und ihnen dienen. Daf├╝r werden er und seine Nachkommen immer genug zu essen haben und nicht ums ├ťberleben k├Ąmpfen m├╝ssen. Du wirst es nicht erleben, aber eines Tages werden die Menschen die W├Âlfe in Ruhe lassen, weil sie erkannt haben, das sie in das Gro├če Gef├╝ge der Welt geh├Âren, und die W├Âlfe werden niemals aussterben. Doch daf├╝r m├╝ssen wir ein Opfer bringen, das kein so gro├čes Opfer mehr sein wird, weil das Ziel gut ist. Die Nachkommen deines Sohnes werden HUNDE hei├čen, und sie werden in ihrem Leben genauso gl├╝cklich sein wie du in deinem."

Als Kishka ihren Bericht beendet hatte, sprach Aktra lange Zeit kein Wort. Doch dann sagte er langsam: "Kishka, ich habe davon gewusst, schon vor langer, langer Zeit, aber ich habe nie jemandem davon erz├Ąhlt, um nicht als verr├╝ckt zu gelten. Sp├Ąter habe ich nicht mehr daran denken wollen und es auch vergessen, weil wir ein normales Leben f├╝hrten. Auch mir ist Atanja im Traum erschienen, als ich noch ein junger Wolf war, und ich hatte Angst, als Verr├╝ckter aus dem Rudel ausgeschlossen zu werden. Was das bedeutet, wei├čt du ja. Deswegen habe ich so lange geschwiegen. Nun m├╝ssen wir aber auf unsere Tr├Ąume und auf Atanja h├Âren, es ist uns so vorbestimmt. So haben wir unsere Aufgabe zu erf├╝llen, damit wir W├Âlfe ├╝berleben k├Ânnen. Es ist eine gro├če Aufgabe, und ich werde dir beistehen!"

Damit war alles gesagt, und die Wanderung musste weitergehen. Als sie endlich am Gro├čen Sammelplatz ankamen, staunten sie ├╝ber die gro├če Anzahl ihrer Artgenossen, die aber nur ein Bruchteil der Menge war, die sonst in den W├Ąldern und Bergen gelebt hat. Aktra suchte eine H├Âhle, einen Schutz f├╝r Kishka, doch nirgends war Platz. Sie wurden immer wieder weitergeschickt, weil auch so viele W├Âlfe geschw├Ącht waren. Kishka merkte, dass sie an der Zeit war, um zu w├Âlfen, und dr├Ąngte Aktra, aber es war nichts zu machen. Da ersp├Ąhten sie am Rand einer Lichtung, f├╝r W├Âlfe gef├Ąhrlich nah an den Menschen, einen von ihnen gemachten Unterschlupf, eine Art H├Âhle. Sie roch noch unangenehm nach dem gef├Ąhrlichen Mensch, wenn auch schwach, weil er schon lange, lange nicht mehr dagewesen war. Doch Kishka konnte nicht mehr, und so lie├čen sie sich dort nieder.

Die anderen W├Âlfe trauten sich nicht dorthin, aber der Gro├če Wolf erz├Ąhlte ihnen von der Legende ├╝ber die Freundschaft zwischen den Menschen und W├Âlfen. Es sollte auch ein gro├čes Licht ├╝ber der Stelle erstrahlen, an der der Vater aller Hunde geboren wird. Viele W├Âlfe murrten und meinten, jetzt sei der Alte ├╝bergeschnappt und m├╝sse seinen Platz hergeben, doch wagten sie nicht, dies offen auszusprechen. Stattdessen entfernten sie sich etwas von der Gruppe, um zu beraten, was sie machen sollten.

Pl├Âtzlich rief einer von ihnen: "Seht doch, seht doch, was ist das f├╝r ein Licht ├╝ber der Menschenh├Âhle?!" Und tats├Ąchlich, ├╝ber Aktras und Kishkas Lagerstatt leuchtete ein Stern so hell, dass er bis zum Sammelplatz schien. Neugierig wollten die Mutigsten unter den W├Âlfen dorthin laufen, doch der Gro├če Wolf allein hatte dieses Vorrecht. Und was er erblickte, zauberte ein L├Ącheln auf sein altes, weises Gesicht, und er sprach: "Nun ist die Prophezeiung erf├╝llt, und ich kann beruhigt in die Ewigen Wolfsgr├╝nde wandern. Ein anderer wird meinen Platz einnehmen, und dieser wirst du, Aktra, sein. Mit deiner Gef├Ąhrtin wirst du alle W├Âlfe dieser Erde f├╝hren, bis es wieder an der Zeit ist, dass ein anderer kommt. Es wird niemals wieder so sein wie fr├╝her, jedoch nicht schlechter. So lebt nun wohl und habt Dank, dass ihr mir meinen Frieden gegeben habt!" Dann ging der Gro├če Wolf und kam nie wieder.

Endlich durften auch die anderen W├Âlfe das gro├če Wunder bestaunen, das aus einem wunderh├╝bschen, starke Welpen bestand. Kishka und Aktra liebten ihren Sohn, doch nach zwei Monden kam die Zeit der Trennung. Kishka zerbrach es fast das Herz, als sie mit ihrem Sohn dar├╝ber sprach. Doch wie erstaunt war sie, als er antwortete: "Mutter und Vater, ich kenne meine Aufgabe, auch mir ist Atanja im Traum erschienen. Doch ich habe keine Angst; macht euch keine Sorgen. Ich werde euch auch besuchen und berichten, wie es mir bei den Menschen ergeht. Nun lasst mich allein, ich werde bald von den Menschen geholt."

Und so geschah es, wobei alle W├Âlfe zu einem gro├čen Geheul anhoben - aus Trauer, aber auch aus Hoffnung. Es waren Menschenwelpen, die das Wolfsjunge entdeckten. Sie nahmen es mit, zogen es auf, spielten mit ihm, gaben ihm genug zu fressen und waren ├╝berhaupt sehr freundlich, wie auch die ├╝brigen Mitglieder des Menschenrudels.

Als Kishkas und Aktras Sohn erwachsen war, hielt er sein Versprechen und besuchte die anderen W├Âlfe in den W├Ąldern, um von seinem neuen Leben zu berichten. Die Menschen nahmen es ihm nicht ├╝bel, kam er doch immer wieder und war freundlicher zu ihnen als zuvor. Eines Tages kam er von seinen Ausfl├╝gen mit einer Gef├Ąhrtin zur├╝ck, die das Blut von Atanja und dem Gro├čen Wolf in sich trug, und die ihm viele Nachkommen schenkte. Sie erz├Ąhlte ihren Kindern die Geschichte ihrer Vorfahren und ihres Hundwerdens, auf dass sie nie in Vergessenheit gerate. Auch die W├Âlfe in den W├Ąldern und Bergen trugen sie in ihren Reihen von Generation zu Generation weiter, so dass alle W├Âlfe und Hunde bis auf den heutigen Tag die Geschichte von der Entstehung des Menschenbegleiters kennen.

Und sie alle sprechen nur mit Ehrfurcht von Kishka, Aktra und ihrem Sohn. So kommt es, dass zu ihren Ehren alle W├Âlfe jedes Jahr zur selben Zeit ein gro├čes Geheul anstimmen, dessen Grund die Menschen nicht wissen und niemals wissen werden - das Geheul des Gro├čen Wunders, des Wolfssohnes und Stammvaters aller Hunde

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Katjuscha
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Wolfsgeschichte

Die Idee deiner Wolfsgeschichte - die Legende, wie der Wolf zum Menschen kam - finde ich wirklich nett. Aber sind die W├Âlfe nicht ein wenig zu menschlich dargestellt? Und dass ein Wolf schon nach zwei Monaten seine Mutter verl├Ąsst - auch ein ganz besonderer - halte ich f├╝r unrealistisch. Abgesehen davon hast du einen sch├Ân erz├Ąhlenden Ton getroffen, der an alte Legenden erinnert.
Leider ist es ja noch immer so, dass Mensch und Wolf sich spinnefeind sind, auch wenn der Wolf unter Naturschutz steht. Bei uns in Brandenburg sind vor f├╝nf Jahren die ersten Versuche gestartet, den Wolf wieder in deutschen W├Ąldern anzusiedeln, nachdem ein einzelner Wolf ├╝ber die polnische Grenze gekommen ist und hier weiter lebte.
Warum eigentlich Weihnachtsgeschichte?

Liebe Gr├╝├če von Katja
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Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist wirklich ein Mensch. (Erich K├Ąstner)

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eve collie
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canis primus

Hallo Katja!
Im Forum Diskussion hatte ich gefragt, ob ich zum Fr├╝hling hier eine Weihnachtsgeschichte ver├Âffentlichen kann und von mact und Gabi ungef├Ąhr die Antwort erhalten: "Versuch macht klug". Also habe ich es einfach gewagt, und wer das Weihnachtsevangelium kennt, sieht nat├╝rlich die enge Anlehnung. Die Geschichte wurde auch schon mehrfach zur Weihnachtszeit (in der sie auch entstanden ist) ver├Âffentlicht, u.a. im Radio. So wie das Jesuskind ist also Canis Primus eine Art Messias, und die sehr menschliche Darstellung der W├Âlfe ist ein sehr wichtiges Instrument, um diese Aussage zu bekr├Ąftigen. Schlie├člich wollte ich auch keinen Bericht schreiben und h├Ątte sonst auch die Darstellung der Geburt eigentlich mit dem Osterfest verbinden m├╝ssen, denn gew├Âlft wird im Fr├╝hjahr. Allerdings wurde aus diesem Grund in der Geschichte kein Hinweis auf die tats├Ąchliche Jahreszeit gegeben, so wie ja auch die Geburt Jesu aus einem anderen Grund auf den 24.12. gelegt wurde. Und: gerade ein Wolf ist mit 8 Wochen weiter als ein Hund, der selbst dann schon von der Mutter getrennt werden kann. In sich ist die Geschichte stimmig, da auch in schlechten Zeiten Welpen von W├Âlfen und sogar von Rassehunden (!) absorbiert, also nicht ausgetragen werden, ohne dass dies k├Ârperliche Nachteile f├╝r die jeweilige Mutter h├Ątte (eine gute Einrichtung der Natur!). Es gibt auch kopfkranke W├Âlfe, die in der Tat vom Rudel ausgeschlossen werden und diesem hinterherlaufen, aber nicht so dicht, dass sie zerissen werden. Und: auch bei instinktsicheren Rassehunden werden k├Ârperlich oder geistig kranke Welpen von der Mutterh├╝ndin get├Âtet oder zumindest ignoriert und nicht an die Zitzen gelassen. Du siehst, wie in jedem M├Ąrchen gibt's auch hier wahre Aussagen, die nur verkleidet sind. Und wie nun tats├Ąchlich der erste Kontakt Wolf - Mensch war, wei├č bislang noch kein Verhaltensforscher, womit sich der Kreis (s.o.) schlie├čt.
Liebe Gr├╝├če von eve

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Katjuscha
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Weihnachtsgeschichte

Danke f├╝r deine Antwort. Was du erz├Ąhlt hast, wusste ich nicht - vor allem mit dem Messias habe ich nicht so viel am Hut. Danke! Ich habe die Geschichte eben nicht als Metapher gesehen.

Katja
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Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist wirklich ein Mensch. (Erich K├Ąstner)

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ElsaLaska
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Liebe eve collie!

Das ist ein wunderbarer, ein sehr anr├╝hrender Text, der mir sehr gut gefallen hat. Eine sehr sch├Âne Geschichte, die Dir da eingefallen ist, und auch die Paralelle mit Jesus, das vers├Âhnende Element also, habe ich gleich herausgelesen, wenn ich auch finde, dass sie nicht zu 100 prozent ├╝bertragen werden kann, aber das machte das Ganze eigentlich nur noch stimmiger.

Leider muss ich Dir aber mitteilen, dass nicht gerade Friede, Freude, Eierkuchen herrscht;-)

Ich bin stolzes Frauchen eines wundervollen Anatolischen Hirtenhundes, genauer gesagt, eines Herdenschutzhundes. Diese riesigen und imposanten Hunde treiben nicht, sondern wachsen in der Herde auf, betrachten sie als ihr Rudel, das es zu sch├╝tzen gilt, und setzen im Falle einer Aggression durch Wolf, B├Ąr oder L├Âwe ihr Leben f├╝r die Schafe ein. Es ist ├╝blich, dass diese Hunde den Kampf auf Leben und Tod aufnehmen und in der T├╝rkei ist derjenige ein stolzer Mann, dessen Hund einen Wolf t├Âten konnte, was nicht selten vorkommt. Die Rasse ist uralt, mehr als viertausend Jahre sind belegt und wohl den W├Âlfen n├Ąher als jede andere Hunderasse auf dieser Welt.

Insofern habe ich Deine Geschichte leider nicht hunderprozentig schl├╝ssig finden k├Ânnen, obwohl sie wirklich wundersch├Ân ist.

Liebe Gr├╝sse
Elsa

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eve collie
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canis primus

Hallo Elsa!
Genau das ist es - trotz der Geburt des "Messias", ob Mensch oder Tier, gibt es weiterhin keinen Frieden, obwohl sich einiges ver├Ąndert hat. Herdenschutzhunde sind auf der "Liste" und brauchen in der Tat auch erfahrene H├Ąnde.
Und dass die Rassehundzucht schon lange tierqu├Ąlerische Ausw├╝chse angenommen hat, ist auch jedem (ausser den Z├╝chtern) klar - gilt ├╝brigens auch f├╝r "Hundesport". Und viele Hunde haben den falschen Menschen an ihrer Seite, was f├╝r alle Hunderassen und Mischlinge gilt (meine t├Ągliche Praxis). ├ťbrigens: neulich habe ich einen Bericht ├╝ber W├Âlfe im ehemaligen Jugoslawien gesehen. Der Mensch hatte den Lebensraum der W├Âlfe zugebaut, die sich in die W├Ąlder zur├╝ckzogen. Sie besuchten aber regelm├Ą├čig die Stadt (wie auch die B├Ąren), was die Menschen gar nicht st├Ârte, da sie nicht bel├Ąstigt wurden. Menschen und Wildtiere k├Ânnen auf dieser Basis anscheinend auch heute noch zusammen leben, obwohl der Mensch den Lebensraum der Wildtiere einengt - wer ist denn da der "Gute" in diesem "Spiel"? ├ťbrigens: alte Rassen sterben aus, wenn ihre Arbeit nicht mehr ben├Âtigt wird (ist ├╝berall so), werden aber z.T. auf Teufel-komm-'raus f├╝r den privaten Haushalt weiter gez├╝chtet - ob das immer gut ist? Und beim Bevorzugen des "Nat├╝rlichen" werden dann so arme pervertierte Gesch├Âpfe wie Wolfshunde "gez├╝chtet", die aber in der Tat Wanderer zwischen zwei Welten sind.
Du siehst, Hundwerden ist auch ein Problem, aber dadurch sind die W├Âlfe vor dem Aussterben bewahrt worden, weil man sich mit der Ethologie auseinandersetzen musste. Fraglich ist h├Âchstens, ob die Wolfshilfe nicht wieder zu einem modernen "Massenprodukt" wird und so ein anderes Ungleichgewicht entsteht (wie auch in anderen Bereichen).
Ups, jetzt ist's doch wieder lang geworden, sorry! Du kannst mir ja mal direkt mailen, was Du so mit Deinem Hund erlebst. Es gr├╝├čt Dich eve (die auch schon einen Kangal ab Welpenalter betreut hat)

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