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Leselupe.de > Gereimtes
Camouflage
Eingestellt am 10. 06. 2006 19:40


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Walther
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Camouflage


Irgendwann musst Du Dich stellen,
Irgendwo kommt es zum Schwur;
Wenn die letzten Pfiffe gellen,
Bleibt auch Dir ein Ausweg nur.

Es n├╝tzt nichts, Dich zu verstecken,
Und nichts bringt die Camouflage;
Auch der Feige muss verrecken.
Er entkommt nicht der Blamage.

Wenn die letzten Lichter brennen,
Wenn die Deckung keine ist,
Kannst Du aufh├Ârn, wegzurennen,
Weil auch Du am Ende bist.

Sicher kommt die Zeit zum K├Ąmpfen,
Sichrer noch der harte Tod.
Nichts kann Dir das Sterben d├Ąmpfen,
Hast Du niemand in der Not.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Melusine
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Hallo Walther,
ich bewerte Gedichte wie dieses nicht, weil ich gereimte Lebensweisheiten nicht mag und es daher unfair f├Ąnde das zu bewerten.
Grunds├Ątzlich finde ich es nicht so ├╝bel.
Eins nur: Die dritte Zeile der zweiten Strophe tut meinem Rhythmusgef├╝hl weh.
"Auch der Feige muss anecken"?
An'ecken? Nein, also wirklich.

LG Mel

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Walther
Routinierter Autor
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Weisheiten

Hi Melusine,

ob ich Weisheiten zu verbreiten habe? Na, soweit sind wir (noch) nicht. Irgendwann, kurz vorm Ableben, vielleicht...

Nun, das "an'ecken": Das ist dem Rhythmus geschuldet, und so kann man's auch vorlesen. Glaub's mir, getestet, wie das Meiste, das ich poste. Die Armen haben's ├╝berlebt. Wahrscheinlich sind sie schon an meine Zumutungen gewohnt.

Apropos "Bewerten": Ich leugne nicht, da├č mich eine gute "Benotung" freut (und eine schlechte ein wenig wurmt). Da ich nicht Goethe werden will und auch nicht Schiller, weil mir daf├╝r schlicht das Verm├Âgen fehlt, kann ich mit den Bewertungen und Nichtbewertungen leben.

Bei Dir freut mich, da├č Du sagst, was Du von dem Schamott hier h├Ąlst. Viel ├Ąrgerlich ist eine "Drei" = Dieses Werk ist stark ├╝berarbeitungsbed├╝rftig ohne eine Hinweis zu geben, was. Das macht Laune. Kritik ist OK und erw├╝nscht. Aber ohne Details tut sie nur weh und ist eigentlich bedeutungslos, weil sie nicht weiterhilft.

So gesehen finde ich Deinen Kommentar ermutigend. Und lasse den Text, wie er ist. Ein nettes, kleines Gelegenheitsgedicht. Eben ganz das, was der Autor zum Motto erhoben hat. Nie hat er vorgegeben, mehr zu sein, als er ist.

Sonnige Gr├╝├če

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Melusine
Guest
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Hallo Walther,
ja, ich bin ganz deiner Meinung...
Schau, ich w├╝sste einfach nicht was f├╝r eine Bewertung ich geben soll. Formales finde ich nicht besonders wichtig, hab's nur angemerkt weil es mir auffiel. Ich bin halt sozusagen ├╝ber deinen Text gestolpert, der eben zuf├Ąllig nicht meinem Lesegeschmack entspricht, macht ja nix - .
Geschmacksm├Ą├čig m├╝sste ich wahrscheinlich 5 = macht keine Lust auf mehr geben, aber das w├Ąr gemein denn ich glaube es ist besser als das.

LG Mel

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Walther
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Moin Mel,

das ist die Crux mit der Dichtung, die Du da beschreibst: Einerseits, der Inhalt, die Message, irgendwie nicht so meine Kragenweite; andererseits, das Formale, die Sprache, na, so schlecht ist's auch wieder nicht; jetzt was machen damit. Gute Frage.

Ich will einmal eine Antwort versuchen, f├╝r die ich aber einen kleinen Umweg brauche. An anderer Stelle habe ich einmal geschrieben, man k├Ânne auch einem Gedicht, das einem nicht so gut "gefalle", ansehen, ob es denn ein gelungenes St├╝ck Sprachkunst sei. Hier sehen wir jetzt das, was ich meine: Man kann Kunst selbst dann, wenn sie einem nicht nach dem Geschmack ist, anmerken, ob der K├╝nstler sei Hand-, Mal-, Musik- oder Sprachwerk "versteht". Das ist das, was ich als Qualit├Ąt bezeichne, die eben unabh├Ąngig vom "Gefallen", das ja durchaus situativ ist, sich also mit den jeweiligen pers├Ânlichen Befindlichkeiten des Lesers durchaus stark ├Ąndert, an einem Werk "bewertet" werden kann.

Jetzt k├Ânnten wir den Streit dar├╝ber beginnen, welchen Teil der Bewertung wir in die LL Bewertung einflie├čen lassen. Ich bem├╝he mich, vom jeweiligen "Gefallen" dabei zu abstrahieren. Aber das ist meine pers├Ânliche Interpretation. Und dabei zitiere ich gerne das Motto eines Mitdichters in dessen Signatur sinngem├Ą├č: "Dies ist meine Meinung; da es nur eine Meinung ist unter vielen, ist es keine Mehrheit."

Sonnige Gr├╝├če

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Melusine
Guest
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Hallo Walther,
ich halte dem entgegen: Man kann meiner Ansicht nach Kunst niemals unabh├Ąngig vom eigenen Geschmack beurteilen, weil es daf├╝r schlicht keine "objektiven" Kritierien gibt. Handwerkliches K├Ânnen - ja. Doch daf├╝r fehlt mir im Fall von Reimgedichten schlicht das Expertentum. Kann oder soll man Form und Inhalt eines "literarischen Werkes" trennen? Ich glaube nicht.
Was nun?
Der Inhalt deines Gedichts spricht mich an. Pers├Ânlich bin ich der Meinung, dass die Form eines Reimgedichts dem Inhalt nicht angemessen ist. Aber wer bin ich denn, das zu beurteilen?
Zudem wei├č ich oder glaube zu wissen (weil ich schon ├Âfter etwas von dir las), dass du ausschlie├člich Reimgedichte schreibst. Es w├Ąre also wohl mehr als arrogant, wollte ich dir sagen, du sollst dieses Thema nicht in dieser Form verarbeiten. Oder etwa nicht?


LG Mel

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