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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Champagner
Eingestellt am 15. 04. 2019 20:38


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Christian Jyren
???
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Champagner

Sie stand vom Bett auf, ging hinüber zum Tresen der kleinen Alibi-Bar, direkt neben dem mit rotem Kunstleder bezogenen Animierstuhl, der die Form eines Frauen-Pumps hatte, und holte die Champagnerflasche aus dem Eiskübel. Die perlenden, halbvollen Gläser im Spotlight der Deckenbeleuchtung, mit denen wir zuvor angestoßen hatten, ließ sie links liegen. Sie lächelte, als sie zurückkehrte, setzte die Flasche an ihre Lippen und umspielte sie obszön, dann nahm sie einen kleinen koketten Schluck. Wieder abgesetzt leckte sie von unten nach oben am Flaschenhals entlang, schob ihre Brüste an meinen Körper heran und setze mir zunächst ihre Titten, die sie mit Champagner benetzte, dann die Flasche an die Lippen. Ich trank begierig, als käme ich aus der Wüste, dann zog sie sie nach oben weg und das eisgekühlte Nass schäumte aus meinem Mund und perlte mir über den durch hunderte Stunden Gewichte pumpen gestählten Körper. Ich prustete, wegen der Kohlensäure in der Nase. Sie lachte. Na warte. Ich jagte sie spielerisch auf, während sie quietschend mit der Flasche auswich, erreichte sie, entzog ihr die Flasche, hielt diese an der Öffnung zu, schüttelte sie lachend und spritzte das Mädchen, kreischend, voll. Als sie ebenfalls nach Luft rang, zog ich sie an mich, küsste sie leidenschaftlich und drückte sie an mir nach unten, hinunter zu ihrem Job; mit dem Rest übergoss ich sie langsam von Kopf bis Fuß, während sie meinen Schwanz und meine Eier leckte … Wie ein Gott überdehnte ich nach hinten und breitet meine Arme aus, das Mädchen tief am Gemächt, die leere Champagnerflasche in der Rechten … göttlich! Der Knast war so hart, doch das entlohnte für vieles.




Dann spürte ich Kälte. Ich zog ihren Mund von meinem Ständer … stieß sie wieder aufs Bett … hieß sie die Beine spreizen … in der Zwischenzeit verzog ich mich ins warme Wasser des Whirlpools, und beobachtet sie aus den blubbernden Schaumblasen heraus , die nach irgendwas dufteten, was noch nicht mal jemals in die Nähe einer deutschen Justizvollzugsanstalt gekommen war, während die Kleine sich die Champagnerflasche einführte, soweit sie irgend konnte, und das war weit, und es sich damit besorgte. Danach stieg sie wie eine Grazie in den Whirlpool, spielte neckisch mit dem Schaum auf meinen tätowierten Oberarmen, was ihr sichtlich noch besser gefiel … und besorgte es mir.
Zwei Stunden VIP Séparée incl. Champagner, incl. Helena bekannt für ihre geilen Mund und ihre Champagner-Show, machte schlappe 650 Euro. Damit war ich wieder pleite. Rechnen sie das mal in Knaststundenlohn um. Aber ich hatte beschlossen, es mir von ein paar netten Justizvollzugsbeamten zurückzuholen …
Ich stieß mit Helena, die aufgrund ihrer Herkunft kein Wort verstanden hatte, von dem, was ich vorhatte, an und wir leerten die beiden noch übrigen Champagnergläser : „ … auf offene Rechnungen!“ …

by Christian Jyren



__________________
Wahre Kritik verletzt nicht - sie tötet. (frei nach Lec)


Version vom 15. 04. 2019 20:38
Version vom 20. 04. 2019 19:47
Version vom 23. 04. 2019 22:57

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FrankK
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Hallo Christian Jyren
Ungeachtet der merkwürdigen Diskussion – deren Vehemenz und Hartnäckigkeit mich dann doch neugierig gemacht hat – habe ich mich möglichst neutral mit dem Text auseinanderzusetzen versucht.

Du erzählst in deinem Text von einem Ex-Knastbruder, der sein gesamtes „Vermögen“ in einem Edelbordell auf den Kopf haut und darüber nachsinnt, sich das Geld von den „netten Justizbeamten“ zurück zu hohlen.

Basisplot:
Da bin ich fast ein wenig hilflos, ich würde auf „Drama“ tippen – denn wenn er tatsächlich den Justizbeamten einen Besuch abstattet ist er über kurz oder lang wieder dort, wo er herkam.

Prämisse (oder auch „Leitthese“):
Hier stehe ich auf dem Schlauch. Üblicherweise wird mit der Prämisse ausgedrückt, welche Motivation den Hauptcharakter zum Höhepunkt der Geschichte und damit zur Auflösung führt. Ich sehe hier leider keinen Höhepunkt – auch keinen erotischen, weder in der Geschichte (Auflösung des Spannungsbogens, der ebenfalls nahezu nicht existent ist) noch in der Situation (Szene).
Auch ist die Motivation, es in einem solchem „Edelschuppen“ krachen zu lassen nicht erkennbar. Für einen „Quickie“ oder eine „Frustnummer“ wäre es günstiger und einfacher gewesen, sich irgendwo am Straßenstrich umzusehen ... einfacher, schneller und schmutziger Sex.

Charaktere:
Sehr ĂĽbersichtlich.
- Der namenlose Ich-Erzähler, ein ehemaliger Knastbruder.
- Die Prostituierte Helena, eine scheinbar hoch qualifizierte (und vermutlich hoch dotierte) Edelhure.

Szenenaufbau:
Ebenfalls sehr ĂĽbersichtlich, faktisch nur eine einzige Szene. Wohlwollend betrachte ich mal die Stellungs- und Ortswechsel als einzelne Szenenabschnitte.
Konstruktiv betrachtet ist dies bestenfalls ein Stück Kurzprosa und keine vollständige Geschichte. In Kurzprosa genügt eine einzelne Szene, eine einzelne Sentenz, für eine komplette Kurzgeschichte fehlen das Leitmotiv, ein Spannungsbogen und der Story-Höhepunkt.

Einstieg:
Relativ komplex verschachtelter Satz, der sich durch eine Trennung etwas einfacher lesen ließe. Für einen ersten (oder zweiten oder dritten) Satz wäre in einem solchen Szenenaufbau eine eingehendere Beobachtung ihrer Bewegungen durch den „frisch entlassenen“ eher vorstellbar.

Details:

quote:
Sie lächelte, als sie zurückkehrt; setzte die Flasche an ihre Lippen und umspielt sie obszön ...

Zeitfehler.
Wieso ein Semikolon vor „setzte die Flasche ...“?

quote:
... die sie mit Champagner benetzte, dann die Flasche an (die? meine?) Lippen.

Da fehlt etwas ...

quote:
Als sie ebenfalls nach Luft rang, drĂĽckte ich sie an mich, kĂĽsste sie leidenschaftlich und drĂĽckte sie an mir nach unten hinunter zu ihrem Job;

Problem 1:
Zweimal „drückte“ dicht aufeinander, könnte man bester formulieren.
Problem 2:
In einem Bordell – egal wie exklusiv – wird nicht „leidenschaftlich“ geküsst. Die allerwenigsten Prostituierten erlauben es, dass man(n) ihnen die Zunge in den Mund schiebt. Und wenn (gegen Aufpreis) ... dann fehlt jede Leidenschaft.

quote:
mit dem Rest übergoss sich sie langsam von Kopf bis Fuß, während sie meinen Schwanz und meine Eier leckte …

Korrektur: ich
WofĂĽr diese Auslassungszeichen am Ende des Satzes?

quote:
Der Knast war so hart, doch das entlohnte fĂĽr alles.

Dies steht im Widerspruch zum Abschluss des Textes.

quote:
Dann spürte ich Kälte.

Ich dachte erst ... hat irgendwo jemand ein Fenster aufgemacht? Steht er im Durchzug? Wieso friert er plötzlich? Er bekommt doch gerade ... ach nee, er dachte gerade an den Knast. Hat wohl doch nicht so „göttlich entschädigt“. Also ein eher „inneres, eisiges Gefühl“.

quote:
Zwei Stunden VIP Séparée incl. Champagner, incl. Helena bekannt für ihre geilen Mund und ihre Champagner-Show, machte schlappe 650 Euro.

Séparée ist (laut Duden) die veraltete Schreibweise, es heißt nur noch Separee.
Der von dir beschriebene Raum (Bett, Minibar, dekorativer Animier-Stuhl, Whirlpool) ist mit Sicherheit kein Separee sondern wohl eher eine XL-Luxus-Suite.
Korrektur: „ihren“
650 Euro ... ich musste lachen.
Alleine der Champagner(!) in einer vermutlich großen Flasche schlägt schon mit etwa 250 Euro zu Buche, das Mädel (eine „hochqualifizierte“) in einem solchen Ambiente (die Suite) mindestens 400, wenn nicht sogar 500 Euro pro Stunde!
quote:
Als Chambre séparée oder auch nur Séparée wird ein abgeteilter, sichtgeschützter Bereich in einem Lokal oder Restaurant genannt.

Quelle: Wikipedia

Übrigens: Ein Whirlpool ist üblicherweise in einem sogenannten „Nassraum“ aufgestellt und nicht in unmittelbarer Nähe eines Bettes (die hohe Luftfeuchtigkeit bedingt einen möglichen Schimmelbefall in der Matratze) ... eine extrem leistungsfähige Klima- und Lüftungsanlage würde den Preis für die Suite noch weiter in die Höhe puschen ...


quote:
Rechnen sie das mal um in 1,20 Cent Knaststundenlohn um.

Hihi, das soll wohl Euro heiĂźen.
1,2 Cent – bei Vollbeschäftigung (40 Stunden pro Woche) ... da hätte er über 25 Jahre einsitzen müssen.

quote:
Ich stieß mit Helena, die kein Wort verstanden hatte, von dem, was ich die ganze Zeit an Wut und Frust und Drohungen von mir gegeben hatte, an und wir leerten die beiden noch übrigen halbvollen Champagnergläser :

Korrektur: halb vollen
Korrektur: kein Leerzeichen vor dem Doppelpunkt
Wieder ein sehr in sich verschachtelter Satz, dessen Aussagefähigkeit, würde es auf mehrere, nicht verschachtelte, Teilsätze aufgelöst, wesentlich an Verständlichkeit, dem Leser gegenüber, gewinnen und nicht halb so verwirrend, bezüglich des „nicht Verstehens“ der Prostituierten, im Raum stehen.
Verstehst du was ich meine?

quote:
„… auf offene Rechnungen!“ …

Der Sinn dieser Auslassungszeichen erschlieĂźt sich mir nicht.


Fazit:
Der Text wirkt „auf die Schnelle“ niedergeschrieben und publiziert. Da gehört noch eine gehörige Portion Feinschliff investiert.
Bei all dem Detailreichtum scheinen Kondome keine Rolle zu spielen?


Aufmunternd GrĂĽĂźend
Frank
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Leben und leben lassen.

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FrankK
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Nachtrag:

quote:
Rechnen sie das mal um in 1,20 Cent Knaststundenlohn um.
Eines der beiden "um" ist zu viel.


Aufmunternd GrĂĽĂźend
Frank
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Christian Jyren
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Hallo FrankK,

danke fĂĽr die entdeckten Fehler. Immer gut, wenn jemand grĂĽndlich mitliest. Jetzt, denke ich, lohnt es sich eine neue Version einzustellen.

... ob Semikolon oder nicht, ist hier, meiner Auffassung nach, Geschmacksfrage. Es ist eine neue Handlung, die im Kontext der vorhergehenden steht. Es ist im Prinzip eine Aufzählung. Ein Punkt trennt zu stark, ein Komma zu schwach, dachte ich mir. Aber dabei habe ich wohl nicht genug berücksichtigt, dass die semikolongetrennten Sätze hier doch befremdlich wirken, daher habe ich mittlerweile das Gefühl, du hast recht. Raus damit.

Im übrigen haben ich lange mit mir gerungen, wie ich dir antworten soll, da ich deine Art zunächst als sehr hilfreich, sachlich und freundlich empfunden habe, was erst einmal sehr positiv ist. Auf so ein Hilfsangebot reagiert man ungern harsch. Aber leider sträuben sich mir bei vielem, was du anmerkst, wenn auch sachlich im Ton, die Nackenhaare, - und zwar derart! Dabei musste ich erst einmal die begründeten Rechtschreibkorrekturen von den Sachinformationen und Theoriepassagen, die du in deiner Kritik unerquicklich vermischt hast, trennen. Eine Vermischung, die unlauter den Eindruck von durchgehender Glaubwürdigkeit erweckt, eine Glaubwürdigkeit, die m.E. nur für der Rechtschreibteil rechtfertigt. An einigen Stellen überlappt sich dann natürlich auch meine Antwort.

Erst einmal die schlechte Nachricht und der am leichtesten abzuhandelnde Punkt vorweg: Deine Ausführungen zum Bordellgewerbe sind weitgehendst (nicht alle) un- bis halbkorrekt und von Klischees geprägt – und repräsentieren bestenfalls den Erkenntnishorizont, nach ja, sagen wir mal eines flüchtigen Beobachters. Daher, dir ins Stammbuch geschrieben: Es gibt die eine Prostitution und den einen vermeintlichen Preis, wie du suggerierst, nicht. Jede Frau, jeder Laden, jedes Milieu betreibt das Gewerbe anders. Zudem: Da es mich viel Zeit und Aufwand gekostet hat, mehr in Erfahrung zu bringen, und das Thema noch lange nicht ausgeschöpft ist, gedenke ich dieses Wissen in Geschichten zu verarbeiten und nicht in irgendwelchen fruchtlosen Diskussion; dafür bitte ich um Verständnis. Das muss hier als Grundanmerkung genügen.

d.h. nicht, dass ich deine Phantasie blockieren will ... schwelge du ruhig weiter in deinen Befürchtungen über potentiell verschimmelnde Bordellmatratzen und Spekulationen über dir ruinös erscheinende Kosten für Whirlpools, ungeachtet ihrer Relevanz für die Geschichte. Oder hebe gerne auch den kategorischen Zeigefinger beim Nichtgebrauch von Kondomen, aber verschone bitte mich bezüglich meiner Geschichten mit diesen pseudoreelen Einwänden ... denn wenn du wirklich meinst, mit solchen Kategorien Geschichten beurteilen zu können, die von Menschen handeln, bin ich anderer Meinung ...

So das war der unangenehmere Teil. Den Kopf musste ich dir leider waschen.

... womit wir ein Stück weiter beim Text wären, und um gleich daran anzuknüpfen:

Dort ist weder wörtlich die Rede davon, dass ein Kondom eingesetzt wird, noch genau so wenig die Rede davon, dass kein Kondom benutzt würde. Es wird nur einfach nicht thematisiert. (Relevanz; siehe oben) Was dich daran stört, ist mir schleierhaft. Es ist einfach unwichtig. Wenn du also solche Anmerkungen der weithin-müßigen Hätte-wäre-wenn-Kategorie machst, kann ich nur den Kopf schütteln. Wenn du so argumentierst, wird auch überhaupt nicht klar, was du hier eigentlich sein willst: Co-Autor, Kritiker, Lehrer, Dramaturg? - Mal gefällst du dir im Gestus, du würdest die Geschichte besser erzählen können mit deinen Bedenkendetails. Dann kehrst du wieder den reinen Kritiker heraus, der sein Verdikt spricht, dann wieder den hilfsbereiten Dramaturgie-Onkel, der bei Theorie und Rechtschreibfehlern zu Hilfe eilt, um Notpflästerchen zu verteilen. Eine solche Linienlosigkeit ist aber eines Dramaturgen unwürdig, und diskreditiert dein unter Umständen ja honoriges Anliegen. Denn: Solange es meine Geschichte ist, kannst du gerne den Daumen senken oder heben, und wenn du es gut begründest, umso besser: aber du solltest bitte nicht so vom Thema ablenkend reinreden.

Nochmal. Deine Anmerkungen: erwünschter Exkurse zum Kondomzwang, Exkurs zur Haltbarkeit von Puffmattratzen, Exkurs zum Genehmigungsverfahren von Whirlpools – all diese Exkurse sind aus meiner Sicht komplett irrelevant für die Story. Für jemand der behauptet von Dramaturgie etwas zu verstehen, sollte das eigentlich sternenklar sein.
Wenn du also über eine Geschichte urteilst, dann - bitte - tue das in lauteren, nachvollziehbaren Sätzen: "Ich finde die Geschichte nicht gut, weil Kondome nicht thematisiert werden.“ Oder: „Mich stört, dass die Protagonisten sich nicht erkennbar schützen.“ Oder: „Ich finde das Setting unplausibel, denn ich persönlich würde das behördliche Genehmigungsverfahren für den Whirlpool scheuen.“ Oder: „Das kann doch hier nicht sein, dass eine Hure leidenschaftlich küsst. Denn bin noch nie von einer Hure leidenschaftlich auf den Mund geküsst worden ... (andere ganz sicher schon) außerdem ich habe, da wo ich war, immer sehr viel mehr bezahlt, als den hier angegebenen Betrag.“ So aber, pflegst du das Versteckspiel der unfundierten Meinungen .

Wie ein Puffbesitzer oder Stripclub-Betreiber zudem seine Bordellzimmer oder Hinterzimmer publikumswirksam tituliert, überlasse ich außerdem ganz ihm: Ob VIP-Room, Exclusive-Lounge, Wellness Suite oder VIP Separee, oder nur Séparée, oder alles zusammen bunt gemischt. Es sei auch darauf verwiesen, dass diese Herren eher selten den Duden konsultieren, sondern die von ihnen gewählten Bezeichnungen (ob aktuell geschrieben oder nicht, ist hier akademisch) eher an ihren Geschäftsinteressen und den behördlichen Auflagen ausrichten, bzw. auch mal unpräzise wählen, um illegales Treiben kaschieren …

... und wieso bitte sollte ein gewaltbereiter Ex-Knacki, der vielleicht noch nicht mal Mittelschul-Abschluss hat, sich semantisch den Kopf über dein Google Wissen zum Séparée zerbrechen ... ich denke, er denkt das, was ihm gerade einfällt; und ich überlegte mir: Wie würde er im Knast von so einem Zimmer reden, wenn er seine Mithäftlinge beeindrucken möchte (mitunter würde er eine englische oder eine französisch Bezeichnung wählen, nehme ich an) ... dein belehrender Blick ins Lexikon ist hier - mit Verlaub - nur Besserwisserei, und hat mit der Figurenwirklichkeit nichts zu tun.

Kommen wir zum Schreibseminar Marke FrankK:

Gleich vorweg. Du kannst meinen Text gerne für sehr gut, oder schlecht oder mittelmäßig halten oder ihn auch völlig links liegen lassen, das sei dir völlig unbenommen. Nein, es sind allein die Gründe, die du anführst und deine Argumentationslinien, über die wir uns hier unterhalten.

Erst einmal liest du nicht richtig: Ich habe nicht geschrieben, dass er sein „Vermögen“ auf den Kopf haut. „Vermögen“ ist hier ein von dir gewählter Begriff und hat viel zu viel Gewicht, angesichts von 650 Euro. Ich habe nur geschrieben er ist danach pleite. Es war sein letztes Geld. Belassen wir es dabei.

Du schreibst Edelbordell! Ich habe keine Sekunde von einem Edelbordell gesprochen. Dadurch schiebst du meine Geschichte in Richtung Unglaubwürdigkeit. Du würdest dich wundern wie heute schon „normale Häuser“ ausgestattet sind.

Wenn: „ … und besorgte es mir.“ keinen Höhepunkt darstellt bei einem Sexualakt, wie sieht denn dann bei dir Sexualität aus?

Ähnlich verhält es sich mit der Analyse eines fehlenden Spannungsbogen: Du erkennst offensichtlich nicht den sich immer mehr steigernden sexuellen Verlauf, vom ansehen, spielen, blasen, geil machen durch Selbstbefriedigung der Frau, und Blubberspielchen und Akt im Pool – das ist aber nicht mein Problem.

Deine persönliche Empfehlung an den Protagonisten, doch bitte auf dem Straßenstrich seinen Bedürfnissen nachzugehen … so nach dem Motto, da gehörst du hin, mit deinen begrenzten finanziellen Möglichkeiten, ist schon ziemlich grenzwertig.

Du sprichst von Quickie, obwohl du anderer Stelle die Zeit mit zwei Stunden angegeben akzeptierst. Saubere Kritik hält sich aber an eine Wahrnehmung, und vermengt nicht Text mit eigenen Textwünschen.

Du sprichst von Frustnummer. Wo bitte liest du hier eine Frustnummer? Das ist alles andere als eine Frustnummer, vielmehr würde ich sagen eine Genießer-Lustnummer, - und da tut es überhaupt nichts zur Sache, dass er noch Wut und Frust im Bauch hat. Du solltest dich wirklich bemühen Texte auch inhaltlich genau zu lesen. Wäre es eine Frustnummer, würde er seinen Frust an der Frau rauslassen. Das ist nicht der Fall. Du drängst die Geschichte durch deine Etikettierung in die falsche Ecke, um sie dann dort aburteilen zu können
Basisplot, als wäre das eine Bewertungskategorie: Du tippst Drama!? Wo soll hier ein Drama sein? Die Mutmaßung, dass du meinst, dass der Ex-Knacki wieder einfahren könnte, so er denn das tun, was er andeutet, dass er tun würde, wobei er dann unter Umständen, wie du mutmaßt, erwischt werden könnte, und möglicherweise erneut einer Verurteilung anheim fiele – diese Reihe von Konjunktiven bewegt dich allen Ernstes zur Annahme, dass es sich hier um einen Dramahintergrund handelt? - Bei all der Kürze? Wirklich? Immerhin: Du siehst anscheinend echtes dramatisches Potential in meiner Figur! Das schmeichelt mir. Etwas Positives. Warum schreibst du das dann zur Abwechslung nicht hin? Bist du so auf Negatives gepolt, oder steht dir plötzlich das hohe Ross seiner Dramentheorie im Weg?

... du merkst schon meine Ironie.

Mal im Ernst: Das ist alles schön und gut mit Begriffen wie Basisplot, Prämisse, Plotpoint, hero´s journey etc, p.p. und noch mal etc. p.p. um sich zu werfen. Die sind mittlerweile Legion und werden von jedem nachgeplappert. Bist du erfahren, weißt du so gut wie ich, dass das alles "Kochbuch"-Slang ist. Nicht einer davon macht einen Text. Sie können hilfreich sein. Aber mindestens genauso oft sind sie es nicht.

Charaktere: Was ist dir an zwei Personen nicht genug? Jetzt muss ich schon mal anders herum fragen? Wie viele Personen hättest du denn gerne in so einem kurzen Text?

Des weiteren: Ich sehe eine große Unsicherheit, ob du es mit Maßstäben der Kurzgeschichte oder der Kurzprosa halten willst? So fließend wie die Trennung zwischen beiden Gattungen ist, so sehr schwimmst du hier mit deiner Kritik. Dieser Kritik fehlt hier zuvorderst „deine“ klare Entscheidung für einen Gegenstand. Da, wo du die Kurzgeschichte heranführst, sag ich dir nämlich, es ist gar keine Kurzgeschichte.

Dann wird in deiner schwankenden Analyse eine Szene daraus! Das trifft es schon eher. Den Szenenaufbau beschreibst du aber gleich (pejorativ) als übersichtlich: Argumentierend, dass es nur eine Szene ist; na klar: Zwei sind es nicht, sonst wären es ja zwei Szenen, was sich also a. doppelt; und b. was spricht dagegen, wenn ein Szene für sich allein steht und übersichtlich ist?
... konstatierst dann aber im Widerspruch zu dir selbst (vorher„kein Spannungbogen“) nun doch eine Entwicklung (anhand von Orts- und Stellungswechsel; interessantes Kriterium) und nimmst die eigentlich relevante Analyse überhaupt gar nicht erst vor: Bezüglich Anfang, Hauptteil und Schluss – wodurch du natürlich nicht mal annähernd zu der richtigen Erkenntnis gelangen kannst, dass diese Kurzprosa/Szene etwas in sich geschlossen hat.

Dann tust du so, als wäre es eine große Erkenntnis deiner Analyse, dass es eigentlich eher keine Kurzgeschichte sein kann. (Oh, es sieht nicht aus wie ein Kuchen, es schmeckt nicht wie ein Kuchen ... heureka ... es ist kein Kuchen.) Sorry, aber das suggeriert doch schon der erste Blick auf die Länge. Oder hätte ich irgendwo behauptet, dass es eine Kurzgeschichte ist, dass du so viel Zeit darauf verschwendest, mir das zu wiederlegen?

Deine Kritik am Einstieg spiegelt zudem eine deiner vielen Scheren im Kopf, sprich: Deine feste persönliche stilistische Vorstellung von einem Anfang. Nein, so zersplittert, wie von dir vorgeschlagen, liest sich mein Anfang gewiss nicht besser. Verbuche meinen Satzbau daher bitte als bewusst gewähltes Stilmittel, das seinen Zweck erreichen mag, oder auch nicht - den Leser in die Geschichte zu ziehen.

Fazit: Deine Kritik an meinem Text lässt tieferes Hintergrundwissen über Prostitution vermissen, das über ein Halbwissen über das Sujet Prostitution hinausgehen würde, über das du mich so gerne belehren glaubst zu müssen. Dein Text ist zudem mit den Scheuklappen eines Schreibseminar-Theoretikers verfasst. Welchen Schreibgurus du hier folgst, weißt du selbst vermutlich am besten. Wenn du solche Hilfestellungen für dich selbst bevorzugst, ist das auch o.k. Meine Lehrer sind es deswegen nicht - oder sicher nicht allein.

... also bitte nimm dich zurück, zumindest in Bezug auf mich, mit halbvergorenen Dramaturgie-Erkenntnissen und Prostitutions-Halbwissen. Denn wärest zudem du ein junger, eifriger Dramaturg, (in den Redaktionen, die ich kennengelernt habe), und würdest den dortigen Autoren mit solchen Floskeln (von wegen Basisplot, und Prämisse und Stilkritik) kommen … lach … dann hättest du bald vor allem auf Rechtschreibfehler zu lesen.

MfG
Christian Jyren

PS: Tut mir leid, dass das heute mit dem Leben-und-leben-lassen nichts geworden ist ... aber wer im Glashaus sitzt …

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FrankK
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Hallo Christian Jyren
Starke Antwort! Wirklich, eine starke Antwort!

quote:
Immer gut, wenn jemand grĂĽndlich mitliest. Jetzt, denke ich, lohnt es sich eine neue Version einzustellen.

Gern geschehen.

quote:
Du solltest dich wirklich bemĂĽhen Texte auch inhaltlich genau zu lesen.

Schön, dass du so fein zu differenzieren vermagst.

quote:
Aber leider sträuben sich mir bei vielem, was du anmerkst, wenn auch sachlich im Ton, die Nackenhaare, - und zwar derart! Dabei musste ich erst einmal die begründeten Rechtschreibkorrekturen von den Sachinformationen und Theoriepassagen, die du in deiner Kritik unerquicklich vermischt hast, trennen. Eine Vermischung, die unlauter den Eindruck von durchgehender Glaubwürdigkeit erweckt, eine Glaubwürdigkeit, die m.E. nur für der Rechtschreibteil rechtfertigt.

Unlautere Verquickung von Sachinformationen und Theoriepassagen? Mit dem Ziel, des Eindrucks von durchgehender GlaubwĂĽrdigkeit?
Die Verquickung erfolgte ganz einfach in der Abfolge des Textes ... ich bin den Text von vorne bis hinten durchgegangen und haben in der Reihenfolge des inhaltlichen Auftretens meine Anmerkungen gemacht. Dies hat insofern den Vorteil, wenn du die Geschichte bearbeitest / ĂĽberarbeitest brauchst du nicht im Text hin und her zu springen.

quote:
Deine Ausführungen zum Bordellgewerbe sind weitgehendst (nicht alle) un- bis halbkorrekt und von Klischees geprägt – und repräsentieren bestenfalls den Erkenntnishorizont, nach ja, sagen wir mal eines flüchtigen Beobachters.

Da du so auf Sachlichkeit und Korrektheit deiner AusfĂĽhrungen bedacht bist ... kennen wir uns, dass du dir ein solches Urteil ĂĽber mich erlauben kannst?

quote:
Daher, dir ins Stammbuch geschrieben:

Oh, wie nett! Klingt auch irgendwie frech.

quote:
Es gibt die eine Prostitution und den einen vermeintlichen Preis, wie du suggerierst, nicht.

Habe ich auch nicht behauptet. Ich habe lediglich ausgefĂĽhrt, dass der von dir genannte Preis zu niedrig angesetzt ist.

Ich gehe jetzt nicht im Detail auf deine Wiederholungen (Kondome, Matratzen, Whirlpool) und deine Diskreditierungen mir gegenĂĽber ein ... nur so viel noch:

quote:
Deine Anmerkungen: erwünschter Exkurse zum Kondomzwang, Exkurs zur Haltbarkeit von Puffmattratzen, Exkurs zum Genehmigungsverfahren von Whirlpools – all diese Exkurse sind aus meiner Sicht komplett irrelevant für die Story.

- Genehmigungsverfahren von Whirlpools – hihi, davon war nie die Rede.

- Haltbarkeit von Puffmattratzen – auch dies habe ich so allgemein nicht thematisiert. Ich versuchte darzustellen, dass ein Bett und ein Whirlpool in einem Raum äußerst unpraktisch ist. (Über physikalische Begebenheiten wie „Luftfeuchtigkeit“ sowie baubiologische Relevanz bezüglich „Schimmelbefall“ darfst du dich selbst sachkundig machen.)

- Kondomzwang – auch hiervon war nicht die Rede. Ich brachte lediglich meine Verwunderung zum Ausdruck, dass du deinen Figuren eine gewisse Dummheit unterstellst, indem du als Verfasser des Stückes nicht auf diese gesundheitsrelevante Thematik eingehst.

- komplett irrelevant für die Story – eben nicht.
Meines Erachtens funktioniert das von dir beschriebene Szenenbild (die Bühne) nicht. Dies betrifft die Bezeichnung „Separee“ sowie das dort aufgestellte Bett und der Whirlpool (aus bereits dargelegten Gründen). Insofern: Storyrelevant.
Die agierenden Figuren (Knastbruder und Prostituierte) werden als ziemlich – verzeih mir den Ausdruck – dumm dargestellt, wenn du (als Verfasser) den Figuren einen gewissen Schutz der Gesundheit nicht zugestehst.
Der „blöde“ Knastbruder, typisch gezeichnet mit viel Muskeln aber wenig Hirn?
Die Hure, zu blöd, um zu verstehen, was ihr gesagt wird, aber göttlich im Bett.
Wer – bitteschön – zeichnet hier stereotype Figuren und arbeitet mit Klischees?

Ăśbrigens:
quote:
... mit rotem Kunstleder bezogenen ... Spotlight der Deckenbeleuchtung ... durch hunderte Stunden Gewichte pumpen gestählten Körper ... die leere Champagnerflasche in der Rechten ... Schaumblasen die nach irgendwas dufteten ... tätowierten Oberarmen

Auch dies ĂĽberwiegend nicht Storyrelevant und sehr Stereotyp fĂĽr die Charakterisierung der Figuren.
Es erzeugt aber eine gewisse Atmosphäre, deshalb habe ich es nicht angemerkt. Ich habe lediglich – bei diesem Detailreichtum in der Kürze des Textes – meine Verwunderung über die fehlenden Kondome zum Ausdruck gebracht.

quote:
Kommen wir zum Schreibseminar Marke FrankK

Gerne!
Aber dann kommen doch erst einmal wieder BezĂĽge zu deinem Text ...

quote:
Erst einmal liest du nicht richtig: Ich habe nicht geschrieben, dass er sein „Vermögen“ auf den Kopf haut. „Vermögen“ ist hier ein von dir gewählter Begriff und hat viel zu viel Gewicht, angesichts von 650 Euro. Ich habe nur geschrieben er ist danach pleite.

Das steht genau so da, ja. Mit anderen Worten: Beim Betreten des Etablissements hatte er noch 650 Euro, jetzt ist er pleite. Er hat also sein (restliches) „Vermögen“ von 650 Euro durchgebracht.

quote:
Du schreibst Edelbordell! Ich habe keine Sekunde von einem Edelbordell gesprochen. Dadurch schiebst du meine Geschichte in Richtung UnglaubwĂĽrdigkeit.

Wieso unglaubwĂĽrdig? Das ist arg weit hergeholt.

quote:
Wenn: „ … und besorgte es mir.“ keinen Höhepunkt darstellt bei einem Sexualakt, wie sieht denn dann bei dir Sexualität aus?

Literarisch (!) stellt diese simplifizierende Aussage keinen Höhepunkt dar. Es ist primitiv und einfallslos.
Wie meine Sexualität aussieht ist hier nicht das Thema.

quote:
Ähnlich verhält es sich mit der Analyse eines fehlenden Spannungsbogen: Du erkennst offensichtlich nicht den sich immer mehr steigernden sexuellen Verlauf, vom ansehen, spielen, blasen, geil machen durch Selbstbefriedigung der Frau, und Blubberspielchen und Akt im Pool

Literarisch (!) sehe ich da keinen Spannungsbogen sondern lediglich eine Abfolge von Begebenheiten.

quote:
Du sprichst von Quickie, obwohl du anderer Stelle die Zeit mit zwei Stunden angegeben akzeptierst.

Literarisch (!) ist „und besorgte es mir“ lediglich ein Quickie.

quote:
Wie ein Puffbesitzer oder Stripclub-Betreiber zudem seine Bordellzimmer oder Hinterzimmer publikumswirksam tituliert, ĂĽberlasse ich auĂźerdem ganz ihm

Klar, unbenommen. Deine Hauptfigur könnte das ding von mir aus auch als „Kellerloch“ oder „Wolkenkuckuksheim“ titulieren. Wenn du deinen „Erzähler“ auf Erzähltextebene von einem „Separee“ (egal obe mit oder ohne „VIP“) berichten lässt, muss ich als Leser diese Aussage wörtlich nehmen. Die Showbühne entspricht aber keinem Separee – und genau das habe ich moniert. Schließlich heißt es nicht:
„Zwei Stunden im vom Betreiber als „VIP Séparée“ titulierten Raum incl. Champagner, incl. Helena bekannt ...“

quote:
Du sprichst von Frustnummer. Wo bitte liest du hier eine Frustnummer?

In deinem Text, dort heiĂźt es markant zum Abschluss:
quote:
... was ich die ganze Zeit an Wut und Frust und Drohungen von mir gegeben hatte ...

Die ganze Zeit, also schon – als sie noch auf dem Bett lagen, bevor dein Text startet und Helena den Champagner holt bis zu dem Moment „als sie es ihm besorgt“ und darüber hinaus.

quote:
Die Mutmaßung, dass du meinst, dass der Ex-Knacki wieder einfahren könnte, so er denn das tun, was er andeutet, dass er tun würde, wobei er dann unter Umständen, wie du mutmaßt, erwischt werden könnte, und möglicherweise erneut einer Verurteilung anheim fiele – diese Reihe von Konjunktiven ...

Nein, keine Reihe von Konjunktiven, wie du mir unterstellst, sondern eine ganz klare Botschaft / Absichtserklärung deines Protagonisten:
quote:
Aber ich hatte beschlossen, es mir von ein paar netten Justizvollzugsbeamten, die ich dort „kennenlernen“ durfte, zurückzuholen ...

Sorry, aber manchmal hilft es, die eigene Geschichte noch einmal genau zu lesen, bevor man ĂĽber die Anmerkungen eines Kritikers herzieht.

... du merkst schon meine Ironie?

Ich habe keine Lust, den halb vergorenen Unsinn über „Kochbuch-Slang“ oder „Wie viele Personen hättest du denn gerne in so einem kurzen Text?“ ausführlich zu kommentieren.
Wenn du glaubst, mit den Grundlagen eines Geschichtenaufbaus nichts am Hut haben zu müssen, sie darüber hinaus überwiegend als „hinderlich“ empfindest – viel Erfolg.


quote:
also bitte nimm dich zurĂĽck, zumindest in Bezug auf mich, mit halbvergorenen Dramaturgie-Erkenntnissen und Prostitutions-Halbwissen.

Darauf kannst du wetten.
Das allerdings Dramaturgie-Erkenntnisse seit Aristoteles etwas „halb vergorenes“ darstellten, ist eine mutige Behauptung.
Deine herablassenden Bemerkungen über mein „Prostitutions-Halbwissen“ – du weißt mindestens so wenig über mich, wie ich über dich.


Fazit:
Vielleicht sollte ich in Zukunft erst nachfragen, ob eine kritische Auseinandersetzung ĂĽberhaupt erwĂĽnscht ist.
Vielleicht sollte ich in Zukunft immer anmerken, dass meine Kommentare meine persönliche Meinung widerspiegeln und keine „allgemeine Verbindlichkeit“ transportieren – ausgenommen die rot markierten und unter „Korrektur“ gezeigten Passagen.
Ich hatte mich gefreut, als ich sah, wie umfangreich deine Antwort auf meinen Kommentar ausfiel. Ich hielt es für eine Wertschätzung, schließlich hatte ich eine geraume Zeit mit deinem Text verbracht. Im Nachhinein war ich enttäuscht, deine Erwiderung fundierte noch nicht einmal auf einer sachlichen Ebene, du wurdest persönlich, indem du meine Kenntnisse anzweifeltest und meine Person diskreditiertest.

Es ist deine persönliche Entscheidung, ob du die theoretischen Grundlagen des literarischen Schreibens in den Wind schlägst.
Es ist deine persönliche Entscheidung, ob du konstruktive, aber kritische, Anmerkungen zu Aufbau und Inhalt deiner Werke in den Wind schlägst.
Es ist deine persönliche Entscheidung, ob du deine Kritiker herabwürdigst, dein Text wird dadurch, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, nicht besser.
Es ist deine persönliche Entscheidung, ob du deine Texte hier nur ausgestellt sehen willst oder ob du auch ein Interesse daran entwickelst, dich selbst und deine literarischen Fähigkeiten zu verbessern.

Rede also besser nicht von „Glashäusern“, wenn deine Argumentation sich ausschließlich auf eine vermeintliche Unfähigkeit deiner Leserschaft beruft.


Es ist dein Text. Wenn du mit diesem Text so zufrieden bist, wie er ist, ist es in Ordnung. Ich habe mich lediglich bemüht, dir zu zeigen, wo du etwas nachbessern könntest.
Ich „verlange“ nicht, dass du irgendetwas am Text änderst / korrigierst. Von mir aus hättest du auch die Rechtschreibfehler so belassen können.


Mit freundlichen GrĂĽĂźen
Frank



PS:
Wenn man jemanden wirklich „freundlich“ Grüßen möchte, hat man auch die Zeit, es auszuschreiben.
Die Floskel „MfG“ empfinde ich (persönlich) als das genaue Gegenteil von dem, was sie ausdrücken soll.
__________________
Leben und leben lassen.

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Christian Jyren
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Hab jetzt wenig Zeit; aber so geht´s einfach nicht FrankK:

Du kannst nicht einfach deine Begriffe (Vermögen, Edelbordell, Quickie, Frustfick, Kondome, Genehmigungsverfahren, teuerer, billig, was auch immer ...) in und über einen Text gießen, der damit nichts zu schaffen hat, und dann deine Begriffe kritisieren, statt den TEXT.

Und es gäbe aber noch sehr viel mehr zu deiner Möchtegern-Dramaturgie und deinen Anwürfen zu sagen, die nicht weniger kränkend, (ich nenne nur mal "primitiv und einfallslos") oder sagen wir eben frech, (was ich sehr viel besser finde) daherkommen wie die meinen ... doch ich weiß gar nicht ob ich dazu Lust habe. Lies einfach deine "Kochbücher" und sei zufrieden. (Wo bin den hier? Im Proseminar? Dass ich mich hier jetzt über Aristoteles austauschen soll - den ich übrigens mit keiner Silber erwähnt oder abgewertet habe?)

... und wenn es dich befriedigt:

Mit freundlichen Grüßen (ist mir doch völlig wurscht (!) wie das hier steht ... was du wieder hineingeheimst ...)

Christian Jyren
__________________
Wahre Kritik verletzt nicht - sie tötet. (frei nach Lec)

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