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Leselupe.de > Kurzprosa
Chance verpasst (im Juli)
Eingestellt am 20. 08. 2009 16:11


Autor
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Lio
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Jul 2009

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Wenn ich das M├Ądchen mit den gr├╝nen Kniehosen heute morgen im Zug angesprochen h├Ątte (es hatte sich mir gegen├╝bergesetzt und fr├Âhlich an mir vorbei geblinzelt), wenn ich sie z.B. nach ihrem Alter gefragt h├Ątte (ÔÇ×Ach was, auch zweiundzwanzig, genau wie ichÔÇť) oder sie gefragt h├Ątte, ob sie bei dieser Hitze nicht auch einen riesen Durst habe (z.B. auf eine Cola oder einen Eiscaf├ę),wenn ich nicht so bl├Âd aus dem Fenster gestarrt h├Ątte mit klopfenden Herzen, sie stattdessen angel├Ąchelt h├Ątte, dann w├Ąren wir vielleicht ins Gespr├Ąch gekommen und sie h├Ątte mir erz├Ąhlt, dass sie Judith hei├če(vielleicht auch Julia auf jeden Fall etwas mit J), wir w├Ąren zusammen ausgestiegen, h├Ątten uns ├╝ber dies und das aber vor allem ├╝ber das herrliche Sonnenwetter unterhalten, w├Ąren irgendwo etwas trinken gegangen (ich h├Ątte es gemocht wie sie die H├Ąnde beim Sprechen bewegt h├Ątte) und h├Ątten uns beide dar├╝ber gewundert, wie gut wir uns auf Anhieb miteinander verst├╝nden, was uns auf die Idee gebracht h├Ątte sich f├╝r sp├Ąter wieder zu verabreden (eventuell direkt vor der Frauenkirche), wo wir uns dann auch tats├Ąchlich getroffen h├Ątten und den gesamten Abend viel gelacht und vielleicht auch viel Bier getrunken h├Ątten, beide mit roten Backen, weil wir verliebt gewesen w├Ąren und beim Abschied h├Ątte es uns beiden Leid getan den anderen verlassen zu m├╝ssen, weswegen wir uns f├╝r den n├Ąchsten Morgen wieder verabredet h├Ątten und dann wieder und wieder, bis wir ein Paar geworden w├Ąren und sie ziemlich bald schwanger geworden w├Ąre, was mich aber nicht schockiert h├Ątte, (ich h├Ątte gesagt: ÔÇ×Das schaffen wir!ÔÇť), woraufhin sie mich mit Tr├Ąnen in den Augen umarmt h├Ątte und das Kind bekommen h├Ątte, was f├╝r mich ein Grund gewesen w├Ąre, meine Ausbildung endlich abzuschlie├čen, um die sch├Âne Altbauwohnung mieten zu k├Ânnen, die wir mit dem kleinen Schreihals dann bezogen h├Ątten, in der sp├Ąter dann noch ein paar mehr Schreih├Ąlse umher gerannt w├Ąren, die fortw├Ąhrend an mir gerissen und gezerrt h├Ątten, so dass ich gar keine Zeit mehr gehabt h├Ątte den Leser mit ellenlangen S├Ątzen zu qu├Ąlen, wof├╝r er mir bestimmt sehr dankbar gewesen w├Ąre. (Schade!)

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FrankK
Autor mit eigener TV-Show
Registriert: Nov 2006

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Hallo Lio

quote:
... so dass ich gar keine Zeit mehr gehabt h├Ątte den Leser mit ellenlangen S├Ątzen zu qu├Ąlen, wof├╝r er mir bestimmt sehr dankbar gewesen w├Ąre.
Stimmt.

Gerne gelesen, angenehmes Schmunzelgef├╝hl.

Ja, Ja, wenn der Hund nicht h├Ątte ..., h├Ątte er den Hasen ...

Ich wollte mich erst ├╝ber die vielen "h├Ątte" auslassen, musste aber erkennen, das es ein von Dir gewollter Stil ist. Ein-Satz-Geschichten sind schwer zu lesen, wir hatten hier schon mal jemanden, der sich daran ausgetobt hatte. Leider gibt es ihn nicht mehr.


Viele Liebe Gr├╝├če
Frank
__________________
Leben und leben lassen.

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

die idee mit dem einteiler ist cool. auch der erste hauptsatz w├Ąr's - ein m├Ądchen mit gr├╝nen kniehosen. gr├╝ne kniehosen! was f├╝r eine steilvorlage!

wer dann aber ein m├Ądel derart belanglos anmacht (colapizzawetterblablablah), hat mehr als verdient, im konsequent nachfolgenden mief zu verenden.

gescheiter w├Ąr's gewesen, in dem ein-satz-teil "don gil de las calzas verdes" zu wort kommen zu lassen und, statt ein kl├Ągliches verschwinden der protagonisten im ausguss irgendeiner wohnk├╝che zu beschreiben, das herauszuholen, was in gr├╝nen kniehosen wirklich drinsteckt - wenn man nicht farbenblind ist.

nix f├╝r ungut und @liobe gr├╝├če aus m├╝nchen

bluefin

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

hallo ihr lieben,

wir wissen nicht, in welchem jahrhundert @lios zug f├Ąhrt. in jenen z├╝gen, in denen die walfische heute unterwegs sind, sind m├Ądchen mit gr├╝nen kniehosen (knie~!!) so selten, dass sie herausragten wie ein storch aus dem froscht├╝mpel. eigentlich gibt es sie gar nicht (mehr). vielleicht muss man noch wissen, dass "don gil" in dem st├╝ck ebengerade jene kniehosen tr├Ągt, die damals f├╝r m├Ąnner mode waren.

ein literarischer erguss ├╝ber ein m├Ądchen mit gr├╝nen kniehosen ohne bezug auf die weltber├╝hmte vorlage (die ihren urheber nahe an die inquisition brachte) ist f├╝r mich nicht denkbar.

hier vertut einer seine chance gleich dreimal:

1. er spricht das m├Ądchen nicht an

2. er stellt sich das m├Ądchen trotz dessen bemerkenswerter hose so doof vor, dass alles im mief enden muss

3. die gedankliche anmache l├Ąsst jeden reiz vermissen, die ein gr├╝n bekniehostes m├Ądchen dazu bewegen k├Ânnte, dem lurch auch nur einen blick zu schenken. ob kopfkino oder nicht: f├╝r 'n appel und n' ei legt so eine das beinkleid nicht ab.

tipp, lieber @lio: pfeif dir james blunts "'re beautiful" rein, zerkn├╝ll deinen dr├Âgen entwurf dabei und schreib uns einen satz, der's wirklich in sich hat.

ganz liebe gr├╝├če aus m├╝nchen

bluefin

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