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Leselupe.de > Kindergeschichten
Charly Schneemanns Abenteuer
Eingestellt am 27. 10. 2002 18:46


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Katjuscha
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Kai und Sascha haben einen Schneemann gebaut. Die beiden betrachten nun stolz ihr Kunstwerk. "Charly" hat eine dicke rote M├Âhrennase und zwei gro├če Knopfaugen. Kais alter Schal ist um seinen Hals gebunden und seinen Kopf schm├╝ckt eine von L├Âchern ├╝bers├Ąte Pudelm├╝tze. Wie gesagt, ist Charly ein richtiges Kunstwerk. Da ruft die Mutter der beiden Jungen pl├Âtzlich zum Abendbrot.

Der Schneemann steht nun mutterseelenallein auf dem Hof. Nanu, hat sich nicht eben seine Nase bewegt? Da schnieft doch jemand. "Hatschi!" Eine kleine Schneewolke wirbelt durch die Luft. Da, jetzt wackelt er mit dem Kopf. Nun hebt er beide Arme und macht einen m├Ąchtigen Satz nach vorn. "Hatschi!" Charlys M├Âhrennase bebt und seine Knopfaugen rollen. Nun trippelt er mit seinen kleinen Schneef├╝├čen los. Charly zieht seine Stirn kraus. (Soweit ein Schneemann das ├╝berhaupt kann.). Warum haben die Jungen ihm nur nicht gr├Â├čere F├╝├če gemacht.

Nun ist er zum Haus gewatschelt und reckt neugierig seinen Hals zum Fenster. Da sitzen Kai und Sascha mit ihren Eltern beim Essen. Auch ins n├Ąchste Fenster schaut er. Da sieht er einen kleinen Baum, der mit vielen Kugeln und anderen Sachen geschm├╝ckt ist. Charly wundert sich, warum die Leute das machen. Der Baum sieht ja ganz h├╝bsch aus, aber ihm w├╝rde es drau├čen sicher besser gefallen. Nachdenklich stiefelt er weiter. Er hat sich in den Kopf gesetzt, die Welt zu erforschen und ist neugierig auf die Welt hinter dem Gartenzaun. Ihr m├╝sst wissen, dass Schneem├Ąnner sehr neugierig und tatendurstig sind. Das gilt ├╝brigens auch f├╝r Schneefrauen und -kinder. Sie entschlie├čen sich schnell zu irgendwelchen Unternehmen, deshalb muss man h├Âllisch aufpassen, dass er einem nicht davon l├Ąuft und nicht wieder kommt. Doch leider wussten das diese beiden Jungen nicht, und so wandert Charly nun entschlossen die Stra├če entlang. Da h├Ârt er pl├Âtzlich Schritte. Schnell stellt er sich an den Wegrand und bleibt starr stehen. Eine alte Frau kommt mit ihrem Hund die Stra├če entlang. Der Hund schn├╝ffelt an seinen F├╝├čen und hebt sein Bein. ├ärgerlich versetzt er dem Tier einen leichten Tritt. Entsetzt rennt der Kleine jaulend hinter seinem Frauchen her. "Frechheit" denkt Charly und sch├╝ttelt seinen gelblich tropfenden Fu├č.

Er setzt seinen Weg fort. Nach einer Weile Fu├čmarsch landet er im Stadtpark. Es ist Abend, deshalb sind die Wege menschenleer. Da sieht er ein kleines Kaninchen ├╝ber den Rasen hoppeln. Charly winkt ihm zu. Neugierig setzt es sich vor ihn und be├Ąugt seine Nase. Verunsichert starrt der Schneemann abwechselnd auf die M├Âhre und auf das Kaninchen, dass sich hungrig das Schn├Ąuzchen leckt. Hin und her gerissen zwischen Eitelkeit und Mitleid mit dem Kleinen schielt er auf seine Nase. Schweren Herzens nimmt Charly seine M├Âhrennase und zerbricht sie. Die eine H├Ąlfte gibt er dem hungrigen Kaninchen und die andere steckt er sich wieder ins Gesicht. Nun hat er eine richtige Stupsnase. Der Kleine hebt dankbar sein Pf├Âtchen und hoppelt mit der M├Âhre im Maul davon. Charly ist m├╝de. Er m├Âchte zur├╝ck zu dem Garten, in dem er geboren wurde. Tr├Ąumend stapft er los.

Als er gerade den Park verlassen hat, tippt ihm pl├Âtzlich jemand auf die Schulter. Erschreckt dreht er sich um. Vor ihm steht eine wundersch├Âne Schneefrau. "Hallo, wer bist denn Du?" fragt sie ihn. "Ich hei├če Charly. Und du?" "Ich habe keinen Namen, die Kinder, die mich gebaut haben, sind von ein paar gr├Â├čeren vertrieben worden. Ich habe mich schnell aus dem Staub gemacht, bevor sie mich kaputt machen konnten." Mitleidig schaut er die Sch├Âne an. "M├Âchtest Du mit zu meinen Kindern kommen. Sie w├╝rden sich sicher freuen." Sie war einverstanden. Doch bevor sie sich auf den Heimweg machen, wandern sie noch bis zur D├Ąmmerung durch die Stra├čen. Sie erz├Ąhlt ihm auch, was es mit den geschm├╝ckten B├Ąumchen auf sich hatte. Die Menschen hatten vor einiger Zeit Weihnachten gefeiert.

Ohne eine Menschenseele zu treffen, erreichen sie den Garten. Sie stellen sich an den Platz, wo Charly gebaut wurde. Die beiden Jungen staunen nicht schlecht, als sie am Morgen pl├Âtzlich zwei Schneem├Ąnner dastehen sehen.

Von nun an machen die beiden Schneem├Ąnner jede Nacht einen Ausflug, doch sie kommen jeden Morgen zur├╝ck.

Wenn du dich abends ganz leise hinter dem Fenster versteckst und in deinem Zimmer das Licht ausknipst, vielleicht kannst du dann sehen, wie auch dein Schneemann sich auf Ausfl├╝ge begibt.
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Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist wirklich ein Mensch. (Erich K├Ąstner)

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flammarion
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hm,

eine sehr nette kleine einschlafgeschichte, die ich mit vergn├╝gen gelesen habe. ganz lieb gr├╝├čt
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Old Icke

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