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Leselupe.de > Kindergeschichten
Clementine
Eingestellt am 25. 10. 2005 08:35


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coxew
???
Registriert: Jun 2005

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Clementine

1. Kapitel: Im Baumhaus

Wie machen sie das nur? Sie rollen die Dorfstraße entlang ohne zu wackeln, ohne zu schlenkern. Clementine sitzt im Baumhaus und beobachtet die Radfahrer. Und denkt dabei an ihre heimlichen und vergeblichen Versuche im GerĂ€teschuppen.
„DafĂŒr bist du noch zu klein“, sagt Mama immer wenn sich Clementine ein eigenes Fahrrad wĂŒnscht.
Clementine klettert herab und geht zum GerÀteschuppen.
„Und ich lern’s doch“, denkt sie trotzig.



2. Kapitel: Oda ist in der Schule

Clementine schaut sich um. Schnell schließt sie die SchuppentĂŒr hinter sich. DĂ€mmrig ist es hier und still. Durch das Fenster fallen schrĂ€g die Sonnenstrahlen ein. UnzĂ€hlige Staubkörnchen tanzen auf ihnen. Odas Fahrrad lehnt an der großen Holzkiste. Clementine nimmt den Lenker und klettert umstĂ€ndlich auf die Pedale. Wenn sie es bis auf den Sitz schafft, baumeln ihre FĂŒĂŸe in der Luft. Aber jetzt will sie ĂŒben das Gleichgewicht zu halten. Schließlich mĂŒssen das alle Radfahrer beherrschen.
Mit der einen Hand hĂ€lt Clementine den Lenker, mit der anderen stĂ¶ĂŸt sie sich vorsichtig von der Holzkiste ab. Sie hĂ€lt den Atem an und zĂ€hlt in Gedanken. Eins, zwei ... Das Fahrrad kippt langsam. Hastig greift Clementine nach dem Kistenrand, gerade noch rechtzeitig. „Mist. Was mach ich nur falsch“, Ă€rgert sie sich.
Draußen nĂ€hern sich Schritte. Jemand öffnet die TĂŒr.
„Clementine, runter von meinem Fahrrad“, sagt Oda, ihre große Schwester so laut, dass es Clementine in den Ohren klingt, „... hab ich dir schon mal gesagt!“

3. Kapitel: Am Geburtstag

„Zum Geburtstag viel GlĂŒck, zum Geburtstag viel GlĂŒck ...“, singen Mama und Oda. Oda trĂ€gt eine Geburtstagstorte vor sich her auf der sechs kleine Kerzen brennen. Clementine öffnet die Augen. Ihr Blick fliegt durch das Zimmer.

Clementine bekommt ein nigelnagelneues Fahrrad. Sie weiß es schon. Wie oft hat sie Mama in den letzten Wochen in den Ohren gelegen. Und Oda sagte dann, „ja, Clementine braucht ein eigenes Fahrrad, damit sie meins nicht mehr nimmt.“ Erst wollte Mama nichts davon wissen. Aber dann ...

Clementine entdeckt vor dem Schrank ein sperriges Etwas. Sie springt aus dem Bett und zieht die blaue Plastikplane herunter, die das Etwas bedeckt. Ein rotes Kinderfahrrad kommt zum Vorschein mit einem buntem Wimpel am Lenker.
„Oh“, sagt Clementine trotzdem und schaut und schaut ...

„Geburtstagskerzen auspusten, Clementine“, sagt Mama fröhlich.



4. Kapitel: Immer schneller

Aufgeregt schiebt Clementine ihr neues Fahrrad ĂŒber den Feldweg.
„Jetzt fahre“, sagt Oda. „Ich halte dich am Sattel fest und laufe nebenher.“ Clementine setzt einen Fuß auf die Pedale und zieht sich hoch. Das ist etwas ganz anderes als neben der Holzkiste im Stand das Gleichgewicht zu halten. Irgendwie hat Clementine ein gutes GefĂŒhl.

Oda schiebt Clementine langsam an. Vorsichtig tritt Clementine in die Pedale. Sie lenkt unsicher. Es kribbelt in ihrem Bauch. Und auf einmal scheint es, als könne ihr nichts passieren. Lustig flattert der bunte Wimpel an der Lenkstange.
„Prima geht das“, lobt Oda und gibt dem Fahrrad einen letzten Schub. Dann lĂ€sst die den Sattel los. Clementine weiß es nicht. Sie tritt nun mutiger in die Pedale und fĂ€hrt der BrĂŒcke an der Kurve entgegen. Der Weg fĂ€llt nun leicht ab. Clementine rollt immer schneller. BĂ€ume und StrĂ€ucher fliegen rechts und links vorbei. Plötzlich wird Clementine unsicher. Irgendwie scheint sie auf einmal Pudding in den Knien zu haben.
„Bremsen“, ruft Oda aus weiter Ferne. Clementine erschrickt. Die ganze Zeit ist sie allein geradelt. Sie zieht Vorder- und RĂŒckbremse gleichzeitig. Das Fahrrad schleudert. Mit dem Vorderrad erwischt es noch einen großem Stein auf dem Feldweg. Dann scheppert es und Clementine stĂŒrzt.
„Au“, schreit sie laut und greift kurz nach ihrem Knie. Doch schon steht sie auf und humpelt zu ihrem Fahrrad. Es liegt in einem Holunderstrauch. Oda rennt herbei.
„Ist es schlimm?“
„Nein!“ Clementine hebt ihr Fahrrad auf. Nichts kaputt. Ein paar Kratzer auf dem Schutzblech, die Lampe verbogen. Das lĂ€sst sich leicht reparieren.



5. Kapitel: Wieder im Baumhaus

Clementine sitzt im Baumhaus und beobachtet die Radfahrer auf der Straße. Sie kann jetzt fast genauso gut Rad fahren wie Frau MĂŒller oder Jan Jablonski oder die Postbotin.

Nie wird Clementine dieses wunderbare GefĂŒhl vergessen, das sie hatte als sie das erste mal den Feldweg entlang radelte. Dieses Bauchkribbeln, die unbĂ€ndige Freude wieder etwas neues gelernt zu haben. Das ist jeden Sturz wert.

Mit dem Fingernagel pult Clementine ein StĂŒck Schorf vom rechten Handgelenk, Folge des vorgestrigen Sturzes hinter dem Spielplatz. In wenigen Minuten kommt Natali. Dann radeln sie gemeinsam zum Waldsee. Clementine klettert herunter, nimmt ihr Fahrrad und fĂ€hrt Natali entgegen.

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centerman
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2005

Werke: 1
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Die Idee finde ich sehr schön. Allerdings hĂ€tte ich die GefĂŒhle bei der ersten Fahrt noch etwas ausgeschmĂŒckt. Oder auch die Aufregung bevor sie das erste Mal aufstieg.

Ging mir leider etwas zu schnell. Aber wie gesagt - Es ist noch kein meister vom Fahrrad...Ă€hm... HImmel gefallen:-))

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coxew
???
Registriert: Jun 2005

Werke: 36
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clementine

hallo,

stimmt. das passiert mir nicht zum ersten mal. werd den text ĂŒberarbeiten.
danke fĂŒr's antworten.

viele grĂŒĂŸe

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