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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Comedy at Cinema: „Kein Bund fürs Leben"
Eingestellt am 03. 08. 2007 19:41


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jon
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Dies ist eine Rezension zu einer Überraschungepremiere


Comedy at Cinema: "Kein Bund fürs Leben"
(gesehen am 2. August 2007)

Als Frau kann ich wahrscheinlich nicht mitreden, aber ich fand den Film putzig. Was der Hinweis auf mein Frau-Sein soll? Nun ja: „Kein Bund fürs Leben“ spielt beim „Bund“, bei den Feldjägern der Bundeswehr, um genau zu sein. Weil ich nie „dort“ war und mich auch sonst herzlich wenig in dem Metier auskenne, weiß ich also nicht, ob und wo sich inhaltliche Unzumutbarkeiten eingeschlichen haben, aber ich werde das seltsame Gefühl nicht los, dass auch die Macher nie „dort" waren und sich auch eher rudimentär im Metier auskennen. Denn so geht es ja wohl (hoffentlich!) doch eher nicht …

Basti will nicht zum Bund, trickst deshalb, bleibt aber erfolglos. Er gerät auf Stube 54 und damit in ein Häuflein komischer Typen, die für manchen Gag gut sind. Natürlich hat Major Hauptmann die sechs bald auf dem Kieker, nicht ganz unberechtigt, aber das macht es für die Truppe nicht einfacher. Die Krönung: Dieser Haufen soll im jährlichen Freundschaftmanöver mit den Bilderbuch-GIs von nebenan die Ehre der Einheit und vor allem den Major vor dem Verlust seines Lieblingspanzers retten. Ich verrate sicher nicht zu viel, wenn ich erwähne, dass sie das schaffen. Schließlich ist das Ganze eine Komödie. Oder besser eine Comedy: Obskure Ideen werden mit der Selbstverständlichkeit der Blödel-Generation des aktuellen TV-Geschehens in Angriff genommen und umgesetzt. Das Wunderbare ist, dass diese Selbstverständlichkeit auch dafür sorgt, dass nicht zu extrem überzeichnet und damit "krampfhaft auf komisch gemacht" wird. Alles – na gut: fast alles – , was an „Übertreibung" und „das ist doch verrückt!" gezeigt wird, scheint sich ganz organisch aus den Figuren zu ergeben. „Die sind eben so." Selbst als zum Schluss nochmal ordentlich in die Klammottenkiste gegriffen wird, wirkt es nicht zu überdreht. Vieles findet eher nebenbei statt, wie der „typische Melde-Tonfall", den Basti am Ende anschlägt. Der klingt so überzeugend, dass ich vermute, dass vielleicht doch dieser oder jener am Film mitgewirkt hat, der weiß, wovon er da redet.

Auf den Punkt gebracht: Der Film ist empfehlenswert – heitere, unverkrampfte Comedy ohne Tiefgang aber auch ohne die oft präsentierten Plattheiten. So richtig was zum Entspannen.


Filmografische Angaben hier.

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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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