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Leselupe.de > Kurzgeschichten
DER PAKT MIT DEM TEUFEL
Eingestellt am 02. 07. 2001 18:12


Autor
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Anna-Ljubow
Hobbydichter
Registriert: Jul 2001

Werke: 3
Kommentare: 10
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mit geschlossenen augen lag sie in ihrer h├Ąngematte unter den obstb├Ąumen. das gras war noch feucht von der nacht, ab und an fiel ein sonnenstrahl durch die dichten bl├Ątter auf ihren k├Ârper. sie sp├╝rte die strahlen warm auf ihrer haut. stellte sich vor, dass das gottes finger seien, die sie ber├╝hrten, die auf sie zeigten: "was hast du getan? du bist anma├čend wenn du meinst eigenm├Ąchtig den richtigen, vorgegebenen lauf der welt zu ├Ąndern. DEINEN vorgeschriebenen weg zu ├Ąndern." g├Ąnsehaut lief ├╝ber ihren k├Ârper. sie sp├╝rte die k├Ąlte, die durch die h├Ąngematte ihren r├╝cken ber├╝hrte, ihren r├╝cken streichelte. Stellte sich vor, dass das die klauen des teufels seien, die sie liebkosten: "du tust das richtige - ich habe dir gesagt dass es klappen wird. alle sind berechenbar, insbesondere m├Ąnner. du wirst gl├╝cklich mit dem was du eigenm├Ąchtig bestimmt hast. sei unbesorgt meine liebe."
ihr gefiel die vorstellung einen pakt mit dem teufel zu haben. schon immer waren ihr die abgr├╝nde, das b├Âse reizvoll erschienen. sie glaubte nicht an DAS gute w├Ąhrend DAS b├Âse ihr ├╝berall begegnete. nat├╝rlich w├╝rde letztendlich sie mit dem leben m├╝ssen was sie getan hatte. aber durch den pakt w├╝rde es ihr leicht fallen - vielleicht niemandem auffallen. sie w├╝rde dank des teufels ein leichtes leben haben. was danach k├Ąme war ihr sowieso egal, weil sie noch nie an ein danach geglaubt hatte. und wenn der teufel ihre seele f├╝r sein entgegenkommen wollte: bitte sehr! sogar auf einem silbertablett. er hatte ihren sehnlichsten wunsch m├Âglich gemacht. vergeblich hatte sie es alleine versucht: es hatte nie geklappt. und nun hatte sie es schwarz auf weiss - nein: rosa auf weiss wenn man es genau nahm.
sie betrachtete das rosa kreuz. deutlich sichtbar, von der ├Ąrztin best├Ątigt. in 36 wochen h├Ątte sie ein baby - ein baby von dem mann, den sie ├╝ber alles liebte. von dem mann mit dem sie nie wieder ein wort sprechen konnte, der jeglichen kontakt mit ihr abgebrochen hatte.
schon am allerersten tag - wie lange war das her? - hatte sie diesen wunsch. mit sicherheit unbewusst und ├╝berhaupt nicht greifbar. aber wenn sie dar├╝ber nachdachte hatte dieser wunsch sich durch diese ganze atemberaubende, unertr├Ągliche, faszinierende beziehung hindurchgerettet. sie wollte seine gene, seine kreativit├Ąt, seine faszinierende intelligenz, seine begabung in allen bereichen. und nat├╝rlich seine sch├Ânheit. das alles in einem kind vereint erschien ihr als das ma├č aller dinge. unvorstellbar. es wert daf├╝r alles in kauf zu nehmen. oft hatte sie es darauf angelegt - hatte es ihm sogar gesagt. es hatte nicht geklappt. irgendeine macht hatte genau das verhindert. erst als die beziehung beendet war, als er die beziehung beendet hatte fiel ihr ein, den teufel um hilfe zu bitten. er fl├╝sterte ihr nachts ins ohr welchen weg sie zu gehen h├Ątte. er ber├╝hrte sie mit seinem atem mitten am tag, diese g├Ąnsehaut war unbeschreiblich - grauenhaft und doch durchdringend: s├╝chtig machend. auf des teufels anraten rief sie ihn an und verabredete ein allerletztes treffen. er stimmte zu - nat├╝rlich, wieso hatte sie daran gezweifelt, wenn doch der teufel seine hand im spiel hatte. sie trafen sich - er hatte ihr am telefon erkl├Ąrt dass er auf gar keinen fall vorh├Ątte mit ihr zu schlafen - nicht einmal k├╝ssen w├╝rde er sie. sie l├Ąchelte ins telefon und wies dieses verlangen ebenfalls weit von sich. der teufel w├╝rde schon wissen was zu tun war. der termin war perfekt - auch wenn sie sich im grunde keine gedanken machen musste: der kalender sagte ihr, dass eine schwangerschaft wahrscheinlich sei, h├Ątte sie sex an diesem tag.
sie klingelte bei ihm und als er ihr die t├╝r ├Âffnete musste sie tief durchatmen, so greifbar war die kraft zwischen ihnen, das verlangen. sie sah ihm in die augen und konnte kaum ein "hallo" aussprechen, als er sie am arm packte und auf den boden zerrte. mit einer leidenschaft, die schon fast in wut oder verzweiflung ├╝berging, zerrte er ihren rock hoch, ├Âffnete seine hose und schob ihren slip beiseite - ihn ihr auszuziehen h├Ątte zu lange gedauert. er drang in sie ein, hielt ihre arme fest auf den harten boden gedr├╝ckt - die blauen flecken waren zwei wochen sichtbar - und ohne den blick von ihr abzuwenden kam er tief in ihr. es war unwirklich - und das ganz sicher nicht nur f├╝r sie. als sie sich irgendwann aus einer verzweifelten umarmung l├Âsten, die haust├╝r schlossen und ins wohnzimmer gingen schien es ihr, als w├Ąre er jetzt erst er selbst. er schaute sie w├╝tend an, warf ihr den sex vor - wobei sie immer wieder beteuerte dass sie es gar nicht gewollte hatte: hatte sie ihm das nicht deutlich am telefon gesagt? - und erkl├Ąrte ihr ├╝berlegen, dass dieser sex nichts an seinem entschluss, sie zu verlassen, ├Ąndern w├╝rde. es folgten noch ein paar stunden die angef├╝llt waren mit vorw├╝rfen, streit, verletzungen, verzweiflung. es w├╝rde kein miteinander mehr geben. das war das ergebnis, zu dem sie ja schon vor einiger zeit gekommen waren. sie ging. weinend. verzweifelt das wissen in sich, sich nie wieder an ihm festhalten zu k├Ânnen, nie wieder diesen atemberaubenden sex mit ihm erleben zu d├╝rfen. im auto legte sich eine kalte hand auf ihre schulter. kalter atem floss an ihrem ohr vorbei als der teufel ihr seinen beifall aussprach. als er sie fragte ob er seinen teil des paktes nicht gl├Ąnzend erf├╝llt h├Ątte. als er ihr zu dem samen gratulierte, der sich auf dem weg zu ihrer gereiften eizelle befand. sie l├Ąchelte unter tr├Ąnen. und dankte ihm f├╝r seine hilfe. er hatte ihre seele verdient. das war ihr in diesem moment schon klar.
und nun lag sie in ihrer h├Ąngematte und hatte den beweis in den h├Ąnden. den positiven test der ├Ąrztin. in zwei wochen musste sie zum ersten ultraschall. dann w├╝rde sie das baby sehen. w├╝rde sein baby sehen. er w├╝rde es nie erfahren. das schwor sie sich. das hatte sie dem teufel versprochen: ein baby gegen die einzige, wahre liebe.
heute abend k├Ąme ihr mann nach hause. er w├╝rde sich freuen ├╝ber ihre schwangerschaft. das war sein sehnlichster wunsch: ein baby mit ihr. sie schob alle zweifel weit von sich, fort aus ihrem bewusstsein. der teufel w├╝rde schon wissen wie es weitergehen musste - er w├╝rde in ihrem mann immer den glauben n├Ąhren, dass sie sein baby bekam. und er w├╝rde den wahren vater von ihr fernhalten. sie musste sich keine gedanken machen. es war IHR kind welches in ihr wuchs. das war das einzige was z├Ąhlte.
und g├Ąnsehaut schoss wie zur best├Ątigung ihrer gedanken ├╝ber ihren k├Ârper.
danke.

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Rote Socke
Guest
Registriert: Not Yet

Hi

Deine Story hat Tiefgang, gef├Ąllt mir gut.
Drei Dinge h├Ątte ich mir in dieser Story noch gew├╝nscht.
1. Den Anfang, also den Dialog zwischen Gott und Teufel noch ausbauen.
2. Den Liebesakt mit dem Teufel ausbauen
3. Den Schluss weiter ausbauen, wie all das auf die Frau gewirkt hat.
Gruss

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