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Leselupe.de > Gereimtes
DIE DEPRESSION
Eingestellt am 28. 10. 2006 15:30


Autor
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Bernhard
Festzeitungsschreiber
Registriert: Oct 2006

Werke: 7
Kommentare: 24
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DIE DEPRESSION

Die Depression, die ich durchlauf,
unendlich tief, wo h├Ârt sie auf,
ganz ohne Licht und eisig kalt,
von Angst erf├╝llt, stumme Gewalt.

Beladen voll mit Einsamkeit,
so aus dem Nichts, zu jeder Zeit
verschlingt sie mich mit Haut und Haar,
und pl├Âtzlich nehm ich nichts mehr wahr.

Sind auch die Sinne noch in Takt
bin dennoch ich wie abgehackt,
paranoid, gedankenschwer,
im Kopf gef├╝llt, im Bauch ganz leer.

So ohne Halt, so ohne Sinn,
treib ich dann durch die Zeit dahin,
bar jeder Zuordenbarkeit,
bis hin in alle Ewigkeit.

Verantwortung ist nun passe
einfach nicht tragbar, das tut weh,
Verzweiflung macht sich weiter breit,
kein Anflug mehr von Heiterkeit.

Die Zukunft und die Hoffnung weicht
der Angst, die fortan mich erreicht,
mir raubt, was man das Leben nennt,
und niemand da ist der mich kennt.

Durch Yoga und Meditation
ertrage ich die Lage schon,
doch welchen Sinn das Ganze macht
bleibt mir verborgen, Tag und Nacht.

Was treibt die Sch├Âpfung da mit mir
was ich so gar nicht mehr kapier,
das ist die Frage die sich stellt,
wo ist er hin, der Glanz der Welt.

Wo ist mein Part in diesem Akt ?
Der gnadenlos mich hat gepackt.
Wie kann ich wenden dieses Blatt ?
Der Therapeut, wei├č er denn Rat ?

Der Sch├Âpfer selbst, sowie der Tod
sind gegenw├Ąrtig mein Gebot,
der Rest ist nicht mehr von Belang,
wo h├Ârt was auf, wo f├Ąngt was an ?

Vorbei, da alles war normal,
heut' lebe ich im gro├čen Fall
und bete mehr als je zuvor
oh Herr, was hast Du mit mir vor ?

Vorbei, wo es noch m├Âglich war
mich zu befreien immerdar,
├╝ber die Arbeit und mein Tun
nur noch Ergebenheit z├Ąhlt nun.

Soviel zu meiner Gegenwart,
wie geht es Dir in diesem Part ?
Kannst Du begreifen wie mir ist ?
Wenn ja, dann sei herzlich gegr├╝├čt.

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

willkommen im club der depressiven dichter.
es kann nur besser werden.

bon.

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Inu
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Aug 2002

Werke: 120
Kommentare: 2153
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hallo Bernhard

Du hast einen Zustand sehr gut beschrieben, der schwer zu beschreiben ist. Das Gedicht ber├╝hrt und ├╝berzeugt mich.
Es gibt Texte, die sind sehr lesenswert, auch wenn manche Zeilen noch etwas verbesserungsw├╝rdig sind. Ich finde dieses Gedicht wichtig

und w├╝nsche Dir ein baldiges, fr├Âhliches Auftauchen aus der inneren L├Ąhmung.

Liebe Gr├╝├če
Inu

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Bernhard
Festzeitungsschreiber
Registriert: Oct 2006

Werke: 7
Kommentare: 24
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Hallo bon,

Dein Wort in Gottes Ohr.
(Es kann nur besser werden)
Die letzte ├ťberarbeitung meines
Weltbildes m├╝ndete geradewegs in
einer Depression und offenbarte
die Spiritualit├Ąt als einzig
verbleibenden Ausweg.
Seither sind die Zeugen Jehovas
um meine Mitgliedschaft bem├╝ht,
welchen ich das n├Ąchste Gedicht
gewidmet habe. Viel Spa├č beim Lesen.

Bernhard



Hallo Inu

es freut mich das Du meinen
Depressionsschub nachvollziehen
kannst.
Da die Niederschrift direkt im
"Freien Fall" erfolgte (M├Ąrz 2006),
w├Ąre es ├╝bertrieben h├Âhere technische
Anspr├╝che an den Text zu stellen und
ich war heilfroh mich ├╝ber die Nieder=
schrift selbst wieder so halbwegs aus
dem Tief ziehen zu k├Ânnen.
Vielen Dank auch f├╝r Deine Genesungs=
w├╝nsche, die ich nach wie vor n├Âtig habe.

Lieben Gru├č

Bernhard

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