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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die Nacht im Krankenhaus
Eingestellt am 18. 12. 2003 08:44


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Rodolfo
H├Ąufig gelesener Autor
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DIE NACHT IM KRANKENHAUS

Guten Abend, mein Name ist Emerita Camathias. Ich bin die technische Assistentin und gekommen, um sie f├╝r die Nacht vorzubereiten.
Wie sch├Ân, so etwas habe ich mir immer gew├╝nscht. Von einer h├╝bschen Frau f├╝r die Nacht vorbereitet zu werden!
Haha, sie scheinen ein grosser Schlingel zu sein. Sie werden schon sehen, wie ich das gemeint habe!
Da bin ich ja gespannt. Ich kann mir allerdings nichts Unangenehmes darunter vorstellen.
So, das reicht jetzt aber! Ich glaube, sie m├╝ssen erst unter die kalte Dusche, bevor ich sie anfasse. Ich m├Âchte mir n├Ąmlich nur ungern die Finger an ihnen verbrennen, Herr..?
Donath, mein Name, Toni Donath, und ich w├╝rde es ├Ąusserst bedauerlich finden, jetzt unter die kalte Dusche zu m├╝ssen. Ich m├Âchte keinen Moment auf ihren erfreulichen Anblick verzichten.
Was ist nur los mit den M├Ąnnern, dass sie immer im Krankenhaus so..., so giggerig werden?
Nun, das liegt wahrscheinlich an dem h├╝bschen Anblick, den sie bieten und an dieser Atmosph├Ąre von Ruhe und Langeweile, welche die Phantasie befl├╝gelt.
Befl├╝gelte Fantasie ist das allerletzte, was sie hier brauchen, sie sollen n├Ąmlich schlafen, schliesslich sind wir hier im Schlaflabor! Weshalb sind sie ├╝berhaupt hier?
Erotische Wahnvorstellungen, die mich am Einschlafen hindern. Allerdings, glaube ich, erst seit sie in mein Zimmer gekommen sind.
H├Âren sie jetzt bitte auf mit dem Quatsch, wir haben noch einiges zu tun und m├╝ssen fr├╝h und lange schlafen, sonst k├Ânnen sie die ganze Prozedur noch einmal durchmachen.
Gerne, wenn sie mir versprechen, dass sie dann wieder hier sein werden!
Ich rede kein Wort mehr mit ihnen, wenn sie so weitermachen! Ziehen sie jetzt ihre Hose aus!
Wow, ist das ein Angebot?
Ich habe sie gewarnt, h├Âren sie jetzt auf mit ihren schl├╝pfrigen Anspielungen oder ich lasse sie hier allein und melde es der Stations├Ąrztin!
Sieht die auch ann├Ąhernd so gut aus wie sie?
Die ist zweiundsechzig und v├Âllig humorlos. Sie wird sie verdrahten, wenn das mit uns beiden nicht gelingt.
Ja, davor habe ich eine Heidenangst.
Wovor? Vor dem Verdrahten?
Nein, dass das mit uns beiden nicht gelingen k├Ânnte!
So, mir reicht\'s jetzt. Ziehen sie die Pyjamahose aus, sie werden ja wohl eine Unterhose anhaben.
Ziemlich indiskrete Frage, und wenn nicht?
Das wird nicht das erste und nicht das letzte Schw├Ąnzchen sein, das ich bei meiner Arbeit hier zu Gesicht bekomme. So ist’s gut. Ich muss sie einmal am Fussgelenk, und auf der Innenseite des Oberschenkels anschliessen.
Sie haben aber noch mehr Anschl├╝sse, wohin kommt der n├Ąchste?
Ganz bestimmt nicht dorthin, wo sie es gerne h├Ątten! Wir brauchen zwei Sonden am Bauch, zwei auf der Brust, eine kommt an einen Finger. Danach noch ein spezielles Mikrofon, das direkt unter ihrer Nase angebracht wird.
Wird danach auch noch ausgepeitscht - oder kostet das extra?
Mein Gott, hier ist mir ja schon einiges untergekommen, aber sie haben ja eine ganz schmutzige Fantasie! Halten sie jetzt still!
Ich muss einfach aussprechen, was ich denke. Was glauben sie, was sie von andern M├Ąnnern zu h├Âren kriegen w├╝rden, wenn die nicht so furchtbar gut erzogen und verkrampft w├Ąren?
Jedenfalls ab und zu etwas, was nicht unter die G├╝rtellinie geht! Im Gegensatz zu ihnen!
Das glaube ich kaum - M├Ąnner sind nun mal Schweine.
Ja, arme Schweine. Dumme Schweine.
Sehen sie, jetzt reden sie schon schweinisch!
Quatsch mit Sosse! Aber in diesem Punkt habe ich ihnen gerne recht gegeben!
Sie sind also eine militante Feministin?
Glauben sie das ruhig.
... und w├╝rden daher nicht davor zur├╝ckschrecken, mir mein armes, kleines Ding abzuschneiden?
Dazu m├╝sste ich es wohl erst finden!
Sehen sie - schon wieder!
Was - schon wieder?
Sie reden schon wieder anz├╝gliches Zeug. Nicht, dass mich dies st├Âren w├╝rde, aber dann will ich auch keine Zensur.
.....
Sind sie jetzt b├Âse? Habe ich sie erz├╝rnt?
Ja.
.....
.....
Frieden?
Hmhmm..
Was war das, ein Ja oder ein Nein?
Ein: das h├Ąngt von Ihnen ab.
.....
Sie sch├╝chtern mich ein.
Waas?
Ja, sie sch├╝chtern mich bewusst ein. So etwas tut man nicht mit einem leidenden Patienten!
Was soll das: ich sch├╝chtere sie ein?
Das heisst, ich getraue mich nichts mehr zu sagen, weil sie dann nicht mehr zu mir sprechen. Aber ich m├Âchte ihre wundervolle, erotische Stimme h├Âren.
So, sie wollen also die Masche wechseln. Jetzt wird also S├╝ssholz geraspelt.
M├Âgen sie das nicht?
Offen gestanden nein. Ich bin kein Zuckerp├╝ppchen.
So wirken sie auch nicht auf mich. Eher wie eine.. Nein, ich trau mich nicht mehr.
Eine WAS?
Ich trau mich nicht mehr, sonst reden sie wieder kein Wort mehr mit mir.
Raus jetzt mit der Sprache, ich mag es nicht, wenn man einen Satz beginnt und ihn nicht zu Ende spricht.
Nein.
Nein?
Nur, wenn sie versprechen, nicht wieder die Beleidigte zu spielen.
Die habe ich nicht gespielt, ich war beleidigt. Aber ich verspreche es; raus jetzt mit der Sprache!
Wie eine, eine Domina.
Was soll der Quatsch nun schon wieder?!?
Sehen sie, jetzt sind sie eingeschnappt.
NEIN! Das bin ich nicht!
Sind sie doch! Dabei habe ich ├╝berhaupt nichts abwertendes gesagt, sie Feministin.
Nein, aber sie sind einfach ein Schweinigel. K├Ânnen Sie denn an nichts anderes denken? Sie gehen wohl noch zu solchen...
Solchen?
Solchen Dominas. Was unterscheidet die eigentlich von einer ganz gew├Âhnlichen Nutte?
Womit wir beim Thema w├Ąren; m├Âchten sie einen allgemeines Abriss oder wollen sie Details h├Âren?
Ich sage ihnen mal was, auch wenn sie dies wahrscheinlich nicht erwartet haben: Ich w├╝rde nie mit einem Wildfremden ein solches Gespr├Ąch f├╝hren, aber da sie ja offenbar ohnehin kein anderes Thema auf Lager haben, k├Ânnen sie mir ruhig auch von ihren Dominas erz├Ąhlen. Hauptsache, sie halten dabei ruhig, sonst halten die Sensoren nicht.
Tut mir aufrichtig leid, aber ich kann ihre Neugier nicht befriedigen – ich gehe zu keiner Domina.
Nein?
Nein. Aber ich glaube, wenn sie mich so fragen, dass die einfach ehrlicher sind als ‚ganz gew├Âhnliche Nutten‘, wie sie die Damen des ehrenwerten Gewerbes zu nennen belieben.
Das verstehe ich jetzt nicht.
Sehen sie, meine Theorie ist folgende: Alle Nutten sind M├Ąnnerhasser. Die einen geben sich dem verhassten Feind hin, unterwerfen sich ihm, um ihm danach sein Geld abzukn├Âpfen – sie nutzen seine Schw├Ąche aus und finden darin eine kleine Befriedigung.
Ziemlich armselig, finde ich, f├╝r den Preis, den sie selbst daf├╝r bezahlen. Heben sie bitte mal kurz ihr Bein.
Bitte sehr, ich bin auch stubenrein.
Nun ja, wenn sie es sagen...
... und die Dominas?
Also die machen es doch genial. Lassen ihre Wut und ihre Verachtung am verhassten Geschlecht offen aus und lassen sich auch noch daf├╝r bezahlen – von ihren Opfern.
Nicht sehr schmeichelhaft f├╝r die Intelligenz der M├Ąnner.
Nein, aber vielleicht sind ja wir M├Ąnner in Wirklichkeit das schwache Geschlecht und lassen uns gerne von den starken, b├Âsen Frauen unterdr├╝cken.
Da merke ich im Alltag allerdings nicht viel davon!
Nun, wir m├╝ssen uns ja auch wehren – im Rahmen unserer bescheidenen M├Âglichkeiten.
Bescheidene M├Âglichkeiten – Haha!
Ja schauen sie doch, was wir beide hier treiben; wer ist denn hier das geduldige Opferlamm und wer der b├Âse Folterknecht?
Also – so hat mich ja nun noch niemand bezeichnet! Ich gehe doch sehr feinf├╝hlig mit ihnen um.
Ja, aber das scheint mir nur eine viel subtilere Form der Folter zu sein!
...?
Was glauben sie, was in mir vorgeht, wenn sie mir mit ihren Samtfingern den Oberschenkel streicheln?
Also, wenn sie das als Streicheln empfinden? So, das h├Ątten wir. Jetzt bitte das Pyjama- Oberteil ├Âffnen. Wir m├╝ssen sehen, dass wir vorankommen.
Der Meinung bin ich allerdings auch!
.....
Oh! Schon in den Badeferien gewesen?
...? Warum fragen sie?
Sie sind so sch├Ân braungebrannt.
Ach das – ich bin immer braun.
Sie sehen mir aber nicht aus wie ein Latino oder ein Mischling. Ziehen sie besser das Hemd ganz aus.
Sie wollen also noch mehr sehen. Sie sind mir eine!
Wenn sie meinen. Ich wollte aber nur...
Ja?
... nur wegen – ach – sehen sie, jetzt haben sie mich ganz aus dem Konzept gebracht!
Find ich sch├Ân.
Find ich ├╝berhaupt nicht sch├Ân! Aber was ich sagen wollte: Wenn sie ihre Pyjama- Jacke ganz ausziehen, k├Ânnen sie sich aufsetzen, um die Gurten anzulegen. Danach k├Ânnen sie sie wieder anziehen.
Und wenn nicht?
Dann wird es eben komplizierter, weil ich dann um sie herum greifen und auf sie drauf steigen muss.
Eine himmlische Vorstellung! Selbstverst├Ąndlich ziehe ich die Jacke nicht aus!
Wollen sie eigentlich gar nichts tun, um mir ein wenig zur Hand zu gehen?
Doch, sehr viel sogar: deshalb will ich ja das Pyjama- Oberteil nicht ausziehen.
...!
H├Âren sie mir jetzt ganz gut zu: Sie k├Ânnen von Gl├╝ck sagen, dass sie heute Abend mein einziger Kunde sind, sonst w├Ąre ich ihnen schon lange davongelaufen und h├Ątte sie einem der Pfleger ├╝berlassen! Wollen sie mir jetzt helfen oder nicht..?
Eigentlich nicht, aber bevor ich riskiere, dass sie mich nicht mehr lieben...
Pfff...!
Ja, blas.. – nein, ich sage besser nichts mehr.
Ist ja mal was v├Âllig neues! Weshalb denn nicht?
W├Ąre wohl nicht ganz stubenrein.
Das sind sie ja wohl im allgemeinen nicht. So, jetzt wird’s ein bisschen glitschig.
Na klar doch!
Ferkel!
Nur weiter so: ich liebe Frauen, die sich mit schweinischen Ausdr├╝cken bis zur Ekstase steigern...!
Schluss jetzt – definitiv Schluss! Sie h├Âren mir jetzt eine Minute lang zu, ohne ihr ungewaschenes Maul zu ├Âffnen. Danach k├Ânnen sie meinetwegen weiter labern!
Mmhm.
Also – es geht doch! Sie kriegen jetzt die Sonden im Bauch- und die beiden im Brustbereich. Daf├╝r brauchen wir das glibberige Zeug.
Mmmmm!
...! Danach werden die Sonden mit diesen roten Gurten an Ort fixiert, so dass sie sich nachts bewegen k├Ânnen, ohne die Dinger abzustreifen. Das Kabel werde ich zus├Ątzlich am Bein fixieren, dass es sie nicht behindert.
Mhm?
Das Glibberzeug geht wirklich wieder ganz gut runter. Braucht dazu bloss ein wenig warmes Wasser.
Hm hm.
Mein Gott, sie sind ja wirklich so braun, als w├╝rden sie den lieben langen Tag in der Sonne liegen! Gehen sie ins Solarium?
Mmh? Hmhm! Mhm?
Was wollen sie mir sagen?
Mmh – darf ich jetzt wieder reden?
OK, aber nur zwei S├Ątze!
Gut – der erste: W├╝rden sie bitte ihr Halstuch abnehmen? Ja, das. Sieht doch gleich viel weniger nonnenhaft aus!
Das war der zweite.
Nein! Ums Himmels Willen, das geh├Ârt alles zum ersten, oder haben sie etwa einen Punkt geh├Ârt?
Also – der zweite?
Ich kann zaubern! Wollen sie etwas von meiner Sonnenbr├Ąune?
Wie soll denn das gehen?
-
Na?
Tut mir leid – ich habe meine zwei S├Ątze aufgebraucht.
Sie sind ein Schlitzohr – reden sie schon!
Also gut. Ich weiss aber jetzt schon, dass sie mir nicht glauben werden, weil – es klingt etwas absonderlich.
Sie immer mit ihren angefangenen S├Ątzen! K├Ânnen sie nicht einmal etwas zu Ende erz├Ąhlen? Los, raus mit der Sprache: wie stellen sie sich das vor?
Eigentlich ist es ganz einfach: sie m├╝ssen sich nur auf meine Brust legen und sich daran reiben.
?
So?
Ja, so ist es schon richtig. Allerdings...
Allerdings was?
Sie wollen doch nicht, dass ihr Kittel die Sonnenbr├Ąune abbekommt. Den m├╝sste sie schon ausziehen.
Aha, daher weht der Wind!
Ich habe ihnen ja gesagt, dass sie mir nicht glauben w├╝rden.
Ganz bestimmt nicht – das ist doch sowieso Quatsch!
Ist es nicht.
Wie soll denn das bloss funktionieren? Und erz├Ąhlen sie mir keine weiteren M├Ąrchen. Ich bin technische Assistentin und kein blondes Dummchen!
Nein – blond sind sie allerdings nicht.
Danke f├╝r ihre versteckte Beleidigung!
Sollte es eigentlich gar nicht sein. Aber h├Âren sie, ich kann es ihnen auch nicht erkl├Ąren, aber es funktioniert wirklich.
Wenn sie es nur glauben.
Was tun sie da?
St├Ârt es sie? Kann ich mir bei ihnen kaum vorstellen; ich muss mein Bein ├╝ber das ihre legen, sonst komme ich nicht an die Gurte heran.
Danke, Gurte!
So geht es jetzt. Tue ich ihnen weh mit meinem Knie?
Nein, es ist ein gutes Gef├╝hl.
Weshalb sind sie eigentlich so? Sind sie sexs├╝chtig oder so was oder haben sie keine Gelegenheit..?
Doch. Ich habe genug Gelegenheiten. Aber ich will nicht.
Wieso? Den Eindruck machen sie mir ├╝berhaupt nicht.
Ich bin eben w├Ąhlerisch.
Und weshalb machen sie mich denn die ganze Zeit an? Ich bin doch gewiss keine Sch├Ânheit...
So? Glauben sie?
Sie etwa nicht?
Nein.
Wir sagen zu Typen wie ihnen „G├Âiferi“, aber die stehen in der Regel auf j├╝ngere M├Ądchen.
Also kann ich kein G├Âiferi sein?
Doch, aber einer mit einem anderen Tick. So, jetzt platzieren wir erst mal die Sonden und danach werden sie vergurtet.
Bin gespannt, wie sie das machen. Wollen sie es nicht erst versuchen?
Was versuchen?
Meine Sonnenbr├Ąune abzureiben, bevor sie mich „vergurten“.
Man k├Ânnte beinahe glauben, sie meinten es ernst – he! Lassen sie mein Bein los!
Ich meine es ernst – und was soll das mit ihrem Bein? Hier sind meine H├Ąnde: sie sind frei und leer!
Nein – mit ihren Knien halten sie mein Bein fest! Sie wissen es ganz genau!
Oh, das muss eine reine Reflexhandlung gewesen sein. Sowas machen meine Knie von selbst, ohne vorher mein Kleinhirn zu konsultieren. Wollen sie nun oder nicht?
Ach! Auf dem ganzen Glibberzeug?
Naja, das macht es auch f├╝r mich interessanter. Es funktioniert auch so, wahrscheinlich sogar besser.
Gut.
Was? Wie?!
Gut – ich habe gesagt gut.
Was heisst gut?
Ich mache es. Das heisst: ich mache es.
...?
Schauen sie nicht so dumm. Sie geben mir ja sonst keine Ruhe.
...
Ist das gut so?
Ja, aber...
Was „ja aber“?
Besser w├╝rden sie den Kittel ganz ausziehen, nicht nur vorne ├Âffnen, wegen der Arme und – es stimmt also!
Was stimmt?
Dass die Damen im Krankenhaus nichts darunter tragen!
Nein, stimmt nicht – ich trage ein H├Âschen.
Ja, aber keinen BH.
Wozu auch – ich brauche nichts zu st├╝tzen.
Das sehen ich. Sie haben einen sch├Ânen Busen.
Danke. Ich glaube, ich sollte erst die T├╝re abschliessen.
Weshalb?
Sie sind gut – wenn da unverhofft jemand hereinkommt?
Na und? Auf meiner Brust ist nur f├╝r eine Platz. Ausserdem – was soll das? Wir sind beide alt genug!
Danke, dass sie mich daran erinnern. Ich k├Ânnte meinen Job verlieren.
Na und? Dann heirate ich sie eben.
Trottel!
Danke.
R├╝hren sie mich nicht an. Was soll ich tun?
Meine H├Ąnde bleiben auf der Decke.
Also – was soll ich tun?
Nicht viel. Brust an Brust und dann wiegen.
So?
Ja.
-
Nicht so hektisch. Sch├Ân langsam und rhythmisch.
So?
Besser.
Aber noch nicht gut?
Nein. Sie d├╝rfen nicht steuern. Ihr K├Ârper muss das ganz von selbst tun.
...
...
...
Aah..
...
Es wird warm. Wohlig warm.
Es wird noch w├Ąrmer werden – heiss!
Sch├Ân, wollen sie mein Bein nicht loslassen?
Nein.
Auch gut.
Ja, legen sie ruhig die Arme um mich. So geht’s besser.
Hmhm...
├ťbrigens, ich habe es ernst gemeint.
Mm.. Was?
Dass ich sie heiraten w├╝rde.
Wie kommen sie denn nun pl├Âtzlich auf sowas?
Einfach so.
Sie und mich heiraten! Das glauben sie wohl selbst nicht. Sie quatschen manchmal einen Stuss daher!
Kein Stuss.
Doch
Nein
....
Glauben sie doch, was sie wollen. Ich habe mich in ihr Bein verliebt.
Was hat jetzt mein Bein damit zu tun? Da liege ich fast nackt auf ihrer Brust und wiege mich wie ein verliebter Seehund, und sie reden von meinem Bein, das sie nicht einmal sehen k├Ânnen!
Ich sp├╝re es. Auch ihr Bein hat ein Eigenleben.
Was!?!
Es spielt mit mir. Es ist schon viel weiter als der Rest ihres K├Ârpers. Und es denkt auch an mich.
Was soll das heissen?
Ich habe eine Mords-Erektion.
Glauben sie, das h├Ątte ich nicht gesp├╝rt? So, wie ich auf ihnen liege? Ich h├Ątte meinem Bein befehlen k├Ânnen, aufzuh├Âren.
Wenn sie gewollt h├Ątten.
Wenn ich gewollt h├Ątte.
Aah.
Jaah.
Ja, ja.
Geht’s so?
Ja.
Ja ja ja jaaah!
Tu ich ihnen weh?
Nein, nein – mach einfach weiter so!
Ja, mach ich.
Sooh ist es gut.
So ist es besser...
Oh ja.
Ooh!
...
...!
-
...!
Aaah! Aaah! Aaah!
Mmmh.
Ich...
Psst!
Ich...
Psst..!
Aber ich..
Sei ruhig jetzt. Es ist so sch├Ân!
.....
.....
Das k├Ânnten wir jeden Tag tun.
Das w├Ąre sch├Ân.
Heirate mich!
Das geht nicht.
Warum nicht?
Ich bin schon verheiratet.
Heirate mich trotzdem.
Nein – und ich habe zwei Kinder.
Ich mag Kinder.
Sie sind schon fast erwachsen.
Ich mag schon fast erwachsene Kinder.
Und ich liebe meinen Mann.
Das mag ich nicht.
Nein?
Nein.
...
Lass mich jetzt los, ich muss mich frisch machen.
Jetzt hast du ├╝berall Glibberzeug.
Ja.
Bleib noch.
Nein.
Doch. Jetzt ist jede Minute kostbar.
Es k├Ânnte auch jede Minute jemand herein kommen.
Na und? Lass sie doch. Ich habe dir doch gesagt..
..du w├╝rdest mich heiraten. Und ich habe dir gesagt, dass ich schon verheiratet bin.
...
Gl├╝cklich?
Ja. Gl├╝cklich.
Schade.
Findest du! So, lass mich runter.
Nur wenn du es unbedingt willst.
Ich will es nicht, ich muss.
Dann lass ich dich nicht.
Ich will es aber auch.
Dann muss ich wohl. Himmel – du bist sch├Ân!
Danke. Jetzt glaube ich dir beinahe.
Das musst du. Und du bist braun. Sonnenbraun.
Ja, wirklich? Das war ja eigentlich mal der Sinn des Ganzen, oder?
F├╝r dich, ja.
Ich mach mich jetzt nur schnell frisch. Wenn mich jemand so sehen w├╝rde!
Dann w├╝rde dieser Jemand eine wundersch├Âne, wilde, gl├╝ckliche Frau sehen. – Geh nicht weg!
Ich geh ja nur ins Bad.
.....
.....
.....
.....
.....
Hallo, guten Abend, Herr Donath. Ich bin Willem De Buur. Ich komme, um sie zu verdrahten!
Ja, aber...
Wie bitte?
Es war doch schon jemand hier, jemand – anderes...
Kaum. Ich habe heute als Einziger Dienst im Schlaflabor.
Ja, aber da war doch eine Frau ... Camathias. Sie hat ja schon angefangen...
Und wo ist sie jetzt?
Das wollte ich sie ja gerade fragen!
Nanu – da hat ja tats├Ąchlich jemand angefangen, und zwar ziemlich fachm├Ąnnisch. Wer war das?
Eben – Frau Camathias!
Wir haben hier keine Frau Camathias.
Vielleicht habe ich den Namen falsch verstanden. So eine mittelgrosse, dunkelhaarige, schlanke und sportliche Frau gegen die Vierzig...?
So jemanden gibt es hier nicht. Und ├╝berhaupt, wie ich ihnen schon gesagt habe: ich habe heute als Einziger hier Dienst.
?
Oh! Schon in den Badeferien gewesen?
...? Warum fragen sie?
Sie sind so sch├Ân braungebrannt.
„.....“
!


__________________
Nur die Berge stehen ewig, nur der Fluss fliesst immer weiter...

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Minds Eye
Guest
Registriert: Not Yet

Grosses Kompliment. Ein hervorragender, wirklich witziger Text. Bitte geh doch nochmal ├╝ber die Rechtschreibung.
Gr├╝├če,
ME.

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Rodolfo
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 26
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Profil

Danke Minds Eye

Vielen Dank f├╝r die Blumen. Die Rechtschreibung habe ich schon vernachl├Ąssigt, wahrscheinlich, weil sich die Story so schnell entwickelte, dass ich mit dem Schreiben kaum nachkam. Werde mich darum k├╝mmern.

Herzlich: Rodolfo
__________________
Nur die Berge stehen ewig, nur der Fluss fliesst immer weiter...

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Stephanie Seelig
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Oct 2001

Werke: 44
Kommentare: 387
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Profil
Hallo Rudolfo

Einfach sch├Ân. Nur manchmal mu├čte ich schon ├╝berlegen wer denn nu gesprochen hat.


Genau so..........Stephanie


__________________
Gespr├Ąche sind Leitplanken

Gez├Ąhmte Lippen

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vexierbild
Guest
Registriert: Not Yet

ein Text, der mir Spa├č gemacht hat - ich hab's sonst garnicht mit langen Texten.

Sch├Ân logisch aufgebaut, und dass die beiden die Logik ├╝ber Bord werfen erscheint glaubhaft.


LG heri

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