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Leselupe.de > Feste Formen
Da geht die Zeit (Sonett)
Eingestellt am 03. 07. 2011 12:54


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Walther
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Registriert: Sep 2004

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Da geht die Zeit, und mit ihr geht ein Leben,
Das kurvenreich den letzten Punkt erreicht.
Es ist auf die Vergeblichkeit geeicht,
Und doch hat es das sehnsuchtsvolle Schweben,

Das sich so anfühlt, als wär's federleicht,
Als schwinge es in unsichtbaren Streben,
Die‘s in den Äther engelsgleich entheben,
Bis ihm der letzte Atemhauch entweicht,

Die Augen ihren hellen Glanz verlieren.
Es sind die Himmel auf der kalten Welt,
Die ihm das Herz und auch die Stirn verzieren.

Es ist zu zweit auf sich allein gestellt,
Um nicht zu früh die Hoffnung zu verlieren,
Das sich kein anderer zu ihm gesellt.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 03. 07. 2011 12:54

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Bernd
Foren-Redakteur
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Registriert: Aug 2000

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Ein interessantes Werk aus dem letzten Jahr.
Ein schweres Thema, der Tod.


Das zweite Quartett ist mit dem dritten verbunden.
Ich habe bei Friedhelm Kemps Abhandlung "Ich zweifle doch am Ernst verschränkter Zeilen" eine ähnliche Form in einer Übersetzung eines französischen Sonettes gefunden.
Insgesamt selten ist es hier passend, denke ich.


Die Zeile "Die ihm das Herz und Stirn verzieren." weicht rhythmisch ab.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Lb. Bernd,

danke für's Hervorholen dieses bereits in den Lupeorkus versunkenen Texts. In der Tat ist in S3V3 ein Takt zu wenig. Das habe ich gerade ausgebügelt, vielen Dank für Dein aufmerksames Lesen. Das ist einfach niemandem aufgefallen!

Der Tod und die Einsamkeit sind zwei Gesichter ein- und desselben Phänomens: Man muß mit beiden Urängsten alleine zurechtkommen. Selbst in Begleitung muß man viele Schritte alleine gehen.

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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