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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Da krieg' ich Herzrasen
Eingestellt am 19. 12. 2013 18:25


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Substitut
Autorenanw├Ąrter
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Vor einer ganzen Weile lernte ich jemanden kennen. Betrunken in einer Kneipe, wo sonst? Ein sch├Âner Abend war das, ziemlich warm f├╝r Mitte Mai. Bier und nette Worte, mehr nicht. Brachte ihn nach Hause und wartete darauf, dass er die Handynummer, die ich ihm gab, endlich benutzte. Es dauerte nicht lange, zwei oder drei Tage. Er wollte f├╝r mich kochen. Als Dankesch├Ân f├╝r den netten Abend, versteht sich. Aus einem Treffen wurden zwei, danach drei und dann vier. Nett war er ja. Gut m├Âglich, dass ich mich h├Ątte verlieben k├Ânnen. Aber irgend ein d├Ąmlicher Teil von mir war wohl der Meinung gewesen, das w├Ąre nicht n├Âtig. Es versetzte mir schon irgendwie einen kleinen Stich das zu merken. Schlie├člich war es ja nicht so, als w├╝rde ich seit Jahren darauf warten, endlich wieder ein liebe├Ąhnliches Gef├╝hl f├╝r jemanden zu hegen ÔÇô hatte ich mir jedenfalls eingeredet. Anscheinend hatte er mich gemocht, aber jetzt wirkte das ganze eher wie ein eingef├Ądeltes Spiel.

Schwupps, da war es. Hallo Schuldgef├╝hl, gesell dich doch zu den anderen. Darf ich vorstellen? Unzufriedenheit, hier zu meiner Linken. Sehnsucht, da in der Ecke. Achja, Kummer, ist der Begleiter zu meiner Rechten. Sie verstanden sich pr├Ąchtig miteinander, f├╝hrten angeregte Diskussionen ├╝ber ihre Bedeutsamkeit in meinem Innern. Leicht aufgew├╝hlt von der F├╝lle der Emotionen, kam es mir fast nebens├Ąchlich vor, dass ich auf einmal diese Schwindelattacken hatte. Sie kamen und gingen, ├╝bervorsichtig war ich bis dahin nie gewesen. Herzrasen, Atemnot und Kreislaufprobleme ├╝berzeugten mich dann schlie├člich doch zu meinem l├Ąngst ├╝berf├Ąlligen Arztbesuch. Einhundertsiebzig zu neunzig, Diagnose Bluthochdruck. Ob ich Stress hatte? Nein, nicht mehr als sonst. Schmerzen in Armen und Brust? Leichtes Stechen in Herzn├Ąhe nach Anstrengung, weiter nichts. Also, Blutabnahme, Bettruhe. Stressvermeidung, Wartestellung. EKG? Nur zu, ich google mal eben meine Symptome!

Es dauerte nicht lange, bis ich mich im Wartezimmer der Kardiologin wiederfand. Herzecho, Belastungs- und Langzeit-EKG. Meine Beta-Blocker waren inzwischen meine besten Freunde geworden. Ich f├╝hrte es mir immer wieder vor Augen: zwanzig Jahre alt und schluckte Beta-Blocker. Drei Wochen, einundzwanzig Tage, zweimillionenneunhundertdreitausendvierzig Herzschl├Ąge sp├Ąter endlich das Ergebnis: Nichts. Kein Befund.

Der Bluthochdruck ist nach wie vor da, eine Ursache gibt es nicht. Die Beta-Blocker h├Âren mir kaum noch zu, wenn ich ihnen etwas was erz├Ąhlen will. Wahrscheinlich leben wir uns langsam auseinander. Auch das Schuldgef├╝hl hat sich aus dem Staub gemacht. Unzufriedenheit und Kummer interessieren sich nur noch f├╝r sich selbst. Wer wei├č, vielleicht finde ich bald neue Freunde.
__________________
Und wenn meine Liebe Farbe w├Ąr',
w├Ąr' die Welt ein Regenbogen!

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USch
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Substitut,
locker flockig geschrieben. Der "Verliebungs oder Nichtverliebungs"stress kann das Herz schon aus dem Takt bringen.
Und da kann die Medizin auch nicht helfen. Es mu├č was im Geiste substituiert werde.

quote:
Der Bluthochdruck ist nach wie vor da, eine Ursache gibt es nicht. Die Beta-Blocker h├Âren mir kaum noch zu, wenn ich ihnen etwas was erz├Ąhlen will.
Da ist ein was zuviel hineingeraten.

LG USch

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Architheutis
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Substitut,

ein paar Anregungen:

quote:
Brachte ihn nach Hause und wartete darauf, dass er die Handynummer, die ich ihm gab, endlich benutzte. Es dauerte nicht lange, zwei oder drei Tage.

Das ist missverst├Ąndlich; man denkt zun├Ąchst, dass er noch vor der T├╝r anrufen soll. Das macht nat├╝rlich keinen Sinn.

Vorschlag:

Brachte ihn nach Hause. Die n├Ąchsten Tage wartete ich darauf, dass er die Handynummer, die ich ihm gab, endlich benutzte. Es dauerte nur zwei, drei Tage.

quote:
Gut m├Âglich, dass ich mich h├Ątte verlieben k├Ânnen. Aber irgend ein d├Ąmlicher Teil von mir war wohl der Meinung gewesen, das w├Ąre nicht n├Âtig.

Das klingt mir zu sehr nach schizophrenen Frauensprech. Wer regiert den eigentlich den eigenen Geist?

Ich kann mit solchen Floskeln nix anfangen, aber das ist wohl die Meinung eines unverstandenen Wesens: dem Mann. :-)

quote:
Schlie├člich war es ja nicht so, als w├╝rde ich seit Jahren darauf warten, endlich wieder ein liebe├Ąhnliches Gef├╝hl f├╝r jemanden zu hegen ÔÇô hatte ich mir jedenfalls eingeredet.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die nicht permanent geliebt werden wollen. Ist das nicht der einzige Sinn im Leben?

Das klingt wenig glaubw├╝rdig.

quote:
Anscheinend hatte er mich gemocht, aber jetzt wirkte das ganze eher wie ein eingef├Ądeltes Spiel.

Warum denn das?

Du schilderst zun├Ąchst

- ein Kennenlernen
- mehrere Treffen

...und ohne Vorwarnung haust Du ein "eingef├Ądeltes Spiel" in den Text, ohne es vorzubereiten oder zu erkl├Ąren.

Sorry, aber das ist erz├Ąhlerisch schlecht.

quote:
Schwupps, da war es. Hallo Schuldgef├╝hl, gesell dich doch zu den anderen. Darf ich vorstellen?

Woher kommt auf einmal das Schuldgef├╝hl?

quote:
Leicht aufgew├╝hlt von der F├╝lle der Emotionen, kam es mir fast nebens├Ąchlich vor, dass ich auf einmal diese Schwindelattacken hatte. Sie kamen und gingen, ├╝bervorsichtig war ich bis dahin nie gewesen. Herzrasen, Atemnot und Kreislaufprobleme ├╝berzeugten mich dann schlie├člich doch zu meinem l├Ąngst ├╝berf├Ąlligen Arztbesuch.


Leicht emtional aufgew├╝hlt, daher beinahe herztod. Merkst Du den Fehler?

Und woher bitte kommen solch starke Symptome?

Hier fehlt es vor allem an einem erz├Ąhlerischen roten Faden.


Zum Abschlu├č:

quote:
Der Bluthochdruck ist nach wie vor da, eine Ursache gibt es nicht.

Ne, es gibt f├╝r jede Wirkung eine Ursache, wie zum Beispiel:

Der Text ist schlecht, weil der Autor keine erz├Ąhlerischen Grundregeln beherrscht.

Sorry, aber das war n├╝scht.

Lieben Gru├č,
Archi

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USch
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Archi, hallo Substitut,

quote:
quote:Schlie├člich war es ja nicht so, als w├╝rde ich seit Jahren darauf warten, endlich wieder ein liebe├Ąhnliches Gef├╝hl f├╝r jemanden zu hegen ÔÇô hatte ich mir jedenfalls eingeredet.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die nicht permanent geliebt werden wollen. Ist das nicht der einzige Sinn im Leben?

Das klingt wenig glaubw├╝rdig.

Da m├Âchte ich dir widersprechen Archi. Liebe ist etwas selbstlos Gebendes. Permanentes Geliebtwerdenwollen hat nichts mit Liebe zu tun. Da handelt es sich um ein neurotisches Defizit, das meist vom ungeliebten Kind herr├╝hrt. Allerdings ist das sehr verbreitet.
Ein liebe├Ąhnliches Gef├╝hl ist immerhin der Weg zur Liebe. Insofern gut nachvollziehbar.
LG USch

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Substitut
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Registriert: Dec 2013

Werke: 2
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Da krieg' ich Herzrasen

Hallo USch,

sch├Ân, dass dir der Text zusagt, und das Wortspiel mit meinem Username find ich klasse. Entmutigen lasse ich mich durch Kritik nat├╝rlich nicht, schlie├člich bin ich doch genau daf├╝r hier. Und nur so kann man doch auch dazu lernen.

LG,
Substitut.



Hallo Architheutis,

es ist nat├╝rlich schade, dass du von meinem Text so wenig h├Ąlst, aber am Ende ist es ja auch alles Geschmackssache. Ich werde deine Anmerkungen aber gerne bei zuk├╝nftigen Texten beherzigen und die "Schwafeleien" etwas reduzieren.
Tats├Ąchlich aber, sind Symptome dieser St├Ąrke nicht ungew├Âhnlich und f├╝r Bluthochdruck k├Ânnen auch nicht immer Ursachen gefunden werden. Das ist das einzige, was ich so nicht auf mir sitzen lassen konnte.

Trotzdem vielen Dank f├╝r die ehrliche Meinung, wenn man die nicht bekommt, kann man sich nicht weiterentwickeln.

LG,
Substitut.
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