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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Dad or life
Eingestellt am 17. 04. 2019 13:07


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sirarcher
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jan 2014

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Nach fĂŒnf endlosen Minuten hatte er sie endlich entdeckt im GetĂŒmmel der Gartenparty, obwohl sie eigentlich nicht zu ĂŒbersehen war. Er hĂ€tte wissen mĂŒssen, dass sie nicht mitten in der Menschenmenge zu finden sein wĂŒrde. Seine Augen hatten den großen Wohnraum mit den vielen Menschen gescannt und schließlich den roten Schopf schrĂ€g hinten in der KĂŒche erfasst.
Er atmete tief ein und stand im nĂ€chsten Augenblick hinter ihr, nur einen Schritt entfernt, ohne ein Wort, ohne eine Bewegung. Seine Gedanken gingen zurĂŒck, acht ganze Jahre, zurĂŒck in die Zeit, als er ihre Mutter und damit auch sie kennengelernt hatte. Sechzehn war sie damals gewesen, und ganz anders als andere MĂ€dchen. Nie pubertĂ€r aufbrausend, gesegnet mit einer erstaunlichen Beobachtungsgabe und einem messerscharfen Humor. Er hatte die Diskussionen mit ihr geliebt, ihre NĂ€he immer genossen.
Der unbezwingbare, leuchtend rote Lockenkopf wippte leicht vor ihm auf und ab. Sie bewegte sich ganz sachte im Takt der BĂ€sse, die von den Boxen draußen hereingetragen wurden, der Rest der Musik ging unterwegs verloren. Sie hatte sich kaum verĂ€ndert, seit er sie vor fast drei Jahren das letzte Mal gesehen hatte. Gedankenfetzen flogen an ihm vorĂŒber, Geschichten, Erlebnisse, Diskussionen, die sie verbanden. Acht Jahre.
Dann drehte sie sich um.

FĂŒnf Minuten spĂ€ter standen sie immer noch eng umschlungen mitten in der KĂŒche, bewegungslos, als wenn die Zeit um sie herum stehen geblieben wĂ€re. Menschen kamen und gingen, schauten kurz auf, niemand wagte, die Szene zu stören. Ohne einen Ton zu sagen, hatte sie den einen Schritt mit einem Leuchten in den dunkelgrĂŒnen Augen auf ihn zugemacht, ihre langen Arme um seinen Hals gelegt und sich eng an ihn geschmiegt. Seine HĂ€nde lagen auf ihrem RĂŒcken, spĂŒrten, wĂ€hrend er sie an sich drĂŒckte, ihre WĂ€rme. Er hĂ€tte noch Stunden so stehen bleiben können und hatte nicht das GefĂŒhl, bei ihr wĂ€re es anders gewesen. Ihr Kopf lag an seiner Schulter, ihre krausen Locken kitzelten ihn in seinem Ohr.
Behutsam löste er schließlich die Umarmung und legte seine HĂ€nde an ihre schmale Taille. Langsam, fast widerwillig, hob sie den Kopf und beugte den Oberkörper gerade so weit zurĂŒck, dass sie ihm ins Gesicht sehen konnte. Ihre Augen waren trĂ€nenerfĂŒllt, ihr ganzes Gesicht glĂ€nzte, benetzt von lautlosen SturzbĂ€chen. „So lange,“ waren ihre ersten leisen Worte mit einem LĂ€cheln unter den TrĂ€nen.
Er sah sie sanft an. „Endlich. Mein Gott, was habe ich dich vermisst.“ Die Finger seiner linken Hand streichelten langsam ĂŒber ihr Gesicht, die TrĂ€nen wegzuwischen, war nicht möglich, es waren zu viele. So hielt er inne und sie legte ihre Wange in seine Hand.
Es gab so viel zu erzĂ€hlen. Noch Stunden spĂ€ter nutzten sie jede Minute. NatĂŒrlich musste sie ihren Pflichten als Tochter der Gastgeberin nachkommen und er wurde von weiblichen GĂ€sten mit Beschlag belegt, die neugierig waren, wer denn der gut aussehende Unbekannte um die fĂŒnfzig sei, aber wann immer sie dazu kamen, fĂŒllten sie die WissenslĂŒcken, die ihre Jahre des Nicht-Sehens hinterlassen hatten.
„Das passiert nicht noch einmal“, flĂŒsterte sie ihm fast flehentlich zu, lange nachdem die Sonne untergegangen war und kurz bevor die allerletzten GĂ€ste sich verabschiedeten. Er nahm sie fest in den Arm, ihre Nasenspitzen berĂŒhrten sich fast, das funkelnde GrĂŒn ihrer Augen traf auf tiefes Blau in seinem Blick. „Nein“, sagte er leise und bestimmt mit einem LĂ€cheln, „das passiert nicht noch einmal.“ Sie lĂ€chelte ebenfalls, zog ihn an sich und kĂŒsste seine Lippen. Es war mehr als ein Kuss dieses Vertrauens, das sie verband. Er sagte nichts mehr, drehte sich um und dachte den Rest der Nacht genau darĂŒber nach.

Sein Handy bimmelte direkt neben ihm auf dem Schreibtisch. Ohne den Blick vom Bildschirm abzuwenden, griff er nach links. „Ja?“
„Janina hier.“ Ihre Stimme war kaum zu verstehen, nur das Schniefen war deutlich zu hören.
Augenblicklich war er alarmiert. Seit der nĂ€chtlichen Verabschiedung war nicht einmal eine Woche vergangen. „Das ging aber schnell mit dem wieder melden. Was ist los, mein Schatz?“ NatĂŒrlich hatte er auch schon vor Jahren diese Katastrophen-Anrufe bekommen. Sie waren jedoch damals Teil der Welt eines pubertierenden MĂ€dchens. Jetzt war sie vierundzwanzig. Das beunruhigte ihn.
„Ich“, sie stockte. „Jan ist weg. Wir haben gestern Schluss gemacht.“ Weiter kam sie nicht, aber er wusste, dass ihr lautloses Weinen sie hinderte, weiterzusprechen. Tiefes Durchatmen.
„Mein Schatz, es ist Freitag, ich mache um drei Feierabend. Schaffst du es, wenn du dich ganz doll anstrengst, das einen Moment zu vergessen? Wenn ja, hole ich dich um sechs ab. Dann können wir reden, solange du möchtest, und ich weiß auch schon, wo.“
„Ja.“ Pause. „Danke, Alex.“ Dann legte sie auf.

Eine Stunde spĂ€ter stand er auf dem Firmen-Parkplatz an seinen SUV gelehnt. Sein Blick schweifte ziellos und unruhig ĂŒber die große FlĂ€che.
Alex? Hatte sie vorhin Alex gesagt? UngefĂ€hr ein Jahr nachdem er ihre Mutter und damit auch sie kennengelernt hatte, hatte Janina ihn gefragt, ob sie ihn Dad nennen dĂŒrfe. Er hatte mit Freude zugestimmt und so war es seitdem geblieben. Ihre Mutter Tamara hatte ihn immer Alex genannt und seit sie sich vor drei Jahren getrennt hatten, sagte sie – wegen der freundschaftlichen Distanz, wie sie betonte – sogar Alexander, aber Janina? Nie.
Ein sanfter, warmer Windhauch fĂŒhrte ihn aus seinen immer noch kreisenden Gedanken zurĂŒck in die Wirklichkeit. Zwei Minuten spĂ€ter war er auf dem Weg.





Er hĂ€tte nicht sagen können, was genau er erwartet hatte. Das jedenfalls nicht. Sekunden nach seinem Klingeln kam sie, wie er durch die Scheiben der EingangstĂŒr sehen konnte, die Treppe heruntergeschossen, riss die TĂŒr auf und warf sich ihm um den Hals. Seine Augen hatten gerade noch ihre langen, schlanken Beine und die Gazellen-Figur in einem grĂŒnen, sommerlichen TrĂ€ger-Kleidchen mit Palmen-Mustern erfassen können. Ein gehauchtes „Danke“, verbunden mit einem warmen Kuss ihrer vollen Lippen, war ihr einziges BegrĂŒĂŸungswort. Die Überlegungen, wie er ihr entgegentreten sollte, alles fĂŒr die Katz. Der Duft von Coco Chanel Mademoiselle kitzelte angenehm in seiner Nase. Er selbst hatte es ihr mit den Worten „Jetzt darfst du das, du bist ja kein MĂ€dchen mehr“ zum achtzehnten Geburtstag geschenkt.
Er lĂ€chelte sie an. „Na dann, komm. Ich freu mich.“
Den Weg zum See legten sie mit seinem Auto zurĂŒck, und das ernste Thema wurde schon unterwegs weitgehend abgehandelt. Sie hatte ihren Freund nach zweieinhalb Jahren rausgeworfen, weil er fremdgegangen war. Die Reste der Ringe unter den Augen zeugten von ihrer inneren Verletzung, aber die Sonne, die WĂ€rme, die durch das geöffnete Dach und die Fenster hereinströmte und das Zusammensein mit ihm taten ihr so gut, dass sie beim Aussteigen schon wieder lachen konnte.
Vom Parkplatz zu dem kleinen Restaurant am See waren es zweihundert Meter. Er musste sie nicht ansehen, um zu spĂŒren, was sie wollte. Einen kurzen Moment noch zögerte er, schloss die Augen, dann fanden sich ihre Finger und eine Sekunde spĂ€ter lagen ihre HĂ€nde ineinander, als wenn es immer so gewesen wĂ€re.

An das Essen erinnerte er sich schon in dem Moment nicht mehr, als die Teller abgerĂ€umt waren, nur der Blick der jungen Kellnerin irritierte ihn, die ganz offensichtlich mehr sah, als er sich selbst eingestand. Immer wieder spĂŒrte er Janinas Finger auf seinem Arm, sie lachten, erzĂ€hlten, schwiegen und schauten sich an. Ihre sanften Augen schimmerten wie Jade in der Sonne, ihre warme, weiche Stimme kitzelte in seinem Bauch. Er fĂŒhlte sich wie ein Feuerwehrmann, der nicht wusste, wie und ob er das auflodernde Feuer in seinem Inneren löschen sollte. Und ob er es ĂŒberhaupt wollte.
Die RĂŒckfahrt verlief weitgehend schweigend. Der Verkehr an diesem spĂ€ten Freitagabend war entspannt, die Luft lau und trotzdem wuchs das Spannungsfeld zwischen ihnen, je nĂ€her sie dem Ziel kamen. Als sie angekommen waren, atmete er tief durch und öffnete ihr dann die AutotĂŒr.
„Kommst du noch mit?“ Leise, fast schĂŒchtern sprach sie. War da Angst in ihrer Stimme? „Mama ist nicht da. Sie ist mit ihrem Freund in Holland. Bis Sonntag.“ Schnell, gepresst war das gekommen.
Statt zu antworten, griff er in die Hosentasche und drĂŒckte auf die Fernbedienung. Mit einem leisen Klacken schlossen sich die TĂŒren des Wagens. Er lĂ€chelte sie an und wandte sich in Richtung des Hauses.
Im Obergeschoss des Hauses ihrer Mutter befand sich Janinas eigene Wohnung und das leise „Klick“, mit dem ihre TĂŒr hinter ihnen ins Schloss fiel, hörte er schon nicht mehr. Ihre Arme flogen um seinen Hals, sie sprang an ihm hoch, ihre Beine umklammerten ihn, und ganz automatisch fassten seine HĂ€nde nach ihren Pobacken unter dem kurzen Kleidchen. Hoffentlich, dachte er kurz, stand das kleine, alte Sofa noch immer im hintersten Winkel des großen Appartements. Die KĂŒsse, mit denen sie sein Gesicht bedeckte, raubten ihm den Atem, ihre Haare nahmen ihm die Sicht. Langsam ging er vorwĂ€rts, bis er vor seinen Schienbeinen das weiche Leder spĂŒrte, schaffte es noch, sich vorsichtig hinzuknien und sie abzusetzen. Dann brachen alle DĂ€mme und das Feuer in ihm explodierte. Seine HĂ€nde krallten sich in ihren wilden Haarschopf, ihre Zungen vollfĂŒhrten TĂ€nze wie Derwische, Janinas HĂ€nde rissen seine Jeans auf, fanden, was sie suchten und im nĂ€chsten Moment spĂŒrte er die glatten Lippen ihrer nassen Spalte vor seiner zum Bersten gespannten Eichel. Ihren String hatte sie zur Seite geschoben, er ließ ihre Haare los und schob die HĂ€nde wieder unter ihren kleinen Po, krallte seine Finger in die warme Haut und zog sie zu sich. Ein Schrei entrang sich ihrer Kehle, als er in sie eindrang. Ihr Körper drĂ€ngte sich ihm entgegen, ihre Beine klemmten sich hinter seinem RĂŒcken zusammen, ihre HĂ€nde hielten sich an seinem Kopf fest, die Lippen saugten an ihm, bedeckten ihn. Sie hatte ihr Kleid noch an, er nicht einmal sein Hemd ausgezogen, trotzdem war da nichts mehr zwischen ihnen. Er konnte sich nicht bewegen, sie zog ihn immer tiefer in sich hinein. Nur millimeterweise schoben sich seine Lenden vor und zurĂŒck und er ahnte nur das leichte Auf und Ab ihrer HĂŒften. Seine Flammen fanden das Feuer, das in ihr loderte, und die Hitze ihrer Körper verschmolz sie zu einem einzigen. Ein erster ungebremster Schrei kĂŒndigte ihren Orgasmus an. Die Ekstase verlieh ihr unendliche Kraft. Sie klebte an ihm, ihre Körper waren nicht mehr zu trennen, die Muskeln in ihr zogen sich zusammen. Ein Vibrieren am ganzen Leib war der Vorbote seiner Eruption. Seine Eichel explodierte und in dem Moment, als sie sein warmes Sperma in sich spĂŒrte, schoss ihr Kopf zur Seite an seinen Hals und sie biss zu, wĂ€hrend sich ihre FingernĂ€gel durch den dĂŒnnen Stoff des Hemdes in seinen RĂŒcken krallten. Wellen der Lust jagten durch ihn hindurch und mit jeder einzelnen wurde ihr Griff hĂ€rter und mit jedem Schrei saugte sie mehr seines Saftes aus ihm heraus.
Irgendwann lag sie zurĂŒckgelehnt auf der Couch, breitbeinig, das Kleidchen bis zum Bauch hochgeschoben, er kniete immer noch vor ihr, Jeans und Pants noch so, wie sie beides heruntergerissen hatte. Das nasse Hemd hatte er mittlerweile ausgezogen. Sie atmeten schwer. Er betrachtete sie, ihr sanftes, schönes, jetzt vor Schweiß glĂ€nzendes Gesicht, ihre langen, feinen HĂ€nde, die auf den schlanken Oberschenkeln lagen. Dann öffnete sie die Lider und ihre grĂŒnen Augen strahlten ihn mit der WĂ€rme ihres Herzens an. Alex konnte nicht anders, er musste grinsen. Wie war es möglich, dass dieses immer sanfte Wesen so zu explodieren vermochte? Mit jeder Millisekunde wurde das Kitzeln in seiner Kehle mehr und das Grinsen breiter, bis es sein ganzes Gesicht bedeckte. Mit einem Ruck schob sie sich nach vorne, legte ihre HĂ€nde um seinen Hals und den Kopf an seine Schulter, und das Lachen schĂŒttelte beide durch, bis sie kaum noch atmen konnten.
In diesem Augenblick hĂ€tte es noch die Möglichkeit gegeben, einfach abzuhauen. Eine nicht steuerbare Aufwallung. So hĂ€tte es vielleicht irgendwann einmal ausgesehen, aber es hĂ€tte den schalen Geschmack von Feigheit gehabt. Jetzt hatte sie ihn wach gekĂŒsst und er sah die Stelle, an die dieses entscheidende Teil des Puzzles namens Leben gehörte. In Gedanken legte er es hinein und es sah traumhaft schön aus.
Liebevoll sah er sie an, streichelte ihr Gesicht und beantwortete die ungestellte Frage in ihren Augen. „Ja, ich bleibe hier“, sagte er leise. Sie rutschte auf der kleinen SitzflĂ€che des Sofas wie der Blitz nach vorne und zog ihn nach links auf den Boden. Nur Sekunden spĂ€ter kugelten sie eng umschlungen ĂŒber den vom vergangenen Sommertag aufgeheizten Parkettboden. Der Rest der noch langen Nacht war ein Spiel mit Fingern und Lippen auf heißer, nasser Haut, ein Riechen, Schmecken und FĂŒhlen ihrer Körper, wie kein Kopf-Kino es je hĂ€tte erfinden können.

„Mmmmhhhhh“, brummte er, als sie mit ihren langen Fingern seine Brustwarze neckte. Nackt lagen sie auf ihrem breiten Bett in der Ecke. Die Sonne schien schon wieder durch das Dachfenster. Irgendwann in der MorgendĂ€mmerung hatten sie es unter die Dusche geschafft und waren kurz danach eng umschlungen und eingehĂŒllt in wohlig frischen Duft eingeschlafen. Nach kaum zwei Stunden war er jetzt wachgeworden, weil sie ihn ansah. Den Kopf auf ihren Arm gestĂŒtzt lag sie lang ausgestreckt auf dem weißen Laken und lĂ€chelte, als er die Augen aufschlug. Die Farbe ihrer Augen war der Ausdruck ihrer Seele. Augenblicklich versank er in dem ruhigen JadegrĂŒn, als lĂ€ge er im Wasser vor den Malediven. In der Nacht hatte er ein anderes GrĂŒn gesehen, leuchtend, wild funkelnd, wie ein von innen beleuchteter Smaragd. Die zwei Wesen in ihr.
„Guten Morgen.“ Ihre vollen Lippen formten einen lĂ€chelnden Kuss, bevor sie ihren Kopf auf seine Brust fallen ließ und mit ihrer Hand die kleinen HĂ€rchen auf seinem flachen Bauch streichelte. Seine Hand wanderte langsam ĂŒber ihren RĂŒcken. Mit seinen Fingern streichelte er sie sanft und spĂŒrte die feinen Haare, die sich sanft aufstellten. Es machte ihm Spaß, die Konturen ihres Körpers nachzuziehen, von ihrer starken Schulter ĂŒber die schmale Taille ĂŒber den Berg ihrer Pobacken bis zum schlanken Oberschenkel und wieder zurĂŒck. Endlose Zeit. SpĂŒren.
Ohne den Kopf zu heben, sagte sie leise: „Eigentlich wollte ich dich nie nur als Dad.“ Ihre Stimme ließ seinen Bauch vibrieren.
„Mhm, war nicht zu ĂŒbersehen.“
„Du hast es gewusst?“ Gespielte Empörung in der Stimme. Ihr Kopf hob sich und sie sah ihn kurz von schrĂ€g unten an, bevor sie ihn wieder zurĂŒck auf den Bauch fallen ließ.
Er lachte. „Wenn eine knapp AchtzehnjĂ€hrige in einem schwarzen Mini-Stretchkleid und schwarzer Strumpfhose, blutroten NĂ€geln und knallrot geschminkten Lippen zu einer Verabredung erscheint, von der sie vorher sagt, dass sie dich einfach mal wiedersehen möchte, weil sie dich sooooo lange nicht gesehen hat, obwohl das letzte Mal da gerade eine Woche her war, was glaubst du, wovon ich dann ausgehe?“ Er spĂŒrte ihr Grinsen. „Okay, war wohl etwas too much. Und ich war froh, dass du nicht darauf eingegangen bist. Hinterher hab ich mich geschĂ€mt.“ Sie schmiegte ihre Wange noch enger an seinen Bauch. „Und jetzt?“
„Jetzt, Janina, jetzt bist du erwachsen. Jetzt hast du keine pubertĂ€ren Spiele mehr nötig, jetzt bin ich seit drei Jahren nicht mehr mit deiner Mama zusammen, jetzt, Janina, jetzt ist alles anders. Ganz anders.“
Sie blickte auf. „Schöner?“
Er lĂ€chelte sie an. „Frei. Von allem und fĂŒr alles.“ Langsam zog sie sich an seinem Körper nach oben und kĂŒsste ihn.

Die WĂ€rme ihrer Herzen und die Hitze ihrer Körper ergĂ€nzte das ganze Wochenende den wundervollen Sommer, der sie umgab. „Ja“, war ihr einziger Kommentar auf seine Frage, ob sie mit zu ihm kommen wolle, den Rest erzĂ€hlte das glĂŒckliche Strahlen ihrer Augen.
Sie warf schnell ein paar Sachen in eine große Tasche, blickte sich noch einmal um und schloss die TĂŒr hinter sich. In diesem Moment ging unten die HaustĂŒr auf, und als die Treppe hinuntergingen, sah Tamara ihnen entgegen.
„Seid ihr euch ganz sicher?“ Sie hatte es sofort erfasst.
Janina gab ihr einen sanften Kuss. „Ich brauche keinen Dad mehr. Aber einen Mann fĂŒr mein Leben.“
„Tammy, du weißt doch, Liebe fragt nicht.“ Er drehte sich um und ihre HĂ€nde fanden sich im Hinausgehen. Tamara sah ihnen nachdenklich hinterher, seufzte und schloss die TĂŒr. Wenn jemand sie in diesem Moment beobachtet hĂ€tte, er hĂ€tte ein feines LĂ€cheln gesehen.

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