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Leselupe.de > Erotische Geschichten
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Eingestellt am 31. 03. 2017 13:20


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brndmtzk
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Schwer atmend lehnte ich am Kotfl√ľgel unseres Autos. Ermattet vom harten, schnellen Sex. Erstaunt sah ich Anke zu. Mit einer Selbstverst√§ndlichkeit als w√§re gar nichts gewesen zog sie ihr H√∂schen hoch und strich das Kleid nach unten. Schweigend stellte sie sich neben mich. Zusammen blickten wir wortlos in die Sterne.

Seit wir Claudia und Gerd verlassen hatten war keine halbe Stunde vergangen. Aber mir schien es als l√§ge der Besuch in einem anderen Leben. Nach der Verabschiedung fuhren wir nur wenige Minuten bis zum Waldparkplatz. Ohne ein Wort stieg Anke aus. Gravit√§tisch schritt sie um die Motorhaube herum. Sie plazierte sich direkt √ľber dem linken Scheinwerfer. Vorn√ľber gebeugt, sich mit den H√§nden abst√ľtzend, sah sie mich durch die Windschutzscheibe an. K√ľhl und selbstbewu√üt.
Die Gier √ľbermannte mich. Hastig stieg ich aus. Aufgeheizt von den Phantasien, die mir den ganzen Abend durch den Kopf geschwirrt waren. Ich brachte es nicht fertig, Anke in der ungewohnten Pose zu bewundern. Geduld f√ľr ein Vorspiel hatte ich jetzt nicht mehr.
Ruckartig schob ich Ankes Kleid nach oben und zerrte den roten Slip herunter. Die s√ľ√üen kleinen Schleifchen, Objekte meiner Vorfreude, blieben unbeachtet.
In meiner Hast hatte ich vergessen das Standlicht auszuschalten. Der Widerschein des schwachen Lichts offenbarte jetzt jedes Detail von Ankes Schoß. Bei jeder anderen Gelegenheit hätte ich es mir nicht nehmen lassen diesen seltenen Anblick zu genießen. Doch er Trieb siegte. Über Stunden angestaut raubte er mir jetzt jegliche Beherrschung.
Es war kurz und heftig. Es dauerte keine Minute bis ich ermattet auf ihren R√ľcken sank.
Anke hielt still bis ich mich zur√ľck zog.

Nach einigen Minuten brach sie das Schweigen. "Na, war es so wie Du Dir es vorgestellt hast?"
Ich sch√ľttelte tr√§ge den Kopf.
"Nein. Ich wollte es genießen. Den ganzen Abend habe ich mir ausgemalt, was ich mit Dir anstellen werde. Und jedes Mal sollte es ewig dauern. Wann bekommt man bei Dir schon mal so eine Gelegenheit?"
Die letzten Worte hatte ich nur so vor mich hin gesprochen. Ich erwartete keine Antwort und ich bekam auch keine.

Zusammen blickten wir weiter in den dunklen Himmel. Keiner von uns versp√ľrte den Drang, etwas zu sagen. Aber jeder sp√ľrte die Melancholie des anderen. Ich war in diesem Moment frei von jeglicher Begierde. Aber ich versp√ľrte auch keine Befriedigung. Der Trieb war verschwunden, nur die Sehnsucht nach Z√§rtlichkeit nicht. Wehmut erfasste mich. Das Gef√ľhl, etwas verloren zu haben ohne zu wissen was. Wir waren losgel√∂st von der Welt.





Irgendwann schaltete ich das Standlicht aus. Der Parkplatz versank nun völlig in der Dunkelheit.
Minuten sp√§ter huschte ein dunkler Schatten √ľber unsere K√∂pfe und lie√ü Anke zusammenzucken.
"War das eine Fledermaus?" Aus unerfindlichen Gr√ľnden hat Anke Angst vor Flederm√§usen. Nicht vor Spinnen, nicht vor Schlangen, auch nicht vor anderem Krabbelgetier. Aber vor Flederm√§usen.
"Vielleicht." Die Antwort gab ich nur so nebenbei. Meine Gedanken waren statt dessen bei einem blinkenden Lichtpunkt am Himmel. In diesem Moment w√§re ich lieber in diesem Flugzeug gewesen. Weit weg von hier. Mit Gedanken an kommenden Urlaubstage und nicht mit solchen √ľber vermurksten Sex.

Das flatternde Wesen hatte die melancholische Stimmung mit sich genommen.
"Was hast Du eigentlich vorhin gemeint mit: Wann bekommt man bei Dir schon mal so eine Gelegenheitt?"
Die Frage traf mich unvorbereitet. Ein Gespr√§ch √ľber unser Sexleben nachts um zwei auf dem Parkplatz des Waldfriedhofs? Aber warum nicht. Sonst blockte Anke dieses Thema immer ab. Und so fing ich an zu reden. Es war ein Monolog, kein Gespr√§ch. Ich sah Anke dabei auch nicht an sondern redete einfach so in die Dunkelheit.
Ich sprach von meinen W√ľnschen. Von der Lust, ihren nackten K√∂rper anzusehen statt ihn nur im Dunkel zu f√ľhlen. Vom √úberdruss, den die immer wieder gleiche Missionarsstellung in mir erweckt. Von Eroberungsphantasien, von Gewalt, von Z√§rtlichkeit. Vom Besitzerstolz und vom Wunsch, verw√∂hnt zu werden. Von der Selbstbest√§tigung, die ihr Orgasmus mir bringt. Und den Phantasien, die mir bei Claudia und Gerd durch den Kopf gegangen waren.
Anke h√∂rte mir zu ohne mich zu unterbrechen. Als ich dann schwieg sah sie mich nur nachdenklich an. Einfach so als w√ľrde sie noch auf etwas warten.
Zu meiner Melancholie gesellte sich das schlechte Gewissen. Die ganze Zeit hatte ich √ľber mich geredet. Ich hatte sie auf eine Weise genommen die ihr noch nie gefallen hatte und sie jetzt auch noch mit weiteren W√ľnschen √ľbersch√ľttet.
"Du hast mir einen großen Gefallen getan. Ich danke Dir. Aber wir werden das nicht wiederholen. Nie mehr etwas, was Dir nicht gefällt."
Anke r√ľckte n√§her an mich heran. Unsere K√∂rper ber√ľherten sich.
"Kannst Du Dich noch an Dagmar erinnern?"
Konnte ich. Dagmar war Ankes Freundin. Eher eine graue Maus, jedenfalls bis zu ihrer Scheidung. Danach entwickelte sie eine leicht nymphomansiche Ader. Keine Party, auf der sie nicht alle männlichen Gäste, gleich ob solo oder in Begleitung, angebaggert hätte. Ich verlor sie aus den Augen weil sie dann nur noch zu reinen Mädels-Parties eingeladen wurde. Vor einigen Monaten starb sie bei einem Autounfall.
"Was ist mit Dagmar?"
"Nach ihrer Scheidung waren wir öfters mal einen Kaffee trinken. Oder einen Prosecco. Vor allem später, als sie nirgendwo mehr eingeladen wurde. Sie hat mir damals viel von sich erzählt."
Anke machte eine Pause. Sie war sehr eng mit Dagmar befreundet gewesen. Ihr Tod ging ihr damals sehr nahe.
"Dagmar sprach damals oft √ľber Sex. Nach der Scheidung hat sie sich in zwei oder drei Abenteuer gest√ľrzt. Wohl um ihr angeschlagenes Selbstwertgef√ľhl wieder etwas aufzubauen. Dabei ist sie auf den Geschmack gekommen. Ihr Ex-Mann war wohl nicht so der perfekte Liebhaber. Sie hat w√§hrend ihrer Ehe nichts vermisst. Aber danach hat sie erfahren, dass es da noch mehr gibt."
Ankes Stimme war leise und nachdenklich. Sie r√ľckte wieder von mir weg und holte tief Luft.
"Ich weiß, dass Sie die 2 Jahre zwischen der Scheidung und dem Unfall sehr genossen hat. Und nach ihrem Unfall habe ich mich gefragt, ob es vielleicht auch in meinem Leben Dinge gibt, die ich probieren sollte. Bevor es zu spät ist."
Jetzt war es heraus. Erleichtert sah sie mich an. Es musste sie viel √úberwindung gekostet haben so offen mit mir zu reden.
"Und da hast Du den Besuch bei Claudia und Gerd genutzt um mich aus der Reseve zu locken?"
"Ja. Bist Du mir jetzt böse?"
"Wieso sollte ich dir böse sein?"
"Weil ich manipuliert habe? Und Du wegen der Nummer eben ein schlechtes Gewissen hast?"
Ich antwortete ihr mit einer Umarmung und einem langen Kuss.
Später, viel später, als wir uns wieder voneinander lösten sah sie mich so an wie vor unserer ersten gemeinsamen Nacht.
"F√ľhlst Du Dich noch im Stande, einige von Deinen Phantasien umzusetzen? Die mit der Dachterasse fand ich am interessantesten."
Mehr als wortlos nicken war in diesem Moemnt nicht drin.
Ihr L√§cheln war hintergr√ľndig und liebevoll. "Dann lass und fahren."

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jon
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Gef√§llt mir! Aber es ist einer dieser Texte, die an sich rund und gut gebaut sind, bei denen ich aber trotzdem das Gef√ľhl habe, dass da Potential verschenkt wurde. Dass das zu wenig mit dem Sound gespielt wurde. Der Tonfall - an sich einer, den ich sehr mag - zieht sich zu gleichf√∂rmig durch den inhaltlich-stimmungsm√§√üig eigentlich strukturreichen Text hindurch. Es ist, als w√ľrde die Gleichf√∂rmigkeit des Sexlebens der zwei sich durch die erz√§hlte "Wende" de facto gar nicht √§ndern ‚Ķ

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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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