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Leselupe.de > Erotische Geschichten
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Eingestellt am 31. 03. 2017 13:20


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brndmtzk
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2016

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Schwer atmend lehnte ich am Kotfl├╝gel unseres Autos. Ermattet vom harten, schnellen Sex. Erstaunt sah ich Anke zu. Mit einer Selbstverst├Ąndlichkeit als w├Ąre gar nichts gewesen zog sie ihr H├Âschen hoch und strich das Kleid nach unten. Schweigend stellte sie sich neben mich. Zusammen blickten wir wortlos in die Sterne.

Seit wir Claudia und Gerd verlassen hatten war keine halbe Stunde vergangen. Aber mir schien es als l├Ąge der Besuch in einem anderen Leben. Nach der Verabschiedung fuhren wir nur wenige Minuten bis zum Waldparkplatz. Ohne ein Wort stieg Anke aus. Gravit├Ątisch schritt sie um die Motorhaube herum. Sie plazierte sich direkt ├╝ber dem linken Scheinwerfer. Vorn├╝ber gebeugt, sich mit den H├Ąnden abst├╝tzend, sah sie mich durch die Windschutzscheibe an. K├╝hl und selbstbewu├čt.
Die Gier ├╝bermannte mich. Hastig stieg ich aus. Aufgeheizt von den Phantasien, die mir den ganzen Abend durch den Kopf geschwirrt waren. Ich brachte es nicht fertig, Anke in der ungewohnten Pose zu bewundern. Geduld f├╝r ein Vorspiel hatte ich jetzt nicht mehr.
Ruckartig schob ich Ankes Kleid nach oben und zerrte den roten Slip herunter. Die s├╝├čen kleinen Schleifchen, Objekte meiner Vorfreude, blieben unbeachtet.
In meiner Hast hatte ich vergessen das Standlicht auszuschalten. Der Widerschein des schwachen Lichts offenbarte jetzt jedes Detail von Ankes Scho├č. Bei jeder anderen Gelegenheit h├Ątte ich es mir nicht nehmen lassen diesen seltenen Anblick zu genie├čen. Doch er Trieb siegte. ├ťber Stunden angestaut raubte er mir jetzt jegliche Beherrschung.
Es war kurz und heftig. Es dauerte keine Minute bis ich ermattet auf ihren R├╝cken sank.
Anke hielt still bis ich mich zur├╝ck zog.

Nach einigen Minuten brach sie das Schweigen. "Na, war es so wie Du Dir es vorgestellt hast?"
Ich sch├╝ttelte tr├Ąge den Kopf.
"Nein. Ich wollte es genie├čen. Den ganzen Abend habe ich mir ausgemalt, was ich mit Dir anstellen werde. Und jedes Mal sollte es ewig dauern. Wann bekommt man bei Dir schon mal so eine Gelegenheit?"
Die letzten Worte hatte ich nur so vor mich hin gesprochen. Ich erwartete keine Antwort und ich bekam auch keine.

Zusammen blickten wir weiter in den dunklen Himmel. Keiner von uns versp├╝rte den Drang, etwas zu sagen. Aber jeder sp├╝rte die Melancholie des anderen. Ich war in diesem Moment frei von jeglicher Begierde. Aber ich versp├╝rte auch keine Befriedigung. Der Trieb war verschwunden, nur die Sehnsucht nach Z├Ąrtlichkeit nicht. Wehmut erfasste mich. Das Gef├╝hl, etwas verloren zu haben ohne zu wissen was. Wir waren losgel├Âst von der Welt.





Irgendwann schaltete ich das Standlicht aus. Der Parkplatz versank nun v├Âllig in der Dunkelheit.
Minuten sp├Ąter huschte ein dunkler Schatten ├╝ber unsere K├Âpfe und lie├č Anke zusammenzucken.
"War das eine Fledermaus?" Aus unerfindlichen Gr├╝nden hat Anke Angst vor Flederm├Ąusen. Nicht vor Spinnen, nicht vor Schlangen, auch nicht vor anderem Krabbelgetier. Aber vor Flederm├Ąusen.
"Vielleicht." Die Antwort gab ich nur so nebenbei. Meine Gedanken waren statt dessen bei einem blinkenden Lichtpunkt am Himmel. In diesem Moment w├Ąre ich lieber in diesem Flugzeug gewesen. Weit weg von hier. Mit Gedanken an kommenden Urlaubstage und nicht mit solchen ├╝ber vermurksten Sex.

Das flatternde Wesen hatte die melancholische Stimmung mit sich genommen.
"Was hast Du eigentlich vorhin gemeint mit: Wann bekommt man bei Dir schon mal so eine Gelegenheitt?"
Die Frage traf mich unvorbereitet. Ein Gespr├Ąch ├╝ber unser Sexleben nachts um zwei auf dem Parkplatz des Waldfriedhofs? Aber warum nicht. Sonst blockte Anke dieses Thema immer ab. Und so fing ich an zu reden. Es war ein Monolog, kein Gespr├Ąch. Ich sah Anke dabei auch nicht an sondern redete einfach so in die Dunkelheit.
Ich sprach von meinen W├╝nschen. Von der Lust, ihren nackten K├Ârper anzusehen statt ihn nur im Dunkel zu f├╝hlen. Vom ├ťberdruss, den die immer wieder gleiche Missionarsstellung in mir erweckt. Von Eroberungsphantasien, von Gewalt, von Z├Ąrtlichkeit. Vom Besitzerstolz und vom Wunsch, verw├Âhnt zu werden. Von der Selbstbest├Ątigung, die ihr Orgasmus mir bringt. Und den Phantasien, die mir bei Claudia und Gerd durch den Kopf gegangen waren.
Anke h├Ârte mir zu ohne mich zu unterbrechen. Als ich dann schwieg sah sie mich nur nachdenklich an. Einfach so als w├╝rde sie noch auf etwas warten.
Zu meiner Melancholie gesellte sich das schlechte Gewissen. Die ganze Zeit hatte ich ├╝ber mich geredet. Ich hatte sie auf eine Weise genommen die ihr noch nie gefallen hatte und sie jetzt auch noch mit weiteren W├╝nschen ├╝bersch├╝ttet.
"Du hast mir einen gro├čen Gefallen getan. Ich danke Dir. Aber wir werden das nicht wiederholen. Nie mehr etwas, was Dir nicht gef├Ąllt."
Anke r├╝ckte n├Ąher an mich heran. Unsere K├Ârper ber├╝herten sich.
"Kannst Du Dich noch an Dagmar erinnern?"
Konnte ich. Dagmar war Ankes Freundin. Eher eine graue Maus, jedenfalls bis zu ihrer Scheidung. Danach entwickelte sie eine leicht nymphomansiche Ader. Keine Party, auf der sie nicht alle m├Ąnnlichen G├Ąste, gleich ob solo oder in Begleitung, angebaggert h├Ątte. Ich verlor sie aus den Augen weil sie dann nur noch zu reinen M├Ądels-Parties eingeladen wurde. Vor einigen Monaten starb sie bei einem Autounfall.
"Was ist mit Dagmar?"
"Nach ihrer Scheidung waren wir ├Âfters mal einen Kaffee trinken. Oder einen Prosecco. Vor allem sp├Ąter, als sie nirgendwo mehr eingeladen wurde. Sie hat mir damals viel von sich erz├Ąhlt."
Anke machte eine Pause. Sie war sehr eng mit Dagmar befreundet gewesen. Ihr Tod ging ihr damals sehr nahe.
"Dagmar sprach damals oft ├╝ber Sex. Nach der Scheidung hat sie sich in zwei oder drei Abenteuer gest├╝rzt. Wohl um ihr angeschlagenes Selbstwertgef├╝hl wieder etwas aufzubauen. Dabei ist sie auf den Geschmack gekommen. Ihr Ex-Mann war wohl nicht so der perfekte Liebhaber. Sie hat w├Ąhrend ihrer Ehe nichts vermisst. Aber danach hat sie erfahren, dass es da noch mehr gibt."
Ankes Stimme war leise und nachdenklich. Sie r├╝ckte wieder von mir weg und holte tief Luft.
"Ich wei├č, dass Sie die 2 Jahre zwischen der Scheidung und dem Unfall sehr genossen hat. Und nach ihrem Unfall habe ich mich gefragt, ob es vielleicht auch in meinem Leben Dinge gibt, die ich probieren sollte. Bevor es zu sp├Ąt ist."
Jetzt war es heraus. Erleichtert sah sie mich an. Es musste sie viel ├ťberwindung gekostet haben so offen mit mir zu reden.
"Und da hast Du den Besuch bei Claudia und Gerd genutzt um mich aus der Reseve zu locken?"
"Ja. Bist Du mir jetzt b├Âse?"
"Wieso sollte ich dir b├Âse sein?"
"Weil ich manipuliert habe? Und Du wegen der Nummer eben ein schlechtes Gewissen hast?"
Ich antwortete ihr mit einer Umarmung und einem langen Kuss.
Sp├Ąter, viel sp├Ąter, als wir uns wieder voneinander l├Âsten sah sie mich so an wie vor unserer ersten gemeinsamen Nacht.
"F├╝hlst Du Dich noch im Stande, einige von Deinen Phantasien umzusetzen? Die mit der Dachterasse fand ich am interessantesten."
Mehr als wortlos nicken war in diesem Moemnt nicht drin.
Ihr L├Ącheln war hintergr├╝ndig und liebevoll. "Dann lass und fahren."

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