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Leselupe.de > Gereimtes
Dankbarkeit
Eingestellt am 24. 07. 2003 14:40


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Sabine Röhrs
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2003

Werke: 8
Kommentare: 22
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Dankbarkeit

erste Version

Heut hab ich sehr viel nachgedacht,
was dem Mensch wohl Freude macht.
Ein Erlebnis möcht ich Euch berichten,
Euch darĂŒber erzĂ€hlen und dichten :

Vor ein paar Tagen gewohnt und laut,
klingelte es an der TĂŒr, ich machte auf.
Dort vor den Stufen ganz lieb und sacht,
blickten mich Augen an voller Bedacht.

Dort stand sie, eine hagere alte Frau.
Die Kleidung kaputt, ein Knopf war auf.
Doch ihre Augen zogen mich in den Bann,
sie strahlten wie die Sonne so warm.

Hallo gute Frau, sprach ihre Stimme,
diese war sanft wenn ich mich besinne.
Mehr sagte sie nicht, nur ihr bittender Blick,
ging in meine Seele und wieder zurĂŒck.

Ich stand lange nur angewurzelt da,
dann fragte ich sie, was sei ihr Bedarf.
Sie tat mir so leid, dachte ich bei mir,
ein so freundliches Wesen strahlte aus ihr.

Ganz leise sprach die alte Frau mich an,
hÀt so gern was zu essen dann und wann.
Auch einen heißer Kaffee wĂ€r mein Begehr.
Diese Dinge zu geben fiel mir nicht schwer.

So bat ich die in LumpengehĂŒllte hinein,
setzte mich mit ihr in mein KĂ€mmerlein.
Dort kochte ich Kaffee und deckte den Tisch.
Ein strahlendes LĂ€cheln zierte ihr Gesicht.

Es ist so selten geworden in dieser Zeit,
dass die Menschen sind zum helfen bereit.
Viele TĂŒren gingen auf und gleich wieder zu.
Vor manchem Haus verließ mich oft der Mut.

So sprach die betagte alte Frau zu mir,
nahm von dem Brot und die Wurst aß sie schier.
Den heißen Kaffee nahm sie sanft in die HĂ€nde,
ihre dankbaren Blicke sprachen BĂ€nde.

Ich fĂŒhlte mich schlecht unsagbar leer,
wo nahm diese Frau nur diese Freude her.
Fast jeden Tag hatt` ich genug zu essen,
konnt meine Freude an ihrer nicht messen.

Sie schien glĂŒcklich und dankte mir sehr,
sie gehen zu lassen fiel mir sehr schwer.
Doch sie lachte mich an, herzlich und warm,
dankbar streichelte sie sanft meinen Arm.

Darauf sagte ich Ihr, es sei anders herum,
ich danke Ihnen, denn ich war ja so dumm.
Wie konnt ich vergessen, wie gut ich es hab,
dafĂŒr möcht ich Gott danken, jetzt jeden Tag.

© by maja32
S.Röhrs




~ Dankbarkeit ~

zweite Version

Heut hab ich sehr viel nachgedacht,
was dem Mensch wohl Freude macht.
Ein Erlebnis möcht ich Euch berichten,
Euch darĂŒber erzĂ€hlen und dichten :

Vor ein paar Tagen gewohnt laut und grell,
klingelte es an der TĂŒr, ich öffnete schnell.
Dort vor den Stufen ganz lieb und sacht,
blickten mich Augen an voller Bedacht.

Dort stand sie, eine hagere alte Frau.
Die Kleidung kaputt, verwaschen und grau.
Doch ihre Augen zogen mich in den Bann,
sie strahlten ~ wie die Sonne so warm.

Hallo gute Frau, sprach ihre Stimme,
diese war sanft wenn ich mich besinne.
Weiter sprach nur ihren bittenden Blick,
ihn hat sie direkt meine Seele geschickt.

Mir wurde gleich von innen ganz warm
so fragte ich nach ihrer Not ohne Scharm.
Sie tat mir so leid, dachte ich bei mir,
ein so freundliches Wesen strahlte aus ihr.

Ganz leise sprach die alte Frau mich an,
hÀt so gern was zu essen dann und wann.
Auch einen heißer Kaffee wĂ€r mein Begehr.
Diese Dinge zu geben fiel mir nicht schwer.

So bat ich die in LumpengehĂŒllte hinein,
setzte mich mit ihr in mein KĂ€mmerlein.
Dort kochte ich Kaffee und deckte fĂŒr sie,
Ihr strahlendes LĂ€cheln vergaß ich nie.

Über zu wenig NĂ€chstenliebe sprach sie zu mir,
nahm von dem Brot und die Wurst aß sie schier.
Den heißen Kaffee nahm sie sanft in die HĂ€nde,
ihre dankbaren Blicke ~ sprachen BĂ€nde.

Ich fĂŒhlte mich schlecht unsagbar leer,
wo nahm diese Frau nur diese Freude her.
Fast jeden Tag hatt` ich genug zu essen,
konnt meine Freude an ihrer nicht messen.

Sie schien glĂŒcklich und dankte mir sehr,
sie gehen zu lassen fiel mir sehr schwer.
Doch sie lachte mich an, herzlich und warm,
dankbar streichelte sie sanft meinen Arm.

Darauf sagte ich Ihr, es sei anders herum,
ich danke Ihnen, denn ich war ja so dumm.
Wie gut ich es hab, möcht ich nie vergessen,
drum dank ich Gott ab heut vor jedem Essen.

© by maja32
S.Röhrs

ĂŒberarbeitet am 25.07.03

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vivien
Guest
Registriert: Not Yet

Sabine,
wirklich sehr schön geschrieben
und aufrichtig,
ja du hast sicher richtig gefĂŒhlt
in diesem augenblick,
wie wenig wir wirklich zur Zufriedenheit
eigentlich brÀuchten,
wir wissen nur so wenig davon.
vlg viv.

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vivien
Guest
Registriert: Not Yet

PS:
obwohl ich es nur positiv bewertet habe,
kann ich den Erstbewerter
nicht ĂŒberstimmen, schade Sabine,
denn ich finde es wirklich gut,
lg viv.

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lapismont
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Hallo Sabine Röhrs,

viele Verse fĂŒr eine Geschichte. Schade, das Du das Reimschema nicht durchhĂ€ltst, vielleicht wĂ€re sogar die Balladenform dem Inhalt angemessener gewesen.
Oder Du machst gleich eine Kurzgeschichte daraus.

Bisher hinterlÀsst das Gedicht nur den Eindruck, das Du diese Idee unbedingt gereimt darbieten wolltest.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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Sabine Röhrs
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Hallo lapismont,

vielen Dank fĂŒr Deine konstruktive Kritik die ineinzelnen Punkten sehr streng genommen bestimmt gerechtfertigt ist. Was ich nicht verstehe ist, was die lĂ€nge eines Gedichtes darĂŒber aussagen soll, ob es nun ein Gedicht oder aber Ballade ist. Dazu muß ich bekennen das mir der Begriff Ballade vielleicht nicht gelĂ€ufig genug ist. Weiterhin zu Deiner Aussage:

Zitat:
Bisher hinterlÀsst das Gedicht nur den Eindruck, das Du diese Idee unbedingt gereimt darbieten wolltest.

Ich persönlich finde ĂŒberhaupt nicht, daß meine Reime gezwungen klingen und die Zeilen nur des Reimes willen so gestellt sind.

Aber ich bin ja hier um zu LERNEN! Und so vertraue ich auf Eure Erfahrung und mache mir natĂŒrlich meine Gedanken zu jeder Kritik. FĂŒr weitere kritische Beleuchtungen meiner Zeilen wĂ€re ich sehr dankbar, finde es aber schade, daß ein Werk punktuell bewertet wird. Solche Verfahrensweisen finde ich sehr abwertend und das nicht nur fĂŒr neu hinzugekommene Autoren die WIRKLICH lernen möchten und sich auch noch mit einem Bewertungssystem auseinander setzen mĂŒssen. Kritik in schriftlicher Form wĂ€re doch völlig ausreichend,
zumindestens in meinen Augen. Gestern laß ich ĂŒbrigens, daß
sogar Kommentare gewertet werden können und dieses sich wiederum auf die Gesamtwertung fĂŒr den Autor auswirken.
Wo wir gerade bei dem Thema konstruktiver Kritik sind:
Es tut mir leid, solche Vorgehensweisen sind mir völlig unverstÀndlich. Aber auch hinsichtlich dieser Bewertungschemen lasse ich mich gern belehren.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Sabine Röhrs

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lapismont
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Hallo Sabine Röhrs,

Na ja vielleicht ist es doch etwas zu dĂŒnn fĂŒr eine Ballade, ist zuwenig Handlung enthalten.
Zumindest hat es mich daran erinnert. Hatte aber nix mit der LĂ€nge zu tun.

Aber straffen könnte man den Text schon, so fallen vielleicht auch einige ungereimte Verse raus.

In der achten Strophe zum Beispiel zieht sich das lyrische Ich kurz aus der Handlung zurĂŒck um eine kurze Moral zu prĂ€sentieren, die eigentlich zur Frau aber nicht zum ErzĂ€hler gehört.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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