Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92200
Momentan online:
414 Gäste und 18 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Feste Formen
Dann
Eingestellt am 29. 06. 2011 00:41


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
bendos
Blümchendichter
Registriert: Jun 2011

Werke: 8
Kommentare: 16
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um bendos eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil


dann
wenn die anderen nur noch meine schwächen sehen.
wenn sie nur noch sehen das sie mir überlegen sind.
wenn sonst nichts mehr zählt als mein äußeres.
will ich erfahren haben das mein leben einen sinn hat.

dann
wenn sie glauben ich hätte im leben nur versagt.
wenn sie denken das sie alle klüger sind wie ich.
wenn sie meinen mich nicht ernst nehmen zu müssen.
will ich gelernt haben das leben zu mögen.

dann
wenn sie wollen das ich ihnen alles glaube.
wenn ich nur noch der bin der nichts besonderes ist.
wenn sie meinen mit mir alles machen zu können.
will ich begriffen haben das mein leben wichtig ist.

Klaus Lutz

1997

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2247
Kommentare: 11063
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Bernd eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Priamel

Das Gedicht hat eine ganz typische Priamelform. Diese Form zeichnet sich durch eine variierte Wiederholung des Grundgedankens aus, wobei meist, so auch hier, in der letzten Zeile der Strophe eine Zusammenfassung erfolgt.
Priamlen sind schon sehr alt und wurden lange Zeit oft verwendet, heute sind sie eher selten.

Inhaltlich ist es eine Selbstbetrachtung, in den 1980er und 1990er Jahren hätte ich gesagt: "Betroffenheitslyrik".

Das Gedicht zeigt Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung zu gleicher Zeit und ist von starker Deppression erfüllt.

Die durchgängige Kleinschreibung war in der Lyrik lange Zeit modern und folgt auch Ansichten vieler Linguisten, wie auch Grimm.

Satzzeichen wurden - außer Punkte - weggelassen.

Ich habe einen kleinen Tippfehler gefunden, "dass" wird im vierten Vers der ersten und der letzten Strophe sowie im zweiten Vers der zweiten Strophe mit "ss" geschrieben.

Interessant ist die Umgangssprachlich im südlichen Bereich korrekte Wendung "wie ich" zum Vergleich.

Das Gesetz wirkt vom Gegensatz zwischen Resignation und Aufbäumung.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Feste Formen Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!