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Leselupe.de > Gereimtes
Das Badetuch
Eingestellt am 25. 02. 2005 21:39


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MarenS
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Das Badetuch (├╝berarbeitet)

Ein Mensch versp├╝rt - es ist gemein -
im Kreuze hinten gro├če Pein.
Der Doktor spricht: Das kommt vom B├╝cken!
Sagt's und verdient, jedoch der R├╝cken
schmerzt weiterhin ganz unertr├Ąglich.
Der Mensch, man sieht's, er leidet kl├Ąglich,
bekommt so manchen klugen Rat,
besonders den: Fahr in ein Bad,
um dich mal richtig zu erholen,
und mancher Kurort wird empfohlen.

So f├Ąhrt er eines Tages los,
gleich steigt die Stimmung ganz famos!
Kaum ist im Bad er angekommen,
nimmt er sich vor: Es wird geschwommen,
denn in der Therme warmem Pfuhl
wird gut es tun, wenn ich mich suhle.
Gesagt, getan, ein Mensch ein Wort,
am gleichen Tag noch geht er fort,
betritt die Therme wohlgemut
und sp├╝rt schon bald wie gut es tut
im lauen Wasser dort zu baden.

Nach langer Zeit will er geraden
und stolzen Schritts von dannen eilen
doch eines l├Ąsst ihn j├Ąh verweilen:
Er betrat den Badetempel
-man beachte das Exempel-
zu gierig auf alsbalde Heilung
und hat, verlustig jeder Peilung,
nicht an ein Badetuch gedacht!
Der Schrecken trifft mit aller Macht,
denn selbst ein kleines G├Ąstetuch
das w├Ąr' ihm jetzt noch gro├č genug
zu trocknen seine nassen Glieder.

Doch so verflucht er immer wieder
die eigene Vergesslichkeit
und es bedarf nun ein'ger Zeit
bis luftgetrocknet er dann schlie├člich
verl├Ąsst die Therme - leicht verdrie├člich!
H├Ątt' die Geschichte 'ne Moral,
so hie├če diese allemal:
Es trifft dich hart der Therme Fluch
nutzt du sie ohne Badetuch!

├╝berarbeitet am 12 Juni 2008

MarenS



Das Badetuch (alte Version)

Ein Mensch versp├╝rt - es ist gemein -
im Kreuze hinten gro├če Pein.
Der Doktor spricht: Das kommt vom B├╝cken!
Sagt`s und verdient, jedoch der R├╝cken
schmerzt weiterhin ganz unertr├Ąglich.
Der Mensch - man sieht`s - er leidet kl├Ąglich,
bekommt so manchen klugen Rat,
besonders den: Fahr` in ein Bad,
um dich mal richtig zu erholen,
und mancher Kurort wird empfohlen.
So f├Ąhrt er eines Tages los,
schon steigt die Stimmung ganz famos!
Kaum ist im Bad er angekommen,
nimmt er sich vor : Es wird geschwommen,
denn in der Therme warmem Pfuhle
wird gut es tun, wenn ich mich suhle.
Gesagt, getan ein Mensch ein Wort,
am gleichen Tag noch geht er fort,
betritt die Therme wohlgemut
und sp├╝rt schon bald wie gut es tut
im lauen Wasser dort zu baden.
Nach langer Zeit will er geraden
Schritts verlassen diese St├Ątte
- ja , vorausgesetzt er h├Ątte
an ein Badetuch gedacht!
Der Schrecken trifft mit aller Macht,
denn selbst ein kleines G├Ąstetuch
w├Ąr` ihm jetzt noch gro├č genug
zu trocknen seine nassen Glieder.
Doch so verflucht er immer wieder
die eigene Vergesslichkeit
und es w├Ąhrt geraume Zeit,
bis er luftgetrocknet schlie├člich
verl├Ąsst die Therme - leicht verdrie├člich!
H├Ątt` die Geschichte `ne Moral,
so hie├če diese allemal:
Hart trifft dich der Therme Fluch
kommst du ohne Badetuch!

In Verehrung Eugen Roths
1990

MarenS

Version vom 25. 02. 2005 21:39
Version vom 12. 06. 2008 10:36
Version vom 12. 06. 2008 13:01

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fenestra
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Hallo, Maren,

hast du ein bestimmtes St├╝ck von Eugen Roth als Grundlage genommen, oder ist es einfach der Stil?

Ich hab's gern gelesen, es kommt frisch und munter daher!

Ein winziger Fehler:
in der Therme warmem Pfuhle m├╝├čte es wohl hei├čen.

Viele Gr├╝├če
fenestra

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MarenS
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fenestra...
... danke f├╝r deinen Kommentar.
Nein, dieses Gedicht hat keines von Eugen Roth zur Grundlage...es ist definitiv von mir. Der Stil ist der Eugen Roths....ich sch├Ątze ihn (Eugen Roth) sehr!
Weia.....rotanlauf..ich f├╝rchte du hast Recht....warmem ...m├╝sste es hei├čen....wird sofort ge├Ąndert....lach

Gr├╝├če von Maren

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Rudolfus
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Hallo MarenS,

die erste H├Ąlfte Deines Gedichts gef├Ąllt mir ausgezeichnet: Da passen Metrum, Vers und Reim. Eugen Roth h├Ątte es wohl f├╝r eines seiner Ein-Mensch-Poeme gehalten!

Im zweiten Teil jedoch wird die Betonung manchmal holprig, Der Troch├Ąus l├Âst unmotiviert den anf├Ąnglichen Jambus ab und ebenso ├╝berraschend wechselt das Metrum vom Vierer- zum Dreiertakt.
Doch das sind handwerkliche Kleinigkeiten.
Was ich nach dem vorz├╝glichen Anfang erwartet h├Ątte, w├Ąre ein ├╝beraschend-pointierter Schluss. Vielleicht k├Ânnte der w├╝rdige, gewiss kahk├Âpfige und dickb├Ąuchige Mensch in dem warmen Wasser der Therme seine uralte, ein wenig br├╝chige, unterhalb des gewaltigen Bierbauchs wenig Halt findende Badehose verloren haben und steht nun, zum roten Puter werdend, im Adamskost├╝m da, sehns├╝chtig ein Tuch herbeiw├╝nschend wie weiland Wilhelm Sch├╝ttelspeers Heinrich einen Gaul in der Schlacht.

Noch einmal: Der Anfang ist verhei├čungsvollund richtig witzig!

Herzliche Gr├╝├če von

Rudolfus Agricola
__________________
Sieh auf zu den Sternen, hab' acht auf die Gassen...

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MarenS
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...gr├╝├če dich Rudolfus,

ja, es h├Ątte sicher eine andere Pointe geben k├Ânnen, leider war dieses Gedicht ein wenig gebunden, da es f├╝r meine durchwegs schlanke Mutter entstand, die zur Kur antrat....grins...
Zugegeben, ich h├Ątte auch sie das Problem der entfleuchenden Bikinihose erleiden lassen k├Ânnen...daran habe ich allerdings nicht gedacht...
Die Tatsache, dass dies eines meiner absolut ersten Gedichte in Reimform ist, soll die handwerklichen Fehler nicht entschuldigen...vielleicht eher erkl├Ąren...hmpf...ich w├Ąre wohl fast moralisch verpflichtet, mich um dieses "Machwerk" noch einmal zu k├╝mmern...l├Ąchel

Dir ganz lieben Dank f├╝r diese umf├Ąngliche...und vor allem brauchbare Kritik!

Gr├╝├če von Maren

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MarenS
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So, es hat etliches an Zeit gedauert aber nun habe ich mich doch aufgerafft, um die begr├╝ndete Kritik bei einer ├ťberarbeitung dieses Gedichtes zu ber├╝cksichtigen. Ob allerdings die Kritiker von damals noch hier lesen und schreiben wei├č ich nicht.

Gr├╝├če von Maren

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