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Leselupe.de > Ungereimtes
Das Bergische Land
Eingestellt am 01. 04. 2003 14:49


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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Das Bergische Land

An sanften H├Âhen st├Â├čt sich der Blick nicht,
sondern sein ruhiges Gleiten gl├Ąttet
zugleich des Herzens verheimlichte Furchen.

Strahlender l├Ąchelt das Blau nun
und begeistert den Atem erneut,
anspornend zu Liedern, die jetzt
noch verborgen.

Aus unbelaubten B├Ąumen steigen
silbrige Dunstf├Ąden ,
dr├Ąngen empor zur sonnengekr├Ânten Stadt
auf dem H├╝gel.

Leuchtend bunt schwebt ein Fesselballon
├╝ber die unl├Ąngst beackerten Felder,
von leichtem Wehen
z├Ąrtlich vorangetrieben.

Lautlos zieht der Bussard
seine majest├Ątischen Kreise,
wetteifernd mit den wei├č glitzernden
Segelfliegern.

Das Hirschrudel aber st├╝rmt,
wie unkundig des Wegs,
mit weiten Spr├╝ngen ├╝ber Gatter hinweg
talw├Ąrts.

Drunten eilen die Menschen gesch├Ąftig,
ahnen ihr Tagwerk getragen
von den Kr├Ąften der Stille.







__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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margot
???
Registriert: Mar 2002

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konsequent schw├╝lstig romantische huldigung
einer landschaft. in dieser hinsicht auch gelungen.
"... ruhiges gleiten gl├Ąttet ..."
"... zur sonnengekr├Ânten stadt ..."
"... das hirschrudel aber st├╝rmt ..."
das sind 3 beispiele, warum sich das lesen deines
gedichts lohnt.

gr├╝├čle
ralph

__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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romantisch-ja

Liebe margot,

Danke f├╝r Deinen Kommentar! Es freut mich da├č Du etwas Lesenswertes in meinem Text gefunden hast. Romantisch ist er allemal, unter schw├╝lstig verstehe ich ├╝nberladen, und das ist er nicht. Aber das ist sicher auch eine Geschmacksfrage. Ich wei├č nicht, warum es gegenw├Ąrtig wenige Huldigungen auf Orte gibt. Schlie├člich hat die Erde immer noch ihre Perlen, die zu beschreiben, es einen dr├Ąngt, wenn man sie entdeckt hat. Aber vielleicht kannst Du mir ja einen Tip geben und kennst gegew├Ąrtige Gedichte solchen Inhalts.

Ganz liebe Gr├╝├če
Vera-Lena

__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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george
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Dein Text ist gut, Vera-Lena, so hab' ich auch bewertet.

Aber irgendwie fehlt mir etwas. Ein H├Âhepunkt sozusagen. Deine Beschreibungen sind so ruhig, beobachtend, passen nat├╝rlich zum gleitenden Blick. Distanziert fast. Und dann dieser Schluss mit den "geheimnisvollen Wesen". Kannst Du Dich an Deinen Kritik meines "Alb im M├Ąrz"-Textes erinnern? Ich habe jetzt ein ├Ąhnliches Gef├╝hl wie Du: Irgendwie pa├čt der Schlu├č nicht so richtig zum Rest des Textes. Die k├╝hle, distanzierte Beobachtung und dann dieser metaphysischen Schluss...Es fehlt mir ein ├ťbergang, eine Steigerung auf diesen Schlu├č hin. Ich k├Ânnte es nicht, aber ich wei├č, da├č Du es kannst.

Andererseits ist diese k├╝hle Beschreibung ja auch die St├Ąrke des Textes. Vielleicht liegt es ja auch daran, da├č ich gerade etwas satt bin mit Texten. Ein Ph├Ąnomen, das sich ja bei LL beobachten l├Ą├čt. Es ist doch erstaunlich, da├č (f├╝r Deine Verh├Ąltnisse) so relativ wenige Leute den Text ansehen.

In jedem Fall aber ist der Text sehr gut!

Eine kleine konkrete ├änderung h├Ątte ich: "Fesselballone" gibt's nicht mehr. Sie sind ja nicht gefesselt (die ersten waren's) am Boden. "Hei├čluftballon" w├Ąre korrekter...

Herzliche Gr├╝├če
__________________
┬ę J├╝rgen Locke

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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eine Br├╝cke

Lieber george,

danke f├╝r Deinen ausf├╝hrlichen Kommentar! F├╝r mich liegt da eine Verbindung zwischen der ersten und der letzten Strophe. In der ersten Strophe wird mitgeteilt, da├č diese Landschaft eine beruhigende, heilende Kraft besizt: "gl├Ąttet zugleich des Herzens verheimlichte Furchen." Nun war ich davon ausgegangen, da├č solche Kr├Ąfte auch mit unsichtbaren Wesenheiten verbunden sind. Wenn ich jetzt noch eine Strophe dazwischenschiebe, die diesen Sachverhalt deutlicher macht... ich wei├č nicht. Vielleicht f├Ąllt mir zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt noch etwas ein. Danke auch f├╝r den Hinweis mit dem Hei├čluftballon.

Dir einen sch├Ânen Nachmittag! Und ├╝berfri├č Dich bitte nicht an der LL. Du wei├čt ja, wenn's wieder hochkommt ist's gr├╝n.

Ganz liebe Gr├╝├če Vera-Lena
__________________
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caruso
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Vera-Lena,

eine sch├Âne Wiedergabe eines Landstrichs wie ein Expos├ę fl├╝ssig geschrieben.

LG caruso

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