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Leselupe.de > Gereimtes
Das Blatt Papier
Eingestellt am 02. 06. 2003 22:53


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Dara
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2003

Werke: 4
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Das Blatt Papier

Seit Stunden sitz ich vorm PC
es tun mir schon die Augen weh,
die Arme werden langsam schwer,
zu trinken habe ich nichts mehr,
und nach wie vor mein Blatt Papier,
ist leer wie meine Flasche Bier.

Dabei ich möchte soviel schreiben,
was durch meinen Kopf tut treiben
von fernen Ländern allerlei,
auch von der Heimat was dabei,
vom Leben wie es sich begibt
und wie ein Mensch den andren liebt.

Ebenso wie Menschen hassen,
quälen, eh sie sich verlassen.
Nicht viel anders mit den Tieren,
die sich ganz wie wir verlieren
in dem Chaos der Natur,
zu schnell tickt die Zeitenuhr.

Selbst im schönen, grünen Wald,
nichts mehr ist, was mal was galt,
früher fand man dort Idyll,
heute jede Menge Müll,
rund um die kaputten Bäume,
vergehen rasch die letzten Träume.


Weiteres ich möchte sagen,
wäre da nicht zu beklagen,
jenes, dieses, mein Problem,
mag es sein, bin zu bequem,
oder meine Ungeduld ,
ist an der Misere schuld.

Das ich niemals find den Sinn,
kriegen es geordnet hin,
diese Flut meiner Gedanken
weisen ein in ihre Schranken
und erstellen ein Gedicht,
oder etwa `ne Geschicht.

So am Ende ganz wie immer,
in dem letzten Kerzenschimmer,
schlaf ich ein vorm Monitor,
welcher ruft mir leis ins Ohr
das da ist direkt vor mir,
nur ein leeres Blatt Papier.




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mc poetry
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Registriert: Jun 2001

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hallo dara,

das gedicht hat einen guten rhythmus und,
obwohl die idee natuerlich nicht gerade neu
ist, enthaelt eine interessante selbstbezeuglichkeit:
bei jedem satz wird die aussage vom leeren blatt
falscher, form und inhalt divergieren immer mehr.

viele grueße, michael

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Dara
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2003

Werke: 4
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Hallo Michael,
kann Dir da nur absolut zustimmen, denke mal das Thema an sich ist so alt wie das Dichten oder Geschichten schreiben.
Aber mir war grade so danach.
Habe vorgestern nämlich im Garten so rumgepuzzelt an einer Idee, anfangs lief es noch gut, nur dann wurde es, wie so oft, immer konfuser und nichts mehr übrig von dem, was ich sagen wollte.
Vergleiche es immer mit meinen Haaren, an denen ich auch zu gerne stundenlang herumfummele, bis sie mir vom Kopf abstehen und ich mir sage, warum hast es nicht gelassen, wie es war?
In dem Sinne
grüßt Dich
Dara

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Penelopeia
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Registriert: Nov 2002

Werke: 149
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Text hat mir gefallen! - Anbei noch paar Worte aus meiner Perspektive:


Lang hab ich gesessen
vor einem Blatt Papier,
im Angesicht von dessen
Leere schwindelte mir.

Dunkle Flecken flogen
wild über grelles Weiß:
kein Wort wär': nichts gelogen.
Viele: viel, wie ich längst weiß.

Liebe Grüße

Pen.

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