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Das Britische Empire ist versenkt!
Eingestellt am 28. 06. 2010 11:24


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Michael Schmidt
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Das Britische Empire ist versenkt!

1922 hatte das Britische Weltreich eine Bevölkerung von 458 Millionen (ein Viertel der damaligen Weltbevölkerung). Waren das noch Zeiten. Historiker erinnern sich und eine Vielzahl an Romanen huldigt dieser Ära.
Football coming Home tönten die EnglĂ€nder als sie 1996 eine Europameisterschaft ausrichteten. GefĂŒhlt ist die Heimat des Fußballes Brasilien, doch seine Wurzeln hat der beliebte Ballsport in England.
Doch auch die Mutter des Fußballs muss sich dem Wandel der Zeit stellen und das gelang am 27.6 den als eher traditionell geltenden Deutschen besser. Frisch, jung und spielfreudig prĂ€sentierte sich unsere Multikultitruppe, die EnglĂ€nder dagegen erfahren und bieder.
Nach vorsichtigem Abtasten gewann die Deutsche Elf eindeutige Überlegenheit. Folgerichtig erzielte Klose das FĂŒhrungstor, aber mittels englischer QualitĂ€ten: Durchsetzungsvermögen sorgte fĂŒr das 1:0.
Klose war frisch, so schien ihm die unfreiwillige Pause gut getan zu haben. Er wirbelte im Verbund mit Özil und MĂŒller, da konnte es einem um die hĂŒftsteife englische Abwehr Angst und Bange werden.
Dauerte auch nicht lange, da erhöhte Podolski auf 2:0. Der ist ein PhĂ€nomen. Taucht regelmĂ€ĂŸig ca. 80 Minuten ab, dann erzielt er das Tor aus unmöglichem Winkel.
HĂ€tte wĂ€re wenn. HĂ€tte Klose nach Zuckerpass von MĂŒller das 3:0 erzielt, die EnglĂ€nder hĂ€tten einpacken können.
So wurde es entgegen des Spielverlaufs noch einmal spannend. Stand die Defensive bis dato eigentlich gut, zeigte Torwart Manuel Neuer seine SchwÀchen. Die Strafraumbeherrschung ist nicht seins und so köpfte der englische Verteidiger unbedrÀngt zum Anschlusstreffer.
Neuer gilt auch als verkappter Libero und stand so beim Beinaheausgleich zu weit vor dem Tor und konnte nicht verhindern, dass der Ball hinter der Linie aufkam.
Jetzt hat die englische Nationalelf in ihrer ruhmreichen Karriere nur einen einzigen Titel gewonnen. Dank Heimvorteils und dem Schiedsrichter besiegten sie zu Hause 1966 die Deutschen. Das 3:2 der EnglĂ€nder ist das weltberĂŒhmte Wembleytor, es war nĂ€mlich genauso wenig eines wie dieses kein Tor war. Nur der uruguayische Schiri sah dies anders.
So kam kein Ausgleich zu Stande. Wenn wÀre es auch eher ein Abwehr- als ein Torwartfehler gewesen, denn so zum Schuss darf der EnglÀnder nicht kommen.
Schwamm drĂŒber. Geschwommen sind dann die Deutschen, denn fortan rollten die Angriffe auf den Kasten Neuers. England hatte seine stĂ€rkste Phase und bewies, warum sie zur Weltklasse gezĂ€hlt wurden. Doch ein ĂŒberragender Arne Friedrich und die Reflexe Neuers bewahrten unsere Elf vor dem Ausgleich.
Die Defensive wankte, fiel aber nicht. Das nahm sich die Offensive zu Herzen und zerlegte in Halbzeit 2 den Gegner völlig. Der doppelte MĂŒller zeigte den EnglĂ€ndern ihre Grenzen auf und sorgte fĂŒr einen auch in der Höhe verdienten deutschen Sieg.
Insgesamt war ich von der englischen Mannschaft enttÀuscht.

Im Viertelfinale treffen wir auf Maradonnas Argentiniern. Die schlugen wir im Finale 1990 und zuletzt 2006 im Viertelfinale. Jetzt die Revanche. Die Gauchos allerdings sind in Topform, haben WeltklassestĂŒrmer und den Messi.
Das wird ein hartes StĂŒck Arbeit und das Ergebnis ist offen. Argentinien ist Favorit, hat wirklich tolle Fußballer. Doch unsere junge deutsche Mannschaft hat gezeigt, sie muss vor niemandem Angst haben.
Eine knappe Kiste, aber wie immer hoffe ich auf ein positives Ende fĂŒr uns. Wenn zwei offensivstarke Mannschaften aufeinandertreffen, machen Kleinigkeiten den Unterschied aus.
DrĂŒcken wir die Daumen!

Auch Afrika ist noch im Turnier vertreten, Ghana sei Dank! Ich bin gespannt, wie die sich gegen Uruguay schlagen. Ich tippe auf ein Weiterkommen dank des gefĂŒhlten Heimvorteils.

Ansonsten gibt es noch attraktive Achtelfinalspiele. Sowohl Brasilien gegen Chile wie Spanien gegen Portugal verheißen Fußballfeste. Hoffen wir das Beste. Schließlich hat das Turnier an Fahrt aufgenommen und es sind die Deutschen, die fĂŒr Tore und Kombinationen stehen.
Ja, ihr lieben Sambabrasilianer. Da mĂŒsst ihr euch noch ein wenig steigern. Bisher war das eher biedere Kost. Das wird schwer gegen feurige Chilenen.
Und auch die Schönwetterfußballer Hollands haben eine Wandlung durchgemacht und gewinnen eher bieder mit deutschen Tugenden.
Schauen wir mal. Sollte die HĂŒrde Argentinien gemeistert werden, wĂ€re eine Neuauflage des Fußballfinales 1974 durchaus denkbar.
Und mit dem Ergebnis könnten wir leben!
Aber vorher fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter.
Genießen wir am Samstag ein weiteres Fußballfest. Mit einem hoffentlich attraktiven Spiel.

__________________
Der ErnstFall Michael Schmidt

Version vom 28. 06. 2010 11:24

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