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Leselupe.de > Gereimtes
Das Burgfräulein
Eingestellt am 05. 03. 2012 00:10


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Maseltov
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DAS BURGFRÄULEIN


Ein Burgfräulein im roten Kleid
sitzt unter einem Baume.
Die Tränen voller Traurigkeit
hält sie geschickt im Zaume.

Der Rittersmann, der dazumal
nach vielen süßen Worten
geworden war ihr Eh’gemahl,
jagt nun an fremden Orten.

„Ich liebe wilden Wassers Kraft“,
so sprach der edle Ritter,
„drum habe ich mich aufgerafft,
im Schlosse schmeckt es bitter.

Nur deine Seele will ich noch
inmitten meiner Zinnen.
Dein Wasser aus dem finst’ren Loch
soll in die Gosse rinnen.“

Und so sieht sie nun voller Hohn
mit Worten voller Finten
der großen Liebe billig Lohn
in Ritters Lust entschwinden.

„Ist es der Teufel, der so spricht?“
fragt sie in Freundes Kreise,
„Ein Ritter ist doch ritterlich,
sei brav!“ sagen sie leise,

„und wenn er voller Teufel wär,
so ist es unsre Pflicht,
zu glauben an des Ritters Mär
und an den Teufel nicht.“

Jäh wacht sie auf aus bösem Traum
und schaut auf eine Wand,
auf der aus weißer Sahne Schaum
ein Luther-Spruch geschrieben stand:

UND WENN DIE WELT VOLL TEUFEL WÄR
UND WOLLT’ UNS GAR VERSCHLINGEN,
SO FÜRCHTEN WIR UNS NICHT SO SEHR,
ES SOLL UNS DOCH GELINGEN-



__________________
Wer spricht - egal - er rette sich

Version vom 05. 03. 2012 00:10
Version vom 05. 03. 2012 13:41

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wirena
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Hej Maseltov

ja, ....mir geht es wie Joneda und Marie-Luise. Erlebe den Film einer alten, immer wieder neuen Geschichte.... Sehr einfühlsam und anschaulich in Verse gefasst, die nicht nur kraftvoll, sondern irgendwie auch in trotzig geerdeter Zuversicht münden – Mut machen für Taten –

Anmerkung: Zitat: siehe 1. Zeile 3. Strophe:

„Ich liebe wilden Wasers Kraft“

Bitte ergänze das fehlende „s“ im Wasser – kraftvoll soll es fliessen! Danke

LG :-)

__________________
Das Innere oder Innerliche ist um so wirklicher, als ich es mir immer wieder erobern muss.
"Was ich selbst erlebt habe, ist nur dann wahr, wenn es als verwandelter Vorgang wiederkehrt. Hans Bender, geb. 01.07.1919

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Maseltov
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hallo Marie-Louise,
das Luther-Zitat war Absicht - es zeigt die Aktualität Luthers.

Er wagte deutliche Sprache.

Der Hintergrund ist übrigrens aktuell.




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