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Leselupe.de > Krimis und Thriller
Das Date
Eingestellt am 09. 08. 2005 13:18


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Mo
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2005

Werke: 3
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Das Date

„Wie du geschaut hast, als ich dir die Cola ├╝ber den Kopf gesch├╝ttet habe“, Emma zwinkerte Peter am├╝siert zu.
„Na ja, ich habe es wohl verdient, nachdem mein Salat auf deinem Rock gelandet ist.“ Er sch├╝ttelte grinsend den Kopf.
War es wirklich erst drei Tage her, dass er diese tolle Frau kennen gelernt hatte? Gott, ist sie sch├Ân, dachte Peter. Sie wandte gerade ihr Gesicht der Sonne entgegen und schloss vertr├Ąumt die Augen. Ihr gebl├╝mtes Sommerkleid zeigte genug Haut, um aufreizend zu wirken.
Peter wischte sich den Schwei├č von der Stirn. „M├Âchtest du noch einen Schluck Cidre?“ Er beugte sich schon zum Picknickkorb.
„Ja, gern.“ Emma lie├č sich auf die Decke fallen, wobei Ihr Kleid hoch rutschte und die braungebrannten Oberschenkel freilegte. Er starrte auf die nackte weiche Haut und kippte dann seinen Cidre in einem Zug runter. In diesem Augenblick machte Emma die Augen auf.
„Hey, bekomme ich nichts ab?“ Sie l├Ąchelte verf├╝hrerisch.
„Oh, nat├╝rlich.“ Er r├Ąusperte sich und sch├╝ttete mit zitternder Hand einen zweiten Becher ein, wobei etwas der goldgelben Fl├╝ssigkeit auf Emmas Arm tropfte. „Hhmmm“, sie erschauerte. Peter lie├č fast den Becher fallen. Schnell sah er sich um. Sie sa├čen auf einer menschenleeren Lichtung. Er h├Ątte besser den Stadtpark f├╝rs Picknick ausw├Ąhlen sollen, wo spielende Kinder und spazierende Senioren ihn von Dummheiten abhalten w├╝rden.
„Du hast hier wirklich ein verlassenes Pl├Ątzchen gefunden“, sagte sie mit einem Glitzern in den Augen.
„Ich war mit meinen Sch├╝lerinnen vom Kunstunterricht hier. Sie sollten die pure Natur zeichnen“, erwiderte er, worauf Emma pl├Âtzlich loskicherte. Peter hob erstaunt eine Augenbraue.
Grinsend drohte sie ihm mit dem Zeigefinger „So so. Alles nur M├Ądchen?“ Gleichzeitig zerquetschte sie mit aller Kraft eine Kirschtomate, die neben ihr Knie gekullert war. Den d├╝nnen Saft, der zwischen ihren Fingern herunter rann und ihr Kleid beschmutzte, ignorierte sie. Peter stutzte einen Moment, schluckte aber seine Bemerkung runter, als ihn Emmas begehrlicher Blick traf. Lasziv richtete sie sich auf und rutschte n├Ąher zu ihm, wobei ihre Brust wie zuf├Ąllig seinen Arm ber├╝hrte. Augenblicklich schoss das Blut in seinen Unterleib. Wenn ich nicht acht gebe, fange ich an zu hecheln wie ein Schuljunge.
„Ich mag dich“, hauchte sie ihm ins Ohr.
„Ich dich auch. Sehr!“ Oh nein, jetzt hechle ich wirklich.
„W├Ąre es sehr frech von mir, wenn ich dich jetzt k├╝sse?“
„Nein, ab…aber…“ Seit wann stottere ich, ging Peter noch durch den Kopf, doch da hatte sie ihm schon einen zarten Kuss auf die Lippen gehaucht. Im Nu war Peter verzaubert. Er zog sie zu sich und k├╝sste sie sanft. Was mache ich hier blo├č? Doch als Emma seinen Kuss erwiderte, wollte er sich nicht mehr zur├╝ckhalten. Er krallte seine Finger in ihre Haare und presste seine Lippen hart auf die ihren. Einen Augenblick hatte Peter das Gef├╝hl, als w├╝rde Emma sich zur├╝ckziehen wollen. Doch er war schon so in Fahrt, dass er seinen Griff verst├Ąrkte. Schon versuchte er Emma zu Boden zu dr├╝cken, als ein Stechen in der Seite ihn pl├Âtzlich zusammen zucken lie├č. Ein unbeschreiblicher Schmerz im Bauch nahm ihm den Atem. V├Âllig benommen lie├č er von Emma ab und schaute an sich herunter. Sein wei├čes T-Shirt war rot durchtr├Ąnkt.
Verdutzt blickte er zu ihr hoch. Doch das liebliche Gesicht hatte sich zu einer Fratze gewandelt. Ihre Augen hatten jede Sanftheit verloren. Sie blickte ihn kalt und dunkel an.
„Was…“, stammelte er.
„Du mieser Hund“, zischte sie. Jetzt traf ihn das Messer wieder in den Bauch. „Ihr verfluchten Lehrer, glaubt ihr alle so unwiderstehlich zu sein?“ keifte sie und stach erneut zu. Das Blut spritzte und besudelte Emmas zartes Kleid. Einige G├Ąnsebl├╝mchen auf der Wiese erzitterten unter den herabfallenden Blutstropfen.
„Oh nein. Ich lasse nicht zu, dass der kleinen Emma wieder weh getan wird“, piepste sie wie ein kleines Kind.
Nur noch dumpf vernahm er ihr irres Gekicher.
Ich muss weg. Warum kann ich mich nicht bewegen?
Wie durch einen Schleier registrierte er das Blut auf ihren goldenen Locken. Sein Blut.
Peter bemerkte kaum mehr, wie er in sich zusammensackte. Das Zwitschern der V├Âgel, das Rauschen des Windes in den B├Ąumen. Alles war verschwunden. Er nahm noch einzig das Aufblitzen der Klinge war, wie sie immer und immer wieder auf ihn niedersauste.
Und dann war alles still.
Und dunkel.

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ScarlettMirro
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Nov 2003

Werke: 23
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Hi Mo,

auf jeden Fall hast du die Konturen deiner Geschichte versch├Ąrfen k├Ânnen. Hmm, aber kann man eine Kirschtomate mit aller Kraft zerquetschen? Sie gibt doch schon so schnell auf, unpassierbar zu sein!

Mir gef├Ąllt deine ├ťberarbeitung und bin gespannt, was andere dazu meinen!

Gr├╝sse
Scarlett
__________________
Kritik? Gern sachlich und konstruktiv, aber bitte mit Sahne!

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F Fuller
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2005

Werke: 0
Kommentare: 116
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Hallo Mo,

habe mir eben Deinen Text durchgelesen und frage mich jetzt, ob Emma vorher schon wu├čte, dass ihr Opfer ein Lehrer war oder ob sie spontan handelt, als er es ihr erz├Ąhlt. Und warum hasst sie Lehrer so? Hat es etwas mit amour├Âsen Gef├╝hlen zu tun oder hat ein Lehrer sie durch eine wichtige Pr├╝fung fallen lassen oder war ein Lehrer einfach nur grausam zu ihr?

Gru├č

Fuller

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