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Leselupe.de > Gereimtes
Das Dilemma unserer Soldaten
Eingestellt am 27. 12. 2009 15:43


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helmut ganze
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Das Dilemma unserer Soldaten

Wie ist die Lage doch verzwickt.
Soldaten, in den Krieg geschickt,
der keiner sei, wie`s ringsum t├Ânt,
die sollen dort, erfolgsverw├Âhnt
und ohne noch viel nachzudenken,
viel fremden Menschen Wohlstand schenken.

Und dort, in diesen fernen Landen,
wo andere den Tod schon fanden,
da sehen sie nur brave Bauern
auf ihren Schlafmohnfeldern kauern.
Kein Feind zu sehen weit und breit,
man ├╝bt vernetzte Sicherheit.

Doch pl├Âtzlich, aus dem Hinterhalt,
da kommt der Gegner und es knallt
und Bomben, Minen und Granaten
gef├Ąhrden unsere Soldaten,
da wird nat├╝rlich fest entschlossen
auf diesen Feind zur├╝ck geschossen.

Wenn dann bei diesem Kr├Ąftemessen
wir dabei Zivilisten treffen
und einer stirbt vielleicht dabei,
erhebt sich pl├Âtzlich ein Geschrei.
Der Staatsanwalt wird eingeschaltet,
damit er seines Amtes waltet.

Wir d├╝rfen, auch wenn es vonn├Âten,
doch niemals Zivilisten t├Âten.
Wie aber soll man sie erkennen,
die, die wir Terroristen nennen,
wenn sie sich landes├╝blich kleiden,
von anderen nicht unterscheiden.

Man soll nicht angstvoll weiter schweigen
und endlich einmal Flagge zeigen,
da muss man den Soldaten sagen,
die ihre Haut zu Markte tragen,
das, was ihr tut, ist Krieg zu nennen.
Wir sollten uns dazu bekennen.

Heidenau, den 27. 12. 2009




Version vom 27. 12. 2009 15:43

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HerbertH
???
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Lieber Helmut,

f├╝r den Inhalt ist das Gedicht eindeutig zu lang, finde ich.

Und inhaltlich? Da scheint es mir, dass die Benennung 'Krieg' zwar berechtigt ist, aber niemand weiterhilft, der grad get├Âtet wurde. Ob wir das Krieg nennen oder nicht, ist den Kugeln egal. Das Dilemma ist nicht nur eines der Soldaten.

Viele Gr├╝├če

Herbert
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Thylda
???
Registriert: Aug 2002

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Lieber Helmut

Nicht zu lang und richtig gut. Der Plauderton in dem Dein Gedicht daherkommt, unterstreicht noch den Zynismus dieser Kriegshandlungen. Gern gelesen. G├Ânne mir aber trotzdem in der Unter├╝berschrift noch ein "r"

Liebe Gr├╝├če
Thylda
__________________
allgemeine Warnung: bei meinen Beitr├Ągen ist Ironie nicht auszuschlie├čen

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helmut ganze
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s.o.

Lieber Herbert,

da hast Du schon recht, f├╝r den Get├Âteten ist es egal, ob ihn der t├Âtliche Schuss im Krieg oder im Frieden trifft. Darum geht es mir aber nicht. Kein Mensch, auch kein Soldat, hat das Recht, im Frieden ungestraft einen Menschen zu t├Âten, da kommt der Staatsanwalt. Vor diesem Problem stehen auch unsere Soldaten in Afghanistan. Da es dort offiziell keinen Krieg gibt, stehen sie vor einem Dilemma, wenn sie einen Zivilisten t├Âten, denn Soldaten als Gegner gibt es dort nicht, auch wenn sie angegriffen werden. Es ist f├╝r einen Soldaten schon wichtig, ob der Staatsanwalt und die Rechtsordnung hinter ihm stehen oder nicht.

Lirbe Gr├╝├če

Helmut

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helmut ganze
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s.o.

Liebe Thylda,

vielen Dank zun├Ąchst f├╝r das -r-, habe es direkt ├╝berlesen.
Was die L├Ąnge meines Gedichtes betrifft, so hast Du vollkommen recht, ich finde es auch nicht zu lang.
Im Gegenteil, bei diesem Thema ist es gar nicht so leicht, sich noch k├╝rzer zu fassen. Ich habe auch versucht, etwas lockerer mit dieser ernsten Geschichte umzugehen und danke Dir f├╝r Deine diesbez├╝gliche Zustimmung.

Liebe Gr├╝├če und auf ein neues Jahr

Helmut

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petrasmiles
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Lieber Helmut,

das ist ja eine verr├╝ckte Idee, ├╝ber eine solche Thematik zu reimen! Klasse!
Ich dachte erst an Wilhelm Busch, oder eine Moritat - daf├╝r w├Ąre Dein Gedicht eindeutig zu kurz :-)

Spinoza,
ich glaube, Dein Einwand greift zu kurz, auch, wenn ich ihn spontan teilen m├Âchte: Es ist aber legitim, wenn junge Menschen in der Bundeswehr ihren Berufsweg beschreiten - egal, aus welchen Gr├╝nden.
Aber es ist nicht in Ordnung, wenn die Politik ihr Unverm├Âgen auf Kosten der Soldaten vor Ort aussitzt. Wenn der Staatsanwalt wartet, ist es eben nicht nur eine Frage von akdamischen oder v├Âlkerrechtlichen Sprachregelungen.
Eigentlich m├╝ssten alle Soldaten nach Hause kommen und sagen: Macht doch euren Schei├č alleine. W├Ąre das dann Desertion?

Und das Fazit: Der letzte in der Kette kriegt eins in die Fresse.
Doch eine Moritat.

Liebe Gr├╝├če
Petra
__________________
Nein, meine Punkte kriegt Ihr nicht ... ! Gegen Bevormundung durch Punktabzug f├╝r Gutwerter!

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helmut ganze
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s.o.

Liebe Petra,

Du hast Recht, warum soll man nicht auch ein aktuelles Thema, das vielen von uns auf der Seele brennt, aufgreifen.
Ich danke Dir f├╝r Dein Verst├Ąndnis f├╝r meine kleine Reimerei und daf├╝r, dass sie Dir gefallen hat.

Liebe Gr├╝├če

Helmut

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