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Leselupe.de > Kurzprosa
Das Dorf und die weite Welt
Eingestellt am 19. 04. 2009 21:07


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ridding
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Registriert: Feb 2009

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Es war einmal ein abgelegenes kleines Provinzdorf, das wollte auch die Verbindung zur gro├čen weiten Welt haben, also gingen die Bewohner hin und bauten einen Bahnhof. Aber da es keine Eisenbahnstrecke gab, an die der Bahnhof angeschlossen war, blieben sie weiterhin von der Welt getrennt. Doch die braven Leute lie├čen sich nicht entmutigen und bauten eine Autobahnauffahrt. Aber weil es keine Autobahn gab, auf welche die Auffahrt f├╝hrte, blieben sie weiterhin von der Welt abgeschottet. Da ├╝berlegten die Dorfbewohner lange, was sie nun anstellen sollten, um endlich die Verbindung zur gro├čen weiten Welt zu bekommen. Und sie kamen darauf, einen Flugplatz zu bauen, denn, so dachten sie sich, die Flugzeuge kommen schlie├člich durch die Luft, da braucht es weder eines Schienenstranges noch einer Autobahn, die zu uns hinf├╝hrt. Aber als der Flugplatz fertig war, wollte dort kein einziges Flugzeug landen, und so blieb das Dorf weiterhin von der Welt abgeschieden. Doch eines Tages entdeckten einige Milit├Ąrs den Flugplatz und sie dachten: Ei, so einen gro├čen Platz k├Ânnen wir doch gut gebrauchen, um das Bombenabwerfen zu ├╝ben. Erst hatten die Dorfbewohner Bedenken gegen den Plan, aber dann dachten sie sich, bevor dieser Platz zu gar nichts n├╝tze ist, da sollen doch lieber die Flieger ihre Bomben drauf abwerfen, dann kommen vielleicht wenigstens ein paar Soldaten ins Dorf. Und so fingen die Flieger an, ihre Bomben auf den Platz abzuwerfen, aber das rumpelte und krachte und zischte und polterte, dass es den Dorfbewohnern doch bald zu viel wurde, und sie lie├čen die Soldaten keine Bomben mehr abwerfen. Aber als sie sich den Platz dann ansahen, konnten sie nur noch mit dem Kopf sch├╝tteln. Aus dem sch├Ânen Gel├Ąnde war ein einziger gro├čer zerfurchter Krater geworden. Als allerdings ein paar Jahre ins Land gegangen waren, war der Krater voll mit Wasser gelaufen und es war ein See daraus geworden, ja, es war der gr├Â├čte und sch├Ânste See weit und breit. Und weil nun die Leute von ├╝berall her kamen, um in dem See zu baden, wurden bald eine Eisenbahnlinie und eine Autobahn zu dem See gebaut und der Bahnhof und die Autobahnauffahrt waren doch nicht umsonst. Doch mit der Autobahn und der Eisenbahn kamen dann noch mehr Menschen, so dass viele Dorfbewohner schlie├člich meinten: ÔÇ×Ach, hatten wir es doch nur wieder so sch├Ân ruhig wie fr├╝her.ÔÇť

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