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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Das Ende des Schweigens
Eingestellt am 28. 01. 2008 12:56


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Wolfgang Bessel
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Das Ende des Schweigens

Es bedurfte des brutalen U-Bahnüberfalls in München, der über die TV-Sender ausgestrahlt wurde, um die Bevölkerung bis ins Mark zu erschüttern und eine breite Diskussion über die Jugendkriminalität zu entfachen!

Ähnlich brutale Vorfälle von deutschen und ausländischen Jugendlichen geschehen in unseren Großstädten Tag für Tag und werden seit etwa zwanzig Jahren von der Polizei statistisch erfasst. Warum erst jetzt der Aufschrei und die verlogene Betroffenheit der Politiker?
Die Zahlen sind unseren Volksvertretern, die geschworen haben, ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen und Schaden von ihm zu wenden, längst bekannt.

Jahrelang hatte die Presse für die Berichterstattung von Jugendgewaltdelikten lediglich eine kleine Rubrik im überregionalen Teil übrig und verschwieg bewusst den ethnischen Hintergrund der Täter. Die fadenscheinige Begründung: Rechtradikale hätten eventuell daraus Nutzen ziehen können. Heute sind die Meldungen wesentlich informativer.

Der Bürger kochte innerlich, aber schwieg bislang zu der weitverbreiteten Ignoranz in unserer Gesellschaft. Sobald er nämlich den Mund aufmachte oder über die unsäglichen Gewaltexzesse der Jugend offen schrieb, wurde er sofort in die rechte Ecke gestellt und mit ideologischem Schmutz beworfen.

Kaum jemand sagte noch ehrlich, was er meinte. Die angstfreie Auseinandersetzung war die Seltenheit. Eine Vertiefung des Themas hat nichts mit rechtsradikalen Ansichten zu tun, sondern nur mit den jugendlichen Intensivtätern.

Man schwieg besonders gründlich in Zeiten der MultiKulti - Hochstimmung. Weder Lehrer, Richter, Staatsanwälte noch Politiker waren bereit, über die wachsende Gewalttätigkeit von Jugendlichen mit türkischer, arabischer und anderer ausländischer Herkunft offen zu diskutieren, und wenn doch – dann bekamen sie von oben einen Maulkorb verpasst.
Das jüngste Beispiel: Der Berliner Oberstaatsanwalt Roman Reusch, dessen Abteilung sich um jugendliche Intensivtäter in Berlin kümmert, durfte nicht bei „Hart aber fair“ erscheinen. Redefreiheit? Mitnichten! Justizministerin Zypries (SPD) erklärte: „Der Richter ist Beamter, für ihn gilt das Dienstrecht. Wenn er sich öffentlich äußern will, braucht er eine Genehmigung, basta“. Diese wurde ihm versagt. Toll!

Gottlob gibt es noch mutige Menschen wie beispielsweise den Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky. Er hat, als man ihm die dringend notwendigen Polizisten zum Schutze der Schulen verweigerte, private Wachmänner eingestellt, die nun das erledigen, was eigentlich Aufgabe des Staates wäre.

Unter dem Schweigen, Wegsehen und Nichthandeln fast aller staatlichen Organe hat das ohnehin ramponierte Ansehen der Politiker und der Bundesrepublik schwer gelitten.
Der Glaube an die FĂĽrsorge des Staates fĂĽr seine BĂĽrger, die schon um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg fĂĽrchten mĂĽssen, ist seit langem verspielt.
Der Bürger fühlt sich in Großstädten schon tagsüber unsicher; es befallen ihn aber noch viel größere Ängste, wenn er einmal spätabends zu Fuß unterwegs ist oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen muss. Die früher so nicht gekannte Schutzlosigkeit wächst und nervt heute die Menschen.

An diesem Zustand sind nach übereinstimmender Meinung von Kriminologen in erster Linie die Gruppe der jugendlichen Intensiv-Straftäter in den Großstädten schuld. Allein in NRW gibt es davon etwa 4400.

Jugendliche mit einer Sprachkultur aus der untersten Schublade, übelsten Beleidigungen, rabiaten Prügeleien, Diebstählen, räuberischen Erpressungen und anderen Gewaltdelikten sind unerträglich geworden.
Die Gewalttäter treten ungehemmt auf den Straßen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, Bahnhöfen, Geschäften, den Schulhöfen, und bei Veranstaltungen auf. Sie sind oft alkoholisiert oder stehen unter Drogen und schlagen einzeln oder in Cliquen zu.

Verzweifelte Eltern und Ausbilder protestieren, doch es geschieht entweder nichts oder zu wenig. Frustriert bringen Eltern, wenn irgendwie möglich, ihre Kinder auf andere Schulen oder ziehen um in kleinere Gemeinden.

Die Bevölkerung schweigt nicht mehr zu diesen hässlichen Auswüchsen. Die vielen Leserbriefe und erregten Diskussionen in der Gesellschaft sind eindeutige Zeichen, dass es dem Volk reicht! Der Bürger macht heute den Mund auf und hofft, dass sich der Staat im Umgang mit kriminellen Jugendlichen endlich etwas einfallen lässt.

Es leben in unserem Land viele Millionen gesetzestreue Einwanderer, die sich vorbildlich verhalten. Jedoch gibt es hier eine Randgruppe, die Sorgen bereitet.

Es ist Tatsache, dass achtzig Prozent der jungen Intensivtäter aus Einwanderer-Familien stammen und arabische und türkische Jugendliche die Gewaltstatistik eindeutig anführen.

Damit bin ich in der Realität vieler Migranten angekommen:
In unzähligen dieser Familien wird vor allem mit Gewalt erzogen. Hier herrscht eine muslimisch-archaische Tradition, die mit unserer Kultur nichts gemein hat. Hier laufen fast alle Integrationsbemühungen ins Leere.
Schlagende Väter, Brüder mit Machoverhalten und ein Umfeld, das die Deutschen als ungläubige Schweinefresser, Scheiss-Deutsche und Nazis verachtet, sind ein Nährboden der Gewalt. Wir dürfen nicht zulassen, dass unser Land durch dieses Milieu zum Hassobjekt wird.
Diese verachtende Einstellung verdanken wir auch der dümmlichen Taktik einiger muslimischer Verbandsfunktionäre.
Sobald auch nur die geringste Kritik an der mangelnden Erziehung junger Deutsch-Muslime, die straffällig wurden, geübt wird, reagieren sie mit dem Totschlagargument des Rassismus.
Aufgebracht reagierten sie auch, als sich eine Berliner Schule mit Kindern aus verschiedenen Herkunftsländern einigte, miteinander nur noch Deutsch zu sprechen.
Als vor einigen Monaten das Einwanderungsgesetz geändert wurde und die Frauen aus der Türkei zu einem kleinen Deutschkurs verpflichtet wurden, krakelten dieselben Herren auch gegen dieses „unzumutbare Zwangsmittel“.

In allen politischen Sendungen, die diesen Funktionären als willkommenes Forum dienen, hatte an den Erziehungsdefiziten der Straftäter immer nur unsere Gesellschaft Schuld.
Es sind doch größtenteils i h r e jungen Leute, die teilweise durch das geistige Zündeln in den Moscheen und Foren fanatisiert werden. Fast alle Integrationsbemühungen sind bisher kläglich gescheitert, daran sind einige dieser „Repräsentanten“ maßgeblich Schuld.
Tut endlich was, und helft mit bei unseren Integrationsanstrengungen, und versucht mit uns gemeinsam die sozialen Ursachen auszumerzen!

Aus Angst isoliert und angefeindet zu werden oder ihrer Ideologie untreu zu werden, vermeiden es die Politiker der Opposition und Teile der SPD immer noch, ihre Meinung hinsichtlich der bekannten Gewaltstatistik öffentlich zu äußern und scheuen zu diesem Thema eine ehrliche Auseinandersetzung. Das ist natürlich eine katastrophale Haltung und zeugt von einer Scheuklappenpolitik, die der Mehrheit unserer aufgeklärten Bürger nicht mehr zu vermitteln ist.

Der Abschied von Multikuli ist in unserer Bevölkerung längst eingeläutet. Das Läuten ist leider noch nicht bei der Betroffenheitsmimin Roth und anderen violetten Politikern angekommen.
Es scheint, als hätte ihre Wegschau- und Utopiepolitik bisher nur die Integration krimineller Jugendlicher gefördert, denn ausländische und deutsche jugendliche Straftäter haben sich mittlerweile zusammengerottet.

Zurzeit erhitzt Roland Koch (CDU) die Gemüter. Es geht ihm angeblich um die drastische Verschärfung des Jugendstrafrechts und verkündet u. a.:
"Ich bin der akzeptierte Sprecher einer schweigenden Mehrheit von Deutschen“.
Es ist bedauerlich, dass er besonders dann kernige Sprüche klopft, wenn in Hessen Wahlen anstehen. Es bleibt abzuwarten, ob sich nach der Wahl in Hessen etwas bewegt. Denn dieses Land glänzt nun wirklich nicht in der Kriminalstatistik.

Auf jeden Fall hat Koch eine längst überfällige Diskussion entfacht. Und er hat damit Recht, wenn er darüber hinaus eine Debatte einfordert, wie man in Ausnahmefällen gegen sehr aggressive Schläger und Kinderbanden unter 14 Jahren vorgehen soll. Ein Schnupperbesuch im Knast wäre für einen Großteil der strafunmündigen Kinder gewiss eine heilsame Lehre.

Jugendstrafrecht i s t ein brennendes Thema. Das bewies auch der Titel „Jung, brutal und nicht von hier“ der TV-Sendung „Hart aber fair“. Der Sender erhielt viermal mehr Anrufe und dreimal mehr Mails als sonst.
Das hochbrisante Problem der Jugendkriminalität brodelt seit Jahren im Bundes-Topf und ist nicht nur ein befristetes Wahlkampfgetöse. Es wird höchste Zeit, dass sich alle demokratischen Volksparteien an einen Tisch setzen und den Deckel vorsichtig vom Topf nehmen, er könnte ihnen sonst eines Tages leicht um die Ohren fliegen.

Die zwingend notwendige Debatte über die Jugendkriminalität wird unser Land auch nicht spalten, wie es von den Herren Struck, Beck (beide SPD) und dem türkischstämmigen Grünen-Politiker Özcan Mutlu vorausgesagt wird.
Alle Parteien mĂĽssen endlich aus ihrer Selbstblockade heraus. Linke Tabus mĂĽssen fallen. Parteitaktische VorwĂĽrfe wie Rechtspopulismus, Wahlkampfhetze und AngstschĂĽren sind dem BĂĽrger und den Jugendlichen wenig hilfreich.

Die Hauptursachen für die kriminellen Karrieren aller Jugendlichen sind der Bevölkerung und Politikern seit langem bekannt:
Erziehungs-, Bildungsdefizite, die Arbeitslosigkeit, Armut, Isolierung, Sozialneid, und bei ausländischen Jugendlichen die Sprachbarriere.
Vorbilder haben die meisten Straftäter nie gehabt. Viele der Jugendlichen kommen aus zerrütteten Familien und einem miesen Lebensumfeld. Seelisch und erzieherisch vernachlässigte Kinder aus gutsituierten Familien, die niemals Respekt, Pflichtgefühl und Verantwortungsbewusstsein gelernt haben, geraten nicht minder auf die schiefe Bahn.

Wie könnten die Institutionen die ausufernde Jugendkriminalität in den Griff bekommen?

Beispielsweise durch eine k o n s e q u e n t e Anwendung der bestehenden Gesetze. Mit Hilfe von Schnellgerichten könnte eine resolute und zeitnahe Verurteilung erfolgen.
Die meisten Urteile fallen jedoch viel zu milde aus. Mit leichten Strafen für schwere Vergehen muss endlich Schluss sein! Sozialstunden im Kindergarten und einige Stunden Jugendpsychiatrie sind Lachnummern! Eine Verfahrensreform könnte m. E. die Verzögerungstaktik der Verteidiger aushebeln.

Über die falsche Ideologie der Toleranz, des Verzeihens und Verstehens unserer Richter machen sich ja schon die Straftäter in Fernsehen lustig!

Man muss sich einmal den Frust unserer Polizeibeamten vorstellen, die oft unter Einsatz ihres Lebens die Verbrecher stellen und dann enttäuscht mit ansehen müssen, dass man diese Chaoten noch nicht einmal präventiv in Untersuchungshaft steckt. Es werden in der Regel lediglich die Personalien aufgenommen, danach verlassen die Täter grinsend und Stinkefinger zeigend die Polizeiwache.

Ob Entscheidungsträger jemals darüber nachgedacht haben, wie erbärmlich sich nach so einer laschen Täterbehandlung die Opfer fühlen?
Von den psychisch und körperlich geschundenen oder getöteten Menschen ist fast nie die Rede. Es geht in den Diskussionen meist nur um die „armen Täter“. Der Opferschutz kommt bei uns viel zu kurz. Dazu passt die ehrliche Aussage des Berliner Innensenators Ehrhart Körting (SPD), deutsche Richter würden kriminelle Migranten nicht hart genug bestrafen. Die Psyche des Opfers sei "etlichen Richtern scheißegal".

Die Zahl von Jugendarrest- und Erziehungseinrichtungen in der Form der Jugendhilfestätte „Raphaelhaus“ in Dormagen sollte dringend erhöht werden. Die Jugend will geführt werden und muss früh Respekt und Grenzen kennenlernen. Eltern und Schulen müssen bei der Erziehung strengere Maßstäbe anlegen und enger zusammenarbeiten. Mit Einführung von Kopfnoten in den Zeugnissen ist es allein nicht getan.

Natürlich kosten die Maßnahmen Geld. Viel Geld sogar. Aber wer die Budgets für präventive Jugendhilfe zusammenstreicht, braucht sich über nichts mehr wundern.
Wachpersonal in S- und U-Bahnen, verstärkte Videoüberwachung in allen öffentlichen Verkehrsmitteln würden mit Gewissheit eine abschreckende Wirkung erzielen. Überfälle kann man deshalb nicht ausschließen, jedoch eindämmen.
In Berlin hat man gegen den erbitterten Widerstand der GrĂĽnen und der FDP diese Einrichtungen installiert. Die Damen und Herren der Opposition mĂĽssen ja nicht befĂĽrchten, nachts zusammengeschlagen zu werden. Sie fahren nachts nicht mit der Bahn. Sie lassen sich in geschĂĽtzten Limousinen nach Hause chauffieren oder haben Bodyguards an ihrer Seite.

Ferner müssen die Lücken im Jugendstrafrecht geschlossen werden. Beispielsweise sollte neben einer Bewährungsstrafe auch ein sogenannter „Warnschussarrest“ verhängt werden. Strenge Jugendstrafen müssen künftig die Kuschel-Verwarnungen ersetzen. Junge Delinquenten und deren Umfeld sollten von Sonderermittlern regelmäßig beobachtet werden.
Ungewöhnliche Erziehungsmaßnahmen lassen den Bürger neuerdings erstaunen. 2006 waren zum Beispiel 600 Kinder und Jugendliche zu intensivpädagogischen- oder erlebnisintensiven Auslandsmaßnahmen geschickt worden. Ein Jugendlicher aus Hessen erhielt jetzt seine letzte Chance in einem sibirischen Erziehungslager. Ja, wenn es denn hilft und sogar noch zwei Drittel weniger kostet (150 Euro) als ein deutscher Heimplatz, warum nicht!
Über eine Kindergartenpflicht, ähnlich der Schulpflicht, sollte man ernsthaft diskutieren. Erziehung und Sozialverhalten müssen die Kinder schon sehr früh erfahren. Das lernt man nicht vor der Glotze.

Jugendämter bedürfen dringend personeller Verstärkung, und die Zahl der Sozialpädagogen, Polizisten, Richter und Staatsanwälte muss überzeugend aufgestockt werden.

In Berlin hat man neuerdings die Zügel angezogen und strengere Jugendstrafen verhängt. Dies aber erst, nachdem die dortigen Bürgermeister öffentlich erklärten, dass die zweite und dritte Generation chancenlos gewordener Zuwanderer Teile Berlins unregierbar gemacht hätten. Trotzdem steigt dort immer noch die Zahl der Jugendgewaltdelikte.
Ich empfehle in diesem Zusammenhang jedem Berlin-Besucher, einmal die Stadtteile Neukölln, Kreuzberg, Moabit und Wedding zu besuchen. Hier hat man wirklich das Gefühl, nicht mehr in Deutschland zu sein. Hier kann, wenn überhaupt, nur eine Minimal-Integration stattfinden.
Stadtteile mit einer brisanten Parallelgesellschaft entstanden auch in anderen Großstädten. Diese Viertel führen überall die Statistik der Jugendkriminalität an. Das kann niemanden gleichgültig lassen.

Die Abschiebung ausländischer Intensivtäter sollte doch spätestens nach den Bankrotterklärungen der Berliner Bürgermeister und der vielen brutalen Übergriffe kein Hindernis mehr sein. Ist es aber.
Es müsste geprüft werden, ob das EU-Assoziierungsabkommen verändert oder wenigstens flexibler gestaltet werden könnte. Türkische Bürger fallen fast alle unter dieses Abkommen. (Angeworbene Arbeitnehmer und deren Angehörige kann man nur abschieben, wenn sich die Straftäter noch nicht lange in Deutschland aufhalten. Intensivtäter sind aber meist Jugendliche, die hier geboren wurden oder als kleine Kinder hierhergekommen sind).

Wie kann jeder einzelne von uns mithelfen, dass jugendliche Täter nicht zuschlagen?

Jeder Mitbürger sollte, wenn irgendwie möglich und kalkulierbar – Zivilcourage zeigen und nicht wegsehen, wenn Gefahr droht. Eine Gruppe beherzter Erwachsener kann durchaus auf den/die Täter Eindruck machen, andere können die Polizei verständigen oder die Täter verfolgen. Dadurch kann möglicherweise großes Leid abwendet und der/die Täter schneller gefasst werden.

Die 2006 arrangierte Islamkonferenz von Wolfgang Schäuble (CDU) und der Integrationsgipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) waren der Versuch eines längst fälligen Dialogs. Wollen wir hoffen, dass auch weiterhin die oben beschriebenen Probleme offen und überparteilich diskutiert werden – zum Wohle unserer deutschen und ausländischen Bürger.

Nur durch gemeinsame Anstrengungen aller beteiligten Gruppen werden wir auf die drängenden Fragen der ausufernden Jugendkriminalität und inneren Sicherheit eine Antwort erhalten.


(Dieser Beitrag (über 750 Aufrufe) ist wegen der Diskussionsbeiträge (28 Kommentare) auch im "Forum Lupanum" zu finden.)
__________________
Wolfgang M. A. Bessel
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Version vom 28. 01. 2008 12:56

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Hallo Wolfgang Bessel,

da Du den Text offenbar doch einer weiteren formalen Kritik zur Verfügung stellen möchtest, hier noch einmal meine Anmerkungen.

Ich habe den Artikel jetzt unabhängig von der Diskussion gelesen.
Sein größtes Problem ist die laute und angreifende Polemik. Immer wieder werden negative Formulierungen verwendet, wenn es darum geht andersmeinende Standpunkte zu kritisieren. Das schwächt jedoch die Argumentation und rückt sie in die Nähe einer Stammtischdiskussion.

Desweiteren fehlt eine konzentrierte Argumentation. Viele Behauptungen stehen weit von eventuellen Quellen entfernt, wenn es sie ĂĽberhaupt gibt. Einzelbeispiele werden zum Beweis von Trends herangezogen, Verweise auf Medienberichte bleiben unkonkret.
Immer wieder werden Symptome und Ursachen mit einander vermischt, sodass selbst die Lösungsvorschläge nicht genau erkennen lassen, was sie lösen sollen.

Insgesamt fehlt dem Artikel eine sachliche Grundlage, die über Allgemeinplätze und Nachrichtenberichte hinausgeht.
Mir ist nicht klar, welche Fakten Dich zu der Meinung bringen, Gefängnis sei ein probates Mittel der Kindererziehung.
Auch scheinst Du keine tiefergehenden Kenntnisse vom Verfahren zu haben, weder im Bereich der Polizei, noch der Staatsanwaltschaft oder Justiz. Unterschiede in der Gesetzgebung fĂĽr Kinder, Jugendliche oder Erwachsene nimmst Du an, kann sie aber nicht benennen oder gar bewerten.

Meine Empfehlung daher: Komplett ĂĽberarbeiten, in der jetzigen Form ist der Text sowohl formal als auch inhaltlich nicht gelungen.

cu
lap
__________________
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Hier auch nochmal mein Feedback zusammengefasst und leicht verbessert:

Bitte sprech Dich einfach mal mit Jugendarbeitern aus Jugendzentren ab, die wirkliche Präventionsarbeit machen und mit vorwiegend migrantischen Jugendlichen zu tun haben
Die schlagen nicht nur über das Bild, das über Ausländer derzeit in Medienmeldungen verbreitet wird den Kopf zusammen, sondern würden das auch über Deinen Artikel.

Sorry, aber der Artikel könnte auch von der bürgernahen Seite der NPD komme. Der Text ist alles andere als sachlich, er emotionalisiert stark und bedient sich typischer Stilmittel rechter Propaganda.
Die NPD hat sich zum Ziel gesetzt "wählbar" zu werden und kommt mit genau so nem augenscheinlich bürgerverdaulichen Schmons ins Volk.

Im Ăśbrigen sollte man nen Mechanismus nicht auĂźer Acht lassen, den jeder einigermaĂźen normale Jugendliche befolgt. Er rebelliert gegen Strukturen, die ihm reingedrĂĽckt werden.

Es gibt schon endlange Ausländer bei uns im Land, die Kriminalität bei Ausländern ist allerdings erst mit der wachsenden Ausländerfeindlichkeit, die Deutsche so an den Tag legen, gestiegen.
Was war zuerst da? Das Huhn oder das Ei...
Das in dem Schrieb erwähnte Kreuzberg beispielsweise wird übrigens von den meisten
Kreuzbergern geliebt, es ist ein schöner Stadtteil. Der Herr Schreiber war bloß noch nie da, sonst wüsste er es. Und dass in einer Großstadt wie Berlin Gewalttaten passieren, ist nachvollziehbar.

Ich will jetzt dem Bleistifthalter hier nicht einmal unbedingt unterstellen, dass ihm bewusst ist, dass er sich rechter Stilmittel bedient. Das sagt mir nur rein mein Gefühl. Evtl. bemerkt er das ja tatsächlich nicht und hat die Art der Formulierung einfach so benutzt, um die Spannung noch zu steigern bzw. hier ja besser ne Anspannung zu forcieren.

Ich finde ĂĽbrigens auch linke Propaganda scheiĂźe, wobei ich mich mit den Zielen Linker im Gegensatz zu denen Rechter besser vereinbaren kann, einfach weil diese im wahrsten Sinne des Wortes nicht ganz so begrenzt sind und ne gewisse Menschlichkeit nicht komplett auĂźer Acht gelassen wird,
jedenfalls vom Großteil. Radikale Splittergruppen (wie beispielsweise Stalinisten) mal außer Acht gelassen. Rechte Propaganda spielt auf nem ganz anderen Instrument als linke. Rechte trieft vor Polemik, emotionalisiert stark und zielt genau dadurch vor allem auf das Triebhafte im Menschen ab. Daher funktioniert sie auch besser als linke Propaganda. Und dieser Artikel fällt in dieses Raster.

@Schreiberling
Du disqualifizierst Dich evtl. nicht unbedingt bezogen auf ne öffentliche Meinung, weil diese Dinge betitelt mit "Meinungen" heute leider voll im Trend liegen. Du OUTEST Dich aber...

quote:

[…]um die Bevölkerung bis ins Mark zu erschüttern[…]
[…]sind unseren Volksvertretern, die geschworen haben, ihre Kraft dem Wohle
des deutschen Volkes zu widmen[…]
[…]Sobald er nämlich den Mund aufmachte oder über die unsäglichen
Gewaltexzesse der Jugend offen schrieb, wurde er sofort in die rechte Ecke
gestellt und mit ideologischem Schmutz beworfen. […]
[…]es befallen ihn aber noch viel größere Ängste, wenn er einmal spätabends zu Fuß unterwegs ist oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen muss.[…]
[…]Die Gewalttäter treten ungehemmt auf den Straßen auf
schlagen einzeln oder in Cliquen zu. […]



Die Art von übertriebener Formulierung findet man auch in Boulevardblättern aus der rechten Mitte wie der Bildzeitung oder beim Focus, muss noch nicht unbedingt rechtsradikal sein. Kleiner Verbesserungstip. Wenn Du seriös wirken willst, vermeide die Masse an Superlativen, Worte wie "Gewalttäter", "Terroristen", o.ä. riechen auch nach starkem Boulevardpressekonsum.

Hier dagegen ist eine braune Farbe nicht zu ĂĽbersehen:
quote:

[…]Die Bevölkerung schweigt nicht mehr zu diesen hässlichen Auswüchsen.[…]
[…]Schlagende Väter, Brüder mit Machoverhalten und ein Umfeld, das die
Deutschen als ungläubige Schweinefresser, Scheiss-Deutsche und Nazis
verachtet, sind ein Nährboden der Gewalt. […]
[…]Wir dürfen nicht zulassen, dass unser Land durch dieses Milieu zum
Hassobjekt wird. […]
[…]Diese verachtende Einstellung verdanken wir auch der dümmlichen Taktik
einiger muslimischer Verbandsfunktionäre. […]
[…]die teilweise durch das geistige Zündeln in den Moscheen und Foren
fanatisiert werden. […]
[…]Tut endlich was, und helft mit bei unseren Integrationsanstrengungen, und versucht mit uns gemeinsam die sozialen Ursachen auszumerzen! […]
[…]Ich empfehle in diesem Zusammenhang jedem Berlin-Besucher, einmal die
Stadtteile Neukölln, Kreuzberg, Moabit und Wedding zu besuchen. Hier hat
man wirklich das Gefühl, nicht mehr in Deutschland zu sein. […]
[…]Die Abschiebung ausländischer Intensivtäter sollte doch spätestens nach den
Bankrotterklärungen der Berliner Bürgermeister und der vielen brutalen
Übergriffe kein Hindernis mehr sein.[…]



Ich habe dazu nur den Verbesserungsvorschlag dich mal in ein Abschiebungslager zu begeben, besser noch in ein Land in das abgeschoben wird.
quote:

An diesem Zustand sind nach übereinstimmender Meinung von Kriminologen in erster Linie die Gruppe der jugendlichen Intensiv-Straftäter in den Großstädten schuld. Allein in NRW gibt es davon
etwa 4400.


Ich sehe die "übereinstimmende Meinung" nicht ganz so übereinstimmend wie du es gerne hättest. Jugendrichter halten beispielsweise eine Verschärfung des Jugendstrafrechtes für überflüssig, weil das bisherige gut funktioniere. Sie kritisieren eher Einsparungen von Seiten des Staates in Sachen Jugendarbeit, genauso wie sogar mittlerweile in liberaleren Zeitungen von einer Schuld der Politik gesprochen wird. Während der Amtszeit des Populisten und Hardliners Koch scheint, liberalen Zeitungen zu Folge, die Kriminalitätsrate bei Jugendlichen zumindest in Hessen stark gestiegen zu sein. Das Ergebnis der statistischen Datenerhebungen kennst Du „manchmal gelesener Autor“ aber ja sicher aus dem FF.

quote:

hinsichtlich der bekannten Gewaltstatistik




Im Hinblick auf deine Ausländer-sind-Schuld-Theorie, siehe einfach mal hier: Hier klicken

quote:

"Für diesen starken Anstieg der Gewaltdelikte sind vor allem Deutsche verantwortlich, nämlich zu etwa 90 Prozent", sagt der Leiter des KFN, der Kriminologe Christian Pfeiffer.



sagt ein „Kriminologe“ etwas ganz anderes, wobei diese Aussage auch mit Vorsicht zu genießen ist, wie jede (zitierte) Statistik.

Jugendarbeiter schütteln den Kopf darüber, dass diejenigen, die mit dem angesprochenen „Millieu“ nicht einmal von weitem etwas zu tun haben wollen, sich immer bestens informiert wähnen.

Miteinander reden wird zwar so gut es geht vermieden, aber Mitreden will jeder...

quote:

Frustriert bringen Eltern, wenn irgendwie möglich, ihre Kinder auf andere Schulen oder ziehen um in kleinere Gemeinden.



Na logisch, es gibt schon die volle Völkerwanderung, die Dörfer werden überschwemmt von den Massen an besorgten Eltern, die Großstädte sind deswegen schon nahezu ausgestorben, weil die anständigen, geplagten Deutschen schlagartig die Flucht ergriffen vor den tausenden an arglistigen, gewissenlosen, jugendlichen, gewalttätigen Ausländern.

quote:

In unzähligen dieser Familien wird vor allem mit Gewalt erzogen.



Aha, also "in unzähligen" Familien und dazu noch "vor allem" mit Gewalt?
Kannst Du das belegen? Quellen? (CDU-Statistiken gelten nicht)
quote:

Sobald auch nur die geringste Kritik an der mangelnden Erziehung junger Deutsch-Muslime, die straffällig wurden, geübt wird, reagieren sie mit dem Totschlagargument des Rassismus.



Der Ăśbergang hin zum Rassismus ist kein direkter, sondern schleichend.
Es gibt genug Redakteure, die sachlich das Thema beleuchten.

Edit:
Verteidigung ist nicht immer der beste Angriff:
Hier füge ich zu meinem alten Feedback noch hinzu, dass du mit dem vorweggenommen Konter auf eine aus gutem Grund absehbare Rassismuskritik bezogen auf deinen Text, die rassistischen Ansätze auch nicht unsichtbar machen kannst.

Du versuchst zwar in dem Artikel auch immer wieder zu relativieren, indem Du brave Einwanderer und ab und an mal nen Deutschen erwähnst, allerdings wirken die auf mich wie Alibielemente innerhalb deines Textes, was beispielsweise hier deutlich wird.
quote:

Der Abschied von Multikuli ist in unserer Bevölkerung längst
eingeläutet. Das Läuten ist leider noch nicht bei der Betroffenheitsmimin Roth und anderen violetten Politikern angekommen. Es scheint, als hätte ihre Wegschau- und Utopiepolitik bisher nur die Integration krimineller Jugendlicher gefördert, denn ausländische und deutsche jugendliche Straftäter haben sich mittlerweile zusammengerottet.



Wieso leitest Du mit Multikulti ein, wenn du dann doch wieder jugendliche Straftäter im allgemeinen meinen möchtest?

Du betreibst hier Meinungsmache die von noch einigen Schubladen weiter unten entspringt, als die Schublade, in die Du die Kinder von Migranten zusammen mit ihren Eltern reinpackst. Genau diese Art von Meinungsmache wird von der Politik rücksichtslos, nicht nur im Hinblick auf Menschen die das betrifft ausgeschlachtet, sondern richtet sich im Grunde –wenn man die möglichen Folgen betrachtet- gegen alle.

quote:

Die Abschiebung ausländischer Intensivtäter sollte doch spätestens nach den Bankrotterklärungen der Berliner Bürgermeister und der vielen brutalen
Übergriffe kein Hindernis mehr sein. Ist es aber. Es müsste geprüft werden, ob das EU-Assoziierungsabkommen verändert oder wenigstens flexibler gestaltet werden könnte. Türkische Bürger fallen fast alle unter dieses Abkommen. (Angeworbene Arbeitnehmer und deren Angehörige
kann man nur abschieben, wenn sich die Straftäter noch nicht lange in Deutschland aufhalten.

Intensivtäter sind aber meist Jugendliche, die hier
geboren wurden oder als kleine Kinder hierhergekommen sind).



Hier in Deutschland geboren und hier aufgewachsen mit all den hiesigen Einflüssen…

Ja, ich finde den Text rassistisch.

Und ich hätte noch einige Fragen…

Verstehst du überhaupt, warum diese Art von Meinungsmache richtig gefährlich werden kann für Deutschland, und zwar viel gefährlicher als alle jugendlichen Straftäter zusammen? Denkst Du an die Folgen, die so ne Meinungsmache LANGFRISTIG verusachen kann, wenn sie fruchtet?
Politiker denken kurzfristig bezogen auf einen Zeitrum von vier Jahren, ist dir das bewusst?
Ist dir das vielleicht einfach egal? Wirst Du gar fĂĽr "Politpromo" bezahlt?

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Ich bin in gewissem Sinne dankbar für den Text, weil er ein großes Problem verdeutlicht: Diese Themen (offiziell ist es ja nur eins, die Jugenkriminialtät, tatsächlich schwappt der Text aber auch deutlich ins Ausländerthema) sind mit polemischen, pauschalisierenden (oder pauschal klingenden) Texten nicht zu "bändigen".
Jeder kann den Text lesen, wie er will – rechte Leute sagen "Genau, und außerdem … ", mittlere "Durchaus was dran, aber…", linke rufen "Hetze!". Und alle haben (zumindest teilweise, wobei sich die Teile mehr oder weniger überschneiden) Recht und zugleich Unrecht (zumindest teilweise, weil sie im Überschwang, auf den sie durch den polemischen Ton des Textes eingestimmt werden, falsch/ungenau/missinterpretierend zitieren).
Es mag unseren show-geprägten Konsumgewohnheiten widersprechen, aber hier wäre relativ trockene Statistik hilfreicher gewesen. (Warum übrigens keine CDU-Statistik? Solange sie korrekt ist und korrekt – also mit allen Prämissen, die ihr zugrunde liegen – wiedergegeben wird?)
Zum Beispiel Zahlen wie: „Die Zahl der gemeldeten, von Jugendlichen begangenen Staftaten wuchs seit 19xx um y, das sind z % aller Straftaten.", "Der Anteil schwerer Staftaten (oder Straftaten mit Gewalt-Anteil) dabei wuchs von … auf …", "Statistisch gesehen begehen Y % aller Jugendlichen mit Migrationshintergrund (solche) Straftaten, und X % aller Jugendlichen ohne so einen Hintergrund", "Es dauert im Schnitt X Jahre, bis eine solche Gewaltat juristisch geahndet wird, in dieser Zeit werden … der jugendlichen Täter erneut straffällig“ … (Ich kann mir schon denken, dass es schwer ist, da an verlässliche Aussagen zu kommen, aber das gehört zum Job des Journalisten eben dazu.)
Selbst damit kann man noch "Politik machen", allein durch die Auswahl der zitierten Statistiken – aber sie wäre eindeutiger und fundierter. Auf so einer Basis – wenn die Fakten (!) festgestellt sind – kann man über Ursachen und Lösungen nachdenken.
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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Wolfgang Bessel
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Das Ende des Schweigens

Hallo Jon,

zunächst einmal sage ich herzlichen Dank für Deine gefeilten Kommentare. Dank sage ich auch den anderen Kommentatoren für die teilweise sehr ausführlichen Darlegungen.

Ich habe mich bei der Recherche ernsthaft um neuere Statistiken von jugendlichen Straftätern in deutschen Großstädten (Hamburg, Berlin, Frankfurt) bemüht. Du erhältst keine. Ich bekam nicht einmal eine Antwort. Maulkorb?

Die neuesten Statistiken aus dem Internet stammen aus den Jahren 2004 und 2006.

Polizeiliche Kriminalstatistik - Berlin von 2006
Bundeskriminalamt Polizeiliche Kriminalstatistik 2004
Städtevergleich 2006
Jugendkriminalität und Jugendgefährdung in NRW. Statistik 2005

Diese amtlichen Berichte sind detailliert und äußerst umfangreich.
Das Aufzählen von trockenen Statistiken ist journalistisch sicherlich korrekt, ermüden den Leser aber schnell. Hinweise auf meine s e r i ö s e n Presseinformationen hätte ich dem Beitrag allerdings hinzufügen sollen.

Jon: „schwappt der Text aber auch deutlich ins Ausländerthema“
Ich gab dem Ausländerthema breiteren Raum, weil auch der Anteil der ausländischen Jugendstraftäter überproportional ausfiel.

In Mails und Gesprächen mit integrierten Ausländern (u. a. 4 Türken, 2 Marokkaner, 20-35 Jahre in Deutschland) erfuhr ich nach der Publikation unerwartet viel Zustimmung. Sie haben für die links-grüne Toleranz ebenso wenig Verständnis wie die Mehrheit der Deutschen. Übrigens empfanden sie – nach ausdrücklichem Befragen – den Artikel nicht einseitig auf ausländische jugendliche Straftäter ausgerichtet. Die Realität in den angesprochenen Wohnvierteln sehe sogar noch viel dramatischer aus.

Die Auseinandersetzung mit dem Problem der Jugendkriminalität ist eine Gratwanderung und Herausforderung, die oft nur mit fester Argumentation „hart an der Klippe“ und der Wachsamkeit vor falschen Zungenschlägen zu bestehen ist. Schnell stand der Vorwurf der rechtspopulistischen Sprache im Raum.

Als 65 jähriger Schreiberling bekenne ich mich zum bürgerlich-konservativen Lager unserer Gesellschaft. Jede Nähe zu irgendeiner rechts- oder linksradikalen Partei lehne ich entschieden ab.
Siehe mein Beitrag im Forum: „Linke Rattenfänger“ vom 26. 6. 2007

1. Satz: „Die rhetorisch brillanten Volksverführer der Naziära sind ausgestorben, und die braune Rechte verfügt heute über keinen nennenswerten Agitator mehr. Das ist gut so. Sehr gut!“

Ich kann sehr gut zuhören und komme viel herum, führe u .a. ausgiebig politische Gespräche. Ja, auch an K ü c h e n - und Stammtischen mit Bürgern aus allen gesellschaftlichen Schichten.
Was haben einige Forenmitglieder gegen aufrichtige Stammtischgespräche? Diese Diskussionsebene muss doch nicht immerzu verächtlich wahrgenommen werden. Hier spricht der mündige Bürger klar und deutlich über Dinge, die ihn stark bewegen.

Der Vorwurf der Polemik und ĂĽbertriebener Formulierung von Lapismont mag aus seiner Sicht berechtigt sein. Ich bin weder Journalist, Jurist, Jugendtherapeut noch Psychologe und besitze auch keine tiefer gehenden Kenntnisse von Verfahren im Bereich der Polizei, Staatsanwaltschaft oder Justiz.
Der gesunde Menschenverstand und Dinge auf einfachste Art zu schreiben, sind oft ĂĽberzeugender als ein hochakademischer Aufsatz, den kaum jemand versteht.

Mein Text sollte aktivieren. Er hat es hier offensichtlich nur bei Vertretern linker Positionen geschafft.
Bei fast tausend Aufrufen hätte ich mir freilich auch einige Kommentare aus dem konservativen Lager gewünscht.
Bei allem Respekt, ist es vielleicht die Angst, von den gestrengen Foren-Moderatoren auseinander genommen zu werden? Oder ist das Grausen, von einigen selbstquälerischen Weltverbesserern nachhaltig geplagt zu werden?

Waldemar: „Es ist wie immer auch wohl ein bisschen ein Generationenproblem? Da, wo Herr Bessel bereits "Weltuntergang" zu erahnen beginnt, werden junge Leute vielleicht nicht mal ein Lüftchen verspüren. Und wo es die Jungen wirklich zwickt und drückt, das wird dem Herrn Bessel wohl aufgrund seines Alters und seiner Lebenssituation vielleicht eher fremd bleiben.“
Da ist mit Sicherheit was dran. Vielleicht sind die früher übliche markante Sprache und strengere Erziehungsmaßnahmen in Schule und Elternhaus, das geordnete Lebensumfeld und der Umgang mit bodenständigen Nachbarn, traditionsbetonten Jagd- und Bundeswehrkameraden mit klaren Wertevorstellungen Gründe für viele meiner „Untugenden“, auch der sprachlichen.
Und da ist noch ein Punkt zur Sprache und dem Generationsunterschied:
Die „voll krasse“ Sprache weiter Kreise unserer Jugendlichen, indem fast in jedem Satz das Wort „geil“ vorkommt, oder gar die Kanaksprach gepflegt wird, ist nicht meine Welt. Sie wird mir fremd bleiben.
Bei drei Enkeln( 12, 14 und 16 Jahre) sind mir diese neudeutschen Vokabeln, jugendliche Respektlosigkeit, Streiche hart am Limit, Protest- und Diskutierfreude bis aufs Messer, nicht unbekannt.

Ich bemĂĽhe mich, die Gedanken meiner Enkel und eines jeden Kommentators/In zu verstehen. Es gelingt mir oft nicht. Ich versuche, mich zu bessern, kann es aber nicht garantieren.

Wolfgang


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Wolfgang M. A. Bessel
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jon
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Dachte ich mir schon, dass es so leicht nicht ist, an sichere, aktuelle und vor allem "komplette" Statistiken zu kommen.
(Komplett meint: Z. B. die Zahlen, die dissidentin da nennt, sind interessant, aber nur ein Bruchteil dessen, worum es in dem Artikel geht. Sehr wahrscheinlich könnte diese Statistik eher als "vertiefende Illustration" dienen statt als Ausgangspunkt. Und ich weiß nicht, worauf sich diese Prozentangaben beziehen – 71 % von was?)
Aber davon abgesehen: in dieser knappen Art würden drei, vier relevante Statisitiken schon reichen. (Auch ältere, wenn sie es hergeben. Man findet vielleicht auch qualifizierte Aussagen, wie sich das 2007 darstellte – eher sehr ähnlich oder noch verschärft.)
Nach deinem Kommentar dachte ich, dass es vielleicht auch gut wirken könnte, wenn du den Artikel ähnlich persönlich wie den Komm aufziehst, statt es so generell zu halten. Interessant fand ich die Aussage über die Reaktion integrierter Ausländer, sowas würde ich unbedingt in den Text aufnehmen.

PS.: Interessant wären in diesem Zusammenhang unbedingt Zahlen zu "Gewalttäter aus sozial/finanziell schwachen Familien" und zu "wie viele Familien gelten als sozial/finanziell schwach – X % der deutschen und Y % der Migrationsfamilien – bzw. die Prozente, wie viele Jugendliche das betrifft"
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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