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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Das Ende vom Ende
Eingestellt am 02. 12. 2001 18:07


Autor
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Kaiser Nero
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Sep 2001

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Das Ende vom Ende

Das Wetter an diesem sonnigen Apriltag passte √ľberhaupt nicht zu dem, was noch alles kommen sollten. Wie viele Andere, erfuhr es auch der junge, langhaarige Jason durchs Fernsehen, als er von seiner Arbeit nach Hause kam. √úberall sprachen Fernsehsprecher verwirrt, ungl√§ubig und teilweise ziemlich geschockt nur vom gleichen Thema.
Vor den Auslagen der Elektrogeschäfte versammelten sich die Menschen und blickten durch die Scheibe auf die Bilder und Untertitel.
Die Buschauffeure stoppten ihre Fahrzeuge und lauschten gemeinsam mit den Schulkindern den Schilderungen der Radioreporter.
In den Schulen wurde der Unterricht abgebrochen und Lehrer und Sch√ľler zw√§ngten sich in die Klassenzimmer vor die Fernsehger√§te.
Die Gesch√§fte begannen innerhalb von k√ľrzester Zeit zu schlie√üen und es dauerte nicht lange, bis beinahe auf der ganzen Welt kein einziger Mensch mehr auf den Stra√üen zu sehen war; alle kehrten so schnell wie m√∂glich zu ihren Familien zur√ľck, um per Fernseher, Radio oder Internet mehr dar√ľber zu erfahren.
‚ÄěDurch einen schrecklichen Unfall, wurde die gr√∂√üte nukleare Lagerst√§tte zerst√∂rt. Wie vor kurzem bekannt wurde, wird menschliches Leben auf der Erde nur mehr zwischen 2 und 3 Tagen m√∂glich sein.‚Äú Bild war schon l√§ngst keines mehr zu sehen, die meisten Fernsehprogramme lie√üen nur noch Text am unteren Bildschirmrand durchlaufen. Ab und zu sah man Politiker und Wissenschaftler sprechen, aber niemand konnte richtig Worte fassen, alle waren geschockt und es schien, als bef√§nde sich die Welt im Delirium. Au√üerdem, was h√§tte man den Leuten sagen sollen? Bitte nicht in Chaos geraten!!! Warum nicht? Es erschien alles so sinnlos in diesem Moment. Ob die Menschen nun ihre letzten Stunden zu Hause verbringen, oder verwirrt in Panik geraten, w√§re doch v√∂llig egal. In einigen Tagen w√ľrde keiner mehr danach fragen, da es keinen mehr g√§be, der danach fragen k√∂nnte.
Jason lebte alleine, seine Familie wohnt einige tausend Kilometer weit entfernt. Er hat erst vor kurzem hier zu arbeiten begonnen und verlie√ü Freunde und Familie. Er dachte kurz dar√ľber nach, ob es vielleicht nicht doch eine L√∂sung g√§be und wechselte verzweifelt zwischen allen m√∂glichen Fernsehkan√§len. Aber diesmal schien niemand auf dieser Welt eine L√∂sung zu haben. Die USA nicht, die Europ√§er nicht, die Russen nicht und auch die Chinesen nicht. Die Christen konnten ebensowenig Trost spenden, wie die Bhuddisten oder irgendjemand anderer. Einzig und allein ein Sprecher einer Umweltorganisation wirkte halbwegs gefasst und meinte, dass dies irgendwann passieren musste, und er pers√∂nlich habe schon bef√ľrchtet, dass der Tag an dem die Geschichte enden w√ľrde, nicht mehr fern liegen w√ľrde. Wenn man ihn genau ansah, bemerkte man sogar etwas Genugtuung in den Augen des Mannes, obwohl er wusste, dass auch sein Leben dem Ende zugeht.
Auf den Stra√üen bemerkte man nun vermehrt Autos, die ordnungslos umherfuhren; oftmals h√∂rte man einen lauten Krach. In den St√§dten konnte man Sch√ľsse h√∂ren....
Autofahrer stoppten auf den Br√ľcken, stiegen aus und nahmen noch ein letztes Mal ihren Mut zusammen....
Viele fuhren sogar mit ihrer ganzen Familie zu Br√ľcken oder stiegen auf Hochh√§user....
Jason wollte seine Familie anrufen, doch alle Telefonleitungen waren tot. Aber was h√§tte er sagen sollen, h√§tte er sich verabschieden sollen, von wem, und wozu, alles sinnlos? Schlie√ülich ging er noch zum K√ľhlschrank um sich etwas zu trinken zu holen. Es war nichts mehr in seiner Wohnung. Er erinnerte sich, dass er heute morgen einkaufen war, aber die Sachen noch im Auto hatte. Diese wollte er nun aber auch nicht mehr holen, schlie√ülich befindet sich seine Wohnung im 22. Stock, und so durstig war er nun auch nicht mehr. Jason ging zum Fenster, √∂ffnete es und stellte sich auf den Vorsprung. Er konnte nur noch den Wind h√∂ren und sah auf den Stra√üen ein Chaos aus Menschen und Autos.

Ein letztes Mal sah er sich noch um, bevor er sprang.

Kurze Zeit sp√§ter war auf allen Fernsehbildschirmen der Welt die selbe Nachricht zu lesen: ‚ÄěApril, April.‚Äú

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Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

Mann..ist das makaber!
gute geschichte..hat mir gefallen..aber sie tut weh..ehrlich.
Ansonsten kann ich oder will ich nie was krituisieren,ich hab ne andere erzählweise..von der satzstellung her..
also fang ich nicht an mit anregungen..etc..
lg
sanne

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flammarion
Foren-Redakteur
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das

ist nicht nur makaber, sondern das finsterste schwarz, was ich je sah. menschenskinder, da bekommt man ja echt ne gänsehaut! lg
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Old Icke

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