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Leselupe.de > Ungereimtes
Das Feenkind
Eingestellt am 24. 10. 2003 23:33


Autor
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Mara Krovecs
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2003

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Das Feenkind


Schrebergarten
Sp├Ątsommer
war eingeschlafen
im Liegestuhl
Sonnenstrahlen w├Ąrmten
wie eine Decke
Vogelgesang
ein leichter Windhauch
├╝ber meine Stirn
Duft nach Erde
und den letzten Rosen
eine Wespe
surrte um meinen Kuchen.

H├Ârte
Grashalme wispern
Kirschbl├Ątter fl├╝stern
s├╝├čes Kichern
Gesang
so sch├Ân
so ergreifend:

Lori la via di
do mino vija
su bi di lumine
si bo do saminan

Erschaudern
ich erwachte
und sah
was ich sah
zwischen dem
verbl├╝hten Fingerhut
ein zierliches Kind
so gro├č
wie meine Waden lang
mit einem Sommerkleid
aus Bl├Ąttern und Bl├╝ten
hauchfein
es l├Ąchelte mich an
aus verschmitzten Augen
Haare
schwarz wie die Nacht
gelockt
bis zu den H├╝ften lang
schaukelte
verlegen hin und her
und sang nicht mehr.

Ich schluckte schwer
hatte Angst es zu vertreiben
w├╝nschte mir sehr
es w├╝rde bleiben
als es sang
heilten meine Wunden
mir wurde so leicht
und z├Ąrtlich zumute
ich l├Ąchelte ihm zu
es sah mich so seltsam an
sprang mit einem Mal
hoch
hoch in den Baum.

Ein Raunen und Rascheln
es umschlang
die Äste unseres
alten Apfelbaumes
machte einen
Schweinebammel
und lachte
Haare flogen im Wind,
ich h├Ârte Musik
es sang so sch├Ân:

Lori la via di Sommerwind
Do mi no vija Feenkind
Su bi di lumine Mutter ruft
si bo do saminan Rosenduft

Pl├Âtzlich
sah ich
noch eine Gestalt
im Apfelbaum.
Eine Frau
so wie das Kind
nur gro├č.
Ernst sah sie die
Kleine an
die schaute zu mir
wie um Hilfe
die Augen bang.

Und dann
der Himmel schwarz
ein Wind
so stark
der Apfelbaum
bog seine Krone
Bl├Ątter flogen
lautes Weinen
blitzen
donnern
und das Weinen
so traurig
so schwer
mein Herz.

Stille
lag im Liegestuhl
und fr├Âstelte.
Dicke,pralle
Regentropfen
St├╝hle klappten
T├╝ren schlugen
Menschen mit
Schirmen
und Zeitungen
├╝ber den K├Âpfen
rannten
und...........
endlich daheim.

In der Nacht tr├Ąumte ich:
Lied im Wind
Apfelkind
Feenbaum
Muttertraum
h├Ârte die s├╝├če Stimme
das Schluchzen
h├Ârte
im Apfelbaum
den Wind.


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Mara K.
Guest
Registriert: Not Yet

.......

das Feenkind geborgen im Traumzauberbaum,
sieht nur, wer tr├Ąumende Augen und eine
Kinderseele sein eigen nennt ...
wir beide wissen, wenn man das Feenkind erblickt,
es wird einem immer nah sein, die Seele kosen,
das Herz w├Ąrmen, den Entdecker zirzend
besch├╝tzen...
die hektischen Mitmenschen wissen nicht zu sch├Ątzen
den Sommerwind, ahnen nichts vom Feenkind, ├╝berh├Âren
den Mutterruf des Herzens und merken nichts vom Rosenduft...
es ist wundersch├Ân, ein M├Ąrchen das Harfenkl├Ąnge ert├Ânen
l├Ąsst, wenn man liest ...
Ich danke Dir daf├╝r ... mit den besten W├╝nschen in den
Norden herzlich Mara K.

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Mara Krovecs
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2003

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Liebe Mara,

die besten W├╝nsche sind im Norden angekommen und toben mit dem bunten Laub gerade ├╝ber unsere Wiesen.

.....das Feenkind habe ich seit jenem Sommer nicht mehr gesehen, ob es noch einmal zur├╝ckkommt?

Zum Gl├╝ck gibt es viel mehr tr├Ąumende Augen als ich, bevor ich in diese Gedichte-Foren kam, mir h├Ątte tr├Ąumen lassen.
Es ist schon wunderbar, dass man seine ├╝bersch├Ąumenden Gedanken irgendwo lassen darf..............

Herzliche W├╝nsche Dir und einen leckeren Sonntagsbraten

Mara

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Mara K.
Guest
Registriert: Not Yet

Danke Mara ...

und das Feenkind, oohhh, Du wei├čt es wohl nicht !?
Es ist immer da, immer in Deiner N├Ąhe und schaut
auf Dich und Dein Tun, ja, und es besch├╝tzt Dich,
streut nachts Feenstaub auf deine Augen und wenn Unheil
droht, dann wehrt es ihn mit seinem Feenschleier ...

Auch Dir alles Gute und liebe Menschen um Dich.
Mara K.

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Mara Krovecs
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2003

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..........dann ist es ja gut.



Mara

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Waldemar Hammel
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Registriert: Dec 2002

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So schreiben zu k├Ânnen

ist fast genial!

Hier ist ein seltenes Beispiel, in dem die gew├Ąhlte Textform (Pseudogedichtform) tats├Ąchlich mit den Inhalten ├╝bereinstimmt und diese wesentlich verst├Ąrkt.

Ich kann Dir nur empfehlen, Mara, unbedingt am Ball zu bleiben und weiterzuschreiben. Du hast eine erstaunliche Begabung daf├╝r!

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