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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Das Fiepsen
Eingestellt am 15. 07. 2016 19:20


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Susi M. Paul
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Das Fiepsen


Schon beim Aufstehen meinte ich, etwas Ungewöhnliches gehört zu haben. Aber ich achtete nicht darauf, weil ich verschlafen hatte. Nur schnell unter die Dusche und aufs Fahrrad, um gerade noch rechtzeitig zum ersten Kaffee in die Redaktion zu kommen. Mittags, es wurde kurzzeitig etwas ruhiger, kam mir das GerĂ€usch komisch vor, das die Peperoni von sich gab, als ich in sie hineineinbiss. So gar nicht peperonihaft. Und irgendwie schien es auch woanders herzukommen. Aber Hand aufs Herz, wer kĂŒmmert sich schon um die Befindlichkeit einer Peperoni?
Stutzig wurde ich allerdings hinterher auf dem Klo, wo ich merkte, dass meine Muschi ungefragt ihr Erregungsprogramm angeworfen hatte. Zugegeben, mein Sexualleben war in den Monaten davor nicht gerade ausschweifend gewesen. Ich bin etwas schĂŒchtern veranlagt und reiße mir normalerweise nicht immer einen Mann auf, wenn mir danach ist. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich fĂŒhlte mich tendenziell schon ein bisschen unbefriedigt. Doch deswegen brauchte mein Mösilein ihre AnsprĂŒche nicht gleich dermaßen heftig anzumelden. Noch dazu, wo sich am Horizont keine grundlegende Änderung der Lage abzeichnete. Vergebene LiebesmĂŒh sozusagen. Ich hoffte einfach, dass sie sich von selbst wieder beruhigen wĂŒrde. Was sie auch erstmal tat.
Kurz bevor ich am Abend den Computer herunterfahren wollte, tauchte der Chefredakteur höchstpersönlich auf. „Frau Schneider“, meinte er nonchalant. „Sie haben doch auch Kunstgeschichte studiert. Haben Sie heute schon etwas vor?“
Ich wollte ansetzen, ihm vom Nudelauflauf zu erzĂ€hlen, von dem ich seit Tagen trĂ€umte, von der Tatort-Wiederholung, die ich mir unbedingt reinziehen wollte, von dem Korb voll WĂ€sche, der auf das BĂŒgeleisen wartete, davon, dass ich die Kunstgeschichte im Nebenfach nach zwei Semestern durch Politik ersetzt hatte. Wollte er alles nicht wissen. Er ließ mir noch nicht einmal Zeit, Luft zu holen.
„Meine Frau hat urplötzlich umdisponiert, und die beiden Kollegen aus der Kulturredaktion sind schon fort. Außerdem könnte der Blick einer Frau gerade in diesem Fall besonders spannend sein. Hier meine Einladung zur Vernissage. Überlegen Sie sich eine gute Ausrede fĂŒr mich. Los, worauf warten Sie? Der Fotograf sitzt schon unten im Auto!“
Meine erste Ausstellungseröffnung als VolontĂ€rin. Noch dazu eine, die der Chef sich vorbehalten hatte. Gregor, unser aller Bilderknecht, war nicht sonderlich gesprĂ€chig. Und auch er hatte keinen blassen Schimmer, wo es hingehen sollte. Der elegant bedruckte Karton, den ich in HĂ€nden hielt, war nur unwesentlich informativer. „Adults Only“ prangte in roten Helvetica-Lettern darauf. Darunter ein Frauenname, mutmaßlich der der KĂŒnstlerin. Dann der Name der stadtbekannten Galerie. So bekannt, dass noch nicht einmal die Adresse dabeistand. Dazu unten rechts, ganz klein, „19.00 Uhr“, und das Datum. Mehr nicht.
Als uns von einem gestrengen TĂŒrsteher Einlass gewĂ€hrt worden war, nachdem ich etwas vom Verdacht auf Blinddarm beim Chefredakteur genuschelt hatte, sah ich in einem hellen, aber völlig schmuck- und kunstlosen Vorraum etwa zwei Dutzend auserwĂ€hlte GĂ€ste herumstehen, einige von ihnen durchaus stadtbekannt, dazu drei Kellner in vollem Ornat, die eifrig ChampagnerglĂ€ser herumreichten, sowie zwei Frauen mit langen, cremefarbenen, seidigen UmhĂ€ngen. Die Inhaberin der Galerie kannte ich aus unserer Zeitung, die andere musste die KĂŒnstlerin sein. Was das fĂŒr KleidungsstĂŒcke waren, in die sich die zwei eingewickelt hatten, vermochte ich nicht zu sagen. Der Sinn und Zweck ihrer Staffage war mir hingegen sofort klar. Inmitten der grellen Lampen sollte der feine Stoff eindeutig ihre darunterliegende, ansonsten völlig unbedeckte Haut zur Geltung bringen. Mit meiner leicht angeschwitzten Bluse und dem höchstens redaktionstauglichen BlĂŒmchenrock kam ich mir da wie eine alte, löchrige Wollsocke vor, die auf einem Prada-Catwalk defiliert.
Zur Rechtfertigung meiner Anwesenheit in diesen heiligen Hallen zog ich schnellstens den Notizblock aus der Tasche und zĂŒckte den Kuli. Dazu platzierte sich mein Begleiter mit seiner einsatzbereiten Kamera strategisch an meine rechte Seite. Das wirkte. Als ob sie nur noch auf uns gewartet hĂ€tten, stĂŒrmten die beiden wallenden GewĂ€nder auf uns zu, ohne darauf zu achten, dass vorne keine Knöpfe oder Fibeln den Restanstand wahrten. Gregors Hasselblad sammelte angesichts der herannahenden Nacktheiten begeistert Nachschub fĂŒr sein Privatarchiv, wĂ€hrend ich gleich darauf die in diesem Milieu ĂŒblichen BegrĂŒĂŸungskĂŒsschen ĂŒber mich ergehen ließ. Nachdem die Galeriebesitzerin mir gestenreich versichert hatte, wie glĂŒcklich sie sei, dass eine junge Frau den Bericht ĂŒber diese so tolle, ehrliche, unheimlich authentische, wiewohl sicherlich nicht polemiklose Ausstellung ĂŒbernehmen wĂŒrde, wickelte sie sich pro forma wieder in den Hauch von Seide ein und reichte mich an Julia K. weiter, die KĂŒnstlerin, die mir besser als irgendjemand sonst die tiefe sinnenhafte und manifest körperliche Bedeutung der ausgestellten Objekte nahebringen könne. Dann wandte sie sich um und sprach: „Die Ausstellung ist eröffnet!“
Wie von Geisterhand gingen die vorderen Lampen aus, die Trennwand glitt zur Seite und im hinteren, viel grĂ¶ĂŸeren Raum der Galerie begann ein wahres Lichterspektakel, die bunten Fotografien, Bilder und Objekte zu erleuchten.
Julia nahm mich an der Hand, was mir reichlich sonderbar vorkam, und fĂŒhrte mich schweigend, ohne die vielen lĂŒsternen Seitenblicke auf ihren Körper zu beachten, zu ihren Kunstwerken. Angesichts dessen, was ich da sah, wunderte es mich nicht mehr, dass die ganze Veranstaltung „Adults Only“ hieß. Nichts als SchwĂ€nze und Mösen hingen und lagen dort herum. Penisse und Muschis in allen möglichen Farben, Formen und Materialien. Vulvas und Phalli in Plastik gegossen, in Öl gemalt, mit Fotoshop bearbeitet. Dazu im Hintergrund eine Videoinstallation, die, wie ich spĂ€ter erfuhr, im Detail den Arbeitsprozess vom Gipsabdruck einer einzelnen Schamlippe bis hin zur fertigen Reproduktion in grĂŒnem Wachs darstellte, mit einer halben Perle als gespaltene Klitoris obendrauf.
„Judy Chicago meets Megumi Igarashi, und Jeff Koons mischt so lange SchwĂ€nze und Kitsch dazu, bis Kunst daraus wird.“ Das habe ich natĂŒrlich nicht laut gesagt, nur gedacht, und gleichzeitig wurde mir bewusst, dass das ein verdammt komplizierter Zeitungsbericht werden wĂŒrde. Porno or not Porno, das war hier die große Frage. Dem Schweiger Gregor schien es egal zu sein. Er bannte, eines nach dem anderen, die rund 100 ausgestellten Geschlechtsteile auf seinen Speicher und zwischendrin immer mal wieder auch Julia, wenn er sich unbeobachtet glaubte, denn deren schlanke BlĂ¶ĂŸen schienen es ihm angetan zu haben.
„Judy Chicago, bei all den Verdiensten, die sie sich um uns Frauen und um uns KĂŒnstlerinnen erworben hat, ist auf halbem Weg stehengeblieben“, begann sie nun endlich mit einer angenehm sanften Stimme, ihre Werke zu kommentieren, und ich war froh, dass ich mit meinen Assoziationen nicht ganz falsch gelegen hatte. „Doch wir mĂŒssen auch irgendwann dahin kommen, in der Kunst das Weibliche und das MĂ€nnliche wieder zusammenzufĂŒhren.“
In dem Moment passierte es. Wir waren vor einem ihrer Objekte stehengeblieben, einem flachen Porzellanteller, handbemalt mit einer lebensgroßen Vulva, auf dem die zwei HĂ€lften eines sorgfĂ€ltig der LĂ€nge nach durchgesĂ€gten Holzpenisses lagen. Bevor sie den tieferen Sinn dieses Werkes erklĂ€ren konnte, hörte ich es. Diesmal klar und deutlich. Und diesmal konnte ich es auch orten. Es kam direkt aus meiner Muschi. Ohne Zweifel. Wie ein Pfeifen. Wie wenn man einen Grashalm zwischen die Daumen klemmt und durchblĂ€st. Nur viel, viel leiser natĂŒrlich. So leise wie das Pfeifen einer Maus. Ja, tatsĂ€chlich, es hörte sich wie ein Fiepsen an.




Ich war völlig verwirrt. Das hatten meine herzallerliebsten Weichteile vorher noch nicht mit mir gemacht. In aller Öffentlichkeit vor sich hin zu fiepsen. Ich schaute mich um, hoffend, dass es außer mir niemand gehört hatte. Doch der Blick von Julia war mehr als vielsagend. „Schon als ich dich vorher gesehen habe, wusste ich, du bist eine von uns“, sagte sie lĂ€chelnd und zog mich zum nĂ€chsten Objekt. Ein grĂŒnschillernder Glaspenis, der halb in einer burgunderroten Hartplastikvagina steckte.
Wieder drang dieses lĂ€cherliche Fiepsen zu uns hoch, und gleichzeitig spĂŒrte ich, wie es zwischen meinen Schenkeln nass und nĂ€sser wurde. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Da schaute ich mir eine Ausstellung an, und meine Möse pfiff vor sich hin, bloß weil da ein paar Pimmel herumlagen. Oder pfiff ich etwa schon den ganzen Tag aus meinem Freudenschlund, weil da so lange kein Pimmel mehr reingekrochen war? Ich konnte nicht mehr klar denken. Wollte nur noch weg, heim, ins Bett, zur Not mit einem Vibrator.
„Das erste Mal ist es unerklĂ€rlich“, flĂŒsterte Julia mir von hinten ins Ohr, wobei ihre festen Brustwarzen in meinen RĂŒcken stachen. „Aber nimm es als ein Geschenk an und genieße es. Schau die drei MĂ€nner, die auf uns zukommen. Sie haben dein wonniges Fiepsen gehört und es doch nicht gehört. Ergreife die Gelegenheit. FĂŒr den Anfang empfehle ich dir den Mittleren. Er wird dir wohl tun. Und dann komm morgen frĂŒh um neun wieder hierher, da sind wir alleine, dann erklĂ€re ich dir alles.“
Was im Anschluss daran geschah, weiß ich nicht mehr. Meine Erinnerung setzt erst viel spĂ€ter wieder ein, noch dazu fragmentarisch, in abgerissenen Bildsequenzen: Ich liege auf meinem Bett, die Beine weit gespreizt. Ich will Juan, so heißt er wohl, sagen, dass ich zuerst duschen möchte, doch er lĂ€sst mich nicht. Ich zittere vor Erregung, versuche, die Schenkel zu schließen, weil ich es kaum noch aushalte. Seine Zunge scheint ĂŒberall zu sein, auf meiner Klitoris, tief in mir drin, meine sĂŒĂŸen, faltigen Schamlippchen streichelnd. Seine HĂ€nde verteilen meinen Saft und damit meinen intensiven Geruch nach Sex und Verlangen ĂŒberall auf meinem Körper. Bis es mir endlich kommt, bis die ganze Spannung in heftigen SchĂŒben aus mir herausbricht, bis ich vergeblich versuche, das tiefe Stöhnen zu unterdrĂŒcken.
Das nĂ€chste Bild, das aus meiner Erinnerung auftaucht: Ich liege auf Juan, habe seine Eichel in meinem Mund, kraule seine Eier. Mein kitzliger Klingelknopf ist in seinem Mund gefangen. Ich bin immer noch oder schon wieder dem Orgasmus nahe. Seine Arme halten mich fest wie ein Schraubstock, ich kann meine HĂŒften kaum bewegen. Die einzige Chance, nicht gĂ€nzlich vor Lust ĂŒberzuschnappen ist, mich nur auf ihn zu konzentrieren. Tief hinein schiebe ich mir seinen StĂ€ngel, lasse die Zunge kreisen. Lecke, werde geleckt.
Dann kommt wieder ein Erinnerungsloch, aus dem mich irgendwann ein verzweifelter Stoßseufzer herausholt. Meine Verkrampfung wird zum befreiendes Zucken. Und das gibt schließlich den letzten Impuls, dass auch sein Verkrampfen sich in einem befreienden Pumpen entlĂ€dt. Ich schlucke, lasse es aus mir herauslaufen, schlucke, schmecke nichts als ein irrsinniges WohlgefĂŒhl. Ich suhle mich im Sperma, in meinem eigenen Saft.
Das nĂ€chste Bild: Endlich die Dusche. Meine rechte Hand bearbeitet wie wild meinen Wonneknopf. Er endlich in mir. Ich will, dass er ihn so tief wie möglich reinsteckt, durch den ganzen Bauch hindurch, bis zum Nabel. Ich will, dass er da drin feststeckt, dick wird, jeden Hohlraum ausfĂŒllt. Ich schreie ihn an, dass er fester stoßen soll, mich ficken soll, mich fertig machen soll. Dann werden meine Knie weich, ich knicke ein. Juan hĂ€lt mich, so gut es geht, trotzdem gleite ich aus, lasse mich fallen. Seine dicken, warmen Tropfen klatschen auf mein Stöhnen herunter.
Am nĂ€chsten Morgen lag ich allein im Bett. Kein Fiepsen in meinem Mausilein. Keine Spur von Juan. Aber sein Geruch lag noch in der Luft. Mein ganzer Fortpflanzungsapparat fĂŒhlte sich an, als ob eine BĂŒffelherde darĂŒbergestampft wĂ€re. Es war also kein Traum gewesen. Mit einem Mal hatte ich die Bilder der Nacht vor Augen. Ich, die schĂŒchterne, nette, zurĂŒckhaltende, sexuell chronisch unterversorgte Lisa Schneider hatte mir einen Orgasmus nach dem anderen aus meiner Mumu lecken lassen, hatte einen wildfremden Mann angeschrien, dass er mich fester hernehmen, stoßen und ficken soll. Ich verstand die Welt nicht mehr.
Der Chefredakteur hatte die Bilder von Gregor schon auf dem Bildschirm. NatĂŒrlich nicht die der schönen, nackten KĂŒnstlerin. Aber die anderen reichten auch. „Da mĂŒssen wir in der Tat besonders behutsam vorgehen, um niemanden vor den Kopf zu stoßen“, gab er mir als guten Ratschlag mit auf den Weg, als ich ihn bat, noch einmal in die Galerie gehen zu dĂŒrfen.
Julia machte mir die TĂŒr auf, natĂŒrlich nackt. Sie hatte im BĂŒro auf einer Liege ĂŒbernachtet. Ganz offensichtlich nicht alleine, denn in das Aroma, das sie verströmte, mischten sich unzweifelhaft mĂ€nnliche Anteile, und wenn ich die Spuren nicht völlig falsch interpretierte, klebten in ihren Haaren Spermareste. Sie gab mir einen Kuss auf den Mund, zeigte mir die Kaffeemaschine und verschwand mit einem Handtuch auf dem Klo, wo offensichtlich fĂŒr solche NotfĂ€lle eine Dusche bereitstand.
„Wir sind nur wenige“, klĂ€rte sich mich hinterher auf, wĂ€hrend sie mit dem durchsichtigen Gewand vom Vortag ĂŒber der Schulter an ihrer Tasse nippte. „In einer Stadt wie dieser vielleicht zwei oder drei. Wir erkennen uns eigentlich immer recht schnell, wenn wir uns begegnen. Das hast du ja gestern gesehen. Auch ich wurde an meinem ersten Tag gleich von einer Fiepserin erkannt, die mich aufgeklĂ€rt hat. Wie das geht, weiß ich nicht. Genausowenig wissen wir, woher das Fiepsen der Muschi kommt, wie es funktioniert oder warum eine Frau dafĂŒr auserwĂ€hlt wird. Wirklich erforscht hat das noch keine von uns. Auf jeden Fall kommt es wie aus dem Nichts und ist, wie ich gestern schon gesagt habe, ein wahres Geschenk. Deshalb fragen wir auch nicht nach, sondern genießen es.“
„Eine Frage, damit ich mitkomme“, warf ich ein. „Frauen, die das Muschifiepsen haben, locken damit nach Belieben paarungsbereite MĂ€nner an und können sich also nach Lust und Laune Bettgenossen mit nach Hause nehmen, die dann offensichtlich am nĂ€chsten Tag verschwinden?“
„Ja und nein. Ja, die MĂ€nner poppen und verschwinden dann, ohne Ärger zu machen. Ja, um Nachschub fĂŒr deine Schnecke brauchst du dir tatsĂ€chlich keine Sorgen mehr zu machen. Aber nein, irgendwie geht es nicht willensgesteuert. Die Möse denkt und handelt fĂŒr uns. Es ist also immer das Überraschungsmoment dabei. Wenn sie glaubt, es ist an der Zeit, dann fiepst sie. Und du kannst dir dann deinen Favoriten aussuchen, denn normalerweise kommen immer eine ganze Reihe von Vögelchen angeflogen.“
„Die MĂ€nner hören also das Pfeifen zwischen den Beinen?“
„Nein, der Ton ist jenseits der normalen Wahrnehmungsgrenze, wirkt dafĂŒr aber umso besser. Auch andere Frauen hören ihn nicht. Nur wir.“
„Abschalten geht nicht?“
„Nein. Macht aber nichts. Wenn du an einem Fiepstag keine Lust hast, lĂ€sst du die MĂ€nner einfach links liegen. Kein Problem. Nur schade halt. Mein PflĂ€umchen nĂ€sst sich dabei immer so satt ein. Es wĂ€re doch eine Verschwendung, das nicht zu nutzen.“
„Wenn ich die Pfeifgabe einmal habe, werde ich sie nie wieder los?“
„Ja und nein. Theoretisch ist das so. Aber, ganz wichtig, du darfst nicht mehrmals mit dem Gleichen reiten. Zweimal höchstens. Beim dritten Mal kann es schon aus sein, fĂŒr immer und ewig. Und wenn du dich verliebst, ist sowieso alles vorbei. Kein Fiepsen mehr, nur noch Einheitsbrei. Nichts fĂŒr mich. Doch das musst du im Fall der FĂ€lle fĂŒr dich entscheiden.“
Reichlich mysteriös, fand ich, aber mehr war aus ihr nicht herauszuholen, und ich musste ja noch an den Bericht ĂŒber die Ausstellung denken. Das Problem nahm mir Julia allerdings ab, indem sie vorschlug, einfach ein Interview mit ihr abzudrucken. Ich fragte nach, und der Chefredakteur fand die Idee toll. Also machten wir es uns im BĂŒro gemĂŒtlich. Sie breitbeinig auf der Liege, ich mit Stift und Zettel auf einem Stuhl.
Eine Stunde lang redeten wir ĂŒber nichts anderes als ĂŒber Muschis und SchwĂ€nze in der zeitgenössischen Kunst. Sehr anregend. Fast schon zu anregend, fand jedenfalls mein Mösilein, das gar nicht mehr stillhalten wollte. Julia schien das gleiche zu passieren, denn ihr Schnittchen glĂ€nzte die ganze Zeit, und so wie sie dalag, konnte ich sehen, wie ein Tropfen nach dem anderen sich seinen Weg nach außen suchte. Als wir fertig waren, fing Julias MĂ€uschen auf einmal an, leise zu pfeifen.
„Soll ich nachschauen, ob vor der TĂŒr schon ein paar MĂ€nner bereitstehen“, scherzte ich, aber sie schĂŒttelte den Kopf.
„Nein, das ist etwas anderes“, sagte sie und griff bedĂ€chtig in ihre Spalte. „Wenn mein LustmĂ€ulchen so reagiert, gibt es nur drei Möglichkeiten. VerdrĂ€ngen – will ich eigentlich nicht. Oder einen von meinen KunstschwĂ€nzen reinstecken – zu langweilig. Oder wir zwei Genossinnen im Geiste und im Fleische legen einen Quickie hin. Was meinst du?“
„Mit einer Frau...“, fing ich an zu stottern, „hab ich..., also eigentlich..., noch nie.“
Sie sagte nichts, sondern öffnete ihre Schenkel noch weiter, legte ihre schmale Hand an und begann, sie langsam und mit sanftem Druck in die klaffende Öffnung einzufĂŒhren, wĂ€hrend zwei Finger der anderen Hand weiter oben unablĂ€ssig ihre Kreise zogen.
Ob es an ihrem Fiepsen lag oder an dem Interview oder an meiner Gesamtverfassung seit dem vorherigen Tag oder an dem Schauspiel, das sie mir bot. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall zerrte ich, ohne weiter nachzudenken, an meinen Kleidern und berĂŒhrte gleichzeitig mit meiner Zunge leicht ihre BrĂŒste, wĂ€hrend ihre linke Hand langsam in dem roten Schlund verschwand und sie stoßweise zu hecheln begann. Als ich endlich nackt war, zog ich ihre Hand heraus und versuchte, meine an ihrer Stelle hineinzuschieben. Bei mir selbst war mir das noch nicht gelungen, und ich hatte Angst, ihr weh zu tun. Doch sie lĂ€chelte mich an, nickte und kam mir mit ihrem GesĂ€ĂŸ entgegen. Ich fĂŒhlte mich wie in Trance, schob auch ihre zweite Hand beiseite und begann, ihren hellrot leuchtenden Knubbel in meinen Mund hineinzusaugen.
Die nĂ€chste Bildsequenz, die mein GedĂ€chtnis hergibt, zeigt mir Julia, die sich wie eine Schlange unter mir windet. Meine Hand steckt fest in ihr drin. Mit einem Mal hören ihre windenden Bewegungen hörten auf. Ihr Becken hebt sich, ihr Knöllchen zwischen meinen Lippen versteift sich zu einem Stein, und dann ĂŒberkommt sie das Zittern. Nahezu stumm, mit geschlossenen Augen, gibt sie sich ihrer Lust hin. Jeder Zungenschlag auf ihrem empfindlichsten Organ heizt von neuem ihren Höhepunkt an, bis sie sich schließlich erschöpft ausstreckt.
Erst in diesem Moment fiepste auch mein Mausilein. Es war ein forderndes, hastiges Pfeifen, das keinen Aufschub duldete. Ohne zu zögern legte ich mich umgekehrt auf Julia, streckte ihr mein saftiges Schnittchen entgegen, und wĂ€hrend sie es bedĂ€chtig aufblĂ€tterte, um ihren schlĂŒrfenden Mund darin zu versenken, betrachtete ich andĂ€chtig aus allernĂ€chster NĂ€he ihre noch von der Erregung angeschwollenen Schamlippen.
An diesem Punkt setzt meine Erinnerung wieder aus. Wie ich mich auch anstrenge, die folgenden Minuten und mit ihnen meine Empfindungen und Handlungen verschwinden hinter einem Nebelschleier, aus dem erst viel spĂ€ter ein kurzes Bild auftaucht: Ich sitze auf der Liege, lehne mich an die Wand, Julia kniet zwischen meinen Beinen. Ihre schmale Hand mĂŒht sich ab, in mich einzudringen, der Schmerz und die Lust lassen mich aufschreien. Die TĂŒr geht auf, die Galeriebesitzerin kommt herein, schaut uns lĂ€chelnd zu, dann zieht dichter Nebel auf.
„Darf ich zum Abschied deine Muschi fotografieren?“, fragte Julia, als wir zu dritt in der kleinen TeekĂŒche eine ĂŒbriggebliebene Flasche Champagner vom Vorabend leerten. „Ich wĂŒrde sie gerne nachformen, in Wachs oder Acryl. Am liebsten mit meiner Hand in ihr.“
Ich gab ihr die Erlaubnis. Die Galeriebesitzerin zog sich dezent zurĂŒck. Am Ende kĂŒssten wir uns lange. Dann fuhr ich in die Redaktion zurĂŒck, um das Interview abzutippen.
Ich habe Julia nie mehr gesehen. Mein nasses Mausilein mit ihrer Hand darin wurde zu dem Skandalobjekt ihrer Berliner Ausstellung, vor allem wegen seiner ungewöhnlichen GrĂ¶ĂŸe. Aber ich bin nicht hingefahren. Hatte Angst, ihr zu begegnen.
Das Fiepsen blieb. Ein Jahr lang kam es alle fĂŒnf, sechs Tage. Und ich habe es genossen, ehrlich. Ich habe es mit den schönsten, attraktivsten, erotischsten MĂ€nnern ausgekostet, die mir je begegnet sind. Mit großen SchwĂ€nzen, solchen, die es unglaublich lange und oft gebracht haben, mit kleinen, aber feinen, mit einigen Versagern und mit vielen netten, liebevollen Typen. Von vorne, von hinten, mit zwei, drei Pimmeln auf einmal, auf alle nur vorstellbare Arten, Sex zu treiben. Es war wie ein Rausch, ein wahres Geschenk. Ohne Verpflichtung, ohne AnsprĂŒche, ohne Bindungen.
Aber eben auch ohne Erinnerungen. Am nĂ€chsten Tag wachte ich immer auf mit wie aus dem Nebel auftauchenden Fragmenten im Kopf, mit unvollstĂ€ndigen Bildern, mit dem verblassten Wissen um erregte Geschlechtsteile. Doch nie gelang es mir, meine GefĂŒhle, meine eigene Erregung, meine erlebte Lust in den nĂ€chsten Tag hinĂŒberzuretten. Das Geschenk begann, einen faden Beigeschmack zu bekommen.
„Hast du jemals wieder was von Julia gehört, der KĂŒnstlerin mit den Pimmeln und Mösen“, fragte mich eines Tages Gregor, der Bilderknecht der Redaktion, als wir wie so oft an einer Pizza kauten.
„Nein, du etwa?“, fragte ich zurĂŒck.
„Nein, leider nicht“, antwortete er mit einem enttĂ€uschten Unterton in der Stimme. „Gestern habe ich mir die Bilder von ihr angeschaut. Ein tolles Weib! Ich weiß gar nicht, warum ich an dem Morgen so sang- und klanglos verschwunden bin.“
„Du warst das?“, schaute ich ihn unglĂ€ubig an. „Du hast in der Nacht mit ihr gepoppt?“
„Na ja, warum nicht?“
„Ja, warum nicht. War bestimmt eine unvergessliche Nacht, oder?“
„Schon. Obwohl, wenn du so fragst, so richtig kann ich mich eigentlich nicht daran erinnern. Es ist wie eine weiße Wand, wenn ich daran denke.“
In diesem Augenblick hörte ich es. Meine Mausi fing an zu fiepsen. Gregor hörte es und hörte es doch nicht, auf jeden Fall schaute er mich an, mit einem Hunger in den Augen, der mir verriet, dass wir es sofort machen mĂŒssen. Wir verschwanden in der Frauentoilette der Pizzeria und legten einen Fick hin, den das Klo bestimmt noch nicht gesehen hatte. Am Abend machten wir bei mir weiter und am nĂ€chsten Abend bei ihm. Und so ging das eine ganze Woche lang, bis sein Pimmel um Gnade gebettelt und meine Muschi um eine Auszeit gefleht hat.
Bis heute kann ich mich an jedes noch so kleines Detail unserer Sexexzesse erinnern. Jedes Lecken, jedes Rammeln ist mir in GedĂ€chtnis geblieben. Kein Fitzelchen meiner GefĂŒhle, meiner WĂŒnsche, meiner SehnsĂŒchte, wenn er ihn mir reingeschoben hat oder mich von oben bis unten abgekĂŒsst hat, ist mir verlorengegangen. Und ihm scheint es genauso zu gehen.
Nur das Fiepsen ist weg. Wohl fĂŒr immer. Hoffentlich fĂŒr immer.

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Ralph Ronneberger
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Hallo Susi,

quote:
Herrlich blödsinnig, deine Geschichte.

schrieb Jo Phantasie.
Dem kann ich mich uneingeschrĂ€nkt anschließen, wobei ich davon ausgehe, das Jo ebenfalls die Betonung auf "herrlich" gelegt hat.

Weitere Kommentare von mir sind sinnlos, denn ich befĂŒrchte, mich allmĂ€hlich nur zu wiederholen. Rechtschreibfehler? Grammatikalische MĂ€ngel? Stilistische SchwĂ€chen? Keine Ahnung. Gefunden habe ich nichts. Sollte das etwa auch an dem atemberaubenden Tempo liegen, das du - wie meist - auch hier anschlĂ€gst?
Egal.Die Geschichte ist toll - die Suche nach eventuell VerĂ€nderungswĂŒrdigem ĂŒberlasse ich lieber denen, die die Zeit dafĂŒr aufbringen möchten.

Gruß Ralph
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Ralph Ronneberger
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Tschuldigung,

im MÀrz bin ich dran, aus meinen beiden Unterforen ein sogenanntes "Werk des Monats" auszuwÀhlen, und diesmal hÀtte ich es fast verpennt.

Wie ihr seht, fiel die Wahl auch in diesem Jahr wieder auf ein Werk aus der Erotik-Ecke. Und es ist eine Geschichte von Susi M. Paul, einer Autorin, die schon lĂ€ngst diesen roten Stempel verdient hĂ€tte. Der ausgewĂ€hlte Text soll daher stellvertretend fĂŒr die mehr als zwanzig Texte stehen, die von ihr hier in die LL eingestellt wurden.

Die fĂŒr mich am meisten hervorstechenden Eigenschaften, wie die tolle Sprache, die OriginalitĂ€t der Themen und den rasanten Handlungsfluss findet man in fast allen ihren erotischen Geschichten.
Um bei meiner Auswahl nicht im Dunklen nach einer schwarzen Katze haschen zu mĂŒssen, habe ich mich auf die von den Usern vergebenen Bewertungen gestĂŒtzt.

Ich hoffe, meine Entscheidung findet die Zustimmung bei der Mehrheit der LL-Gemeinde.

Gruß Ralph
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