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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Das Flugzeug
Eingestellt am 25. 03. 2003 21:23


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Flitzi
Routinierter Autor
Registriert: May 2001

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Das Flugzeug

Ein leises Summger├Ąusch lie├č den kleinen Jungen seinen Ball aus den Augen verlieren. Der kleine rote Gummiball kullerte den kleinen H├╝gel hinunter und blieb im grasbewachsenen Graben liegen. Der Junge blickte in den stechend blauen Himmel, um zu sehen, aus welcher Richtung das monotone Ger├Ąusch kam, konnte jedoch nichts erkennen. Die grelle Sonne blendete ihn derma├čen, dass er seine kleinen H├Ąnde sch├╝tzend und schattenspendend gegen seine Augenbrauen presste. Seine Augen formten sich zu kleinen Schlitzen und die kleinen abstehenden Ohren spitzten sich und versuchten die Ger├Ąuschquelle zu orten. Der Himmel war so blau, aber irgendwo dort oben musste ein Flugzeug unterwegs sein. Er musste es nur finden.
Das Summen wurde lauter und deutlich und der Junge verst├Ąrkte sein Bem├╝hen, es zu entdecken.
Wie lange hatte er kein Flugzeug mehr gesehen? Monate!
Der Junge l├Ąchelte, als er endlich am Rande des Horizontes einen schwarzen Punkt erblickte. Ein kribbelndes, wohliges Gef├╝hl durchflutete seine Magengegend bis hin zu seinem Herzen. ├ťber der Bergkette n├Ąherte sich tats├Ąchlich ein Flugzeug. Wie toll musste es sein, dort oben zu sitzen? Der Fluss musste wie ein kleiner blauer Wurm wirken und die Schafe wie winzige wei├če Punkte, die umherliefen. Und wie f├╝hlte sich das Fliegen an? War man so leicht wie die V├Âgel im Himmel? Der Junge starrte weiter und verfolgte den Punkt, wie er gr├Â├čer wurde und Formen annahm.
Wenn er gro├č w├Ąre, w├╝rde er Pilot werden, dass wusste der Junge genau. Er w├╝rde davon fliegen, in ferne tolle L├Ąnder und wilde Abenteuer erleben.
Wie in Trance stand er auf dem kleinen lehmigen H├╝gel. Der hei├če Wind zerw├╝hlte sein Haar und lies seine Lippen austrocknen. Es gab nur noch ihn und das Flugzeug dort oben am Horizont.
Er war fixiert auf das lauter werdende Brummen der Motoren, f├╝r alles andere war er taub.
Er h├Ârte nichts von den Sirenen, die in dem abseits gelegenen Ort schrill ert├Ânten. Er h├Ârte nichts von den panischen Menschen, die sich durch die engen Gassen dr├Ąngten.
Er sah nichts von den anderen Flugzeugen, die listig hinter der Bergkette hervor krochen. Er sah nur noch sein Flugzeug. Wie es n├Ąher kam, gr├Â├čer wurde und pl├Âtzlich etwas Schweres ├╝ber ihm abwarf.

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Rote Socke
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo flitzi,

ich ahnte es, was da kommen w├╝rde. Und gerade diese Ahnung, aber es doch nicht definitiv wissen, hat mich dazu verf├╝hrt die Geschichte mit starkem Interesse zu Ende zu lesen.
Gut gemacht, finde ich!

Sch├Ânen Gruss
Socke

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Efiriel
Hobbydichter
Registriert: Mar 2003

Werke: 3
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Flugzeug

Mir ging es ├Ąhnlich wie "Roter Socke", das Ende bahnte sich an, unaufhaltsam, dennoch spannend. Irgendwie hofft man ja doch es w├╝rde nicht geschehen und wenn schon, nicht direkt ├╝ber ihm. Guter Beitrag zur Weltsituation.

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