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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Das Geschenk Teil II
Eingestellt am 23. 08. 2001 20:41


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Naciye
???
Registriert: Jul 2001

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Einige Tage sp├Ąter bat der Bo├č Greta in sein sch├Ânstes Wolkenzimmer und bot Ihr sogar vom Zauber Cabernet an. Das ist ein Himmelswein ohne Alkohol. Da Greta ├╝berhaupt nicht wu├čte, warum sie jetzt hier sa├č, fragte sie zaghaft: "Lieber Gott, warum sitze ich hier eigentlich und warum darf ich von diesem k├Âstlichen Trunk nehmen?



Also sprach der liebe Gott: "Greta, ich habe Dich hierher gebeten, weil ich Dir sagen m├Âchte, das ich unheimlich stolz auf Dich bin, und denke, das du ein Geschenk verdient hast."

"Aber warum denn das?" Fl├╝sterte Greta, denn sie wollte doch wissen weshalb ihr Bo├č stolz war.

"Das kann ich Dir jetzt noch nicht sagen, aber Du wirst es wissen wenn ich Dir das Geschenk gemacht habe."

"Dann ist ja gut" antwortete Greta mit fester Stimme, um Ihrem Bo├č vorzuspielen, da├č Sie ganz ├╝berzeugt war von dem was er sprach. Und weil Greta so furchtbar neugierig war fragte sie:" Was ist es denn?"

Der liebe Gott fing herzlich an zu lachen. "Liebes Gretchen, ich habe vor Dir nie eine Elfe gehabt, die soo neugierig ist wie Du. Aber..." Und das brummelte er mehr in seinen Bart "ich wu├čte ja worauf ich mich einlasse, als ich dich eingestellt habe. So und jetzt schwing deine Fl├╝gel und mach dich davon, m├Âchte gar nicht wissen, welch ein Chaos da unten ohne Dich schon entstanden ist."

Greta war sehr entt├Ąuscht ├╝ber ihr Treffen. Sie h├Ątte so gerne gewu├čt, warum sie gelobt wurde und vor allem, wie Ihr Geschenk aussah. Sie malte sich die sch├Ânsten Dinge aus. Vielleicht w├╝rde sie neue Fl├╝gel bekommen oder ein gr├Â├čeres Zimmer, eines mit Blick auf die Erde und den Ozean vielleicht. Jetzt hatte Greta eines, mit Blick auf den Pluto. Der ist Ihrer Meinung nach der langweiligste Planet im ganze Universum. Dazu der kleinste und Sonnenfernste.
"Oder ein Zimmer mit Blick auf die Milchstrasse..." tr├Ąumte Greta und sprach ihren Traum laut und f├╝r jeden h├Ârbar aus.

"Wer bekommt eins mit Blick auf die Milchstra├če?" klang da eine Stimme die sich fast ├╝berschlug. "Wer denn?"
Greta sah sich um und bemerkte einen ganz gro├čen Engel der die Beine in eine graue Wolke gesteckt hatte.
"Niemand" sagte sie und wunderte sich warum sie blo├č laut gedacht hatte

"Wie...., das soll ich dir jetzt glauben?" kam es prompt zur├╝ck
"Ich steck vielleicht mit beiden Beinen in einer Regenwolke, das hei├čt aber noch lange nicht, da├č meine Ohren voll geregnet sind. Du hast eben ganz deutlich gesagt, ein Zimmer mit Blick auf die Milchstra├če. Und jetzt m├Âchte Ich wissen, wer ein solches bekommt. Du etwa?"

"Das geht Dich nichts an. Ich habe laut gedacht und wollte gar nicht das mich jemand h├Ârt."

"Na und! Jetzt habe ich es aber geh├Ârt und Du bist mir eine Antwort schuldig. "

Greta w├╝rde gleich explodieren, was bildete sich dieser Riesenengel nur ein. Sie fragte sich, wie der es ├╝berhaupt geschafft hatte Engel zu werden. Die sind n├Ąmlich nie besonders gro├č, weil die Fl├╝gel zu viel Gewicht nicht tragen k├Ânnen.

"Frage ich Dich warum du Engel bist bei deiner Gr├Â├če?, oder was Deine letzte gute Tat war? oder wann der Bo├č Dir das letzte Mal einen ordentlichen Windsturm um die Fl├╝gel geblasen hat? N├Â,... also kannst du jetzt bitte auch mal nicht so neugierig sein."

"so was" entgegnete der Engel Kopfsch├╝ttelnd " Ich habe dir doch gar nichts getan. Bist wohl ein bi├čchen empfindlich, oder hast Du vielleicht sogar nach einer solchen tollen Aussicht gefragt und sie nicht bekommen? Ich habe gesehen wie schnell du vorhin aus dem Wolkenzimmer des Bo├č geflogen bist."

"Ach ja" Greta fiel gl├╝hend hei├č ein, da├č sie ja schon l├Ąngst auf der Erde sein m├╝├čte
"Du, vielleicht erz├Ąhle ich Dir n├Ąchstes Mal die Sache mit dem Zimmer. Ich habe es gerade sehr eilig. Also machs gut Riesenengel"

"Hey warte mal, ich wei├č ├╝berhaupt nicht wie Du hei├čt"

Doch da war Greta schon davon geflogen und auf dem direkten Weg in den Stadtpark. Als sie endlich angekommen war, sah sie wie friedlich alles war. Die B├Ąume machten einen entspannten Eindruck, Fridolin knabberte an einer Unkraut Pflanze, die sich nicht mal beklagte und die Menschen, waren auch alle gl├╝cklich. Puhh... ein Gl├╝ck dachte Greta bei sich. Wunderte sich aber doch ├╝ber diese Harmonie. Sie flog einmal ├╝ber den gesamten Park um auch ganz sicher zugehen, da├č nirgends Streit war. Au├čer einigen Spatzen die sich ├╝ber um die Brotkrumen stritten, die ein Menschenpaar von Ihrem Fr├╝hst├╝ck ├╝ber gelassen hatten, gab es nirgendwo auch nur den Hauch einer Auseinandersetzung. Und Spatzen, das wei├č ja jedes Kind, streiten sich immer. Das ist ihre Art von Liebsbeweis.

Greta suchte sich einen Platz von dem aus sie einen gute ├ťbeblick hatte. Am besten eignete sich hierf├╝r das Planetarium. Das war ein rieseges Geb├Ąude in das die Menschen gingen um sich die Zeit zu vertreiben. Manchma,l wenn Greta nichts zu tun hatte, flog sie zu einer Vorstellung und schaute sich um. Innen befindet sich eine riesige Kuppel und auf diese Kuppel werden die Sternen Konstellationen der Vergangenheit projiziert. Da konnten die Menschen sich n├Ąher kommen und genossen Sonnenauf,- und Unterg├Ąnge. Sternschnuppen sah Greta am liebsten.

Sie setzte sich also auf das Planetarium und gr├╝belte noch einmal ├╝ber die Worte Gottes nach. Wann er ihr wohl das Geschenk geben w├╝rde? Au├čerdem fragte sie sich st├Ąndig, warum gerade sie so nett empfangen worden war. Schlie├člich war es ja ihr Job, zu helfen.

Pl├Âtzlich sah Greta, die Menschenfrau durch den Park joggen der sie die Liebe auf den Kopf fallen lassen hatte und freute sich. Die Menschenfrau machte einen ganz gel├Âsten und entspannten Eindruck. Das freute Greta so sehr das sie die Fl├╝gel schwang und ihr zu der Liebe, eine gute Idee schenken wollte. Man kann nicht jedem Menschen gute Ideen schenken. Einige wissen einfach nichts damit anzufangen, aber bei der konnte es vielleicht fruchten.

Die Frau aber war so voll mit Ihrer Liebe, das sie die Idee immer wieder verlor. Greta mu├čte sie dann vom Boden aufheben und sie noch mal auf die Frau werfen. Anfangs fand sie das auch ganz lustig, aber als sie merkte das die Frau die Idee anscheinend gar nicht haben wollte, sagte sie zu sich. "Ok, ein allerletztes mal versuche ich jetzt, dieser verliebten Frau diese tolle Idee zu geben und wenn sie sie dann wieder verliert, hebe ich sie nicht nochmals auf. Dann soll jemand ├╝ber sie stolpern, der sie haben will."

Und Greta zielte so genau, und traf die Frau damit auch wieder. Aber nach einigen schwungvollen Schritten und dem Bauch voller Liebe, hatte die Frau die Idee wieder losgelassen.

"Menschen!"
dachte Greta, "die sind manchmal aber auch so dumm. Da liegt die grandioseste Idee direkt auf Ihnen und sie verlieren sie. Wer war nur daf├╝r verantwortlich, das die Menschen verlernt haben mit dem Herz zu sehen. Sie glauben einfach nicht, was sie nicht sehen.

Da lag nun die Idee auf dem nach Moos duftenden Parkweg, nicht weit von einer Bank entfernt. Ob die wohl jemals einer findet? Fragte sich Greta.

Zur gleichen zeit war in Blankenese der Teufel Los und Melissa kam zu keinem Ende. Seit dem sie den Auftrag mit dieser kleine Familie hatte, gab es keine Tag an dem sie nicht zu tun hatte.
Philipp war schon ganz sauer, weil sie viel weniger Zeit f├╝r ihn hatte. Aber was sollte sie machen. Der Bo├č war letztes mal schon so zornig gewesen. Noch einen Ausrutscher konnte sie sich nicht leisten. Am Ende stand immerhin ihre Liebe auf dem Spiel. Man stelle sich nur vor sie w├╝rde strafversetzt werden, vielleicht nach S├╝dafrika oder Australien. Dann h├Ątten sie gar keine Zeit mehr f├╝r einander.

Melissa schaute also einmal wieder nach dem rechte, in dem kleinen H├Ąuschen das weder einen Keller noch einen Dachboden hatte. Die Menschen die dort wohnten hatten sich schon oft dar├╝ber den Kopf zerbrochen wo sie nur ihren ganzen Kram lassen sollten. Es war einfach zu klein das, Haus fand Melissa.

Teil 3 folgt

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