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Leselupe.de > Kurzprosa
Das Gift des Lebens
Eingestellt am 23. 07. 2002 17:05


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Rakun
Autorenanw├Ąrter
Registriert: May 2002

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Das Gift des Lebens

Dieser Auftrag war der letzte, danach kann mich niemand mehr erpressen, dachte sie. Ihr Vater, ein anerkannter Biochemiker, lag im Sterben. Vor einem Jahr war das
Syndikat an sie herangetreten. Man hatte ihr keine Wahl gelassen, entweder w├╝rde ihr Vater umgebracht oder sie f├╝hrte ab sofort Mord per Auftrag aus. Jetzt hatte sie alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihrem Vater in seiner letzten Stunde beizustehen. Es war abzusehen, wann es soweit sein w├╝rde. Mit einer Hand streichelte sie seinen Arm, der Muskeltonus wurde merkbar schlaffer. Gut so, dachte sie, er wird keine Schmerzen haben. In der anderen Hand hielt sie sein Lieblingsbuch und las daraus vor, das war sein letzter Wunsch gewesen. Sie versuchte sich zu konzentrieren, ihre Stimme bebte leicht, ihre Angst drohte ├ťberhand zu nehmen.

Der ganze Raum war erf├╝llt von frischem Lavendel, ├╝berall hatte sie kleine Vasen mit seinen Lieblingsblumen aufgestellt. Wenn es passierte, durfte sie keine Zeit verlieren, ihr Plan war bis ins kleinste Detail durch dacht. Ihr Vater atmete ruhig. ÔÇ×Bitte lies weiterÔÇť, sagte er schwach.
Sie war auf einmal verstummt, ihre Gedanken hatten sie fortgetragen, weit weg zu den endlosen h├╝gelig angelegten Lavendelfeldern der Provence. Wie oft waren sie dort stundenlang spazieren gegangen, keine dieser zarten Blumen mit dem bet├Ârenden Duft wollten sie zertreten oder gar abbrechen. Bald w├╝rde ihr das Liebste genommen und doch ihr gleichzeitig die Freiheit gegeben. Der Arzt m├╝├čte jeden Augenblick kommen, er war eingeweiht. Auf ihn konnten sie sich verlassen. Sie beugte sich zu ihrem Vater hinunter und k├╝├čte ihn.
Das Gift hatte gewirkt. Nun hie├č es handeln. In drei├čig Stunden w├╝rde sie ihn aus seinem Koma zur├╝ckholen.

__________________
JO

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DOWD
Hobbydichter
Registriert: Aug 2002

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Das Gift des Lebens

Ich empfinde diese Geschichte als sehr gelungen, aber sie ist zu kurz.

"Dieser Auftrag war der letzte", sagt der Erz├Ąhler, also musst du einen Punkt setzen und gro├č weiter schreiben.

Es fehlt das WARUM hatte man ihr keine Wahl gelassen, "entweder w├╝rde ihr Vater umgebracht oder sie f├╝hrte ab sofort Mord per Auftrag aus" ist nur das Resultat.

"Ihr Vater atmete ruhig. „Bitte lies weiter“, sagte er schwach." Wie w├Ąre es denn so, um seinen Zustand zu dramatisieren: "Schwach atmend sagte ihr Vater: "Bitte lies weiter."

Falsche Formulierung: "Mit der einen Hand" und sp├Ąter schreibst du "In der anderen Hand", also muss es hei├čen In der einen Hand.

"Der Arzt m├╝├čte jeden Augenblick kommen, er war eingeweiht. Auf ihn konnten sie sich verlassen. Sie beugte sich zu ihrem Vater hinunter und k├╝├čte ihn." Mein Vorschlag ist: "Der Arzt m├╝sste jeden Augenblick kommen, auf ihn konnten sie sich verlassen, denn er war eingeweiht. Sie beugte sich ├╝ber ihren Vater hinunter und k├╝├čte ihn auf seine Stirn." Dann w├Ąre die Geschichte meiner Sicht nach aus.

├ťberlege dir mal wie es w├Ąre, wenn du das weglassen w├╝rdest, "Das Gift hatte gewirkt, nun hie├č es handeln. In drei├čig Stunden w├╝rde sie ihn aus seinem Koma zur├╝ckholen", das w├╝rde deiner Geschichte den perfekten melancholischen Hauch geben!!!
__________________
Erik Kolek

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Rainer
???
Registriert: Jul 2002

Werke: 0
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hallo rakun,

auch ich finde deine geschichte nicht ganz logisch, wobei es sich um schnitzer in der wortwahl handelt.

"... bald w├╝rde ihr das liebste genommen, und doch w├╝rde ihr..."

ihr liebstes wird ihr ja nur f├╝r 30 h genommen, und danach sind beide frei.

kleiner unbeholfener vorschlag:

bring erst den satz mit dem eingeweihten arzt, dann etwas ├╝ber lavendel, und schlie├če damit, da├č sie ja in drei├čig stunden beide wieder zusammen in der provence wandern k├Ânnten.
ich wei├č, da├č dies schwierig ist, vor allem da die geschichte in deinem kopf ja "stimmt", aber ich finde das ende w├╝rde dadurch weniger stolperig (obwohl in diesem zusammenhang von stolperigkeit zu reden anma├čend ist, aber mir f├Ąllt kein besseres wort ein), und nach einigem nachdenken w├╝rde meines erachtens nach die "aufl├Âsung" pointierter kommen.

gru├č

rainer

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