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Leselupe.de > Kindergeschichten
Das Glitzer-Wunder-Land
Eingestellt am 13. 06. 2015 02:39


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Grit
Hobbydichter
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Das Glitzer-Wunder-Land

Wo die Blumenkinder wohnen
(von Grit Fabian, 23.04.2013)


Ich möchte dir von einer Welt erzÀhl\'n.
Erwachsene können sie meist nicht seh\'n.
Ich möchte dir von meiner Welt erzÀhl\'n.
Kinderaugen können sie erspÀh\'n.
Diese Welt umgibt uns die ganze Zeit.
Sei ganz still und leis, spitz die Ohren und sei bereit.
Dann siehst auch du das Glitzer-Wunder-Land.
Drum reich mir deine Hand.
Hast du schon einmal eine Blume richtig angeseh\'n?
Ich möchte dir eine Geschichte dazu erzÀhl\'n:

An einem warmen Morgen als die Sonnenstrahlen die Tropfen des frischen Taus berĂŒhrten und die BlĂŒten der Lilie verschlossen waren, schlummerte das BlummmenmĂ€dchen Lilly noch tief und fest im Schutze der BlĂŒte.
Hast du schon einmal die BlĂŒtenblĂ€tter einer Blume berĂŒhrt?
Sie sind weich und zart, samtig und fein, kuschelig und rein. Sie haben unterschiedliche Farben: blau, lila, rot, weiß, gelb und rosa. Manche haben krĂ€ftige Farben, manche sind geschmĂŒckt mit Pastellfarben, ganz hell. Manche sind einfarbig und manche bunt. Die BlĂŒten duften. Mal sĂŒĂŸlich und wohltuend, mal deftig und stark, intensiv ist ihr Duft. Manche BlĂŒten sehen aus wie ein Stern oder die Sonne oder wie Glöckchen oder wie eine Krone.
Soll ich dir ein Geheimnis erzĂ€hlen ĂŒber die BlĂŒten?
Dort leben die Blumenkinder. Ihre Haare haben die gleiche Farbe wie die BlĂŒten in denen sie wohnen. Ihre Kleidung ist unterschiedlich grĂŒn. Manche Blumenkinder tragen Kleider, Sommerkleider, andere Hose und Hemd. Doch was sie alle gemeinsam haben ist, dass sie stets gut gelaunt sind.
Da du nun weißt wo die Blumenkinder wohnen, möchte ich dir von Lilly erzĂ€hlen. Lilly ist ein LilienmĂ€dchen. Sie hat blonde lange Haare mit feinen rot-goldenen StrĂ€hnen und wenn sie lĂ€chelt wirkt es als wenn die Sonne aus ihren Augen scheint.
Je lĂ€nger an diesem Morgen die Sonne schien, desto mehr öffnete sich die große gelb-rote LilienblĂŒte, erst die Ă€ußeren drei BlĂŒtenblĂ€tter, dann die inneren drei BlĂŒtenblĂ€tter, wodurch die BlĂŒte aussah wie ein Stern. Das Licht des Tages weckte behutsam unsere Lilly. Erst binzelte sie ein wenig, dann öffnete sie langsam die Äuglein und begrĂŒĂŸte mit einem LĂ€cheln den neuen Tag. Sir reckte und streckte sich langsam, genĂŒĂŸlich und fragte sich: „Was mache ich mit dem Tag heute? Gehe ich heute raus oder versteck ich mich?“ Lilly legte sich auf den RĂŒcken, verschrenkte die Arme hinter dem Kopf und schaute in den Wolkenlosen Himmel. „Heute gönne ich mir einen blauen Tag.“, sagte sie zu sich selber. Denn wie du dir denken kannst, brauchen auch Blumenkinder mal einen freien Tag ohne atemberaubende Abenteuer.
Lilly lag noch so eine Weile auf dem RĂŒcken, denn heute drĂ€ngte sie nicht die Zeit. Heute war sie zum Ausruhen bereit. Als ihr Magen murrurte und knurrte, stand sie ganz langsam auf und stellte fest: „Ich habe Hunger, ist ja kein Wunder!“
Doch was essen Blumenkinder? Weißt du es? Ich sage es dir, wenn du es nicht weiter weiter verrĂ€tst!
In den BlĂŒten gibt es Stempel. So heißen die langen, schmalen zarten Stengel die aus der Mitte der BlĂŒte ragen und genau zwischen diesen StĂ€ngel ist ein kleiner Teich von Nektar. In Lillys Lilie hat dieser Teich die Form eines Sternes. Aus diesem winzigen Teich saugen die Schmetterlinge, Hummeln und Bienen den Nektar und genau das essen auch die Blumenkinder.
Lilly ging in die Mitte ihres zu Hauses, ihrer gelb-roten LilienblĂŒte, schöpfte den Nektar mit beiden HĂ€nden aus dem kleinen Teich und schlĂŒrfte den sĂŒssen, leckeren, fast nach Wildhonig schmeckenden Nektar. Der zarte Duft kizelte ihrer Nase und sie schmeckte den samtig, klebrigen Saft. Als Lilly satt war, leckte sie sich mit der Zunge ĂŒber die Lippen: „Mmh, das war lecker. Jetzt bin ich satt und wir haben auch noch so schönes Wetter.“
Nun hatte Lilly Durst. Doch was trinken Blumenkinder? Weißt du es? Ich sage es dir, wenn du es nicht weiter verrĂ€tst!
Wenn es frĂŒh am Morgen ist, sind kleine Tropfen auf den BlĂŒten. Sie sammeln sich auf den BlĂ€ttern, das ist der Tau. Auch wenn es regnet sind Tropfen auf den BlĂŒtenblĂ€ttern. Das trinken die Blumenkinder.
Lilly ging summent zu einem BlĂŒtenblatt, wo noch die letzten Tropfen des morgendlichen Taus waren, denn den Tau kann man nur am Morgen sehen. Lilly nahm einen kleinen Tropfen in beide HĂ€nde und schlĂŒrfte das kĂŒhle Wasser. Zufrieden und glĂŒcklich legte sich Lilly wieder auf den RĂŒcken und schaute in den Himmel: „Was fĂŒr ein schöner Tag und die Sonne scheint, wie gern ich das mag!“ Lilly trĂ€umte vor sich hin und genoss den Sommerwind. Sie schlummerte wieder ein, fĂŒr Stunden gar bis die Kinder fingen an zu schrein.
Verwundert schaute Lilly empor und sah wie Kinder spielten und lachten im Chor. Denn die Lilie in der Lilly wohnte am Rande eines Spielplatzes trohnte. Lilly schaute den Kindern beim Spielen zu. Doch plötzlich kam ein Ball auf sie zu. Schnell versteckte sich Lilly zwischen den BlĂŒtenblĂ€ttern, denn niemand sollte sie sehen, nich mal ein HĂŒndchen sollte sie wittern. Ganz scheu und vorsichtig schaute Lilly zwischen der BlĂŒte hervor. Keiner hatte sie gesehen, Erleichterung pur! Weiter betrachtete Lilly das bunte Treiben. Doch leider konnten die Kinder nicht lĂ€nger bleiben. Denn als die Zeit zum Abendbrot kam, gingen die Kinder schnell nach Haus, ja rannten sogar. Lilly schaute dem fröhlichen KindergelĂ€chter nach als die Nacht langsam anbrach. Je dunkler es wurde desto mehr schloss sich die Blume und Lilly gĂ€hnte und war ganz mĂŒde. Zum Schlafen legte sie sich hin und sagte: „Was fĂŒr ein schöner blauer Tag. Ach wie glĂŒcklich ich bin.“
Nun sagen wir den Blumenkindern gute Nacht. Wenn du das nĂ€chste Mal eine Blume siehst gib fein Acht. Vielleicht versteckt sich ein Blumenkind darin. Und wenn du ganz ruhig bist, an der BlĂŒte schnupperst und leise ein Liedchen singst, vielleicht zeigt sich dir dann das Blumenkind im Tageslicht.
__________________
HÀtte Gott mich nicht so gewollt wie ich bin, hÀtte er mich anders erschaffen.

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hera
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