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Leselupe.de > Gereimtes
Das Gräfchen auf der Schulter
Eingestellt am 31. 10. 2005 23:53


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Alexander Kongegaard
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Das edle Gräfchen Balduin
Ist fürwahr nur selten gross.
Es wohnt auf einer Burgruin'
Und sitzt der Mutter auf dem Schoss.

Die Mutter streichelt zärtlich und
Voller Stolz durch Gräfchens Haar
Und, das macht die Sache rund,
Gebraucht genau ein Fingerpaar.

"Was willst Du heute Abend essen?"
Fragt die Mutter. "Wachtelei?" -
"Oh, ich hab' heut viel gesessen."
So spricht das Gräfchen: "Keine zwei!"

Die Mutter schnippt, der Diener schreitet,
Und erzählt dem Koch die Mär.
Das Ei sich in der Pfann' ausbreitet.
Der Koch meint:"Mensch, der frisst wie'n Bär!"

"Hab acht!" sagt da der Diener gleich.
"Kennst Du unser'n Grafen nicht?
Erstochen wird mit einem Streich,
Wem Ironie die Zunge spricht!"

"Ach ja..." Es lässt den Koch ganz kalt.
Fürchten tut er sich wohl nicht.
"Ich werd' hier sowieso nicht alt!
Und Schweigen ist nicht meine Pflicht!"

Doch steht des Dieners Haar zu Berge.
Er glaubt kaum, was er hier hört.
"Die Grösse fehlt nicht jedem Zwerge!"
Schnaubt er und schreit: "Wie unerhört!" -

"Nun geh' und sag' dem Gräfchen dein,
Dass sein Ei in Bälde käme!
Ich geb ihm noch ein Sösschen fein,
Und wiss', dass ich mich hier nicht schäme!"

So spricht der Koch, der Diener geht,
Gräfchen Balduin zu sagen,
Das Ei sei auf dem Weg. Auch steht
Ihm an, über den Koch zu klagen.

Das Gräfchen auf der Mutter lauscht.
Wort für Wort hört es hier zu,
Bevor es in die Küche rauscht
Auf Mutterns Schulter und im Nu.

"Das", spricht Gräfchen, "war kaum weise!
Was denkt er denn, wer er sei?" -
"Mein Herr, Ihr sprecht mir gar zu leise!"
Der Koch grinst. "Wollt Ihr euer Ei?"

An dieser Stelle spricht die Mutter,
Laut und deutlich, gar nicht weich:
"Mein guter Koch, Du wirst wohl Futter
Für Hund und Hundesohn zugleich!" -

"Ach, Gräfchenmutter, mir könnt's kaum
Gleichgültiger sein, was Ihr
Mir androht. Ich verlass' den Raum
Am Ende doch wie ich will! Hier!"

Und damit bekommt das Gräfchen
Ei und Teller vor das Näschen.
"Nun, iss er gut, dann halt ein Schläfchen,
Wenn aufgewacht, trink er ein Gläschen!

Doch dieser Koch verbeugt sich nimmer,
Geht hinfort und kommt nicht mehr!
Und wenn Ihr wollt, bleibt klein für immer!
Ansonsten iss den Teller leer!"

So spricht der Koch und schnippt die Finger.
Graf und Mutter steh'n allein
Und fühl'n sich plötzlich doch geringer,
Konfus, verwirrt und beide klein...

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flammarion
Foren-Redakteur
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schade,

kein ende wie im normalen märchen.
und der rhythmus stimmt mir auch nicht.
lg
__________________
Old Icke

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Alexander Kongegaard
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Zuerst mal danke für die ehrlichen Worte.
Wenn Du allerdings schreibst, dass die beiden Punkte, die Du ansprichst schade sind, bekomme ich das Gefühl, dass Du davon ausgehst, dass das Gedichtchen schon zu 100% fertig ist. Das ist NICHT der Fall!
Hm, wenn ich darüber nachdenke...ich habe nur zwischendurch Threads gesehen, in denen wirklich Schreibtechnik usw. in einem Text diskutiert wurde...vielleicht verstehe ich die Leselupe doch ein klein wenig falsch oder weiss zumindest nicht, wo auf der Seite ich was veröffentlichen sollte...naja, wie auch immer! Auf jeden Fall nochmals Dank für die aufrichtige Antwort! Ich schätze das...

lg
Alex

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flammarion
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aha,

noch nicht fertig. na, da kann ich ja noch gespannt sein. auf jeden fall reizvoll, das werk.
lg
__________________
Old Icke

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Alexander Kongegaard
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Ne, das allermeiste dessen, was ich in die LL stelle, ist noch nicht fertig...
;-)
Die Rhythmusprobleme habe ich (an manchen Stellen zumindest) letzthin auch entdeckt. Bin mal gespannt, ob ich da alles erwischt haben werde, wenn die Korrektur fertig ist.

Danke fürs Lesen auf jeden Fall!

Grüssle,
Alex

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Alexander Kongegaard
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Jetzt bin ich aber doch mal gespannt...

...ob ich alle Fehlerchen gefunden habe! Falls nicht, bitte nicht scheu sein und mich drauf hinweisen...ich mag das Gedichtchen nämlich, und würde gerne am Ende eine fehlerfreie Version dastehen haben...schon im Voraus vielen Dank fürs Lesen!
;-)

DAS GRÄFCHEN AUF DER SCHULTER

Das edle Gräfchen Balduin
Ist fürwahr nur selten gross.
Es wohnt auf einer Burgruin'
Und sitzt der Mutter auf dem Schoss.

Die Mutter streichelt zärtlich und
Voller Stolz durch Gräfchens Haar
Und braucht, das macht die Sache rund,
Dafür genau ein Fingerpaar.

"Was willst Du heute Abend essen?"
Fragt die Mutter. "Wachtelei?" -
"Ich habe heute viel gesessen."
So spricht das Gräfchen: "Keine zwei!"

Die Mutter schnippt, der Diener schreitet,
Und erzählt dem Koch die Mär.
Das Ei sich in der Pfann' ausbreitet.
Der Koch meint:"Mensch, der frisst wie'n Bär!"

"Hab acht!" sagt da der Diener gleich.
"Kennst Du unser'n Grafen nicht?
Erstochen wird mit einem Streich,
Wem Ironie die Zunge spricht!"

"Ach ja..." Es lässt den Koch ganz kalt.
Fürchten tut er sich wohl nicht.
"Ich werd' hier sowieso nicht alt!
Und Schweigen ist nicht meine Pflicht!"

Doch steht des Dieners Haar zu Berge.
Kann's kaum glauben, was er hört.
"Die Grösse fehlt nicht jedem Zwerge!"
Er schnaubt und schreit: "Wie unerhört!" -

"Nun geh' und sag' dem Gräfchen dein,
Dass sein Ei in Bälde käme!
Ich geb ihm noch ein Sösschen fein,
Und wiss', dass ich mich hier nicht schäme!"

So spricht der Koch, der Diener geht,
Gräfchen Balduin zu sagen,
Das Ei sei auf dem Weg. Auch steht
Ihm an, über den Koch zu klagen.

Das Gräfchen auf der Mutter lauscht.
Wort für Wort hört es hier zu,
Bevor es in die Küche rauscht
Auf Mutterns Schulter und im Nu.

"Oh, das", spricht Gräfchen, "war kaum weise!
Denn was denkt er, wer er sei?" -
"Mein Herr, Ihr sprecht mir gar zu leise!"
Der Koch grinst. "Wollt Ihr euer Ei?"

An dieser Stelle spricht die Mutter,
Laut und deutlich, gar nicht weich:
"Mein guter Koch, Du wirst wohl Futter
Für Hund und Hundesohn zugleich!" -

"Ach, Gräfchenmutter, mir könnt's kaum
Gleichgültiger sein, was Ihr
Mir androht. Ich verlass' den Raum
Am Ende doch wie ich will! Hier!"

Und damit dann bekommt das Gräfchen
Ei und Teller vor das Näschen.
"Nun, iss er gut, dann halt ein Schläfchen,
Wenn aufgewacht, trink er ein Gläschen!

Doch dieser Koch verbeugt sich nimmer,
Geht hinfort und kommt nicht mehr!
Und wenn Ihr wollt, bleibt klein für immer!
Ansonsten esst den Teller leer!"

So spricht der Koch und schnippt die Finger.
Graf und Mutter steh'n allein
Und fühl'n sich plötzlich doch geringer,
Konfus, verwirrt und beide klein...

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