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Leselupe.de > Humor und Satire
Das Grauen hat einen Namen: Datenbankdesign
Eingestellt am 27. 06. 2001 15:30


Autor
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Christina Maria Kraemer
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2000

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Holen Sie sich ein k├╝hles Bier, lehnen Sie sich zur├╝ck und lauschen Sie unserer kleinen Geschichte.
Ein Geschichte, die Sie entf├╝hren wird in eine Dimension des Grauens, voller immer w├Ąhrender Schrecken, einer Welt, die angef├╝llt ist mit dem Wehklagen und dem Jammern derer, die sich in ihr verfangen haben ÔÇô folgen Sie uns in die Welt der IT-Kaufleute.

F├╝r die Protagonisten dieser Geschichte begann alles so, wie der echte Horror immer beginnt - ganz harmlos.
Als Opfer des Arbeitsamtes und der Erwachsenenbildung gerieten wir in eine Umschulung, die uns mit faszinierenden neuen Programmen wie z.B. Windows NT 4.0 und der hohen Kunst der Programmierung in Visual Basic vertraut machen sollte.

Eines ÔÇô zu diesem Zeitpunkt schon viel zu hei├čen, und wie immer viel zu fr├╝hen ÔÇô Morgens, der sich bis dato nur durch einen gravierenden Mangel an Kaffee auszeichnete, erhielten wir den Auftrag, im Rahmen eines Projekts (Codename: Fun-Bike) eine Datenbank zu erstellen.

Unsere Ergebnisse haben wir in einem kleinen Bericht zusammengefa├čt der im Folgenden zu lesen ist.
Urspr├╝nglich sollte daraus keine Ver├Âffentlichung resultieren, weil ihn aber jeder so komisch fand, haben wir uns breitschlagen lassen.

Tagesbericht 25.06.01 IT5

Nach der Ausgabe der Tageslosung 'Macht 'ne Datenbank, und keine Panik, wird schon irgendwie werden...' haben wir, die jung-dynamischen Vorstandsvorsitzenden und Mitarbeiter von Fun-Bike uns in unsere Kemenate eingeschlossen und wollten von der Welt nichts mehr sehen.
J├Ąh wurden wir durch das Erscheinen des Dozenten aus unserer Lethargie gerissen und an unsere Aufgabe erinnert.
Nachdem sich endlich jemand fand, der Kaffee gekocht hat, konnte es auch schon losgehen... nach einer kleinen Pause.

Im Brainstorming zum Thema 'Firmendatenbank Fun-Bike' haben wir Ideen f├╝r unsere Datenbank gesammelt. Dabei st├╝rmte es jedoch eher weniger, vielmehr war die Thermik f├╝r die Bewegung der hei├čen Luft verantwortlich. Nichts desto trotz stand irgendwann mal soviel auf der Tafel, dass es gut aussah.

Aufstellen der einzelnen Bereiche
Der geneigte Leser mag damit jetzt weniger anfangen k├Ânnen... genauso wie der (leicht zur Seite) geneigte Schreiber (dessen Haltung schon leicht an die Folgen eines Apoplex erinnert).
Nein, ernsthaft, die Mystik dieses Vorgangs l├Ą├čt sich in wenige, pr├Ągnante Worte fassen:
Wir haben den ganzen Mist grob sortiert.

Aufsplitten in einzelne Tabellen
Der ganze Kram wurde nun in eine Form gebracht, von der wir ganz fest glauben, da├č irgendwann mal in ferner Zukunft eine Datenbank daraus werden k├Ânnte....
Hach, Glaube ist schon was Feines.

L├Ąngere Diskussion ├╝ber die Vorgehensweise zur Normalisierung
Da das Ergebnis der Diskussion war, da├č das Normalisieren zur dritten Normalform im Normalfall irrelevant ist, erspare ich dem Leser an dieser Stelle das Protokoll dieser Diskussion.

Zeitlich ausgedehnte Diskussion mit dem Dozenten ├╝ber erste und zweite Normalform
Die Fortsetzung des obigen mit anderen Mitteln, aber dem selben Ergebnis.

Freudvoller Gang in die Mittagspause
Ein Teil der Belegschaft hat sich in einem schottischen Spezialit├Ątenrestaurant den Magen verrenkt, was es bei den anderen gab ist jetzt noch ansatzweise auf der Tastatur zu erkennen.

Nach der Mittagspause haben wir uns den (schon sehr maltr├Ątierten) Kopf ├╝ber ein brauchbares Bauteilgruppennummerierungsystem mit implementierter Herstellerkennung zerbrochen.
Zumindest einen schicken Namen haben wir gefunden.
In Absprache mit unseren Zulieferern fanden wir eine Kennzeichnungsm├Âglichkeit der an uns gelieferten Bauteile, die in einer 6-stelligen Nummer den Hersteller, die Bauteilgruppe sowie den Bauteiltyp kodiert.

Die Aufschl├╝sselung der bisher erarbeiteten Datenbankstruktur in Tabellen und korrespondierende Felder/Indizes sowie die ad├Ąquate Ausformulierung dieses Tagesberichts gestaltete sich diffiziler als prognostiziert und beanspruchte die letzten verbliebenen Reste des Tages sowie des Verstands der Schreiber.

Eventuelle Fehler waren leider durch Gegenlesen eines Lektors nicht mehr zu erkennen, da mehrere Lektoren sofort wahnsinnig wurden und nicht mehr in der Lage waren, uns irgendwas Sinnvolles mitzuteilen.

Fortsetzung folgt...

__________________
C.M.Kr├Ąmer

"...um die Tests dieser Zeit zu bestehn

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moonfire
Guest
Registriert: Not Yet

Du sprichst mir aus der Seele

Hallo Christina,

ja,ja du sprichst mir absolut aus der Seele, aber das wei├čt Du ja, da wir uns mit dem gleichen Projekt rum schlagen m├╝ssen!
Ihr d├╝rft bei diesem Projekt nicht vergessen:
Die Welt ist ein Irrenhaus und wir sitzen in der Zentrale gefangen!!! Aber es ist ja nur noch ne Woche.

Das Werk ist Dir (und deinen Helfern)sehr gut gelungen.
Ich verstehe gar nicht warum sich keiner dazu ├Ąu├čern will.

liebe Gr├╝sse
auch an die anderen

moon

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Fredy Daxboeck
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Feb 2001

Werke: 82
Kommentare: 229
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*irrt wie viele andere leidensgenossen in irgendwelchen datenb├Ąnken herum . . . hilflos . . . gefangen . . . verloren*

hallo c.m. und moonfire

wirklich sehr gut beobachtet und widergegeben c.m.
manchmal . . . wenn wir denken nichts besseres zu tun zu haben,
wenn wir glauben, in diesem seltsamen undurchsichtig tr├╝ben strom mitschwimmen zu m├╝ssen,
wenn wir meinen auf diesen rasenden aber schlingernden zug aufspringen zu k├Ânnen,
oder wenn wir dazu gen├Âtigt werden ÔÇô aber das sind dann wirklich die armen schweine . . .
begeben wir uns in die unheimlichen tiefen der elektronischen datenverarbeitung.
schaurig sch├Ân, gespenstisch interessant und gruselig anziehend locken uns unbekannte zeichen in ihre finsteren gew├Âlbe . . . wie einst h├Ąnsel und gretel streuen wir vielleicht noch brotkr├╝mel um den r├╝ckweg zu finden . . .
aber die meisten werden schlie├člich doch von der hexe gefressen . . .

in diesem sinne

ein frohes schaffen und

liebe gr├╝├če

fredy
________________
achte stets darauf w├Ąhrend du deinen tr├Ąumen hinterherjagst . . .
dass sie nicht eines tages hinter dir herjagen

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