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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Das Holzpferdchen
Eingestellt am 30. 12. 2015 14:09


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Hyazinthe
One-Hit-Wonder-Autor
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Das Holzpferdchen

„Hau ab!“, schrie das junge Mädchen wütend, „hau endlich ab! Und nimm dein doofes Geschenk mit!“ Erbost warf sie den Holzgegenstand in hohem Bogen ins Gebüsch, zerrte ihr Fahrrad hoch, das in die wilden Lupinen am Straßenrand gefallen war, und stellte es auf die Räder. Als sie aufsteigen wollte, spürte sie einen heftigen Stoß von ihm in den Rücken. Was sollte das? Sie schaute sich um. Plötzlich bekam sie Angst vor ihm. Bloß weg hier, dachte sie, schnell nach Hause. Sie stieg auf und fuhr los. Merkwürdig, dieser Stoß! Sie fühlte ihn immer noch, stärker als vorher. Während sie den Fahrradlenker mit der rechten Hand hielt, tastete sie mit der linken nach dem Schmerz im Rücken. Ihre Finger fühlten etwas Warmes, Feuchtes. Entsetzt starrte sie auf ihre Hand. Blut! Ihr Herz fing plötzlich an heftig zu klopfen. Wieso blutete sie? Sie hielt an und stieg ab. Noch einmal tastete sie nach der Verletzung. Noch mehr Blut! Das konnte doch nicht sein! War das kein Schlag, sondern ein Stich gewesen? Ein Stich mit einem Messer? Auf einmal fühlte sie den Schmerz. Heiß und brennend! Panik stieg in ihr auf. Sie versuchte sich zu beruhigen. So ganz schlimm konnte es wohl nicht sein, sonst würde sie sicher nicht mehr stehen oder gehen können. Besser, sie schob ab jetzt ihr Fahrrad, fahren war wohl doch zu anstrengend. Hoffentlich war ihre neue Bluse nicht total ruiniert. Sie war ganz schön teuer gewesen. Wenn nur ihr Herz nicht so rasen würde! Sie konnte es deutlich im Hals fühlen. Und sie musste immer heftiger atmen. Das Fahrrad war so schwer. Ihr kam ein Gedanke: Ob sie es hier am Straßenrand liegen lassen durfte? Sie konnte es ja in den hohen Lupinen verstecken, damit es niemand sah, und es morgen wieder abholen. Es war nicht mehr weit bis nach Hause, nur ein paar Hundert Meter. Die konnte sie leicht zu Fuß schaffen. Sie ließ das Fahrrad an den Straßenrand fallen. Komisch, wie schwach sie sich plötzlich fühlte. Vielleicht war die Wunde doch schlimmer als sie dachte? Sie musste jetzt zusehen, dass sie schnell nach Hause kam. Mit zitternden Händen wischte sie sich über das Gesicht. Schweißnass! Es war doch gar nicht mehr heiß, wieso schwitzte sie so? Das Gehen war schwer, ihre Beine fühlten sich merkwürdig lahm an. Es wäre schön, sich kurz ins Gras zu setzen. Es würde sie ja niemand sehen, jetzt um diese Zeit. Nur ein wenig ausruhen. Schwer ließ sich an den Straßenrand fallen. Das Gras war weich und kühl und duftete angenehm frisch. Aber sie musste doch schnell nach Hause, die Wunde verarzten! Nur ein paar Minuten. Es würde so gut tun sich hinzulegen. Sie streckte sich aus und blickte zum Himmel. Ein paar weiße Wolken zogen vorbei. Es dämmerte schon. Merkwürdig, wie dunkel es auf einmal wurde. Ganz dunkel. Ihr Kopf fiel zur Seite.

Hast du schon gehört, was passiert ist, Teresa?“
Meine Mutter konnte es kaum erwarten, mir die sensationelle Neuigkeit mitzuteilen.
„Nein, was denn?“ Mechanisch stellte ich meine Reisetasche ab und hängte meine Jacke an die Garderobe.
„Die kleine Annemarie Meyberg ist ermordet worden!“
„Was?“
Ich war fassungslos. Ein Mord in unserem kleinen Kaff?
„Ja! Erstochen! Der Alois Werner hat sie gefunden. Morgens, als er zur Arbeit wollte. Sie hat im Gras gelegen. Neben der Straße. Ihr Fahrrad lag nur ein paar Meter weiter in den Lupinen.“
Annemarie tot! Die kleine Annemarie. Ich hatte sie gut gekannt. Ein Nachbarmädchen. Sechzehn Jahre alt. Hübsch. Wunderbare lange blonde Haare. Ihrem Bruder Max hatte ich vor Jahren Nachhilfeunterricht gegeben. Nette, normale Familie.
„Weiß man, wer es war?“
„Nein, die Polizei tappt völlig im Dunkeln. Es muss nach dem Pfingstball gestern passiert sein. Jedenfalls hat man Annemarie dort das letzte Mal gesehen. Lebend, meine ich.“
„Unglaublich!“
„Die Polizei hat die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Papa und die Jungen sind mit den anderen Nachbarn losgegangen, um die Felder und Äcker nach der Tatwaffe abzusuchen. Du kannst dir vorstellen, wie entsetzt und empört alle sind.“ Meine Mutter war ganz aufgeregt. Ich konnte nicht umhin, so etwas wie Sensationslust aus ihrer Stimme heraus zu hören.

Im Dorf herrschte eine aufgeheizte Atmosphäre. Das Verbrechen war natürlich in aller Munde.
„Hallo Teresa! Schön, dass du wieder einmal da bist!“ Die alte Frau Wortmann, die seit eh und je an der Kasse des einzigen Lebensmittelladens im Dorf saß, brannte darauf, mich in die neuesten Einzelheiten einzuweihen, während sie die Preise für die Waren, die ich eingekauft hatte, eintippte. „Stell dir vor, es soll einer aus dem Dorf gewesen sein, der die kleine Annemarie erstochen hat. Vielleicht ihr Freund, der Thomas. Mit dem soll sie sich gestritten haben auf dem Ball.“ Vertraulich senkte sie die Stimme. „Ich glaub' ja nicht, dass er's gewesen ist. So ein netter Junge! Geht auf's Gymnasium.“ Sie schüttelte entschieden den Kopf. Geheimnistuerisch senkte sie die Stimme. „Sicher war es ein Sittenstrolch, der zufällig vorbeigekommen ist und die Annemarie gesehen hat, wie sie am Abend nach Hause fuhr auf ihrem Fahrrad. In ihrem kurzen Rock. Ich finde es ja nicht richtig, aber heutzutage laufen die Mädchen ja alle so herum.“ Vielsagend rollte sie mit den Augen.
Ich fühlte mich herausgefordert. „Immerhin sind wir jetzt nicht mehr in den fünfziger Jahren, sondern in den Siebzigern, Frau Wortmann“, sagte ich, „und da gilt ein Mädchen nicht schon als Flittchen, nur weil es einen Minirock trägt.“
Frau Wortmann presste pikiert die Lippen zusammen. „Ich mein' ja nur“, sagte sie entschuldigend. Sie schob den Beutel mit den Orangen über den Tresen und beendete die Rechnung. „Zweiundzwanzigfünfzig macht das bitte.“ Während sie das Wechselgeld aus der Kasse abzählte, bedachte sie mich mit einem jovialen Lächeln. „Und dir geht's gut in der großen Stadt? Was macht die Studiererei?“
„Gut. Ich bin nur für ein paar Tage hier. Über Pfingsten.“ Ich hatte es eilig, aus dem Laden herauszukommen.

„Sag mal, Jörg, du bist doch bei der Polizei. Weiß man schon Genaueres über Annemaries Tod?“ Schamlos nutzte ich die Beziehung zu meinem früheren Schulkameraden Jörg Strohnagel, der jetzt bei der Bereitschaftspolizei im Ort arbeitete, aus. War er es doch gewesen, der mir den ersten Kuss gegeben hatte.
Jörg blies wichtig die Backen auf. „Ich darf nichts sagen, das weißt du ja. Laufende Ermittlungen. Man muss die Obduktion abwarten. Aber man hat allerlei interessante Sachen gefunden am Tatort.“
„Ach ja? Was denn?“
„Na, zum Beispiel einen Schraubenzieher, von dem man zuerst dachte, dass er die Tatwaffe sein könnte. War er aber nicht. Zu schmal. Und ein silbernes Armband. Hat aber nicht Annemarie gehört. Und verschiedene andere Sachen. Ein Holzspielzeug war auch dabei, so ein kleines geschnitztes Pferdchen. Das meiste war aber nur Müll.“
„Habt ihr denn schon einen Verdächtigen?“
„Wir verfolgen einige Spuren. Annemaries Freunde aus der Schule. Oder ihre Verehrer vom Pfingstball. Ihre Bekannten aus dem Dorf. Die Nachbarn. Bis jetzt haben wir noch nichts Konkretes. Aber darüber darf ich sowieso nichts sagen. Lass uns lieber über was anderes reden.“ Er lächelte mich vielsagend an, wobei die Grübchen in seinen Wangen sich verführerisch vertieften. „Wie lange bleibst du denn diesmal hier? Vielleicht können wir mal wieder zusammen ausgehen?“
Ich wollte ihm keine falschen Hoffnungen machen.
„Nur bis Annemaries Beerdigung. Wann wird die denn sein?“
Enttäuscht wandte er sich ab. „Wenn die Gerichtsmedizin die Leiche freigegeben hat. Nach der Obduktion. Wahrscheinlich in den nächsten Tagen.“

Das Wort „Obduktion“ war in meinem Kopf hängen geblieben. Ich mochte mir Annemaries jungen Körper gar nicht vorstellen, wie er auf dem Metalltisch lag und aufgeschnitten würde. Die Bestattungsleute hatten mit der Herrichtung der Leiche wirklich gute Arbeit geleistet, denn das Mädchen im Sarg, das am Tag der Beerdigung in der Leichenhalle aufgebahrt war, sah aus wie ein schlafender Engel. Man hatte Annemaries langes blondes Haar dekorativ über ihre Schultern drapiert und ihr einen Rosenkranz um die gefalteten, noch kindlich runden Finger gewickelt.
„Mein Gott, die vielen Leute!“, flüsterte mir meine Mutter zu, als wir pflichtgemäß zum Rosenkranzbeten in der Kapelle eintrafen. Der Duft der vielen Blumen vermischte sich mit den Ausdünstungen der dicht gedrängt stehenden Menschen. Ich hatte Angst, dass mir schlecht werden würde und schluckte krampfhaft.
„Hast du die Presseleute gesehen?“ Meine Mutter war hellauf begeistert von dem Geschehen. „Sicher steht Annemarie, wie sie da im Sarg liegt, morgen auf der Titelseite der Zeitung.“
Das Dorfgemeinschaftshaus, in dem der Leichenschmaus stattfand, war bis auf den letzten Platz besetzt. Beim Kaffee-Einschenken, einer Aufgabe, die uns Nachbarinnen zufiel, schnappte ich beunruhigende Gesprächsfetzen auf.
„Jetzt soll es doch einer aus dem Dorf gewesen sein, sagt die Polizei.“
„Sicher einer von den Azozialen, die in den Obdachlosenhäusern wohnen. Diesen Sozialhilfeempfängern, wie es heute heißt. Denen ist alles zuzutrauen!“
„Haben den ganzen Tag nichts zu tun und lungern nur herum. Dabei kann ja nichts Gutes herauskommen.“
„Und ewig am Saufen! Und mit besoffenen Kopf dann nicht mehr wissen, was sie tun.“
„Man müsste den, der das getan hat, am nächsten Ast aufknüpfen. So eine Bestie! Das ist ja kein Mensch mehr!“
Die Wut, mit der da geeifert wurde, machte mir Angst. Dazu kam das mulmige Gefühl, dass der Mörder vielleicht mit am Tisch saß und ich ihm gerade eine Tasse Kaffee eingeschenkt hatte.

Kurz nach der Beerdigung reiste ich wieder an meinen Studienort und konzentrierte mich auf mein Studium. Zwei Wochen später erhielt ich einen Brief von meiner Mutter. Sie schrieb:

Liebe Teresa!
Bist du gut angekommen in Göttingen? Ich hoffe, die Zugfahrt ist Dir nicht zu langweilig geworden. Haben Dir die Schinkenbrote geschmeckt, die ich Dir eingepackt habe? Denk daran, dass Du immer gut isst, Du bist viel zu dünn.
Von hier gibt es wieder viel Neues zu berichten. Nach all der Aufregung um die Ermordung der armen kleinen Annemarie hat es nun auch noch einen Brand gegeben. Du kennst ja die kleinen Häuser, die die Gemeinde an die Sozialhilfeempfänger vergibt? Eines dieser Häuser ist letzten Sonntag abgebrannt, bis auf die Grundmauern. Und das Ehepaar Müller, du weißt ja, sie waren schon seit Jahren hoffnungslose Alkoholiker, ist dabei ums Leben gekommen. Stell Dir das einmal vor! Und das Schlimmste ist: Die Polizei behauptet, dass es Brandstiftung gewesen ist! Von einem 'Brandbeschleuniger' war die Rede. Aber die Leute im Dorf gehen eher davon aus, dass die Antonia Müller im Bett geraucht hat und dann mit der brennenden Zigarette eingeschlafen ist. Sie hat ja eine Zigarette nach der anderen geraucht und war bestimmt wieder betrunken. Aber die Polizei hat auch in unserem Dorf nach Verdächtigen für die Brandstiftung gesucht. Sogar Dein Vater und Deine Brüder mussten mit aufs Revier, und alle unsere Nachbarn. Die Polizei hat wohl geglaubt, dass der Brand die Rache für den Mord an der kleinen Annemarie gewesen ist. Der schwachsinnige Junge der Müllers, dieser Toni, hat das Mädchen ja erstochen. Man sagt, weil sie seine Zudringlichkeiten zurück gewiesen hat. Das muss man sich mal vorstellen! Das arme Mädchen! Es gab unter den Dingen, die man in der Nähe des Tatortes gefunden hat, ein kleines geschnitztes Holzpferdchen, das der Toni gemacht hat. Er hat es der Annemarie wohl schenken wollen und sie hat ihn abgewiesen. Man hat das Tatwerkzeug bei ihm gefunden. Es war eins seiner Schnitzmesser. „So schönes goldenes Haar“, soll er immer wieder gesagt haben. Der Junge ist jetzt in einer geschlossenen Anstalt. Er hat alles gestanden. Jedenfalls, die Polizei musste die Untersuchungen wegen der Brandstiftung einstellen, denn zufällig waren alle unsere Nachbarn an dem Abend in der Gaststätte beim Doppelkopfturnier. Sie hatten also alle ein 'Alibi', wie sie das nennen. Dein Vater hat sogar den zweiten Preis gewonnen, eine zehn Kilo schwere Gans. Wenn Du das nächste Mal zu Besuch kommst, werde ich sie lecker zubereiten mit meiner berühmten Apfel-Rosinen-Füllung.
Wir hoffen, es geht Dir gut. Studiere fleißig, wir sind stolz auf Dich. Viele Grüße auch von Papa und den Jungs,
Deine Mama

Ich habe den Brief noch. Er liegt mit all den anderen in einem Fach in meinem Schreibtisch. Als ich das nächste Mal meine Eltern besuchte, ein paar Wochen später, wurde über die Angelegenheit nicht mehr gesprochen. Ein seltsames Schweigen schlug mir entgegen, sobald ich die Rede darauf bringen wollte. Die Sache sei ein für allemal erledigt, sagte man mir. Ein für allemal.
__________________
Immer neugierig bleiben

Version vom 30. 12. 2015 14:09

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ThomasQu
???
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Servus Hyazinthe,

Ja, ja, die Dorfbewohner. Unter der biederen Oberfläche tun sich die Abgründe auf. Die haben es schon faustdick hinter den Ohren. Bestimmt wurde alles am Stammtisch ausgekungelt, dass auch wirklich jeder ein Alibi hat und keiner als Brandstifter in Frage kommt. Dass die Eltern des Mörders dabei ums Leben kommen, haben die wahrscheinlich gar nicht geplant.

Toller Erzählfluss, aber ein bisschen zu lang finde ich den Text. Kürzungspotential wäre auf jeden Fall vorhanden.
Die Reaktion des Mädchens auf die Messerattacke und ihr dahinsiechen hast du nicht sehr überzeugend beschrieben, so etwas stelle ich mir anders vor.
Wenn der Stich so heftig war, dass es den beschriebenen Stoß gab und sie daran stirbt, hätte sie wohl mehr spüren müssen, denke ich mir.
Außerdem war ich beim Lesen des ersten, sehr langen Absatzes der Ansicht, dass es sich um ein kleines Mädchen handeln würde, eine sechzehnjährige überlegt z.B. nicht, ob sie in so einer Situation ihr Fahrrad am Straßenrand liegen lassen darf, sie tut es einfach. Die kommt mir ohnehin sehr infantil vor.
Wahrscheinlich ist sie verblutet. Diese Gefahr muss ihr doch bei dem ungeheueren Blutverlust klar geworden sein. Das geht aber leider nicht hervor.
Hätte es sich um ein sechsjähriges Mädchen gehandelt, wäre der erste Absatz vollkommen plausibel gewesen.

Den Rest deiner Geschichte finde ich aber echt stark!

Grüße, Thomas

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Hyazinthe
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Lieber Thomas!

Danke fürs Lesen und Kommentieren!

Um dem Missverständnis vorzubeugen, dem du erlegen bist, habe ich aus dem "Mädchen" im ersten Satz ein "junges Mädchen" gemacht. So wird klar, dass es sich um einen Teenager handelt und nicht um ein kleines Kind.
Bei dem Geschehen, das ich im ersten Abschnitt beschreibe, handelt es sich um einen Zeitraum von nur ein paar Minuten. Ich stelle mir vor, dass man den Schmerz eines Messerstichs erst etwas verzögert wirklich wahrnimmt, und dass das Verbluten zu einer Schwäche und dann zur Ohnmacht führt. Kann sein, dass ich an dieser Stelle etwas korrigieren muss.
Was das Verhalten des Mädchen betrifft: Bedenke bitte, dass die Geschichte während der 70er Jahre und auf dem Lande spielt. Ein Fahrrad war ein durchaus wertvoller Besitz, den man nicht so ohne Weiteres irgendwo liegen lassen konnte.

Im Übrigen habe ich mich über dein Lob sehr gefreut.

Gruß, Hyazinthe
__________________
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