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Leselupe.de > Kurzprosa
Das Insekt
Eingestellt am 04. 12. 2009 17:36


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Gernot Jennerwein
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Wenn ich so da liege und nach oben schaue auf die Decke, frage ich mich, was die Fliege da treibt. Sie landet, steht verkehrt im Raum und scheint mir unruhig zu sein, als würde sie niemandem vertrauen. Und wie ist es mit meinem Vertrauen? Kann ich dem Insekt, dem ich Aug in Aug vertraue, noch ebenso vertrauen, wenn ich es nicht sehe und wenn mein Schlaf uns trennt? Es ist leicht, jemandem zu vertrauen, wenn man ihn gleichzeitig überwacht, es ist vielleicht sogar möglich, jemandem aus der Ferne zu vertrauen, aber im Innern meiner selbst, also aus einer anderen Welt heraus, jemandem außerhalb völlig zu vertrauen, das ist unmöglich. Wird die Fliege in meinem Schlaf die Möglichkeit ergreifen und die Haut nach Essensresten absuchen und wenn sie nichts findet, das Salz aus meinen Poren lecken, oder möchte sie, wenn nichts anderes übrig bleibt, von meinem Blut ein wenig kosten? Ich wäge die Möglichkeiten ab und gestehe mir ein, dass es unberechenbar ist, das Tier. So bleibt mir keine andere Wahl, als mich zu erheben und das Insekt zu jagen, bis ich es in der Hand halte und zerquetsche, denn ich vertraue niemandem und ich bin kein Vertrauensmann.

Version vom 04. 12. 2009 17:36
Version vom 05. 12. 2009 06:16
Version vom 06. 12. 2009 15:17
Version vom 06. 12. 2009 19:10

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Mandelbaum
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Hallo Gernot,
dein Protagonist hat mein Mitleid erweckt. Das Leben ist schwer, wenn man niemanden hat, dem man vertrauen kann.

Ich habe einige Änderungsvorschläge:

quote:
Wenn ich so da liege und nach oben an die Decke schaue (an die Decke)

quote:
Sie landet,steht verkehrt im Raum
Steht sie wirklich verkehrt im Raum?
Aus ihrer Sicht ist es der Protagonist, der verkehrt im Raum steht.

quote:
Und wie ist es mit meinem Vert r auen?

quote:
Kann ich dem Insekt, dem ich Aug in Aug vertraue,noch ebenso vertrauen, wenn ich es nicht sehe und wenn mein Schlaf uns trennt? Es ist leicht, jemandem zu vertrauen, wenn man ihn gleichzeitig überwacht
Wenn Überwachen zur Bedingung wird, gab es zu keiner Zeit Vertrauen!

quote:
So bleibt mir keine andere Wahl, (wie) als mich zu erheben

LG
Mandelbaum


__________________
"Poesie tritt oft durch das Fenster der Unwesentlichkeit ein." M.C. Richards

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Gernot Jennerwein
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Hallo Mandelbaum,

danke für dein lesen und kommentieren. Das "r" hab ich eingefügt und aus "an die Decke" wurde "auf die Decke".

quote:
Aus ihrer Sicht ist es der Protagonist, der verkehrt im Raum steht.
Ich schreibe nicht aus der Sichtweise der Fliege, sondern des Lyrichs.

quote:
Wenn Überwachen zur Bedingung wird, gab es zu keiner Zeit Vertrauen!
Du sagst es!

quote:
So bleibt mir keine andere Wahl, (wie) als mich zu erheben
Das "wie" stört anscheinend viele Leute, aber früher wurde so geschrieben, und mir gefällt es wunderbar.

ich danke dir
schöne grüße
gernot

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bluefin
Guest
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der satz

quote:
So bleibt mir keine andere Wahl, wie mich zu erheben und das Insekt zu jagen,
war zu jeder zeit falsch, lieber gernot. korrekt hieß und heißt es: "anders als" und "so schön wie". dass viele leute schlampig sprechen und schreiben, macht aus verstößen kein gewohnheitsrecht.

liebe grüße aus münchen

bluefin

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Gernot Jennerwein
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danke bluefin und Mandelbaum, jetzt habt ihr mich überzeugt.

schöne grüße
gernot

edit: jetzt frag ich mich gerade, ob "als wie" möglich ist?

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