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Leselupe.de > Humor und Satire
Das Interview
Eingestellt am 14. 03. 2002 03:46


Autor
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mrjingle
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Mar 2002

Werke: 6
Kommentare: 32
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Meinen Danke an caroline.
Sie hat mit ihrem thread "Neulich bei einer Tasse Kaffee mit Sherlock Holmes" bei Finger├╝bungen den Ansto├č f├╝r den folgenden Text gegeben.

Das Interview

Reporter: Sch├Ânen guten Tag. Ich komme von der Zeitung. Ich habe einen Termin mit ihrem Chef.
Mr. P. : Ja, wir haben sie schon erwartet. Leider mu├č ich ihnen mitteilen, da├č aus dem Interview leider nichts
wird. Wichtige Gesch├Ąfte, die keinen Aufschub erm├Âglichen. Ich hoffe sie verstehen das.
Reporter: Aber das Treffen war doch schon l├Ąnger...
Mr. P. : Jaja! Wir wollten sie ja auch schon fr├╝her benachrichtigen. Doch leider haben sich die Ereignisse in
letzter Zeit ├╝berst├╝rzt. Was soll ich sagen? Es tut mir leid.
Reporter: Was sol ich denn sagen? Unsere Redaktion hat den Lesern ganz gro├č ein Interview mit ihrem Chef
Versprochen. Die Leute erwarten endlich Antworten. Hat er nicht wenigstens f├╝nf Minuten Zeit?
Mr. P. : Leider nein. Aber ich k├Ânnte etwas Zeit er├╝brigen. Nat├╝rlich nur wenn sie wollen.
Reporter: Nun, mir bleibt ja nichts anderes ├╝brig. Ich habe schlie├člich einen Abgabetermin.
Mr. P. : Sch├Ân, sch├Ân. Dann fragen sie.
Reporter: Nun als allererstes..... Wie m├Âchten sie denn angesprochen werden?
Mr. P. : Mit ÔÇ×Mr. P.ÔÇť, bitte.
Reporter: ÔÇ×Mr. P.ÔÇť?
Mr. P. : Ja, bitte.
Reporter: Wie kommen sie an so einen Namen?
Mr. P. : Nun, das ist nat├╝rlich nicht mein richtiger Name. Nur mein Pseudonym unter dem ich hier arbeite.
Wissen sie, der Chef meinte wir m├╝├čten unsere Organisation etwas verj├╝ngen um auch bei j├╝ngeren
Generationen wieder ÔÇ×inÔÇť zu sein. Verstehen sie? Halt ein bi├čchen ÔÇ×coolerÔÇť sein. Da hat es bei uns in
der letzten Zeit etwas gemangelt.
Reporter: Gut, aber wieso gerade ÔÇ×Mr. P.ÔÇť?
Mr. P. : Nun ich wollte mich erst ÔÇ×Mr. PinkÔÇť nennen. Allerdings gab es diesen Namen schon.
(Anm. der Redaktion: Figur aus dem Film ÔÇ×Reservoir DogsÔÇť)
Reporter: Ähm....ja.
Wie w├╝rden sie denn ihre T├Ątigkeit hier beschreiben?
Mr. P. : Ich w├╝rde sagen, ich gebe gerade ein Interview.
Reporter: Nein, nein! Ich meine was machen sie sonst so?
Mr. P. : Achso! Entschuldigung! Also...ich w├╝rde mich als rechte Hand des Chefs sehen. Ich regele zum
Beispiel die Termine f├╝r ihn und bin auch f├╝r den Empfang zust├Ąndig. Sozusagen M├Ądchen f├╝r alles.
Reporter: Dann haben sie sicherlich auch Einsicht in interne Abl├Ąufe?
Mr. P. : Selbstverst├Ąndlich.
Reporter: Die meisten unserer Leser w├╝rde interessieren, wie ihr Chef zu den Kriegen auf der Welt steht.
Mr. P. : Inwiefern?
Reporter: Nun, viele sind der Ansicht, ihre Organisation k├Ânnte ihren Einflu├č geltend machen und damit die
Welt ein bi├čchen friedlicher.
Mr. P. : In dieser Hinsicht halten wir uns gerne ein bi├čchen bedeckt. Sie ist der Meinung, da├č m├╝ssen die
Menschen alleine regeln. Von wegen freier Wille und so.
Reporter: Sie?
Mr. P. : Auch ich stimme damit voll ├╝berein.
Reporter: Das meinte ich nicht.
Mr. P. : Oh!
Reporter: Sie sagten eben ÔÇ×Sie ist der Meinung...ÔÇť?
Mr. P. : Ja, das sagte ich.
Reporter: Wollen sie sagen, ihr Chef w├Ąre eine Frau?
Mr. P. : Wenn ich ehrlich sein soll...wei├č das hier niemand so richtig.
Reporter: Das verstehe ich nicht.
Mr. P. : Wissen sie, bisher hat ihn noch niemand gesehen.
Reporter: Ich denke sie sind seine ├Ąhm ihre rechte Hand. Da wollen sie sie noch nie gesehen haben? Wie
bekommen sie denn ihre Anweisungen?
Mr. P. : Nun, direkt von ihm.
Reporter: Und sie haben trotzdem nie...?
Mr. P. : Nein. Er ist st├Ąndig von so einem Licht umgeben. Das ist so grell, da kann man gar nichts sehen. Aber
ich denke das mu├č so sein in ihrer Position.
Reporter: Oh!Nunja! Das ist schade, denn dann mu├č ich die Personenbeschreibung im Portrait wohl vergessen.
Aber wie sprechen sie ihren Chef denn an, wenn sie nicht wissen ob er Mann oder Frau ist?
Mr. P. : Oh, das ist einfach. Das kann man sich aussuchen.
Reporter: Wie das?
Mr. P. : Nun f├╝r sie gibt es so viele Namen, da kann man nichts falsch machen. Der Name den man nimmt, ist
automatisch richtig.
Reporter: Aha. Und wie ist er oder sie sonst so?
Mr. P. : Richtig nett. Fast immer freundlich. Und einen tollen Humor hat sie. Ich habe ihn erst einmal
ausflippen sehn. Allerdings bin ich ja auch noch nicht so lange dabei.
Reporter: Wie lange machen sie ihren Job denn schon?
Mr. P. : Och, so ungef├Ąhr 2000 Jahre? Vielleicht ein bi├čchen weniger. Seit ich halt zum ersten mal den Chef
getroffen habe. Jedenfalls einen Teil von ihr, oder auch... Wissen sie das ist ein bi├čchen kompliziert.
Reporter: Sie sagten, sie h├Ątten schon einmal miterlebt, da├č der Chef sich aufgeregt hat. Was war der Grund?
Mr. P. : Das passiert wohl ab und zu mal. Meistens geht es dabei um die Konkurrenz.
Reporter: Die andere Organisation, die ihre Monopolstellung st├Ąndig verhindert?
Mr. P. : Ja, genau. Ohne die w├╝rde alles ein bi├čchen besser laufen.
Was den Chef immer besonders aufregt ist die Tatsache, da├č der andere mal f├╝r uns gearbeitet hat.
Als die beiden damals im Knatsch auseinandergegangen sind, hat er seine Firma quasi mit
Insiderwissen aufgebaut. Ist ja auch nicht gerade die allerfeinste Art. Und nun mu├č man sich die
ganze Zeit mit denen rum├Ąrgern.
Reporter: Hat die Tatsache, da├č es heute nicht mit dem Interview geklappt hat, etwas mit der anderen
zu tun?
Mr. P. : Das hat es tats├Ąchlich.
Reporter: Und worum geht es diesmal?
Mr. P. : Tut mir leid. Dies ist noch ein schwebendes Verfahren. Da kann ich leider noch nichts zu sagen.
Au├čer vielleicht, da├č es diesmal eine ganz gro├če Sache wird.
Reporter: Das h├Ârt sich interessant an. Ich hoffe doch sie benachrichtigen mich wenn es soweit ist.
Mr. P. : Keine Bange! Das bekommen sie schon mit.
So, und jetzt mu├č ich aber los. Da wartet noch ein Haufen Arbeit.
Reporter: Ich danke ihnen f├╝r das Gespr├Ąch.
Mr. P. : Nichts zu danken. Wann soll der Artikel denn erscheinen?
Reporter: So in einer Woche, denke ich.
Mr. P. : Ich w├╝rde ihn in zwei Tagen bringen. Das passt besser in den Zeitplan.
Also, tsch├╝├č. Bis demn├Ąchst.


__________________
Die Geister die ich rief
werd ich nun nicht wieder los.
Sollen sie ruhig bleiben,

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