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Leselupe.de > Gereimtes
Das Ja und das Nein
Eingestellt am 03. 11. 2007 17:02


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dissidentin
Hobbydichter
Registriert: Nov 2007

Werke: 15
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Das Ja und das Nein ist wie Abel und Kain
Kumpane und Feind ferner Sage und Wahrheit
wie Allah und Heiland wie Armut und Reichtum
wie tragisch und heiter und wie Karma und Sein
wie Fragen und Meinen, klagen und feixen
brav sein und feiern und auch „klar“ und „auf Keinsten“
Die Lage begreifen und den Wahnsinn vereiteln
heißt vielleicht auch mal ein „mag sein“ einzuleiten

__________________
Der Hohn ist nur dann berechtigt,
wenn er dem edlen Zorne eines ĂŒberlegenden Geistes entspringt.
myspace.com/dissidentin


Version vom 03. 11. 2007 17:02

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Gurke
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Apr 2006

Werke: 14
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Hallo Dissidentin (guter Name ĂŒbrigens),

Dein Gedicht habe ich mit großem Interesse gelesen, weil ich die Idee stark finde. Ich denke, da solltest Du dran feilen. Es lohnt sich, denn die Idee ist gut.

Zu einem, glaube ich, braucht es nicht alle seine Verse, da diese sich doch sehr Àhneln und sich die Aussage wiederholt.
Dann wĂŒrde ich ĂŒberlegen, ob man die unreinen Reime weg bekommt, z. B. vereiteln und einzuleiten.

quote:
Das Ja und das Nein ist wie Abel und Kain
Den ersten Vers finde ich sehr gelungen. Da stimmt alles. Ein Daktylus, dem eine unbetonte Silbe vorangeht.

quote:
Kumpane und Feind ferner Sage und Wahrheit
Hier stutze ich bei dem Wort ferner. Ich glaube zu wissen, was Du meinst, aber es wirkt etwas ungriffig. WĂ€re alter Sage eine Alternative fĂŒr Dich?
Hier ist auch der erste unreime Reim. Wie wÀre es mit wie Wahrheit und Schein zu arbeiten?

quote:
wie Allah und Heiland wie Armut und reich


Rhythmisch sauber. Nicht so toll finde ich Armut und reich. Das eine ist ein Substantiv, das Andere ein Adjektiv. Wie findest Du wie arm oder reich

quote:
wie Tragik und heiter und wie Karma und Sein

Vorsicht. Hier wirbelt das und in der Mitte den Rhythmus durcheinander. Einfach weglassen, dann passt es.
Tragik und heiter sind wieder Substantiv und Verb. Besser fÀnde ich wie traurig und heiter. Und der unreine Reim. Wie wÀre wie anders und gleich? Dann hÀttest Du einen sauberen Reim auf reich.


quote:
wie Fragen und Meinen, klagen und feixen
brav sein und feiern und auch „klar“ und „auf Keinsten“

Ehrlich gesagt wĂŒrde ich die beiden Verse streichen. Sie wirken ziemlich konstruiert und Beispiele fĂŒr das VerhĂ€ltnis von Ja und Nein hast Du an dieser Stelle bereits genug geliefert.


quote:
Die Lage begreifen und den Wahnsinn vereiteln
heißt vielleicht auch mal ein „mag sein“ einzuleiten

Sinnvolle Aussage, aber der Rhythmus holpert. Und wie kriegt man hier den unreinen Reim weg? Da fÀllt Dir bestimmt was ein.

Insgesamt fÀllt mir auf, dass Du viele GegensÀtze aufzÀhlst. Andere Beispiele fallen da aus dem Rahmen. Allah und Heiland (meinst Du vielleicht eher Jahwe?) sind sicher keine GegensÀtze, Kain und Abel auch nicht.

Das sind jetzt nur Anregungen und VorschlÀge, denn ich glaube, da kann man noch was verbessern und ein richtig gutes Gedicht draus machen.

Schöne GrĂŒĂŸe

JĂŒrgen

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dissidentin
Hobbydichter
Registriert: Nov 2007

Werke: 15
Kommentare: 326
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Hi JĂŒrgen, danke fĂŒrs Feedback und das ernsthafte Auseinandersetzen mit dem Text. Ich hĂ€tte dazu schreiben sollen, dass es ein Text fĂŒr ein Lied war. Neben der Aussage habe ich schwerpunktmĂ€ĂŸig auf Reim sowie auf Rhythmus geachtet.

quote:
Zu einem, glaube ich, braucht es nicht alle seine Verse, da diese sich doch sehr Àhneln und sich die Aussage wiederholt.

Eine Einleitung zwei Lines vorher hin zur AnkĂŒndigung der eigentlichen Moral hatte ich ĂŒberlegt, hatte mir aber nicht gefallen. Ich wollte die augenscheinlichen GegensĂ€tze so lang wie möglich halten und das eigentliche Fazit auch absichtlich so kurz, um die Einfachheit darzustellen.

quote:
Dann wĂŒrde ich ĂŒberlegen, ob man die unreinen Reime weg bekommt, z. B. vereiteln und einzuleiten.

Diese Worte gefallen mir auch nicht unbedingt, mir fielen aber ehrlich gesagt keine besseren ein.

quote:
quote:Kumpane und Feind ferner Sage und Wahrheit


Es geht so, das wĂ€re eine Wertung eines der Begriffe und wĂŒrde mir in dem Fall nun nicht so zusagen.

NachtrĂ€gliches Edit: Jetzt weiß ich, wie du es verstanden hast. "ferner" meine hier nicht in dem Sinn von "weit weg" sondern von "sowie" oder "weiterhin"

quote:
Hier ist auch der erste unreime Reim. Wie wÀre es mit wie Wahrheit und Schein zu arbeiten?

Ja, das stimmt. WĂŒrde mir fĂŒr den Text an sich auch besser gefallen. Ich hör mir mal an, wie es wirkt.

quote:
quote:wie Allah und Heiland wie Armut und reich

Rhythmisch sauber. Nicht so toll finde ich Armut und reich. Das eine ist ein Substantiv, das Andere ein Adjektiv. Wie findest Du wie arm oder reich

Es fĂ€llt evtl. beim Lesen nicht unbedingt auf, aber das UND zwischen den einzelnen Worten bezieht sich wĂ€hrend der GegenĂŒberstellung dieser bereits auf die Moral am Ende, also ein ODER ginge in dem ganzen Text nicht klar, aber Armut und Reichtum ist gut.

quote:
quote:wie Tragik und heiter und wie Karma und Sein

Vorsicht. Hier wirbelt das und in der Mitte den Rhythmus durcheinander. Einfach weglassen, dann passt es.
Tragik und heiter sind wieder Substantiv und Verb. Besser fÀnde ich wie traurig und heiter. Und der unreine Reim. Wie wÀre wie anders und gleich? Dann hÀttest Du einen sauberen Reim auf reich.


Stell Dir ein Metronom auf und versuche es im Rhythmus zu bringen, du wirst sehen, das "und" muss da mit rein. Ich hatte es ohne und das hört sich einfach nicht gut an. Traurig reimt sich leider nicht, aber tragisch ist gut.

quote:
quote:wie Fragen und Meinen, klagen und feixen
brav sein und feiern und auch „klar“ und „auf Keinsten“

Ehrlich gesagt wĂŒrde ich die beiden Verse streichen. Sie wirken ziemlich konstruiert und Beispiele fĂŒr das VerhĂ€ltnis von Ja und Nein hast Du an dieser Stelle bereits genug geliefert.

Warum ich die Sozusagen-PolaritÀten bis zum Ende bringe, schrieb ich ja oben schon, aber was hört sich hier konstruiert an? Also konstruierter als in den anderen Zeilen? Versteh die Aussage nicht ganz.

quote:
quote:
quoteie Lage begreifen und den Wahnsinn vereiteln
heißt vielleicht auch mal ein „mag sein“ einzuleiten

Sinnvolle Aussage, aber der Rhythmus holpert. Und wie kriegt man hier den unreinen Reim weg? Da fÀllt Dir bestimmt was ein.

Zum Rhythmus: Ich bin nicht unbedingt talentiert langgezogene Silben gut zu betonen, das ist in dem Rhythmus geschrieben, der mir am besten liegt.

quote:
Insgesamt fÀllt mir auf, dass Du viele GegensÀtze aufzÀhlst. Andere Beispiele fallen da aus dem Rahmen. Allah und Heiland (meinst Du vielleicht eher Jahwe?) sind sicher keine GegensÀtze, Kain und Abel auch nicht.

Das sind jetzt nur Anregungen und VorschlÀge, denn ich glaube, da kann man noch was verbessern und ein richtig gutes Gedicht draus machen.


Noch etwas hĂ€tte ich erwĂ€hnen sollen. Der Text war fĂŒr ein Antikriegsprojekt, "Allah und Heiland" sind derzeit quasi das Sinnbild fĂŒr den Gegensatz ĂŒberhaupt wenn man sich die weltpolitische Lage zwischen Ost und West anschaut, "Kain und Abel" passt im Hinblick darauf auch sehr gut. Die Änderungen fĂŒge ich aber gleich ein.
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Der Hohn ist nur dann berechtigt,
wenn er dem edlen Zorne eines ĂŒberlegenden Geistes entspringt.
myspace.com/dissidentin

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