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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Das Kalb
Eingestellt am 25. 10. 2015 19:24


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CPMan
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Robin kam nach Hause, schleuderte den Rucksack in die Ecke und setzte sich an den Küchentisch.
„Wie war’s?“, fragte die Mutter.
„War ok!“, sagte Robin und meinte es auch so. Tatsächlich dachte er über die Vorfälle am Morgen nicht groß nach. Er hatte sich ein bisschen mit Nico gekebbelt, das Pausenbrot an einer Tankstelle auf dem Weg in den Mülleimer geworfen und sich auf dem Gehöft des Bauern mehrmals an Svenja rangemacht. Aber eigentlich hatte der Morgen keinen großen Eindruck hinterlassen. Wenn überhaupt, dann war Robin sich nun sicher, dass er kein Bauer werden wollte. Insofern hatte der Morgen einen kleinen Beitrag zu seiner Berufsfindung geleistet, mehr aber auch nicht.
„Na, erzähl doch mal!“
„Oh, Mama!“, erwiderte Robin genervt, „es war ok, ok?“.
Robins Mutter lächelte gequält. Egal, wie oft sie sich sagte, dass er in der Pubertät sei und seine Wortkargheit nur natürlich, versetzte es ihr doch immer einen kleinen Stich, wenn er so schroff zu ihr war. In solchen Momenten besah sie sich ihn sehr genau, diesen pickligen, kleinen Jungen, frech, rotzig und hilflos, wie er das liebevoll zubereitete Essen hastig und leicht angewidert in sich hinein schaufelte. Sie besah sich seine Kraterpickel mit den verkrusteten Rändern, und die abgenutzte Baseballkappe, die er zum Essen noch abnahm. Sie besah sich ihn und empfand trotz allem noch Liebe für ihn. Ihr Mutterherz schlug immer noch für dieses kleine Monster, weil sie hinter all dem Gehabe ihres Sohnes diesen Funken Anstand aufsprühen sah, der sie versicherte: Mein Junge ist ein guter Kerl.

Und das war er auch.

*

„Es bewegt sich nicht“, hatte Svenja gesagt. „Wieso bewegt es sich nicht?“, hatte sie dann gefragt. Aber sowohl sie als auch ihre Mitschüler kannten die Antwort. Alle spürten instinktiv, was passiert war. Der erschöpfte Ausdruck des Bauern und die konsternierten Blicke der Lehrerin sprachen Bände.

*

Bei Annabell lag die Sache anders. Sie kam verheult nach Hause. So verheult, dass ihre Mutter sie erst einmal in den Arm nehmen musste.
„Was ist denn los, mein Kind?“, fragte Annabells Mutter.
Und nun, da Annabell den schützenden Hafen ‚Familie‘ erreicht hatte, brachen all die aufgestauten Emotionen erst recht aus ihr hervor. Während der Busfahrt und auf dem ganzen, langen Weg nach Hause hatte sie sich zusammengerissen, gerade vor den Jungs hatte sie sich keine Blöße geben wollen, aber die Gedanken waren in ihrem Kopf umher gewirbelt, ungreifbar, und schon gar nicht zu ordnen. Und das, was der Anblick des Kalbs in ihr ausgelöst hatte, verfinsterte ihr Seelenleben.
Sie schluchzte laut, dann quollen die Tränen wie Wasser aus undichten Leitungen hervor, erst zögerlich, dann druckvoll. Begleitet wurden diese Tränen und dieses laute Schluchzen von den Bewegungen eines zitternden, zarten Körpers.
„Was ist denn passiert, mein Kind?“, fragte Annabells Mutter erneut, und strich ihrem Kind behutsam über den Kopf. Fast drei Minuten lang wiederholtes sie diese Frage, wie ein Mantra, und immer und immer wieder fuhr sie mit ihrer Hand über den blonden Schopf ihrer Tochter. Erfahrungsgemäß stellte sich dann irgendwann bei dem Kind so etwas wie Beruhigung ein, aber Annabells Mutter war schon erstaunt, wie lange es diesmal dauerte. Sie fragte sich, ungeduldiger werdend, was auf dem Bauernhof passiert sein mochte.
„Bringst du mich ins Bett?“, fragte Annabell unvermittelt.
„Du willst jetzt schlafen?“, fragte Annabells Mutter verwundert. „Es ist vier Uhr!“
„Ich will mich nur kurz ausruhen, Mama! Bitte!“
Annabells Mutter wusste nicht, wie sie sich verhalten sollte. Einerseits war sie gewillt, dem Wunsch ihrer Tochter nachzugeben, andrerseits fielen ihr die Worte ihres Mannes wieder ein.
„Du verzärtelst sie“, hatte er gesagt. „Du musst lernen, dass du sie vor der Welt nicht beschützen kannst. Lass sie ihre Erfahrungen machen, sie wird es schon überleben. Und das wird sie stärker machen!“
„Komm“, sagte Annabells Mutter, „wir trinken jetzt einen Tee und dann erzählst du mir, was passiert ist, okay!“
Annabell schluckte laut, dann nickte sie behutsam.
„Aber ich will einen heißen Kakao, mit Sahne“, forderte sie.
„Bekommst du“, sagte die Mutter.

*

„Boäh, wat stinkt dat hier!“, hatte Robin bei der Ankunft auf dem Bauernhof gesagt. „Nico, hast du einen fahren lassen?“.
Robin hatte diese Frage extra laut gestellt, dann hämisch gelacht und zu Svenja hinüber geschielt. Lachte sie? Drehte sie sich zu ihm um?
Nein. Sie ging mit Annabell und Kirsten Richtung Hof. Dort stand der Bauer mit den mächtigen Unterarmen und den großen Pranken. Er trug eine blaue Latzhose und schwarze Gummistiefel. Er war fett und hatte ein rundes Gesicht. Er wirkte gutmütig und gelassen. Die meisten Kinder mochten ihn augenblicklich.
„No, Kinder“, sagte er. „Genießts ühr die Landluft?“

*

Nico kam zurück in ein leeres Haus. Er stand im Flur, die Haustür fiel ins Schloss und das dadurch erzeugte Geräusch verhallte im mit Marmorfliesen ausgelegten Gang. Er ging in die Küche und öffnete den großen Kühlschrank. Für gewöhnlich kochte seine Mutter für die Woche vor, aber diese Woche war sie mit dem Vater in den USA, und so befand sich nur Tiefkühlkost im obersten Fach. Großzügig wie Nicos Eltern nun einmal waren, hatten sie ihm hundertfünfzig Euro für die Woche ihrer Abwesenheit dagelassen. Am Mittwoch würde Nicos älterer Bruder, der schon studierte und nicht mehr zuhause wohnte, vorbeikommen und ihm eventuell mehr Geld geben, sollten die hundertfünfzig Euro aus unerfindlichen Gründen nicht reichen.
Nico rief den Pizzalieferservice an. Er kannte die Nummer auswendig.
„Einmal Saltimbocca alla Romana, bitte!“, sagte Nico.
„Wir haben heute auch Kalbsfilet im Angebot!“.
Bei dem Wort Kalb wurde Nico ein wenig übel. Kalb, dachte er. Nach heute Morgen weiß ich gar nicht, ob ich je wieder Kalb essen kann. Dann überlegte er, ob Saltimbocca nicht auch aus Kalb oder Rind war. Er traute sich nicht zu fragen.
„Nein, ich bleibe beim Saltimbocca.“
„Wir sind in fünfundzwanzig Minuten da.“
„Ok!“

Nach dem Essen ging Nico in sein Zimmer. Er machte sich sofort an die Hausaufgaben. Er war für sein Alter sehr diszipliniert und er las ungewöhnlich viel, vor allem Jugendromane. Von einem Freund seines Vaters hatte er ‚Der Fänger im Roggen‘ geschenkt bekommen. Er hatte es schon zur Hälfte durch.
Er hatte sich mittlerweile an das Alleinsein gewöhnt. Man konnte fast meinen, er mochte es. Das große, schöne Haus, die teuren Möbel aus Holz, der saubere Boden und die Aufgeräumtheit der einzelnen Zimmer gaben ihm das Gefühl, in einem Hotel zu leben.
Als er mit den Hausaufgaben fertig war, ging er mit dem Buch nach unten ins Wohnzimmer. Er zündete einen Holzscheit im Kaminofen an, machte es sich auf der Couch bequem, breitete die Kaschmirdecke über seine Beine und Füße, und schlug das Buch auf.
Unmittelbar bevor er zu lesen begann, kehrten seine Gedanken plötzlich zu dem Morgen zurück. In seinem Kopf spielten sich nochmals die Szenen ab. Die Fahrt zum Hof, die Kichereien der Mädchen, der Geruch der Ställe, die etwas klobig und wenig feinsinnig wirkenden Menschen am Hof und das Kalb.
Das Kalb.
Nico hatte noch nie erlebt, dass die Stimmung einer Gemeinschaft, einer Gruppe von Leuten sich so schnell verändert hatte. Eben hatten er und seine Mitschüler noch laut gelacht, feixend gegrinst und neugierig und interessiert zum Bauern geguckt. Sie hatten ihre Sprüche gemacht, immer darauf bedacht, dass die Mädchen die Sprüche auch hörten, und nach jedem Spruch zu den Mädchen herüber geblinzelt, um zu sehen, ob sie ein Lächeln auf die schönen Lippen der jungen Mädchen gezaubert hatten.
Auch Nico war in Svenja verknallt, aber Robin hatte so etwas wie ein unausgesprochenes Vorrecht. Dabei schien es Nico eher so, als interessiere sich Svenja mehr für ihn als für Robin. Aber sicher war er sich nicht.
Jedenfalls, als das Kalb auf dem Boden lag, und als Svenja diese ziemlich dämliche Frage stellte, war plötzlich etwas mit ihnen allen passiert. Es kam Nico nun so vor, als hätte der Himmel sich plötzlich zugezogen, als hätten Donner und Blitz unsichtbar über dem Hof eingeschlagen, und als wäre lähmende Elektrizität durch die Körper aller Umstehenden gefahren. Nico erinnerte sich an diesen Moment, den er von Schweigeminuten im Fernsehen kannte. Plötzlich waren die Laute verstummt, plötzlich war es still geworden. Keiner rührte sich. Und diese stille Untätigkeit schien unendlich, dabei dauerte sie tatsächlich nur wenige Sekunden. Nico glaubte, dass etwas mit ihnen passiert war. Sie hatten etwas gesehen, und sie waren aufgrund des Gesehenen nicht mehr dieselben Kinder wie vorher.

Nico realisierte das. Er war ja nicht dumm. Er konnte schon viele Dinge aussprechen, die manche seiner Mitschüler nur dumpf empfanden.

*

„Ihr hobst Glück hait“, hatte der Bauer gesagt. „Die Berta kalbt nämlich hait!“
„Wat sacht der“, fragte Robin. „Ich versteh den gar nich!“
„Er hat gesagt, dass eine Kuh heut ihr Junges zur Welt bringen wird. Sie kalbt!“, erwiderte die Lehrerin in ihrer klaren, deutlichen Sprache. Sie zog die Wörter immer etwas, um sie besser verständlich zu machen, aber den Schülern ging diese Art des Sprechens manchmal auf die Nerven. Auch wenn sie ihre Klassenlehrerin eigentlich ganz nett fanden.
„Gonz rächt!“, sagte der Bauer wieder. „Die Buerta krigt oa kind, verstehts!“
Die Schüler fanden den Dialekt des Bauern lustig.
„Ich glaub, das ist Schwäbisch!“, sagte Nico.
„Nee, Boirisch“, äffte Malte den Bauern nach. Sie lachten.
„Schauts euch örst oimal um, ich ruof oich dann wenns sowoit is!“, sagte der Bauer.
Die Schüler verteilten sich über den Hof.

*

Als Svenja nach Hause kam, saß die Familie schon am Mittagstisch. Die Mutter kam sogleich auf sie zu, herzte sie und nahm ihr die Jacke ab.
„Wir haben schon auf dich gewartet!“, sagte die Mutter. „Wie war’s auf dem Bauernhof!“
„Ein Kalb ist tot geboren worden“, sagte Svenja. Sie klang nüchtern, aber wie sie den Satz sagte, wurde ihr etwas anders zumute.
Svenjas Mutter fiel die Kinnlade herunter.
„Was?“, fragte sie entgeistert.
„Naja“, sagte Svenja. „Wir haben uns die Geburt eines Kalbs angesehen. Aber es war eine Totgeburt!“
Svenjas Mutter rang nach Worten.
„Und…und…und du hast das gesehen?!“, sagte sie, und man erkannte an ihrer Stimmlage, dass das anfängliche Entsetzen bald überschäumender Wut Platz machen würde.
„Ja!“, sagte Svenja lakonisch. Sie schluckte. Es war als sprang das Entsetzen und die Entrüstung ihrer Mutter nun auf sie über.
„Und….die Lehrerin?“
„Wie….die Lehrerin?“
Svenja wusste nicht, worauf sie hinaus wollte.
„Na, was hat die Lehrerin gemacht?“
„Na, nichts. Zugeguckt!“, erwiderte Svenja.
„Das geht doch nicht. Sie hätte etwas tun müssen. Sie hätte euch wegschicken müssen, oder die Tür zum Stall schließen müssen, oder das tote Kalb abdecken müssen!“
Svenja überlegte. Hatte die Lehrerin falsch reagiert? Niemand von den Mitschülern hatte der Lehrerin Vorwürfe gemacht. Aber warum regte ihre Mutter sich so auf? Vielleicht hatte die Lehrerin ja wirklich etwas tun müssen? Svenja realisierte, dass ihre Antwort eine Bedeutung haben könnte.
„Nein, sie hat nichts gemacht“, sagte Svenja. „Sie hat einfach nur zugeguckt!“

*

„Kommts alle mol her!“, hatte der Bauer über den Hof gerufen.
In Windeseile waren die Kinder herbeigeeilt. Das wollten sie sich nicht entgehen lassen.
Als sie bei der dicken Berta ankamen, lag diese schon im Stroh. Die Vorderläufe des Kalbs lugten schon hervor. Der Bauer stand nur daneben und tat nichts.
„Müssen sie ihr nicht helfen?“, fragte Annabell forsch.
„Iwo, die schofft des scho‘ alloine“, sagte der Bauer.
„Wieso ist sie denn in ein Kondom eingewickelt“, fragte Robin grinsend. Die Jungs lachten.
„Des is kein Kondom“, griente der Bauer. „Des is die Fruchtblase!“
Berta gab ein lautes Muhen von sich. Kurz drauf traten die Vorderbeine des Kalbs langsam aus der Schamspalte.
„Des sind die Austroibungswehn‘“, sagte der Bauer und gefiel sich sichtlich als Lehrer.
Eine Weile passierte gar nichts.
Dann, nach zehn Minuten, presste Bertha erneut. Die Fruchtblase platzte und das Maul des Kalbes war zu erkennen. Anabell und Svenja waren zugleich angewidert und fasziniert von dem Schauspiel. Iiiiiiih, sagten sie, und Bäääääähh, aber trotzdem konnten sie sich von dem Spektakel nicht lösen. Robin, Nico und die anderen Jungs sagten nichts. Sie versuchten cool und abgeklärt zu wirken, auch wenn es in manchen Bäuchen schon rumorte.
Das Widerwärtigste war die schleimige Blase, die das Kalb umgab. Robin dachte an den Film Alien, Nico an einen Film, dessen Titel ihm nicht mehr einfiel, aber in dem es um einen gefräßigen Wackelpudding ging, der sich über die Bewohner einer amerikanischen Kleinstadt hermachte. Svenja und Annabell ekelten und fürchteten sich vor allem wegen des Blutes, das sich mit der gallertartigen Masse der Fruchtblasse vermischte und von langen, ledernen Strängen tropfte, die wie freigelegte Blutadern aussahen.
Bertha bekam erneut eine Presswehe. Bei dieser Wehe ging alles sehr schnell, das Kalb flutschte geradezu der Länge nach aus der Schamspalte.

Die Schüler klatschten. Der Bauer jedoch beachtete die Schüler nun nicht mehr und trat näher an das Kalb heran. Berta stand schnell auf und begann, das Kalb abzulecken.

„Es bewegt sich nicht“, sagte Svenja. „Wieso bewegt es sich nicht?“

Das Kalb lag leblos im Stroh. Der Bauer hatte sein freundliches Grinsen verloren. Die Lehrerin schien ebenfalls konsterniert, fasste sich dann nach einer Weile und bat die Kinder, wieder auf den Hof zu gehen. Robin und Nico gingen nebeneinander her. Robin überlegte, einen Witz zu machen, um Abgebrühtheit zu demonstrieren und die Situation aufzulockern. Nico dachte und sagte nichts. Annabell lief leicht verstört zurück zum Hof. Irgendwie war sie tief berührt gewesen von dem Anblick des toten Kalbes, aber unterdrückte die aufquellenden Tränen so gut es eben ging. Svenja fragte die Lehrerin, ob man nun den Tierarzt rufen müsse.

Die Lehrerin schaute Svenja an. Sie wirkte abwesend.
„Ich weiß es nicht“, sagte sie schließlich.









Version vom 25. 10. 2015 19:24

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Hyazinthe
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: May 2015

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Hallo CPMan!

Ein beeindruckender Text, wieder einmal!

Sehr einfühlsam schilderst du die Reaktionen der Kinder auf dieses ungewöhnliche Erlebnis. Jedes von ihnen erhält durch deine Beschreibung seiner Reaktion einen eigenen Charakter.

Dein Erzählstil ist flüssig und realistisch; ich habe den Text ohne an einer einzigen Stelle zu stolpern durchgelesen.

Vielleicht hätte eine kurze Erklärung des Bauern, warum das Kalb tot geboren wurde, die Geschichte noch abgerundet?

Mit freundlichem Gruß,
Hyazinthe
__________________
Immer neugierig bleiben

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FrankK
Autor mit eigener TV-Show
Registriert: Nov 2006

Werke: 22
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Hallo, CPMan

Die Geschichte um das Kalb ist nett und irgendwie "annähernd" belanglos.
Belanglos wegen der fast alltäglichen Konfrontation mit dem Tod auf einem Bauernhof. Das "annähernd" wegen der unbedarften Zuschauer, die etwas derartiges nicht erwartet hatten.

Inhaltlich (Storylauf) - gebe ich Dir recht, eher mittleres Maß. Obwohl die szenischen Vor-Rück-Blendungen recht interessant zusammengesetzt sind.

Was mir persönlich an diesem Text ausgezeichnet gefällt ist die charakterisierung der einzelnen Personen. Mit unglaublich wenigen Worten hast Du Deinen Figuren ein Leben eingehaucht, wie ich es für einen solch kurzen Text nicht erwartet hätte. Eine Vielzahl unterschiedlichster und überzeugender(!) Darstellungen, bis hin zu Verhaltensmustern der Eltern. (exemplarisch hier zu nennen: Svenja und ihre Mutter).


Hallo, werte Hyazinthe
Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber im Gegensatz zu Dir bin ich nicht der Meinung, dass der Tod des Kalbes erklärt werden sollte. Es würde, meiner Auffassung nach, dem Text eher schaden. Eine Erklärung des Bauern würde den wunderbar hilflosen Schlusssatz der Lehrerin hinfällig machen.


Wirklich ein gerne gelesenes Stück Prosa.
Das Kopfkino sprang sofort an, ohne Mucken und ohne wackelnde Bilder. Full-HD und Surround-Sound. Danke!


Abendliche Grüße aus Westfalen
Frank
__________________
Leben und leben lassen.

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