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Leselupe.de > Humor und Satire
Das Kind im Manne
Eingestellt am 17. 05. 2007 19:10


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Haremsdame
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Angesichts der heutigen Vatertags:

Das Kind im Manne

Kleinen Buben eine Freude zu machen, ist gar nicht so schwer. Erst bekommen sie ein Rutscherauto mit Fußantrieb und wenn die Schuhspitzen durchgewetzt sind, steigen kluge Eltern auf ein Dreirad um. Manchmal wird der Fuhrpark auch um einen Traktor mit Pedalen erweitert und wenn der Platz zum Unterstellen ausreicht, folgt bald ein AnhĂ€nger...

Doch was ist, wenn die Kinder grĂ¶ĂŸer werden und die VĂ€ter ihre eigenen TrĂ€ume nicht mehr auf sie ĂŒbertragen können? Bei uns folgte ein Motor-RasenmĂ€her zum Draufsitzen. „Damit die Arbeit mehr Spaß macht“, waren die einleuchtenden Argumente meines Mannes. Da ich selbst schon stundenlang die MĂ€hmaschine ĂŒber unseren Rasen geschoben hatte, fand ich die Idee gar nicht schlecht. Denn seither sind unsere Kinder und deren Freunde jedes Mal hellauf begeistert, wenn sie das GefĂ€hrt ausprobieren dĂŒrfen.

Vor einer Woche bekam der Minitraktor einen großen Bruder namens Hanomag. Obwohl der schon 42 Jahre alt ist, hat er weder Falten noch Roststellen, nur die Hupe tönt etwas heiser.
„Was willst Du denn damit?“ fragte Maximilian seinen Vater konsterniert.
„Woher hast Du den?“ fragte Viktoria neugierig.
„Gehört der wirklich uns?“ fragte Benjamin begeistert.
„Wo willst Du den denn hinstellen?“ fragte ich besorgt.

Die Antwort war ein glĂŒckliches LĂ€cheln und rege Betriebsamkeit. Gut gelaunt wurde nun im Garten fĂŒr den nötigen Unterschlupf gesĂ€gt und gehĂ€mmert. Und jeder Besucher durfte eine Runde auf dem Beifahrerbankerl mitfahren. Das war zwar trotz Polsterung nicht so bequem wie der gefederte Fahrersitz, der Begeisterung tat das aber keinen Abbruch.

Angesichts des nahenden Vatertags ĂŒberfiel mich allerdings große Unruhe. Denn ausgerechnet am Himmelfahrtstag sollte die Erstkommunion unseres jĂŒngsten Sohnes stattfinden. Misstrauisch lauerte ich jeden Tag, was meine bessere HĂ€lfte abends mitbrachte. Der gefĂŒrchtete AnhĂ€nger war nie dabei.

So blieb, zum Bedauern der MÀnner und zur Freude der Frauen, den FestgÀsten erspart, per Traktor zum Essen gebracht zu werden.

gst 1995

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Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

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