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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Das Klettern: Der Versuch einer zum Scheitern verurteilten Weisheit
Eingestellt am 28. 07. 2002 11:53


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Abrasax
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jul 2002

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Manch einer trachtet immer nach den obersten Früchten des Baumes, ohne die darunter liegenden zu beachten. Er ist es, der, wenn auch schnell ganz oben, immer auch am tiefsten fallen kann, ohne bereits genügend Früchte, wenngleich sie auch die süßesten sind, gekostet zu haben. Derjenige, welcher sich langsam nach oben arbeitet, ist wohl auch derselbe, welcher weniger Risiko hat tief zu fallen, obgleich die Früchte weniger süß sind. [christliches Ende]
Doch derjenige, der am höchsten klettert und es schafft nicht zu fallen, ist der gleiche, welcher alle anderen zu überblicken (und durch die Möglichkeit der Schenkung einer süßeren Frucht, zu beherrschen) imstande ist. Das heißt, dass der, welcher sicher am Gipfel sitzt, auch der Glücklichste ist, obgleich er während des Aufstiegs immer den schnellen und oftmals tödlichen Absturz zu fürchten hat, während die anderen weit hinter ihm, aber in sicherer Position bleiben, von wo sie seinen Absturz, falls es zu einem solchen kommen sollte, in Ruhe beobachten und sich daran erfreuen können, während sie ihre sauren Äpfel essen. [Ende des Aufrufs]
Doch eines ist sicher gewiss: Derjenige, der am höchsten klettert und am tiefsten fällt, kann auch dann, wenn er am Boden aufschlägt, nie tiefer als jener sein, der niemals auf den Baum kletterte und sich dort von den abgefallenen Früchten oder den geschenkten sauren Früchten der unteren „Bewohner“ ernährt. Die Obersten sind ihm nie erreichbar, auch dann wenn einer der Herrschenden eine Spende geben wollte, da diese niemals, bei Weitergabe über die unteren Regionen, ihr Ziel erreichte, selbst dann, sollte der Obere sie nur fallen lassen, da die süßeste Frucht den Aufprall nicht überlebte. [Ende der versuchten Weisheit]
Die Gefahr ist, dass, sollte einer der Obersten nach unten fallen, er mit einer solchen Wucht aufprallen könnte, sodass sich ein Krater bildete, der den ganzen Baum zum Einsturz brächte. In einem solchen Fall wären die einzigen, welche eine Überlebenschance hätten, diejenigen, welche nie auf den Baum zu klettern versuchten. [Ende des Nihilismus]
Der Größte unter ihnen wäre der Oberste und trotzdem noch niedriger als jener Gefallene aus den untersten Regionen. [Leider gibt es keine Bäume mehr]

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flammarion
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ei,

da haben wir wohl einen philosophen. ich finde deine abhandlung so bemerkenswert, daß ich sie in meine sammlung aufnehme, obwohl sie ein paar schönheitsfehler aufweist. ganz lieb grüßt
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Old Icke

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Abrasax
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jul 2002

Werke: 8
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Es ist natürlich eine unheimliche Ehre in die Sammlung eines Chefredakteuranwärters aufgenommen zu werden. Die Schönheitsfehler, sofern ich diese auch erkannt habe, rühren vor allem daher, dass ich diesen Text niemals überarbeitet oder korregiert habe. Da ich ihn mit 15 geschrieben habe ist er auch schon einige Jahre alt.
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