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Leselupe.de > Kurzprosa
Das Kreativ-Tief - Doktor Schiwago 2. Teil
Eingestellt am 13. 05. 2001 13:09


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masterplan
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: May 2001

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"In einer einsamen Juninacht lag ein dunkler Schatten vor dem Tor der Thompsons. Der Schatten eines gro├čen Mannes.
Es konnte nur eine Person sein. Ein Mann mit soviel Verstand, dass er sich das Heimt├╝ckischste vom Heimt├╝ckischen ausgedacht hatte um den Thomsons unendlichen Schrecken zu bringen. Die B├╝sche und kleinen B├Ąume des Gartens fingen diesen Schatten auf und lie├čen ihn langsam zur Vordereingangst├╝r gleiten. Lautlos aber bedrohlich.
Vor der T├╝r... ├Ąhem. Vor der T├╝r waren..., hach verdammt!" Ich schob das Keyboard meines alten IBM- Rechners zur Seite und starrte verbissen und resignierend zugleich auf den neuen 17“ Monitor.
Wieder einmal floss der kreative Geist nicht und lie├č mich verlassen auf meinem Lederdrehstuhl sitzen. Manchmal funktioniert es. Dann str├Âmen die Ideen und Gedanken nur so auf den Bildschirm und im Nu sind zwei Seiten Text vollgeschrieben. Jetzt schob sich aber ein weiteres mal eine atmosph├Ąrische Blockade in diesen Flu├č.
Meine Geschichte sollte in einem n├Ąchtlichen Ort stattfinden. D├╝ster und unheimlich. Mit einer ├╝berraschend humorvollen Pointe. Doch diese Stimmung mu├č sich eben auch entsprechend auf dem Autor wiederspiegeln. Ich war allerdings alles andere als d├╝ster und unheimlich mit einer ├╝berraschend humorvollen Pointe gestimmt. Eher wollte ich noch, bevor ich mich vor die Textverarbeitung gesetzt habe, mit einem Baseballschl├Ąger meine Einrichtung und meinen bescheuerten Ford Fiesta zertr├╝mmern, aus dem Fenster im dritten Stockwerk springen und meinen Kopf gegen den schon vom Baseballschl├Ąger zerschmetterten Spiegel hauen. Wie es soweit gekommen war beschreibe ich vielleicht mal in einer Psychogeschichte in Form von ├╝bertragenen Metaphern. Dann habe ich mehr oder weniger harte Rockmusik in den CD- Spieler gelegt und die Lautst├Ąrke aufgedreht. Jetzt schien es mir an der Zeit an etwas anderes als an Gewalt zu denken und dachte die Geschichte zu schreiben, die sich schon seit l├Ąngerer Zeit durch meinen Kopf windet, w├Ąre eine gute Idee.
Bei all den Bedingungen ist eine Geschichte die aber eher klever und durchdacht sein sollte schwer daherzuzaubern. Schlie├člich speicherte ich das angefangene Werk und ├Âffnete ein neues Dokument, das ich mit dem Titel "Eine Welt f├╝r n' Arsch" betitelte. Ich schrieb eine ganze Weile ├╝ber Schmerz und Verdammnis. ├ťber die Menschen die mich aufregen und ├╝ber die Menschen die mir Leid tun. ├ťber den unglaublichen Wahnsinn der uns Menschen durch den Kommerz angetan wird und ├╝ber die Sorgen die uns andere Menschen und das politische System bereiten.
Die Geschichte gefiel mir in meinem aktuellen Zustand und ich textete motiviert weiter. Dann allerdings lief ein beruhigender und irgendwie sch├Âner Song von der CD der Band, die ich vorhin noch eingelegt hatte. Gleichzeitig setzte die gef├╝hlsl├Ąhmende Wirkung des stark gemixten Gin- Orange mit Eisw├╝rfeln ein und zum selben Zeitpunkt h├Ąmmerte sich bei mir wieder eine synapsenschaltende Blockade in meinen kreativen Gedankenflu├č.
Dann zog ich tats├Ąchlich den Baseballschl├Ąger unter meinem Bett hervor...

Diese Geschichte ist einen Tag nach dem Tod von dem gro├čartigen Douglas Adams geschrieben worden. Da ich ihm lieber einen richtigen, l├Ąngeren Science-Fiction Text widmen m├Âchte, den ich hoffentlich p├╝nktlich zu seinem zweiten Todestag beendet haben werde, widme ich diese Geschichte Ford Prefect, einer seiner Romanfiguren.

__________________
Sch├Ân, dass wir einmal dar├╝ber sprechen konnten...

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