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Leselupe.de > Kurzprosa
Das Leben
Eingestellt am 18. 07. 2004 11:29


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MarlaSinger
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jul 2004

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Lisa sagt das sei der ĂĽbelste Cuba Libre den sie je getrunken hat und ich lächle. Plötzlich wirkt sie gehetzt, sie zĂĽndet sich eine Zigarette an, stößt hastig den Rauch aus und dann sprudelt es nur so aus ihr heraus. Sie sagt sie versteht ihn nicht, sie mag ihn immer noch, sehr sogar, aber sie sei sich schon lange nicht mehr sicher, wie er zu ihr steht. Wieder mal betont sie, dass sie nie wirklich mit ihm zusammen gewesen sei, und dass sie froh ist Alex gefunden zu haben. Sie sei sich sicher er wäre der Richtige fĂĽr sie, und Stefan war alles andere als das, auch wenn sie frĂĽher mit dem Gedanken gespielt hatte. Ich kenne das und ich versteh´ sie, also nicke ich. Sie hätte den Eindruck, sagt sie, er wĂĽrde sie herausfordern, jedes Mal wenn sie sich sahen und zwar im schlechtesten Sinne. Ich will dazu etwas sagen, aber sie lässt mich nicht. „Ja, ja“, sagt sie, „ich weiĂź ich brauche die Herausforderung ja nicht anzunehmen, aber viel wichtiger ist doch warum er das tut. Er ist doch ein langer Bekannter, ein Freund, doch er verhält sich nicht wie einer. Warum? Was hab´ ich ihm getan?“. Ich will wieder etwas sagen, aber sie ist so vertieft in ihren Monolog, sie hört mich nicht, sieht mich nicht an. „Warum kann er nicht mein Freund sein... ? WeiĂźt Du, wenn er eine Freundin finden wĂĽrde, dass wäre kein Problem fĂĽr mich,... ich hätte nicht mal was dagegen, wenn Du, als meine Freundin mit ihm zusammen wärst...“ . Irgendwie fĂĽhle ich mich benutzt, aber ich habe mich nun mit dem Zuhören allein abgefunden und mache keine Anstalten etwas zu sagen. Immer noch wĂĽrde er ihr vieles von sich anvertrauen, manches davon sei erdrĂĽckend sagt sie und doch hehand´le er sie wie Luft, wenn sie mit Anderen zusammen sind. „Ich werde das GefĂĽhl nicht los er macht das mit Absicht,... wenn Frauen dabei sind, zeigt er ein ganz besonderes Interesse fĂĽr sie, völlig egal wie sie aussehen...“. „Das ist doch charmant“, entfährt es mir. Sofort entschuldige ich mich. „Ja, es kommt immer auf den Standpunkt an, aber wirklich es beschäftigt mich nun schon so lange! Ist er nun ein Freund oder nicht? Er macht mir VorwĂĽrfe weiĂźt Du, ziemlich gemeine sogar,... und dann schmiert er mir wieder Honig ums Maul. Aber es kommt nicht ehrlich herĂĽber, es wirkt aufgesetzt, gekĂĽnstelt. Was soll das? Und dieses Verhalten mit anderen Frauen,... was will er eigentlich? ... Ich wĂĽnschte wir könnten einfach Freunde sein,... ich kenn´ ihn schon so lange,... ich hab´ ihn ins Herz geschlossen, und er kritisiert in einer Tour an mir herum. Stellt mich bloĂź vor anderen so oft er kann, ja wirklich, so kommt es mir vor. Wieso?“

Angestrengt starrt sie ins Leere. „Vielleicht solltest du...“, beginne ich und dann stehen sie vor uns. Stefan und Anja, eine Bekannte von mir, beide zufällig zur gleichen Zeit.
Ich hatte mich mit Lisa und Stefan verabredet und Anja, die neue in der Stadt ist dazu eingeladen. Nachdem Lisa davon erfuhr wollte sie mich frĂĽher treffen... .

Der Abend nimmt seinen Lauf. Es wird getrunken und geredet, aber jeder scheint fĂĽr sich zu bleiben.
Lisa benimmt sich zunehmend merkwĂĽrdig und er? Ich bin nicht sicher, oft ist es schwer so etwas zu beurteilen... . Aber zugebeben, Stefan war Anja gegenĂĽber sehr aufmerksam.

Später verabschiedet sich meine Bekannte und kurz darauf scheint meine Freundin ziemlich betrunken. Während Stefan noch bezahlt, gehe ich mit Lisa nach draußen.
Als wir warten sagt sie plötzlich: „Hm, also irgendwie sieht er doch ziemlich gut aus heute, ... ich weiĂź auch nicht,... ich hätte wirklich Lust... vielleicht kommt er ja mit zu mir? ... Was meinst du?“ Ich bin einigermaĂźen verwundert und kann fĂĽr den Moment nichts sagen. „Ein biĂźchen körperliche Nähe, ... ich weiĂź nicht, heute ist so ein Tag... ... ich werde ihn nicht fragen, aber mal sehen ob... ja, ich hätte wirklich Lust!“.
Für einen Augenblick denke ich an Alex, ihren Freund der seit ein paar Wochen geschäftlich unterwegs ist. Er sei der Richtige für sie hat sie gesagt.
Als Stefan herauskommt machen wir uns auf den Weg. Sie torkelt hin und her, schlieĂźlich stĂĽtzt sie Stefan und wir bringen sie nach Hause.
„Ist sie wirklich so betrunken“, frage ich mich.

In ihrer Wohnung angekommen, legt Stefan sie ins Bett. Ich warte im Flur und beobachte die Szene. Irgendwie werde ich nervös.
Nach einem Moment kommt Stefan aus dem Zimmer. „Fahren wir“? sagt er und wir gehen.

In der StraĂźenbahn ĂĽberlege ich, ob sie sich nur so betrunken gestellt hat und ... „das Leben ist nicht pointenlos“, denke ich und muss grinsen.

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majissa
Autor mit eigener TV-Show
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Hallo MarlaSinger,

ganz besonders der Monolog der Freundin hat es mir angetan, weil er so temporeich geschrieben ist. Atemlos las ich bis zum Eintreffen der Bekannten. Da beginnst du m.E. zu huddeln. Da wird die Ausdrucksweise schludrig und es scheint, als wolltest du schnell zum Ende kommen. Ich hake da mal ein:

Wir alle, hatten uns dort verabredet, aber sie wollte mich etwas frĂĽher treffen... !!

Das erste Komma sollte weg. Die beiden Ausrufezeichen sind unschön und verstärken nicht etwa die Aussage. Eher erwecken sie Unmut. ;) Eines reicht vollkommen aus.

Der Abend nimmt seinen Lauf, es wird ein bisschen getrunken, ein bisschen geredet, aber trotzdem scheint jeder fĂĽr sich zu bleiben.

Hm...biĂźchen, biĂźchen, scheint...all das sind so vage, temporaubende, Begriffe. StĂĽnde dort "Der Abend nimmt seinen Lauf. Wir trinken und reden, aber trotzdem bleibt jeder fĂĽr sich", wirkte es dann nicht fetziger?

Sie benimmt sich zunehmend merkwĂĽrdig und er? Ich weiĂź nicht, ja vielleicht, manchmal ist es schwer so etwas zu beurteilen... .

"ich weiß nicht, ja, vielleicht" erweckt den Eindruck, der Autor lehnt sich lustlos zurück und überlässt dem Leser die Handlung.

Jedenfalls verabschiedet sich meine Bekannte und kurz darauf scheint meine Freundin ziemlich betrunken, nicht kurz vorm Umfallen, aber mehr als nur beschwipst.

"Jedenfalls" klingt auch lustlos. Auch beim Rest (ziemlich betrunken, nicht kurz vorm Umfallen, mehr als nur beschwipst) darf sich der Leser wieder eine Möglichkeit von Dreien aussuchen. Das finde ich ungeschickt. Da würde ich mich an deiner Stelle für eines entscheiden und gut ist.

Wie gesagt, schwächelt es m. E. nur im letzten Drittel. Ansonsten gefällt mir die Story und spiegelt die Abgründe weiblicher Unentschlossenheit sehr gut wider.

Lieben GruĂź
Majissa

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MarlaSinger
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Hallo Majissa!
Vielen Dank für deine Kritik! Ich werde den Text in den nächsten Tagen noch mal überarbeiten und dabei deine Anregungen berücksichtigen.
Was ich mit "das Leben ist nicht pointenlos" meine, ist also klar? Ich war mir nicht sicher, aber zumindest du hast es verstanden, das macht Hoffnung.

Liebe GrĂĽsse
Tina

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jon
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…also ich hab das "pointenlos" nicht verstanden – zumindest nicht im Zusammenhang mit diesem Text (, auch wenn der Satz also solcher schon was hat). Wo „passiert“ hier eine Pointe?

Die Stelle „… und dann stehen sie vor uns, Stefan und eine Bekannte von mir. Wir alle, hatten uns dort verabredet, aber sie wollte mich etwas früher treffen... !!“ hab ich nicht verstanden: Wer wollte die Erzählerin früher treffen? Und warum ist das nicht nur ein, sondern sogar zwei „!" wert? (Abgesehen davon, dass Mehrfach-„!“ auch so eine grässliche Unsitte sind…) Und was ist das für ein ominöse Bekannte? Wenn sie mit Stefan kommt, ist sie doch auch seine Bekannte, oder? Und ist sie auch eine Bekannte von der „Liebes-Verwirrten"? Ja, denn sie wird ihr offenbar nicht vorgestellt … aber warum dann die Betonung "eine Bekannte von mir"?


UNBEDINGT die viiiiiiiiiielen Kommafehler ausbessern. (Oft ist auch der Punkt die bessere Variante.) – am besten zeitgleich mit einer gewissen optischen Strukturierung (Absätze), dann liest es sich viel besser.


Das Ganze bleibt – trotz des wirklich köstlichen Monologs – sehr blass und farblos. Ich kann bei diesem Text nichts "sehen" – weder die Figuren (und ich meine nicht Haarfarbe, Größe und Klamotten), noch was an dem Abend passiert.
Die ich-Erzählerin ist ein Nichts – bis auf "Irgendwie fühle ich mich benutzt,…" (und die nicht nachvollziehbare Schlussbemerkung) bleibt sie nichts als ein Mikrofon/Lautsprecher (, durch ihren Mund wird eine Menge gesagt; eine Kamera hätte wenigstens noch was gezeigt, wie es die Erzähl-Regel "Zeigen statt sagen" verlangt).
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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MarlaSinger
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Lieber Jon,
zuerst mal Danke fĂĽr deine Kritik.

(…also ich hab das "pointenlos" nicht verstanden – zumindest nicht im Zusammenhang mit diesem Text (, auch wenn der Satz also solcher schon was hat). Wo „passiert“ hier eine Pointe?)

Die Pointe passiert beim Verlassen der Kneipe, bzw. als sie drauĂźen auf Stefan warten (der noch bezahlt).
(... Als wir warten sagt sie plötzlich. „Hm, also irgendwie sieht er doch ziemlich gut aus heute, ... ich weiĂź auch nicht, ich hätte wirklich Lust... vielleicht kommt er ja mit zu mir... was meinst du?“ ...)


(Die Stelle „… und dann stehen sie vor uns, Stefan und eine Bekannte von mir. Wir alle, hatten uns dort verabredet, aber sie wollte mich etwas frĂĽher treffen... !!“ hab ich nicht verstanden: Wer wollte die Erzählerin frĂĽher treffen? Und warum ist das nicht nur ein, sondern sogar zwei „!" wert? (Abgesehen davon, dass Mehrfach-„!“ auch so eine grässliche Unsitte sind… Und was ist das fĂĽr ein ominöse Bekannte? Wenn sie mit Stefan kommt, ist sie doch auch seine Bekannte, oder?) Und ist sie auch eine Bekannte von der „Liebes-Verwirrten"? Ja, denn sie wird ihr offenbar nicht vorgestellt … aber warum dann die Betonung "eine Bekannte von mir"?)

Hier sind wir einfach verschiedener Meinung, denn ich glaube nicht das es notwendig ist zu schreiben, dass sie sich vorgestellt werden. Das ist selbstverständlich.
Alle anderen Unklarheiten sind hoffentlich mit den Ă„nderungen behoben.


(UNBEDINGT die viiiiiiiiiielen Kommafehler ausbessern. (Oft ist auch der Punkt die bessere Variante.) – am besten zeitgleich mit einer gewissen optischen Strukturierung (Absätze), dann liest es sich viel besser.
Das Ganze bleibt – trotz des wirklich köstlichen Monologs – sehr blass und farblos. Ich kann bei diesem Text nichts "sehen" – weder die Figuren (und ich meine nicht Haarfarbe, Größe und Klamotten), noch was an dem Abend passiert.
Die ich-Erzählerin ist ein Nichts – bis auf "Irgendwie fĂĽhle ich mich benutzt,…" (und die nicht nachvollziehbare Schlussbemerkung) bleibt sie nichts als ein Mikrofon/Lautsprecher (, durch ihren Mund wird eine Menge gesagt; eine Kamera hätte wenigstens noch was gezeigt, wie es die Erzähl-Regel "Zeigen statt sagen" verlangt).)

Nun, du hast die Pointe nicht verstanden und somit ist auch der Text fĂĽr dich wertlos. Du kannst damit nichts anfangen, dass ist ja OK.
Vielleicht ist es ein Text, der in besonderen Stimmungen mehr Sinn macht. Ob er generell sinnvoll ist? Nun ja, ich finde jedenfalls nicht, dass er ĂĽberflĂĽssig ist.

Trotzdem vielen Dank, dass du dir soviel Zeit genommen hast.

Lieben GruĂź!
Marla


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jon
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… das ist keine Pointe (= unerwartete / überraschende Wende). Das ist nur ausgesprochen, was im Monolog schon klar wird.

„Hier sind wir einfach verschiedener Meinung, denn ich glaube nicht das es notwendig ist zu schreiben, dass sie sich vorgestellt werden.“
…jetzt nicht mehr, denn jetzt ist die "Sortierung" ja klr. Vorher hätte es allerdings beim „Sortieren“ geholfen…


Hallo?! Ich habe weder gesagt, dass der Text wertlos noch dass er sinnlos und erst recht nicht dass er überflüssig sei. Ich sagte, er ist farblos. Meinetwegen auch bildlos. Ich habe nicht "die Pointe nicht verstanden", ich habe sie nicht gefunden (was kein Wunder ist, da es offenbar keine gibt). Ich kann durchaus mit dem Text was anfangen – er ist thematisch sogar gut (, weil er eines der kuriosesten und zugleich alltäglichsten Dinge auf dem Punkt bringt). Nur handwerklich ist er eben nicht gut. Und das nichts mit irgendeiner Stimmung zu tun…
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